MM-DKWN-x
kbwn

         o n l i n e :       
www.

kbwn.de

Fatima-Geheimnis

Auf dieser Seite lesen Sie:
1. Das “Geheimnis” von Fatima
2. Die beiden ersten Teile des Geheimnisses
3. Der dritte Teil des Geheimnisses
4. Botschaft und Erfüllung
5. Was sagt die Seherin Schwester Lucia über das Geheimnis?
6. Der veröffentliche Text im Wortlaut: “Die Botschaft von Fatima”
7. Tarcisio Kardinal Bertone in Fatima
8. Vatikan: Es gibt kein weiteres Fatima-Geheimnis

tn_Fatima3_bmptn_Fatima10_bmp

  Das “Geheimnis” von Fatima.  Erster und zweiter Teil des “Geheimnisses”, wie es Schwester Lucia in der
“dritten Erinnerung”  am 31. August 1941 aufgezeichnet und für den Bischof von Leiria-Fatima bestimmt hat

 Wir bringen hier die offizielle Übersetzung des Vatikans:
  “Ich werde daher etwas über das Geheimnis sagen und die erste Frage beantworten müssen. Welches ist das Geheimnis? Ich glaube, ich kann es sagen, da ich doch die Erlaubnis vom Himmel dazu habe. Die Vertreter Gottes auf Erden haben mich verschiedentlich und in mehreren Briefen dazu ermächtigt. Ich glaube, dass Eure Exzellenz einen davon aufbewahrt. Er stammt von Pater Jose Bernardo Gonçalves, und er trug mir darin auf, an den Heiligen Vater zu schreiben. Ein Punkt in diesem Schreiben bezieht sich auf die Offenbarung des Geheimnisses. Etwas habe ich bereits gesagt. Aber um dieses Schreiben, das kurz sein sollte, nicht zu lang werden zu lassen, habe ich mich auf das Nötigste beschränkt und überließ es Gott, mir eine günstigere Gelegenheit dafür zu geben.
  Im zweiten Schreiben habe ich bereits den Zweifel geschildert, der mich vom 13. Juni bis 13. Juli quälte und der bei dieser Erscheinung völlig verschwand. Nun gut!

      Das Geheimnis besteht aus drei verschiedenen Teilen,
von denen ich zwei jetzt offenbaren will. Der erste Teil war die Vision der Hölle.

   Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu sein schien. Eingetaucht in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen in menschlicher Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, empor geworfen von den Flammen, die aus ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen. Sie fielen nach allen Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schmerzensgeheul und Verzweiflungsschreie, die einen vor Ent- setzen erbeben und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und grauenvolle Gestalt von scheußlichen,  unbekannten Tieren, aber auch sie waren durchsichtig und schwarz.
[2. Teil]
   Diese Vision dauerte nur einen Augenblick. Dank sei unserer himmlische Mutter, die uns vorher (in der ersten Erscheinung) versprochen hatte, uns in den Himmel zu führen. Wäre das nicht so gewesen, dann glaube ich, wären wir vor Schrecken und Entsetzen gestorben. Wir erhoben den Blick zu Unserer Lieben Frau, die voll Güte und Traurigkeit sprach: - Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XII. ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russ- lands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.
  Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.”

am-Fatima-12zz

Dritter Teil des “Geheimnisses”

“J.M.J.
   Der dritte Teil des Geheimnisses, das am 13. Juli 1917 in der Cova da Iria, Fatima, offenbart wurde. Ich schreibe aus Gehorsam gegenüber Euch, meinem Gott, der es mir aufträgt, durch seine Exzellenz, den Hochwürdigsten Herrn Bischof von Leiria, und durch Eure und meine allerheiligste Mutter.
   Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße!
   Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist, “etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen” einen in Weiß gekleideten Bischof; “wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war”. Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen die einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde
.

Das “Dritte Geheimnis von Fatima”

   Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Gießkanne aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.
Tuy, 3. Januar 1944”.

Die Erfüllung

   Wer in der Botschaft von Fatima Sensationen sucht, kann leicht enttäuscht werden. Die Schlichtheit, mit der die Gottesmutter zu den drei Hirtenkindem redete, kann kaum überboten werden. Es scheint, als hätte Fatima eigent- lich keine wichtigere Botschaft anzubieten als die von der Gottesmutter bei jeder Erscheinung wiederholte Bitte:“Betet täglich den Rosenkranz!”
   Zudem muss erwähnt werden, dass Lucia nichts von den Visionen preisgab, außer auf starkes Drängen ihres Bischofs bei verschiedenen Gelegenheiten. Aber auch dann - so erwähnt sie selber in ihren Erinnerungen - gab sie nur gerade soviel von ihren Zwiegesprächen mit der Gottesmutter preis, wie viel zur größeren Ehre Gottes und für die Bekehrung der Sünder zu wissen notwendig war. So wird später auch die Begründung dafür lauten, dass sie mit der Nichtveröffentlichung des dritten Teils des Geheimnisses von Fatima zur 1917 angegebenen Zeit (1960!) einverstanden ist. Und dennoch ist das ganze Geschehen von Fatima eine große Katechese des Glaubens. 

- Ein Engel erscheint

   Die Engellehre wird heutzutage allenthalben unterdrückt, wenn nicht geleugnet. Wird nicht selten genug den Kindern die große Hilfe eines Schutzengels vorenthalten, indem man über ihn mit unseren Kindern nicht oder doch zu selten spricht? Jedoch, kann man die Existenz der Engel tatsächlich leugnen, ohne die Verkündigung an Maria oder an den Priester Zacharias zu einer Fabel zu degradieren?

 - Den Rosenkranz betete man schon seit Jahrhunderten

   Hat Gott, der Herr, diesem Gebet, das uns zur Meditation über drei wichtige Phasen des Lebens Jesu auf Erden, die freudenreiche, die schmerzhafte und die glorreiche, anregt, so viel geistige Macht verliehen, dass seine Unter- lassung fast einer Sünde gleichkommt, obwohl sie selbstverständlich, keine ist? Die Menschheit steht im Umbruch. Daher ist die Frage berechtigt: Wird sie den Umbruch mit oder ohne Gott wählen; denn schaffen wird sie ihn! Frei- ich ist es zur Genüge bekannt, dass menschliche Gesellschaften, die ohne Gott aufgebaut wurden, ausnahmslos immer in eine Katastrophe, in unsagbares Leid und Verelendung, führten. Wenn man weiß, dass die Botschaft der Höllenvision eine Tatsache werden könnte (“ganze Völker werden vernichtet werden”) und auf der anderen Seite uns der Himmel als Hilfe den Rosenkranz anbietet, um den Umbruch mit Gott zu schaffen, dann ist es unsere heilige Pflicht, diesen in die Hand zu nehmen und ihn jedem in die Hand zu geben, der ihn noch nicht kennt, un- gehindert jeglicher konfessioneller Schranken!

 - Die Höllenvision

   Sie kann geleugnet werden - die Hölle. Doch die Frage nach der Sünde bleibt. Wer die Sünde leugnet, muss konsequenterweise auch Hölle und Teufel leugnen, da sinnlos geworden. Der nächste Schritt ist voraussehbar. Falls Jesus Christus uns nicht von der Sünde erlösen konnte (da es diese ja nicht gibt), muss er nicht zwangsläufig die Zweite Göttliche Person, Gottes Sohn, wahrer Mensch und wahrer Gott, sein! Aber was soll dann der christliche Glaube überhaupt noch? Seine Daseinsberechtigung entbehrt jeder Grundlage. Die Tragik der Hölle, des Teufels, ist es, die Menschwerdung Gottes nicht einsehen, nicht erfassen zu können bzw. wollen. Für die “Mächte der Hölle” Mt 16,19 ist es unverständlich und unmöglich, dass Gott die der Natur Luzifers weit “unterlegene” mensch- liche Natur angenommen hat. Natürlich wird es für die Menschen dann schlimm, wenn christliche Theologie unter dem Mantel der Wissenschaft dasselbe sagt und infolgedessen die Gottheit Christi leugnet.

- Maria erscheint in einem Lichtkranz ...  

   ... heller als die Sonne vgl. Offb 12,1. Es mutet fast apokalyptisch an, wenn man aus den ersten Sätzen des Alten Testaments eine Brücke zu Fatima baut: “Sie wird dir den Kopf zertreten!”  
   Die Vernichtung der höllischen Macht durch eine Jungfrau, die ganz und gar Mensch ist, an der aber die Hölle wegen ihrer Unbefleckten Empfängnis keinen Anteil hatte, ist das größte und unüberwindliche Hindernis, das dem stolzen “Non serviam - Ich diene Gott nicht!” Luzifers entgegenstellt wurde. Gott ist getreu! Muss man da nicht hellhörig werden, wenn gerade in unserer Zeit, für die die Gottesmutter in Fatima uns als “Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz” geschenkt wurde, Mariens Name in vieler Munde verstummt? Schließlich sei ein Weiteres über die ein- fachen Botschaften von Fatima gesagt.  Fatima war, nebst der Bekräftigung biblischer Lehren, nur die An- kündigung eines Auftrags, den Schwester Lucia später in mehreren Erscheinungen von der Gottesmutter erhalten hatte. “Fatima” kann nicht nur auf das Geschehen der sechs Erscheinungen in der Cova da Iria reduziert werden; vielmehr muss der zweite Teil, die Erfüllung der in Fatima gemachten Versprechen, als wesentlicher Bestandteil dieser Botschaften angesehen werden. Erst Botschaft und Erfüllung bilden ein einheitliches Ganzes unter der Bezeichnung des Geschehens von Fatima.

Was sagt Sr. Lucia über “Das Geheimnis von Fatima”?

   Es wurde schon viel Spekulatives über die so genannten “drei Geheimnisse” von Fatima geschrieben, von wel- chen das “Dritte Geheimnis” erst spät veröffentlicht wurde. Gleich zu Beginn muss hier eine Korrektur erfolgen, insofern es sich nicht um drei Geheimnisse, sondern nur um eines handelt, das sich allerdings aus drei Bestand- teilen zusammensetzt. Lucia zögerte sehr lange, und nur auf starke Drängen seitens des Bischofs war sie bereit, 1941 einzelne Teile daraus mitzuteilen. Sie war davon überzeugt, dass Gott ihr zur rechten Zeit selbst befehlen werde, das preiszugeben, was zu Seiner Ehre und zur Errettung der Seelen diene. Während sie im Auftrag des Bischofs die Zeit für gekommen sah, “zwei Fragen zu beantworten, die das Geheimnis betreffen”, blieb sie dabei, dass ein weiterer Punkt noch im Verborgenen bleiben müsse. In der Tat schrieb Schwester Lucia am 2. Dezember 1940 einen Brief an Papst Pius XII., der noch nicht das Geheimnis enthielt, sondern sich lediglich “auf die Offen- barung des Geheimnisses” bezog. Erst Ende 1943 wurde der dritte Teil des Geheimnisses niedergeschrieben und im Vatikanischen Geheimarchiv hinterlegt.

Der erste Teil des Geheimnisses ...

   ... ist die Vision der Hölle. Die Kinder, obwohl sehr erschöpft und zu Tode erschreckt, behielten diese Vision in ihrem Herzen. Nur ab und zu sprachen sie, wenn sie von niemandem gehört werden konnten, untereinander darüber. Das Gespräch wurde sehr oft unterbrochen durch Jacintas Mitleid erregende Aussagen über jene Seelen, die in die Hölle kommen. Diesem schloss sie üblicherweise gleich das Gebet an. 

“Mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden.
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle.
Führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.”

   In der Höllenvision sind verschiedene Aussagen, was die Zukunft betrifft, gemacht. So die Möglichkeit eines zweiten, noch schlimmeren Krieges, als es der erste Weltkrieg war. Ferner die Ankündigung, wiederzukommen und zweierlei zu verlangen: die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats.

“Wenn man auf meine Worte hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein,
wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten,
wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören;
die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben,
verschiedene Nationen werden vernichtet werden.” 

  Nimmt man diese Sätze einzeln, so fällt auf, dass die Gottesmutter den Sieg des Glaubens über den Atheismus (was wohl unter «Russland» zu verstehen ist) an die Weihe Russlands durch die Kirche bindet. Dem fügt sie noch ein Gnadenmittel hinzu: die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats. Doch Gott zwingt nicht - er will uns gewinnen! Deshalb fügt die Gottesmutter hinzu: “wenn nicht ...” Nun, der Staatsatheismus Russlands ist seit einiger Zeit nur noch Geschichte. Eine tiefere Betrachtungsweise jedoch sagt uns, dass dies notwendiger- weise so kommen musste für den Fall, dass der Ruf der Gottesmutter zu Buße, Sühne, Rosenkranzgebet und Umkehr nicht gehört und befolgt wird. Hätte sich Russland bekehrt im Sinne des Wunsches der Gottesmutter, wäre eine scheinbare Selbstauflösung des Kommunismus nicht notwendig gewesen; die Gnade hätte die Men- schen umwandeln können. Ich sagte “scheinbare”, denn tatsächlich sind weder der Kommunismus noch seine Ideale überwunden.
   Unter den verschiedensten neuen, noch nicht gebrandmarkten Namen tauchen dieselben Ideale heute weltweit auf; ja selbst im christlichen Abendland, das sich zunehmend seiner Gottlosigkeit rühmt (“säkularisierte Gesell- schaft”), dringen die von jener atheistischen Ideologie verbreiteten Auffassungen in Leben und Umwelt, nicht sel- ten auch in die Kirche, ein und führen so, ungestört durch eine sichtbare, für ihre Verbreitung eher hinderliche Weltmacht, ihr schreckliches, seelenzersetzendes Werk fort. Nur durch eine “scheinbare” Auflösung der konzen- trierten und fassbaren atheistischen Gewalt, durch das Sprengen  der engen nationalen Grenzen eines Gemein- wesens konnten die atheistischen Irrlehren “Russlands” der ganzen Welt aufgetischt werden.  “... wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die ganze Welt verbreiten ...” Diese Entwicklung kann eindeutig und klar in unserer heutigen Gesellschaft beobachtet werden. Außerordentlich wichtig scheint mir dabei die richtige Interpretation des Wortes “Russland” zu sein! Mit Sicherheit geht es 1917 nicht um “Russland” als Staat, der sich die ganze Welt etwa militärisch unterwerfen wird, sondern um die in “Russland” entstandenen und entwickelten atheistischen Ideale und Wertvorstellungen, die ohne Buße und Sühne die Grenzen dieses einen Landes (der ehemaligen Sowjetunion) sprengen werden, um sich ungehindert auf der ganzen Welt verbreiten zu können. Wir sind in unseren Tagen also nicht Zeugen der Auflösung des Staatsatheismus (“Russland”), sondern der weltweiten hem- mungslosen Verbreitung der von ihm verkündeten Irrlehren! Dies wurde in Fatima vorausgesagt für den Fall der Nichtbeachtung der Wünsche der Gottesmutter. Seit Fatima wird keiner mehr sagen können, er habe “es nicht gewusst ...”, wie dies am Ende des 2. Weltkrieges der Fall war ... Bleibt uns nur zu hoffen, dass die anschließende Prophezeiung der Gottesmutter, wonach diese Irrlehren “... Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören ...” werden, durch das Gebet des Rosenkranzes, durch Umkehr, Buße und Sühne abgemildert oder gar abgewendet werden kann. Bedingungslos hingegen steht der Abschlusssatz der Höllenvision: “Am Ende wird mein Unbe- flecktes Herz triumphieren!”Er gibt uns Mut, den von der Gottesmutter eindeutig angekündigten Ereignissen hoffnungsvoll in die Augen zu schauen. 

Der zweite Teil des Geheimnisses . . .

  ... von Fatima hat seinen Ursprung ebenfalls in den abschließenden Aussagen der Höllenvision und bezieht sich auf die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens. Lucia selbst spricht der Verehrung des Unbefleckten Her- zens große Gnadenwirkkraft zu, die jedem zuteil wird,der sich um das richtige Verständnis dieser Verehrung bemüht. In einem Jahrhundert, in dem die Menschen, gehetzt durch Technik und Computer, innerlich kalt und herzlos werden, in der viele Ehen zerrüttet sind und das millionenfache Weinen von Waisenkindern den Tages- ablauf der Welt bestimmt, schenkt uns Maria die Wärme ihres Mutterherzens.
   Lucia schreibt, dass ihr die Einsicht in die Notwendigkeit dieser Verehrung durch Maria selbst gegeben wurde. Im Brief über den zweiten Teil des Geheimnisses schreibt sie an ihren Bischof, die Gottesmutter habe sie am 13. Juni wissen lassen,  “sie werde mich nicht verlassen, und ihr Unbeflecktes Herz werde meine Zuflucht sein und der Weg, der mich zu Gott führen soll. Bei diesen Worten öffnete sie ihre Hände; helle Strahlen kamen daraus hervor, die sie uns in die Brust dringen ließ. Es scheint mir, dass das Licht an diesem Tag hauptsächlich den Zweck hatte, uns die Erkenntnis und die besondere Liebe zum Unbefleckten Herzen Mariens einzugießen, so wie das in den beiden anderen Fällen hinsichtlich Gottes und des Geheimnisses der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geschah.” Dass es sich hier offenbar um eine “eingegossene Gabe” handelt, was man nur durch eine hohe mystische Gnade er- klären kann, liegt auf der Hand.

Den dritten Teil des Geheimnisses ...

... schrieb Schwester Lucia erst Ende 1943 nieder. Ab 1960 hätten die Päpste die Möglichkeit gehabt, diesen Brief, der im Archiv der Kongregation für die Glaubenslehre aufbewahrt wird, zu veröffentlichen. Dies ist erst jetzt ge- schehen. Auf meine persönliche mündliche Anfrage an Bischof Alberto Cosma do Amaral von Leiria-Fatima (1992), warum dieser Brief noch nicht veröffentlicht wurde, erhielt ich die Antwort, dass es dem Heiligen Vater überlassen bleibe, den Zeitpunkt zu bestimmen. Im übrigen, so der Bischof, wäre es unklug, diesen Brief zu veröffentlichen, da sehr konkrete Dinge über die Zukunft der Menschheit  und insbesondere der Kirche darin stünden. Würde der Heilige Vater ihn jetzt veröffentlichen, dann wäre er eine Zeitlang, wie alles andere, eine Sensation, um nachher vergessen zu werden. Dies käme dem ernsten Inhalt des Briefes und auch dem Wohl der Menschheit nicht zugute. Auch sei, so der Bischof, das im Brief Geschriebene von äußeren Umständen und Entwicklungen in der Kirche ab- hängig. Der Brief würde nicht verstanden werden, wenn man ihn vor dem Eintreten dieser Entwicklungen ver- öffentlichte; er würde im entscheidenden Augenblick dann nicht mehr beachtet werden und so wirkungslos blei- ben. Schließlich machte der Bischof noch den Hinweis auf die Katechese der Botschaft, auf die im Anschluss an die Fatima-Ereignisse entstandene Sühneandacht zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens sowie auf Aussagen des Neuen Testaments von den Evangelien bis zur Offenbarung des Johannes.
   Als Papst Johannes Paul II. im November 1980 bei seinem Deutschlandbesuch in Fulda von Journalisten nach dem so genannten “Dritten Geheimnis von Fatima” gefragt wurde, antwortete er kurz: Ihr kennt den Inhalt aus der Bibel. Lebt ihn! Für ihn, der keinen Rundbrief schreibt und keine Ansprache hält ohne irgendeinen direkten Bezug zur Mutter Jesu herzustellen, und der kein Land besucht, ohne den dortigen Marienwallfahrtsort zu besu- chen, scheint es sonnenklar zu sein, dass es in Fatima keine Botschaft gab, die nicht schon in der Bibel nach- zulesen wäre. Wenige Monate nach seiner Aussage in Fulda entging der Papst einem tödlichen Attentat. Am 13. Mai 1982 pilgerte Johannes Paul II. nach Fatima um für die wunderbare Errettung Dank zu sagen. Der sich vorher schon so sehr Maria übergab, dass er in sein Wappen die Worte “Totus Tuus - Ganz Dein!” aufnahm, eilte, aus der Gefahr errettet, nach Fatima, dieselben Worte zu bestätigen und zu erfüllen. 

Fatima5x  Fatima---JPII

Dritter Teil des “Geheimnisses”

   Am Montag, dem 26. Juni 2000 wurde im Vatikan von Benedikt XVI., dem damaligen Kardinal Joseph Ratzin- ger und Erzbischof Tarzisius Bertone ein Dokument mit dem Titel: “Die Botschaft von Fatima” veröffentlicht
  Der Kardinal erklärt: “Dieses Dokument enthält die volle Botschaft des “3. Teils des Geheimnisses von Fatima” und den offiziellen Kommentar der Glaubenskongregation. Der Kommentar soll dem besseren Verständnis der Botschaft der Gottesmutter von 1917 dienen und Fehldeutungen ausschliessen.

Der veröffentlichte Text im Wortlaut: “Die Botschaft von Fatima”

EINFÜHRUNG
   Am Übergang vom zweiten zum dritten Jahrtausend hatte Papst Johannes Paul II. entschieden, den Wortllaut des dritten Teils des “Geheimnisses von Fatima” zu veröffentlichen. Nach den aufregenden und grausamen Ereig- nissen des zwanzigsten Jahrhunderts, das zu den kritischsten der Menschheitsgeschichte zählt und im blutigen Attentat gegen den “milden Christus auf Erden” gipfelte, wird nunmehr über einer Wirklichkeit ein Vorhang auf- getan, der Geschichte macht und diese Wirklichkeit auf tiefsinnige Weise in einem geistlichen Horizont deutet, für den die heutige Geisteshaltung, die oft das Wasserzeichen des Rationalismus trägt, keinen Sinn hat. Erscheinun- gen und übernatürliche Zeichen unterbrechen die Geschichte. Sie treten auf lebendige Weise in die menschlichen Fährnisse ein und begleiten den Weg der Welt, wobei sie Gläubige und Ungläubige überraschen. Diese Kundga- ben, die dem Inhalt des Glaubens nicht widersprechen können, müssen auf den zentralen Gegenstand der Ver- kündigung Christi zulaufen: die Liebe des Vaters, der die Menschen zur Umkehr bewegt und die Gnade schenkt, sich in kindlicher Ergebenheit ihm zu überlassen. Das ist auch die Botschaft von Fatima, die mit ihrem beküm- merten Ruf zu Umkehr und Buße tatsächlich zum Herzen des Menschen vordringt. Fatima ist unter den modernen Erscheinungen zweifellos die prophetischste. Der erste und der zweite Teil des “Geheimnisses”, die der Reihe nach zur Vervollständigung der Dokumentation veröffentlicht werden, beziehen sich vor allem auf die schreckliche Vision von der Hölle, die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens, den Zweiten Weltkrieg und sodann auf die Vorhersage der ungeheuren Schäden, die das vom christlichen Glauben abgefallene und dafür dem kommunis- tischen Totalitarismus verfallene Russland der Menschheit zufügen würde. Keiner hätte sich das alles im Jahre 1917 vorstellen können: Die drei Hirtenkinder von Fatima schauen, hören und bewahren es im Gedächtnis auf, und Lucia, die Zeugin, die überlebt hat, schreibt es nieder in dem Augenblick, als sie vom Bischof von Leiria den Auftrag und von Unserer Lieben Frau die Erlaubnis erhält.
   Im Hinblick auf die Beschreibung der beiden ersten Teile des “Geheimnisses”, das übrigens schon veröffentlicht und daher bekannt ist, wurde der Text gewählt, den Schwester Lucia in der dritten Erinnerung am 31. August 1941 niedergeschrieben hat;  in der vierten Erinnerung vom 8. Dezember 1941 werden dann einige Bemerkungen angefügt.
Der dritte Teil des “Geheimnisses” wurde “auf Anweisung des Bischofs von Leiria, und der Allerheiligsten Mutter ...” am 3. Januar 1944 niedergeschrieben. Es gibt nur eine einzige Handschrift, die hier fotostatisch wiedergegeben wird. Der versiegelte Umschlag wurde zunächst vom Bischof von Leiria aufbewahrt. Um das “Geheimnis” besser zu schützen, wurde der Umschlag am 4. April 1957 dem Geheimarchiv des Heiligen Offiziums übergeben. Schwester Lucia wurde davon vom Bischof von Leiria in Kenntnis gesetzt. Archivnotizen zufolge hat am 17. August 1959, mit Einverständnis von Kardinal Alfredo Ottaviani, der Kommissar des Heiligen Offiziums Pater Pierre Paul Philippe OP den Umschlag, der den dritten Teil des “Geheimnisses von Fatima” enthält, Papst Johannes XXIII. überbracht. Der Papst sagte “nach einigem Zögern”: “Lasst uns warten. Ich werde beten. Ich werde wissen lassen, was ich ent- schieden habe”. Tatsächlich hat Papst Johannes XXIII. entschieden, den versiegelten Umschlag an das Heilige Offizium zurückzuschicken und den dritten Teil des “Geheimnisses” nicht zu offenbaren. Paul VI. hat den Inhalt gemeinsam mit dem Substituten Msgr. Angelo Dell'Acqua am 27. März 1965 gelesen und den Umschlag an das Archiv des Heiligen Offiziums mit der Entscheidung zurückgesandt, den Text nicht zu veröffentlichen. Johannes Paul II. hat seinerseits den Umschlag mit dem dritten Teil des “Geheimnisses” nach dem Attentat vom 13. Mai 1981 erbeten. Der Kardinalpräfekt der Kongregation Franjo Seper übergab am 18. Juli 1981 an den Substituten des Staatssekretariats Msgr. Eduardo Martinez Somalo, zwei Umschläge: - einen weißen mit dem Originaltext von Schwester Lucia auf portugiesisch; - einen weiteren orangefarbenen mit der Übersetzung des “Geheimnisses” auf italienisch. Am darauf folgenden 11. August hat Msgr. Martinez die beiden Umschläge dem Archiv des Heiligen Offiziums zurückgegeben. Wie bekannt ist, hat Papst Johannes Paul II. sofort daran gedacht, die Welt dem Un- befleckten Herzen Mariens zu weihen. Er selbst hat ein Gebet verfasst für diesen von ihm so genannten “Ver- trauensakt”, der in der Basilika Santa Maria Maggiore am 7. Juni, dem Hohen Pfingstfest 1981, gefeiert werden sollte. Diesen Tag hatte man gewählt, um 1600 Jahre nach dem ersten Konzil von Konstantinopel und 1550 Jahre nach dem Konzil von Ephesus zu gedenken. Da der Papst gezwungenermaßen abwesend war, wurde seine auf- gezeichnete Ansprache übertragen. Wir geben den Text wieder, der sich genau auf den Vertrauensakt bezieht:

“Mutter der Menschen und der Völker, 
Du kennst all ihre Leiden und Hoffnungen, 
Du fühlst mit mütterlicher Anteilnahme
alles Kämpfen zwischen Gut und Böse,
zwischen dem Licht und der Dunkelheit, 
von der die Welt befallen ist -  erhöre unseren Ruf, 
den wir im Heiligen Geist unmittelbar an Dein Herz richten.
Umfange mit der Liebe der Mutter und der Magd des Herrn jene,
die diese liebende Zuneigung am meisten ersehnen, 
und zugleich auch diejenigen, 
auf deren Vertrauen Du besonders wartest! 
Nimm die ganze Menschheitsfamilie,
die wir mit liebender Hingabe Dir, o Mutter, anvertrauen,
unter Deinen mütterlichen Schutz. 
Mögen allen Menschen Zeiten des Friedens und der Freiheit, 
Zeiten der Wahrheit, der Gerechtigkeit
und der Hoffnung beschieden sein!”  

   Doch der Heilige Vater wollte noch vollkommener auf die Bitten “Unserer Lieben Frau” antworten. So hat er wäh- rend des Heiligen Jahres der Erlösung den Vertrauensakt vom 07. Juni 1981 entfaltet und in Fatima am 13. Mai 1982 wiederholt. Eingedenk des “Fiat”, das Maria im Augenblick der Verkündigung gesprochen hat, vertraut der Papst am 25. März 1984 auf dem Petersplatz in geistlicher Einheit mit den zuvor “zusammengerufenen” Bischöfen der Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens die Menschen und Völker an. Er tut dies mit Anspielungen, die an die von Kummer gezeichneten und im Jahre 1981 gesprochenen Worte erinnern:

“Darum, Mutter der Menschen und Völker, 
die du alle ihre Leiden und Hoffnungen kennst
und mit mütterlichem Herzen
an allen Kämpfen zwischen Gut und Böse,
zwischen Licht und Finsternis Anteil nimmst, 
die unsere heutige Welt erschüttern, 
höre unser Rufen, 
das wir unter dem Antrieb des Heiligen Geistes
direkt an dein Herz richten;
umfange mit deiner Liebe
als Mutter und Magd des Herrn diese unsere Welt, 
die wir dir anvertrauen und weihen, 
erfüllt von der Sorge um das irdische
und ewige Heil der Menschen und Völker.
In besonderer Weise überantworten und weihen wir dir
jene Menschen und Nationen, 
die dieser Überantwortung und Weihe besonders bedürfen.
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter!
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten!”

     Dann fährt der Papst mit stärkerem Nachdruck fort und mit konkreten Anspielungen, als wolle er gleichsam kommentieren, in welch trauriger Weise sich die Botschaft von Fatima bewahrheitet hat:

“Vor dir, Mutter Christi, vor deinem Unbefleckten Herzen, 
möchten wir uns heute zusammen mit der ganzen Kirche 
mit jener Weihe vereinen, durch die dein Sohn aus Liebe zu uns
sich selber dem Vater geweiht hat, indem er sprach:
Ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind Joh 17,19
Wir wollen uns in dieser Weihe für die Welt und für die Menschen
mit unserem Erlöser verbinden; 
in seinem göttlichen Herzen findet eine solche Weihe die Kraft,
Verzeihung zu erlangen und Sühne zu leisten.
Die Kraft dieser Weihe dauert durch alle Zeiten 
und umfängt alle Menschen, Völker, Nationen; 
sie überwindet alles Böse, welches der Fürst der Finsternis
im Herzen des Menschen und in seiner Geschichte zu wecken vermag
und in unseren Zeiten auch tatsächlich geweckt hat.
Wie tief empfinden wir das Bedürfnis nach dieser Weihe
für die Menschheit und für die Welt, für unsere heutige Welt: 
der Weihe, die wir in Einheit mit Christus vollziehen. 
Das Erlösungswerk Christi muss ja durch die Kirche an die Welt vermittelt werden.
Das zeigt das gegenwärtige Jahr der Erlösung,
das außerordentliche Jubiläum der ganzen Kirche.
Sei in diesem Heiligen Jahr gepriesen über alle Geschöpfe, du Magd des Herrn, 
die du dem göttlichen Ruf in vollkommenster Weise gefolgt bist.
Sei gegrüßt, die du mit der erlösenden Weihe deines Sohnes
auf das engste verbunden bist!
Mutter der Kirche!  
Erleuchte das Volk Gottes auf den Wegen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe!
Erleuchte besonders die Völker, deren Weihe und Überantwortung du von uns erwartest. 
Hilf uns, die Weihe Christi für die gesamte Menschheitsfamilie der heutigen Welt 
in ganzer Wahrheit zu leben!
Wenn wir dir, Mutter, die Welt, alle Menschen und Völker anvertrauen, 
so vertrauen wir dir dabei auch diese Weihe der Welt an
und legen sie in dein mütterliches Herz.
Unbeflecktes Herz, 
hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden, 
das so leicht in den Herzen der heutigen Menschen Wurzel fasst 
und dessen unermessliche Auswirkungen über dem heutigen Leben lasten
und den Weg in die Zukunft zu versperren scheinen.
Von Hunger und Krieg: befreie uns!
Von Atomkrieg, unkontrollierter Selbstzerstörung
und jeder Art des Krieges: befreie uns!
Von den Sünden gegen das Leben des Menschen von seinen Anfängen an:
befreie uns!
Vom Hass und von der Missachtung der Würde der Kinder Gottes: befreie uns!
Von jeder Ungerechtigkeit im sozialen, nationalen und internationalen Leben:
befreie uns!
Von leichtfertiger Übertretung der Gebote Gottes: befreie uns!
Vom Versuch, in den Herzen der Menschen sogar die Wahrheit von Gott zu ersticken:
befreie uns!
Vom Verlust des Bewusstseins von Gut und Böse: befreie uns!
Von den Sünden gegen den Heiligen Geist:  befreie uns, befreie uns!
Höre, Mutter Christi, diesen Hilfeschrei,
in welchem das Leid aller Menschen zu dir ruft, das Leid ganzer Völker!
Hilf uns mit der Kraft des Heiligen Geistes, alle Sünde zu besiegen: 
die Sünde des Menschen und die 'Sünde der Welt', die Sünde in jeglicher Form.
Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt
die unermessliche Heilskraft der Erlösung: die Macht der erbarmenden Liebe! 
Möge sie dem Bösen Einhalt gebieten! 
Möge sie die Gewissen wandeln! 
In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung!”

cdTarcisBertone-xx

Tarcisio Kardinal Bertone in Fatima

 Schwester Lucia bestätigte persönlich, dass dieser feierliche und universale Weiheakt dem entsprach, was Unse- re Liebe Frau wollte (“Sim, està feita, tal como Nossa Senhora a pediu, desde o dia 25 de Março de 1984”: “Ja, es ist so geschehen, wie es Unsere Liebe Frau am 25. März 1984 erbeten hatte”: Brief vom 8. November 1989). Jede Diskussion und jegliches weiteres Bittgesuch haben daher kein Fundament. 
   In der dargebotenen Dokumentation werden den Handschriften von Schwester Lucia vier weitere Texte bei- gefügt:
   der Brief des Heiligen Vaters an Schwester Lucia vom 19. April 2000;
   eine Beschreibung des Gesprächs mit Schwester Lucia vom 27. April 2000;
   die Mitteilung, die Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano im Auftrag des Heiligen Vaters am 13. Mai des Jahres in Fatima verlesen hat;
   der theologische Kommentar von Benedikt XVI., dem damaligen Kardinal Ratzinger. 
   Einen Hinweis für die Deutung des dritten Teils des “Geheimnisses” hatte schon Schwester Lucia gegeben, als sie am 12. Mai 1982 in einem Brief an den Heiligen Vater schrieb: “Der dritte Teil des Geheimnisses bezieht sich auf die Worte Unserer Lieben Frau: ‘Wenn nicht, dann wird es [Russland] seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören, die Guten werden gemartert werden und der Heilige Vater wird  viel zu leiden haben. Verschiedene Nationen werden vernichtet werden’ (13. Juli 1917).”
   Der dritte Teil des Geheimnisses ist eine symbolische Offenbarung, die sich auf diesen Teil der Botschaft bezieht und von der Tatsache abhängig ist, ob wir das annehmen oder nicht, was die Botschaft von uns verlangt: “Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren, und es wird Friede sein; wenn nicht, dann wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, usw.
  Von dem Augenblick an, da wir dem Ruf der Botschaft nicht Rechnung trugen, stellen wir fest, dass die Botschaft sich bewahrheitet hat, dass Russland die Welt mit seinen Irrlehren eingenommen hat. Und wenn wir die vollständige Erfüllung des Endes dieser Prophezeiung noch nicht feststellen,  dann sehen wir, dass wir allmählich mit weiten Schritten darauf zusteuern, wenn wir nicht den Weg der Sünde, des Hasses, der Rache, der Ungerechtigkeit, der Verletzung der menschlichen Person, des unmoralischen Verhaltens und der Gewalt usw. verlassen. Und sagen wir nicht, dass Gott es ist, der uns so straft; im Gegenteil: Es sind die Menschen, die sich selbst die Strafe bereiten. Gott gibt uns das in seiner Fürsorge kund und ruft auf den guten Weg. Dabei achtet er die Freiheit, die er uns gegeben hat. Deshalb sind die Menschen verantwortlich”.
  Die Entscheidung von Papst Johannes Paul II., den dritten Teil des “Geheimnisses” von Fatima zu veröffentlichen, beschließt einen Zeitabschnitt, der davon gezeichnet ist, dass sich menschliches Wollen auf tragische Weise mit Gewalt und Bosheit verbinden kann. Gleichzeitig ist diese Zeit aber auch durchdrungen von der barmherzigen Liebe Gottes und von der Sorge, mit der die Mutter Jesu und die Mutter der Kirche wacht.
    Das Wirken Gottes, des Herrn der Geschichte, und die Mitverantwortung des Menschen in seiner dramatischen und fruchtbaren Freiheit sind die beiden Stützen, auf denen die Geschichte der Menschheit gebaut ist. Die Ma- donna, die in Fatima erschienen ist, ruft uns diese vergessenen Werte ins Gedächtnis. Sie erinnert uns, dass die Zukunft des Menschen in Gott liegt. Dabei kommt uns eine aktive und verantwortungsvolle Rolle zu.
     + Tarcisio Bertone SDB,
     Emeritierter Erzbischof von Vercelli.
     Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre

Es gibt kein weiteres Fatima-Geheimnis, heißt es im Vatikan

   Als die Karmeliterin Sr. Lucia dos Santos – die letzte der drei Seher von Fatima beerdigt wurde, dachten nicht wenige, dass der dritte Teil des Geheimnisses von Fatima mit ihr begraben worden ist.  Ihr Todestag am 13. Februar ließ in Italien die Diskussion über die Zahl 13 wieder aufleben - denn die Jungfrau Maria versprach Lucia und den beiden anderen Seherkindern am 13. des Monats zu erscheinen. 
   Die Erscheinungen fanden statt vom 13. Mai bis 13. Oktober 1917. Unmittelbar nach dem Tod von Sr. Lucia be- gann die Diskussion darüber, wann ihre Heiligsprechung erfolgen würde. Die beiden Seherkinder Francisco und Jacinta Marto wurden im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen – dem ersten Schritt zur Heiligsprechung.
   Der italienische Kardinal Tarcisio Bertone von Genua leitete die Beerdigung für Sr. Lucia und stellte sich an- schließend den Fragen der Presse. Im Jahre 2000 ordnete Johannes Paul II. die Veröffentlichung des „dritten Ge- heimnisses von Fatima” an: eine Niederschrift der Seherkinder von der Vision der Jungfrau Maria. Einige Gruppen - wie das kanadische Fatima-Centrum - behaupteten sogleich, dass diese Veröffentlichung unvollständig sei und dass der Vatikan einiges verheimliche. Als Sr. Lucia starb, setzte das „Fatima-Centrum” diesen Text auf seine Web-Site: „wir werden weiter für die Veröffentlichung des ganzen „Dritten Geheimnisses von Fatima” kämpfen.
    Kardinal Bertone, der vor der Veröffentlichung einige Stunden mit Sr. Lucia das dritte Geheimnis und die vatika- nische Erklärung diskutiert hatte, bestritt kategorisch, dass irgendetwas geheim geblieben sei. „Ohne jeden Zwei- fel kann ich sagen: es ist absolut sicher, dass wirklich alles, was mit dem Geheimnis von Fatima zusammenhängt, veröffentlicht wurde und dass der dritte Teil des Geheimnisses auf den vier veröffentlichten Seiten steht, die exakt mit dem Brief übereinstimmen, der persönlich von Sr. Lucia geschrieben wurde”,  bestätigte Kardinal Bertone  einen Tag nach dem Tod von Sr. Lucia, bevor er zur Beerdigung nach Portugal flog.
    Der Kardinal sagte, er wisse, dass Leute - trotz der Erklärung des Papstes – weiterhin behaupteten, es gäbe da noch mehr, besteht aber darauf, dass der Vatikan alle seine Informationen herausgegeben habe.
   „Ausdrücklich habe ich Sr. Lucia gefragt, ob sie noch etwas vor oder nach der Veröffentlichung des 3. Geheim- nisses aufgeschrieben hätte. Sr. Lucia hat mir selbst bestätigt, dass sie nichts vorher oder nachher geschrieben hätte”, sagte der Kardinal. 
  Nach der Beerdigung bestätigte Kardinal Bertone, dass der Computer von Sr. Lucia, alle Briefe, Tagebücher oder andere Schriftsätze sichergestellt und versiegelt wurden. Sie werden nach und nach überprüft in dem Prozess ihrer Seligsprechung, welcher bald beginnen wird”, sagte der Kardinal.
   Einen Zeitplan über die offizielle Eröffnung des Prozesses gab Kardinal Bertone jedoch nicht, auch sagte er nicht, ob der Papst sich über die fünfjährige Wartezeit vor dem Beginn eines Seligsprechungsprozesses hinweg gehen würde. Der Postulator für die Seligsprechung von Francisco und Jacinta, der Jesuitenpater Paolo Molinari, hält es für gut, noch zu warten. „Wir müssen die Gefahr vermeiden, dass die Menschen denken Sr. Lucia würde nur wegen ihrer Visionen heilig gesprochen”, sagte er.
   „Die Erscheinungen der Jungfrau von Fatima und was sie sagte hatte sicherlich Einfluss auf das Leben von Sr. Lucia”, sagte er, aber diese machen sie nicht heilig. Sie nahm diese Botschaft an und sie lebte gemäß dieser Botschaft mehr als 80 Jahre und opferte ihr Leben für das Heil der Sünder. Dies ist Heiligkeit – nicht nur die Gnade einer Vision zu erhalten.”
Die fünfjährige Wartezeit erlaubt der Kirche zu bestätigen, dass eine große Zahl der Gläubigen rund um die Welt in einem zukünftigen Heiligen eine besondere Art erkennt,  als Christ zu leben und es ihnen hilft, „die Liebe, das Er- barmen und die Güte Gottes in die Welt zu bringen, weil sie ihr Leben auf Jesus ausrichten”, sagte Pater Molinari. 
    Die Zahl 13 war für die Geschichte zumindest in Italien von Bedeutung. Kardinal Bertone wurde gebeten, dazu seine Meinung zu sagen. „Die Tatsache, dass die 13 fast alle Erscheinungen verbindet und auch das Datum des Attentats auf den Papst war (13. Mai 1981) scheint mir doch mehr als Zufall zu sein”, sagte der Kardinal.
   Der Papst hat das Attentat mit dem dritten Geheimnis von Fatima verbunden. Und so denke ich, dass es ein Zeichen des Himmels ist, dass die Madonna sie genau am 13. Februar zu sich rief”, sagte der Kardinal und fügte hinzu,  dass die Menschen sich am 13. eines jeden Monats daran erinnern sollten, „nicht aus Aberglauben”, aber einfach deswegen, weil Gott und die heilige Jungfrau Maria an diesem Tag außergewöhnliche Dinge in der Vergan- genheit geschehen ließen. Kardinal Bertone sagte, dass er beim letzten Besuch von Sr. Lucia im November 2003 ihr gesagt hätte, er würde wiederkommen. „Sie sagte mir, dass er sie nicht mehr lebend antreffen und ich nur ihren Sarg segnen würde. Auch das wusste sie”, sagte der Kardinal der Presse.„Ich sage nicht, das ist eine Prophezeiung, sondern schlicht die Wahrheit”. CT050227

cdTBertone-Bxx

Foto: Papst Benedikt XVI. mit Tarcisio Kardinal Bertone

B-421xx am-FatimaNoMundo-x

             kbwn:Fatima-Geheimnis

[kbwn] [Blindenwerk] [Reisen Fahrten] [Hörbücher] [Heilung] [HiTech] [Kirche] [Vatikan] [Glaube & Leben] [weltweite Kirche] [Himmel & Erde] [Santiago de Compostela] [Lourdes] [Lourdes I] [Fatima] [Fatima-Erscheinungen] [Fatima-Geheimnis] [Fatima-prophetisch] [Guadalupe] [Zeitun, Kairo] [Rosenkranz] [Zeichen am Himmel] [Wunder & Zeichen] [Heilige - ?] [Kardinal von Galen] [Priester] [Ordensschwestern] [sterben in Würde] [Kultur des Todes] [Reliquien] [Engel] [Dialog der Religionen] [Recht] [Alterssicherung]