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online: www. kbwn.de
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In Zusammenarbeit mit dem Blindenkreis Osnabrück hat der St.Hedwigs-Kreis mehrmals Deutschlands meistbesuchte Freilichtbühne in Ahmsen besucht. Fotoberichte finden Sie auf dieser Seite.

Zum 150jährigen Jubiläum der Marienerscheinungen in Lourdes feierte die Waldbühne Ahmsen dieses Ereignis: L o u r d e s .

Bischof Franz Josef Bode eröffnet die Festspiele
30.000 Besucher dieser Saison 















 
 
 
 
 

Ein Bericht aus Lourdes: die Grotte von Massabiel - Lebendiger Kraftquell Die geistliche Ausstrahlung des französischen Wallfahrtsortes beeindruckt zahllose Pilger.
Kerzen. Tausende brennende Kerzen. Symbole für das Licht des Glaubens, den Auferstandenen. Glockenschlag Neun setzt sich allabendlich die Lichterprozession in Bewegung, abschließender Höhe- punkt eines jeden Tages in Lourdes. Alte, Junge, Gesunde, Kranke, Rollstuhlfahrer, Gruppen mit den Flaggen ihrer Länder. Gemeinsam bilden sie eine flammende Kette, die sich von der Erscheinungsgrotte über die Straßen des weitläufigen Heiligtumbezirks spannt. Andächtig, betend, singend. An der Spitze ziehen Träger voran, einer mit einem Kreuz, vier andere mit dem blumengeschmückten Aufbau eines Marienbildnisses auf den Schultern. Die Kerzen der Glaubigen stecken in papiernen Haltern, die mit dem „Ave Maria” bedruckt sind, dem „Credo”. Über Lautsprecher erklingen Gesänge und geistliche Impulse zu den lichtreichen Geheimnissen. „Jesus lebt”, heißt es auch auf Deutsch, eine von vielen Sprachen, die in Lourdes allgegenwärtig sind. Fleißige Helfer lotsen den Pilgerstrom in weiten Schleifen vor die Rosen- kranzbasilika. Letzte bewegende Anblicke bis zum Ende der Prozession. Dann löst sich das Lichtermeer auf. Erscheinungen und Jubiläumsjahr Lourdes, ins Grün der Vorpyrenäen gebettet, wäre ohne Bernadette Soubirous ein blasser Fleck auf der Landkarte geblieben. Im Laufe des Jahres 1858 indes erlebte die einfache Müllerstochter an der Grotte von Massabielle achtzehn Marienvisionen. „Ich sah eine weiß gekleidete Dame”, sagte Bernadette über die erste Erscheinung am 11. Februar, „sie trug ein weißes Kleid und einen weißen Schleier” Bei der neunten Erscheinung, bei der bereits mehrere hundert Personen zugegen waren, wies die für alle anderen unsichtbare Dame sie an, zur Quelle zu gehen und daraus zu trinken. Mit bloßen Händen sah man Bernadette im Boden wühlen: „Ich fand nur ein wenig schlammiges Wasser. Erst beim vierten Versuch konnte ich davon trinken.” Hier liegt der Urgrund der berühmten Quelle von Lourdes, die in der Grotte entspringt und bis heute viele Erkrankte in der Hoffnung auf Heilung anlockt. Erst bei der drittletzten Erscheinung gab sich die Unbekannte der damals vierzehnjährigen Bernadette zu erkennen: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.” Nach Zweifeln am Geisteszustand des Mädchens und den unergründlichen Vorgängen erkannte die Kirche die Visionen der jungen Seherin 1862 offiziell an und ebnete den Weg zu einer der weltweit bedeutendsten Pilgerstätten. Heute übertrifft die Zahl der Gästebetten jene der Bewohner von Lourdes um mehr als das Doppelte. Es gibt 35.000 Übernachtungsplätze, verteilt auf weit über 200 Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte und kirchliche Institutionen samt Jugenddorf. „Im Schnitt kommen jährlich sechs Millionen Besucher”, weiß Christelle Letard vom örtlichen Fremdenverkehrsamt und setzt die Prognose für das Jubiläumsjahr „150 Jahre Erscheinungen” hinzu: „Es dürften gewiss acht Millionen werden.” Der bekannteste Gast wird vom 13. bis 15. September 2008 nach Lourdes kommen: Papst Benedikt XVI. Über das Wallfahrtsziel hat er einmal gesagt: „Die Anwesenheit in Lourdes vieler kranker Pilger und freiwilliger Helfer, die sie begleiten, hilft, über die mütterliche und zärtliche Fürsorge nachzudenken, die die allerseligste Jungfrau dem Schmerz und dem Leiden des Menschen entgegenbringt.” Unvergesslich sind auch die Worte von Papst Johannes Paul II., der Lourdes kurz vor seinem Tod besuchte und bereits von schwerem Gebrechen gezeichnet war: „Ich will Gott Dank sagen, der in seiner Güte mir erlaubt hat, mich zur Wallfahrt nach Lourdes zu begeben. Ich danke Maria für die Atmosphäre tiefer Andacht und des Gebetes bei dieser Zusammenkunft, wobei ich mich mit vielen Emotionen erinnere an die vielen Pilger, insbesondere die Kranken, die gekommen sind, um bei Maria Trost und Hoffnung zu suchen”" Tiefe Spuren, Dank und Wünsche Lourdes hinterlässt tiefe Spuren und gerät zur intensiven Begegnung, „selbst wenn manches Gebet nicht erhört worden ist oder eine Erhörung auf sich warten lässt”, so Pfarrer Frank Werner, der ge- rade von einer Wallfahrt mit einer Pilgergruppe ins nach Deutschland zurückgekehrt ist. Im Sank- tuariumsbezirk von Lourdes können Gläubige bis Ende Oktober täglich um elf Uhr an einer heiligen Messe auf Deutsch teilnehmen. Im Gebäudeblock Jean-Paul II. gibt die Kapelle Sankt Kosmas und Damian einen vergleichsweise nüchternen Rahmen ab, doch darauf kommt es nicht an. Hier singt man voller Inbrunst das „Komm und trink am Lebensquell” und das „Ave Maria von Lourdes”. „Maria, wir pilgern zum heiligen Ort”, erklingt es im Chor, „hier strahlte dein Antlitz, ertönte dein Wort.” In seiner Predigt greift Oblatenpater Uwe Bar-zen, der in Lourdes für die deutschsprachige Pilgerseel- sorge zuständig ist, gerne das Motiv vom Wasser auf. "Wasser ist ein besonderes Zeichen für Gott", sagt er, “denn Gott ist die Quelle, aus der wir schöpfen können. Daran erinnert die Quelle in Lourdes.” Und weiter: “Diese Quelle will uns sagen, wie lebens- notwendig es ist, Gott zu haben. Nicht das Wasser von Lourdes heilt die Menschen, sondern es ist Gott, Jesus, der heilt.” Gleich gegenüber dem Eingang zur Kapelle hegt ein Gästebuch aus, in das viele Menschen ihre Wünsche und Hoffnungen eintragen, ihre Bitten, ihren Dank. Ob in voller Namenslänge oder anonym. “Liebe Mutter Gottes, danke für 47 Ehejahre”, steht in zittriger Schrift auf Deutsch, “schütze unsere Kinder und Enkel und bewahre sie im Glauben und in deiner Gnade.” Ein paar Seiten weiter schreibt Alina: “Danke, Herr, für alles. Ich bitte dich derweitig um Hilfe, Schutz und Segen für meine ganze Familie, für unsere Priester und alle Freunde und Bekannte, für alle, die ich irgendwie verletzt habe. Mögen sie mir vergeben.” Edith hat ihren Eintrag auf eine Zeile reduziert: “Danke, dass ich das sehen durfte.” Die Grotte von Massabielle, hinter dem Lauf des Flusses Le Gave gelegen, formt das Herzstück des Heiligtums. Geduldig wartet man in der Schlange, zieht langsam an der Quelle vorbei, berührt die Fels- wand. Pfarrer Frank Werner animiert zum tiefinnersten Impuls: „Trotz des gewaltigen Pilgerstromes möge sich jeder Pilger eingeladen fühlen, an der Grotte ein persönliches Gebet zu sprechen. Im Durchschreiten der dunklen Grotte darf der Pilger das, was ihn belastet und bewegt, hinein ins Gebet und ins Gespräch mit der ,schönen Dame’, der Gottesmutter, nehmen, um gestärkt am Kerzenbaum vorbei ins Leben, den Alltag zu gehen." Die langen Bänke vor der Grotte laden zur weiteren Einkehr ein. In aller Ruhe blickt man über den Kerzenbaum hinweg zur Nische mit dem Bild- nis Mariens. Die eucharistische Prozession mit der Krankensegnung am Nachmittag, die Wannen- bäder im Wasser von Lourdes, der Weg mit den Wasser- stationen auf der anderen Seite des Flusses, der bei der oberen Basilika Immaculee Conception startende Kreuzweg mit seinen monumentalen Skulpturengruppen - dies alles intensiviert die Glaubenserfahrung. Grotte, innere Einkehr und Spurensuche der Bernadette Auf Spurensuche von Bernadette verlässt man den Heiligtumsbezirk und geht über die Flussbrücke Saint-Michel. Rechts dahinter, etwas versteckt, hegt die als Museum hergerichtete Mühle Boly, das Geburtshaus der Bernadette. Hier verbrachte sie ihre ersten zehn Lebensjahre, doch die Familie geriet in wirtschaftliche Not. Arbeitslos, obdachlos. Der Abstieg in bitterste Armut endete mit der Zuflucht im Cachot, dem einstigen Stadtgefängnis in der Rue des Petits Fosses. Hinter dem Zugang öffnet sich ein kleiner Raum, ein Pferch für Eltern und Kinder Soubirous. Kärglich, schäbig, bedrückend. Ein paar Schemel stehen dort, über dem Kamin hängt ein Rosenkranz. Ab dem Cachot brach Bernadette eines Spät- wintertages zur Grotte von Massabielle auf, um Holz zu sammeln. Man schrieb den 11. Februar 1858. Der Rest ist Geschichte, doch damit sind die Stationen der Bernadette nicht erschöpft. Die Pfarrkirche Sacre Coeur zeigt ihr Taufbecken, darüber hängen polychromierte Relieftafeln mit Szenen aus ihrem Leben. Bernadette mit der Familie im Cachot, bei den Erscheinungen, beim Schafehüten in Bartres. Jenes Örtchen, Bartres, liegt vier Kilometer nördlich von Lourdes und bewahrt das Angedenken Bernadettes mit dem Hof ihrer Amme Marie, zu der sie als Dreizehnjährige kurz zurückkehrte und Landarbeiten verrichtete. In und um die Bergerie, den ein- samen Schafstall, passte sie auf die Tiere auf. Zurück in Lourdes, führt der Weg ins alte Hospital mit Oratorium und kleinem Museum. Dort, bei den Ordensschwestern der Nächstenliebe von Nevers, empfing Bernadette die Kommunion und fand als junge Erwachsene Aufnahme in die Gemeinschaft. Vitrinen zeigen ihren Rosenkranz, einen Strumpf, einen Schal mit ihren Haaren, ihren Löffel, den Bettvorhang. 1866 kehrte Bernadette der Heimat den Rücken und ging ins klösterliche Mutterhaus von Nevers, wo sie nach ihrem Tod 1879 die letzte Ruhe fand. Das Elterngrab Soubirous liegt auf dem Zentralfriedhof von Lourdes, dem Cimetiere de l'Egalité. Ausflüge und Abschied Lourdes besteht nicht aus dem Heiligtum und den Stationen der Bernadette allein. Aus dem 16.000- Einwohner-Städtchen ragt die mächtige Felsenburg, hinter deren Mauern sich das volkskundliche Pyrenäen-Museum verbirgt. Lohnende Blicke schweifen über den Wallfahrtsbezirk und das Grün der Gebirgsausläufer. Ein prächtigeres Panorama verheißt der Hausberg Pic du Jer, zu dem eine Seilbahn hinaufführt. Ein kurzer Zusatzabstecher endet am Lac de Lourdes, einem Gletschersee, auf dessen glatter Fläche die Spiegelbilder von Häusern und Anglern stehen. Ausgedehntere Ausflüge haben die Schlossstadt Pau und die Pyrenäenpässe um den Pic du Midi de Bigorre zum Ziel, wo die Radprofis bei der Tour de France häufig hinaufstrampeln. Wie lange man auch immer bleiben mag - der letzte Abend gehört noch einmal der Lichterprozession. Dann heißt es Abschied nehmen von Bernadette, den Wundern, den Geheimnissen. Was bleibt, ist der lebendige Kraftquell von Lourdes. DTAndreasDrouve080621 Lesen Sie mehr über Lourdes auf unseren Seiten > Lourdes, > Lourdes I und Lourdes II

Waldbühne Ahmsen - Deuschlands besucherstärkstes Amateur-Freilichttheater

Die Waldbühne Heesen, seit Jahren die Top-Adresse unter den deutschen Freilichtbühnen, muss neue Briefbögen drucken lassen. „Deutschlands besucherstärkstes Amateur-Freilichttheater” hat seit diesem Sommer seinen Sitz nämlich nicht mehr in Westfalen, sondern im kleinsten Freilichtbühnendorf Ahmsen. Das hat jetzt der Verband Deutscher Freilichtbühnen in Hallenberg (Sauerland) mitgeteilt. Während die Freilichtbühnen in Nordrhein-Westfalen 2005 abermals einen Rückgang hinnehmen mussten, zogen die 18 Theater Niedersachsens mit ihren 32 Inszenierungen rund 22.000 Zuschauer mehr als im Vorjahr an. Mit 229.000 Zuschauern konnte allerdings das Top-Ergebnis des Jahres 2003 (245.000 Besucher) nicht erreicht werden. Besonders das Kindertheater erwies sich mit 150.000 Zuschauern als Renner. Die Nummer 1 in allen Belangen ist jedoch die Waldbühne Ahmsen mit 57.103 Zuschauern. Damit kam jeder fünfte der nieder- sächsischen Besucher ins Emsland. Mit deutlichem Abstand folgen die Freilichtbühne Meppen (22.223 Zuschauer), die älteste Freilichtbühne in Bad Bentheim (20.943) so wie die Freilichtbühnen Westerstede (20.605) und Lohne (19.787). Mit der Inszenierung „Michel aus Lönneberga” stellte Ahmsen auch das bestbesuchte Stück (36.910 Zuschauer). Gute Resonanz beim Kindertheater hatten auch „Max und Moritz” in Meppen (16.113) sowie das „Dschungelbuch” in Westerstede (15.785). Enttäuschend war zumeist die Resonanz beim Erwachsenen-Theater, dessen 194 Vorstellungen nur 78.800 Zuschauer anzogen. Mehr als ein Viertel davon kam allein in Ahmsen zum Schauspiel „Joseph”. Mit jeweils rund 6.000 Besuchern liegen Meppens „Show Boat” und Bentheims „Anatevka” zwar dicht beieinander, doch vor allem in Meppen gingen die Zuschauerzahlen zurück. Die beste Auslastung hatte wiederum Ahmsen (100 Prozent) Viele Kartenwünsche konnten dort nicht erfüllt werden. Lohne, Westerstede, Lilienthal, Osterwald und Wagenfeld konnten im Schnitt noch mehr als die Hälfte der Sitzplätze besetzen. So kam Ahmsen auf eine Durchschnittsbesucherzahl von 1.784 vor Meppen (794), Westerstede (644) und Lohne (599). MünsterländischeTageszeitung/hg060100
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Fotos von der “Jedermann”-Aufführung in Ahmsen bringen wir hier:
Diakon Christian Nowak
Hugo von Hoffmannsthal: JEDERMANN Gott befiehlt dem Tod, Jedermann vor seinen göttlichen Richterstuhl zu bringen. Der reiche Jedermann, der sein Leben in Saus und Braus führt und wenig Mitgefühl mit den Sorgen seiner Mitmenschen kennt gibt an diesem Tag ein grosses Bankett für seine Freunde. Beim Festmahl hört er seinen Namen rufen. Als plötzlich der Tod auftritt und Ihm sein Ende verkündet, verlassen Ihn seine Freunde. Jedermann bittet den Tod, sich einen Begleiter für seine letzte Reise mit- nehmen zu dürfen. Doch alle, selbst sein Vermögen in der Rolle des Mammon, verweigern die Gefolg- schaft. Erst nachdem er Reue über sein Leben gezeigt hat, findet er Begleiter in den Guten Werken und dem Glauben. Der Teufel erhebt Anspruch auf die Seele, wird aber vom Glauben abgewiesen. In der versöhnlichen Schluss-Szene geht Jedermann in Gottes Verzeihung ein.























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Bleibende Erinnerungen von den Aufführungen der einzigartigen Waldbühne Ahmsen zeigen wir auf dieser Seite. Mit dem St-Hedwigs-Kreis Osnabrück und dem Katholischen Blindenwerk Norddeutschland e.V. haben schon über 600 Mitglieder in den letzten Jahren die Aufführungen besucht. Hier zeigen wir Ihnen Fotos von unseren Besuchen in den letzten Jahren.













Die 17jährige Johanna aus der Spielschar der Waldbühne und die über 100 Laienspieler sind über sich hinausgewachsen: Dies war die stärkste Vorstellung der Bühne in den letzen Jahren. Jeanne d’Arc,Jung- frau von Orléans (1410-14231), Tochter wohlhabender Landleute, fand sich durch überirdische Stimmen berufen, den französischen König Karl VII. nach Reims zur Krönung zu führen und Frankreich von den Engländern zu befreien. Am 25. 02. 1429 wurde sie vom König in Chinon empfangen, dann eingehend geprüft und schließlich dem Heer zugeteilt, dem die Aufhebung der englischen Belagerung von Orléans gelang (08. 05. 1429). Am 18. 06. folgte ein Sieg bei Patay, am 17. 07. wurde Karl in Reims gekrönt. Ein Angriff auf Paris scheiterte. Die Missgunst der Höflinge, die Verhandlungen mit Burgund weiteren Triumphen Johannas vorzogen, ließ dieser nur die Möglichkeit kleiner Unternehmungen. Dabei wurde sie am 23. 05. 1430 bei Compiègne von Burgundern gefangen, die sie gegen eine hohe Summe den Engländern auslieferten. Der französische Hof tat nichts für sie. In dem vom Bischof von Beauvais, Pierre Cauchon, in Rouen geleiteten kirchlichen Prozess (seit Februar 1431) verteidigte sich Johanna unerschrocken gegen die Anklage der Zauberei und Ketzerei, widerrief aber am 24. 05. angesichts des drohenden Feuertodes ihre Sendung. Zu lebenslänglicher Haft verurteilt, zog sie bald den Widerruf zurück und wurde als rückfällige Ketzerin verbrannt.

1456 wurde ihre Verurteilung in einem neuen kirchlichen Prozess aufgehoben. Die Kraft ihrer Persönlichkeit ist aus den Prozessakten eindrucksvoll erkennbar. Ihre wundersame Erscheinung, ihr fester Glaube führten ein vorübergehendes Sichaufraffen der an sich starken, jedoch durch Zwietracht und Untätigkeit gelähmten französischen Kräfte gegen die auf Dauer unhaltbare englische Macht- stellung herbei. Schon von den Zeitgenossen verherrlicht, wurde Johanna im 19. Jahrhundert zu einer französischen Nationalheldin; die Kirche sprach sie selig (1909) und heilig (1920 - Gedenktag: 30. Mai) und machte sie zur zweiten Patronin Frankreichs.




Der Sankt-Hedwigskreis Osnabrück hat unter Leitung des Vorsitzenden Diakon Christian Nowak (Foto rechts unten) in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Blindenwerk Norddeutschland (kbwn) eine Kulturfahrt zur Waldbühne Ahmsen angeboten. In zwei Bussen sind wir von Osnabrück und Fürstenau angereist um das Musical Anatevka zu sehen. Die Schauspieler haben uns durch ihren Einsatz sehr beeindruckt. Mit ergriffener Freude waren wir dabei. Hier bringen wir die Erlebnisfotos von Anatevka - Musical in zwei Akten nach der Erzählung. “Tevje, der Milchmann” von Sholem Aleichem Die Geschichte des “Fiedlers auf dem Dach” ist die Geschichte des kleinen russischen Dörfchens Anatevka im Revolutionsjahr 1905. Anatevka ist die Heimat für ein Häuflein Juden geworden. So auch für Tevje, den Milchmann, seine Frau Golda und ihre fünf Kinder, die sich so ganz entgegen der jüdischen Tradition und den Vorstellungen der klatschsüchtigen Heiratsvermittlerin Jente verlieben und verheiraten. “Wenn ich einmal reich wär ...”, singt Tevje, der es so unendlich schwer hat, sich in den Wirren der Zeit und in der Familie zu behaupten. Als frommer, der Tradition verbundener Diener seines Herrn pflegt er sich in stillen Minuten von Mann zu Mann mit Gott zu unterhalten. Doch dann gerät Anatevka in den Strudel der Pogrome . . . . “ANATEVKA” ist das klassische Volksmusical. Es hält sich seit 40 Jahren in den internationalen Spielplänen. Die rührende Familienchronik und die hinreißende Musik und die live gesungenen Lieder und Chorgesänge haben uns begeistert. Faszinierend an diesem Spiel ist die ungeheuer logische Dramaturgie. Komik und Nachdenklichkeit, Lachen und Weinen liegen dicht beieinander. Mit “Anatevka” erlebten wir einen nachdenklichen so wie unterhaltsamen Theaterabend in der einzigartigen Atmosphäre der “AHMSENER WALDBÜHNE”. Musik: Jerry Bock * Buch: Joseph Stein * Gesangstexte: Sheldon Harnick. Deutsche Fassung: Rudolf Merz und Gerhard Hagen *Inszenierung: Bernd Aalken






Am Beginn unserer Zeitrechnung wachsen in Palästina der Aristokratensohn Ben Hur und sein Freund Messala wie Brüder zusammen auf. Später schwört Messala jedoch dem Judentum ab und wird Statthalter des römischen Reiches in Jerusalem. Als der römische Gouverneur durch ein Unglück verletzt wird, verurteilt Messala wider besseres Wissen Ben Hur als angeblichen Verschwörer zu lebenslanger Galeerenhaft. Seine Mutter und Schwester lässt er gefangen nehmen. Nach drei Jahren als Sklave kann Ben Hur bei einer Seeschlacht dem Kommandanten Quintus Arrius das Leben retten. Aus Dankbarkeit nimmt Arrius ihn als Ziehsohn zu sich nach Rom und ebnet ihm den Weg in die besten Kreise. Doch Ben Hur will sich an Messala rächen. Ein großes Wagenrennen in Jerusalem wird zum mörderischen Zweikampf zwischen den ehemaligen Freunden. Messala stirbt, Ben Hur siegt. Die Kreuzigung Christi, die Ben Hurs Mutter und Schwester als Augenzeuge erleben, wird zu einem Wendepunkt in Ben Hurs Leben ...

Die Geschichte von Ben Hur ist eine Geschichte der Superlative: Der Roman des ehemaligen Generals Lew Wallace aus dem Jahre 1880 wurde ein Welterfolg, allein eine Theaterversion am Broad- way lief ununterbrochen über 20 Jahre lang. 1907 erblickte der jüdische Held in einem Film erstmals das Licht der Leinwand; die Version von 1926 war die teuerste, technisch aufwändigste und erfolgreichste Produktion der Stummfilm-Ära. Der Ben Hur von 1959 ist schließlich der monumentalste aller Monumentalfilme. Über 16 Millionen Dollar flossen unter anderem für 50.000 Statisten, 365 Sprechrollen, eine Million Requisiten und über 300 Dekorationen in einer Vorbereitungszeit von fünf Jahren und einer reinen Drehzeit von einem Jahr in den Cinecittà-Studios von Rom und Umgebung.

Retrospektive zu unserem Besuch der Waldbühne Ahmsen: Joseph
  
Auch in diesem Jahr waren wir wieder mit 65 Teilnehmern in Ahmsen. Auf der Waldbühne sahen wir: Joseph Ein Schauspiel nach Motiven des Alten Testaments. Bearbeitung und Inszenierung: Bernd Aalken Die Geschichte beginnt in Ägypten, wo Joseph als Sklave an den Oberaufseher des Pharaos verkauft wird. In einer kurzen Rückblende erfahren wir, wie Joseph durch seine eigenen Brüder in ägyptische Gefangenschaft gerät, die auf ihn, den Lieblingssohn des Vaters, neidisch waren. Die Frau des Oberaufsehers Potiphar versucht, Joseph für sich zu gewinnen, was ihr zunächst auch gelingt - später jedoch zum Verhängnis führt. In diesem großen biblischen Schauspiel geht es um Leidenschaft, Verführung und unschuldige Gefangenschaft, vor allem aber um Geschwisterliebe und Vertrauen. Die Première erlebte vor 700 Zuschauern mit “standing ovations”. Den Pressebericht aus der Emszeitung bringen wir hier.

Foto oben: Regisseur Bernd Aalken gibt Joseph (Mario Korbicki) Anweisung

Szenenfotos: Auf dem Sklavenmarkt in Ägypten kaufen sich die Reichen ihre Diener.- Aufseher Heru (Hermann-Josef Alves) quält den Sklaven Joseph (Mario Korbicki) immer wieder. Des Sohnes Ruhm preist seinen alten Vater . . . 700 Zuschauer bei „Joseph"-Premiere Emszeitung/WillyRave050503 Wenn die kommenden Monate halten, was die Premiere des biblischen Schauspiels „Joseph” auf der Waldbühne Ahmsen versprochen hat, wird es einer der glanzvollsten Spielsommer in der 57-Jährigen Geschichte der „Kanzel des Emslandes”. Über 700 Zuschauer spendeten den 70 Darstellern, ihrem Regisseur Bernd Aalken und damit auch den vielen guten Geistern hinter der Bühne minutenlang „Standing Ovations”. Das für die Waldbühne Ahmsen von Bernd Aalken bearbeitete biblische Schauspiel nach dem Buch von Lionel Chetwynd orientiert sich an Motiven des Alten Testamentes. Das von Matthias Möring entworfene Bühnenbild zeigt auf der einen Seite eine naturgetreue Nachbildung eines ägyptischen Tores, auf der anderen das Land Kanaan. Die schlichten einfarbig braunen Bauwerke und die prachtvoll gewandeten Darsteller aus dem Reich des Pharao bilden einen unübersehbaren Kontrast. Ebenso kontrastreich ist auch die biblische Geschichte um Joseph, die zu den bekanntesten, eindrucksvollsten und auch bewegendsten Begebenheiten des Alten Testamentes gehört. Da ist von Hass und Liebe, von Intrigen und Versöhnung, von Hunger und von Hilfsbereitschaft die Rede. Und von der Liebe und Verlässlichkeit Gottes, den Jakob und seine Söhne verehren. Ein „Stoff”, der hohe Anforderungen an die Schauspieler stellt. Was Spielleiter Bernd Aalken seit 22 Jahren auszeichnet, hat sich auch diesmal bewährt: Sein sicheres Auge bei der Rollenbesetzung. Der 24-jährige Mario Korbicki, der vor drei Jahren so überzeugend den Vincent van Gogh verkörperte, rechtfertigt im vollen Umfang das in ihn gesetzte Vertrauen. Mit Frank Cordes als Pharao, Richard Gertken als Potiphar und Hildegard Tholen als dessen verführerische Gattin Marduga, Bernd Sandmann als Jakob hat der Spielleiter Hauptrollen - Bernd Aalken: „Für mich gibt es keine Nebenrollen - mit erfahrenen Bühnenakteuren besetzt. Über langjährige Praxis auf der Bühne verfügen unter anderem auch Heinz Wolbers als erster Offizier(die Besucher werden sich noch gut an ihn als Tevje in Anatevka erinnern), Stefan Hackmann als Sklavenhändler (er spielte früher mal den Glöckner von Notre-Dame) sowie Bernhard Rolfes als erster Kämmerer und Hermann-Josef Alves als erster Aufseher. Maria Heller, im Spieljahr 2003 in einer Glanzrolle als Johanna von Orleans, verkörpert diesmal die Dienerin Wakara. Unter den Brüdern des Joseph verdient sich vor allem Bernd Ostermann als Simeon, der mit aller Macht gegen seinen verhassten Bruder und Lieblingssohn des Vaters agiert, Lob. Schauspielerisches Talent lassen Enrico Wehr in der Rolle des sechsjährigen Joseph und Tobias Siemer als der kleine Benjamin erkennen. Beeindruckend die Schlussszene, in der sich unter den Augen des Pharao Joseph, dessen Brüder und zu aller Überraschung der alte Vater Jakob wieder begegnen. „Des Sohnes Ruhm preist seinen Vater”, ruft der Herrscher aus. Und während der Pharao vom „Segen der Götter” spricht, erbittet Jakob „meines Gottes Segen” für ihn und seine Familie. Groß war die Zahl der Premierengäste aus der Politik: Bundestags-, Landtags- und Kreistags- abgeordnete sowie Vertreter der Kommunen waren gekommen. Aus Osnabrück waren Generalvikar Theo Paul und Domkapitular Heinrich Silies angereist.

Szenenfotos: Eine starke Rolle - Richard Gertken als Potiphar. Vergeblich versucht die Frau des Potiphar (Hildegard Tholen) den Sklaven Joseph zu verführen Joseph - der Lieblingssohn Joseph war Jakobs elfter Sohn und das erste Kind seiner Frau Rahel. Die Josephserzählung (Gen 37,20), die einen vorherrschend ägyptischen Hintergrund hat, dient als Abschluss der Patriar- chenepoche und als Vorspiel der Ansiedlung der Kinder Israels in Ägypten und zum Exodus. Joseph war der Lieblingssohn seines Vaters und somit naturgemäß Gegenstand des Neides und Hasses seiner Brüder. Seine Träume versetzten sie derart in Wut, dass sie beschlossen, ihn zu beseitigen. Der biblische Bericht verknüpft zwei Traditionen miteinander. Nach der einen verkauften ihn seine Brüder an eine ismaelische Karawane, nach der anderen warfen sie ihn in eine Grube und nutzten die Gelegenheit, ihn an Sklavenhändler zu verkaufen. Diese wiederum verkauften ihn an Potiphar, den Vor- steher der Hofhaltung des Pharao, weiter. Joseph macht am Hof Karriere, die aber endet, als ihm die Frau seines Dienstherrn vergeblich nachstellt. Er wird auf Grund ihrer falschen Anschuldigungen ins Gefängnis geworfen. Später wird er als erfolgreicher Traumdeuter an den Hof zurückgerufen. Er erklärt dem Pharao den Traum von den sieben fetten und sieben mageren Jahren und erlebt erneut einen märchenhaften Aufstieg als er zum Wesir und damit zum zweitmächtigsten Mann des Landes ernannt wird. Joseph lässt Nahrungsvorräte anlegen, und als eine Hungersnot ausbricht, reisen auch seine Brüder auf Geheiß ihres Vaters nach Ägypten, um Lebensmittel zu kaufen. Es kommt es zu einem dramatischen Wiedersehen.




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