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Es ist angemessen, Himmel und Erde zu unterscheiden, aber wir dürfen sie nicht scheiden. Sie gehören zusammen. Und sie wirken aufeinander ein. Spürbar. Machtvoll.
Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel
Papst BenediktXVI. betet den Angelus am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel „Am Hochfest Mariä Himmelfahrt richten sich unsere Augen auf Maria. Sie hat den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und damit den in sich aufgenommen, der – wie er selbst sagt – die Auf- erstehung und das Leben ist. Nun lebt sie weiter in der Vollendung und tritt als Fürsprecherin für uns ein, auf dass auch wir den Weg ins wahre Leben finden. rv100815 Festmesse in Castel Gandolfo Tausende von Menschen haben in Castel Gandolfo mit dem Papst das Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Wegen der Hitze zelebrierte Benedikt schon in den frühen Morgenstunden die Messe in der Pfarrkirche, die nur wenige Schritte von seiner Sommerresidenz entfernt liegt. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass Pius XII. das Dogma von der Aufnahme Mariens in den Himmel im November vor genau sechzig Jahren verkündet hat; der Papst las – „auch wenn er ein bischen kompliziert ist“ – den genauen Wortlaut des Dogmas vor. „Das ist also der Kern unseres Glaubens an die Aufnahme Mariens: Wir glauben, dass Maria – wie ihr Sohn Christus – schon den Tod besiegt hat und schon in der himmlischen Glorie triumphiert, und zwar in der Ganzheit ihres Wesens, in Seele und Leib.“ Die Mutter Jesu sei „zutiefst eingeschrieben ins Geheimnis Christi“, und zwar wegen ihres gehorsamen Glaubens. Wenn das Dogma von ihrer Aufnahme „in den Himmel“ spricht, sei damit „nicht irgendein Ort im Universum, ein Stern oder sowas“ gemeint: „Wir verstehen unter dem Himmel etwas viel Größeres und mit unseren begrenzten menschlichen Begriffen schwieriger zu Definierendes. Mit dem Wort „Himmel“ wollen wir sagen, dass Gott uns auch im Tod oder jenseits des Todes nicht alleinläßt, sondern einen Platz für uns hat – dass in Gott ein Platz für uns ist. Um das zu verstehen, schauen wir mal auf unser eigenes Leben: Wir alle erleben ja, dass eine tote Person in gewisser Weise weiterlebt – im Gedächtnis und Herzen derer, die sie gekannt und geliebt haben. Ein Teil dieser Person lebt gewissermaßen noch eine Weile in anderen weiter...“ Aber dieses Weiterleben sei „wie ein Schatten“ und gehe einmal zu Ende. „Gott hingegen“, so der Papst, „vergeht nicht, und wir alle existieren kraft seiner Liebe.“ „Wir existieren in den Gedanken und der Liebe Gottes. Wir existieren dort in unserer ganzen Realität, nicht nur als Schatten. In Gott, seinen Gedanken und seiner Liebe, überlebt nicht nur ein Schatten von uns, sondern wir sind in seiner schöpferischen Liebe aufgehoben und geborgen mit unserem ganzen Leben und unserem ganzen Sein. Es ist seine Liebe, die den Tod besiegt und die uns die Ewigkeit schenkt; und es ist seine Liebe, die wir Himmel nennen!“ rv100815
Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, Hamburg 
Aufnahme Mariens in den Himmel: Ein Feiertag für die schönste aller Frauen
Ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt. Der Dichterspruch bringt ins Wort, was alle Menschen erleben: Schönheit ist vergänglich. Wir können tun, was wir wollen, alles Geld der Welt ausgeben und eine ganze Industrie beschäftigen: Schönheit lässt sich nicht festhalten. Christen setzen gegen diese Erfahrung ein anderes Bild. Schönheit bleibt, weil Gottes Licht auf den Menschen fällt. Sie strahlt auf in Jesus Christus, den Sieger über Sünde und Tod. So hat sie ihren Widerschein in all seinen Brüdern und Schwestern. Ein Mensch steht exemplarisch für Schönheit, die bleibt: Maria, die Gottesmutter. Seit den Zeiten der Bibel wird sie besungen. „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen, alle Generationen der Menschen", ruft sie selber aus. Immer war es das Volk, nicht die Großen und Gelehrten, sondern die einfachen Menschen, die haben Maria hochgehalten: die junge Frau, die sich nicht über einen Mann definieren muss; die Mutter der Schmerzen; die für immer im Himmel Vollendete - zum Trost, zur Hoffnung der Christenheit. Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel wurde schon um das Jahr 600 auf den 15. August gelegt. Mauritius, der Kaiser von Konstantinopel, hat es für die christliche Welt angeordnet, lange bevor Hamburg gegründet wurde. Maria steht für die Schönheit, die nicht untergeht. Die Schwester und die Mutter all der Niedrigen und Gebrochenen, der Aufgeriebenen, der zum Vergessen Verurteilten, der Menschen, denen jede äußere Schönheit genommen wird. Kein Bild prägt die christliche Geschichte so sehr, wie das von der schönen Gottesmutter, es ist immer auch ein Ebenbild für eine Kirche, die von Männern bestimmt wird, die ihr Amt für das Wichtigste halten wollen. Als Feiertag ist der 15. August im Norden weithin verloren gegangen. Der Streit der Klugen und Weisen in den Konfessionen hat ihn zerredet. Ich meine: Diesen Tag als Ehrentag der schönsten aller Frauen, der bleibenden Schönheit aller Menschenkinder zu feiern, kann uns allen guttun. Weihbischof Hans-Jochen Jaschek im Hamburger Abendblatt 010814 eMail: wbjaschke(ö)egv-erzbistum-hh.de
Wir berichten auf den folgenden Seiten ausführlich über die großen Wallfahrtsorte Loreto unten auf dieser Seite, Lourdes die Pilgerreise von Papst Benedikt XVI., Fatima, Guadalupe,- den größten Wallfahrtsort der Kirche, und Zeitun/Kairo. Sie lesen weiter über den Rosenkranz, Zeichen am Himmel, Wunder & Zeichen. Weitere Themen: Heilige - ?, Kardinal von Galen, sterben in Würde, Kultur des Todes, Reliquien und das am meisten aufgerufene Thema Engel. Hier aber zunächst über: L o r e t o

Benedikt XVI. in Loreto 
Papst feiert „Fest des geglückten Lebens" in Loreto
Eine halbe Million junger Italiener hat am Wochenende in Loreto an der Adria mit Papst Benedikt XVI. ein „Fest des Glaubens und ihres geglückten Lebens” gefeiert. Benedikt war in den Wallfahrtsort in der mittelitalienischen Region Marken gekommen, um das nationale Jugendtreffen zu begehen. Schon in seiner ersten Ansprache als Einladung zu einer Gebetswache „an diesem besonderen Abend, reich an Gebeten, Gesängen und Schweigen, voll an Hoffnungen und tiefen Gefühlen”, umwarb der Papst die jungen Leute zwischen 15 und 35 Jahren als „Zukunft der Kirche”. Während der Papst dann im Heiligen Haus Mariens betete, das nach der Legende das Haus der Heiligen Familie zu Nazareth umfasst, verfolgten Hunderttausende ein teilweise besinnliches Pop-Konzert. Zum Abschluss erinnerte Benedikt die begeistert jubelnden Jungen und Mädchen an den nächsten katholischen internationalen Weltjugendtag im Juli 2008 im australischen Sydney. Die weite Entfernung zum fünften Kontinent ließ der Papst nicht gelten; in der heutigen Welt und für die gläubigen Christen gebe es „keine Peripherie”. In seiner Predigt auf dem Montorso-Feld bei Loreto deutete Benedikt den christlichen Glauben als Freude und Lebensglück. „Begnügt euch nicht mit billigen Gefühlen, nicht mit der Einweg-Liebe, die man nach Gebrauch wegwirft. Führt einen nüchternen Lebensstil der Demut, nicht des verschwenderischen Stolzes. Ändert die Tendenzen, die zu unumkehrbarem Schaden führen. Rettet die Erde, die Schöpfung, bevor es zu spät ist. Schafft eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft, in der alle Menschen die Güter der Erde genießen können”, rief der Papst den jungen Leuten zu. Benedikt wandte sich dagegen, die Kirche als Institution anzusehen, die die Freiheit einschränkt und nur Verbote ausspricht. Der Papst erinnerte an Mutter Teresa, deren Todestag sich am 5. September zum zehnten Mal jährt; mit ihrer Liebe und ihrem Glauben habe auch sie unter dem Schweigen Gottes gelitten. hjfFAZ070903
Papst Benedikt hält mit 500.000 Jugendlichen Gebetswache in Loreto
Benedikt XVI. war am 2. September 2007 in den berühmten Marienwallfahrtsort gereist, wo er an einem großen Jugendtreffen mit 500.000 jungen Menschen teilnahm.

Es ist das erste Mal, dass Benedikt XVI. als Papst Loreto besuchte. Mit etwa vier Millionen Besuchern jährlich zählt das Marienheiligtum zu den populärsten Pilgerzielen Italiens nach Rom, San Giovanni Rotondo und Assisi. Ziel der Pilgerscharen ist das sogenannte »Heilige Haus«, ein von Ziegeln und Natur- steinen gebildeter, wenige Quadratmeter großer rechteckiger Raum. Bei diesem Bau soll es sich um das Haus aus Nazaret in Galiläa handeln, in dem die Jungfrau Maria geboren wurde und aufgewachsen ist. Nach lauretanischer Traditon, die in zahlreichen Fresken und Reliefs in der Kirche dargestellt wird, brachten Engel das Haus von Nazaret über das Mitelmeer und setzten es in Italien ab. Während der Invasion Palästinas durch die Mamelucken im Jahr 1291 soll das Haus zunächst nach Dalmatien oder Albanien, von dort 1294 nach Italien in das Gebiet der Gemeinde Recanati überführt worden sein.

Schaut man auf das »Heilige Haus« in Loreto, so ergeben sich auf den ersten Blick einige Besonder- heiten. Der ursprüngliche Kern besteht nur aus drei Wänden. Im unteren Teil ist es aus Naturstein gemauert, der in dieser Gegend nicht vorkommt. Es hat kein Fundament, das einzige Fenster liegt in der Westwand, so dass Tageslicht nicht eindringen kann, die Tür öffnet sich in der Nordseite und wäre damit Wind und Wetter ausgesetzt gewesen. Nimmt man den Bau aber in seiner ursprünglichen Form und setzt ihn vor die Grotte von Nazaret, fügt er sich nicht nur nahtlos ein, sondern findet auch eine sinnvolle Ausrichtung.

Im Laufe der Jahrhunderte kamen verschiedene Päpste, Kardinäle und Bischöfe, sowie Staats- oberhäupter, Heeresführer und Künstler an diesen Ort. Johannes XXIII., an den eine Bronzestatue am Eingang des Heiligtums erinnert, pilgerte im Oktober 1962 zur Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Lauretanischen Muttergottes. Johannes Paul II. stattete dem Ort mehrere Besuche ab. Im September 1995 lud er zum europäischen Jugendtreffen ein. In seiner Botschaft an die Jugendlichen heißt es:»Hier im Heiligtum von Loreto wacht und wirkt die Jungfrau in Stille seit sieben Jahrhunderten, wie im Haus von Nazaret. Ihr Wesen ist die Demut, die Treue, das Dienen.Es ist das Wesen von Nazaret, das Wesen von Loreto. Macht es euch zu eigen! Sie nachahmend werdet ihr die Freude und den Frieden erfahren, die ein Geschenk des Heiligen Geistes sind. Mit ihr zusammen könnt ihr euch mutig an die Arbeit machen, ein Europa der Hoffnung aufzubauen, den eigenen Wurzeln treu, ein Land der Gastlichkeit, der Solidarität, des Friedens für alle.« OR070831

Weit sichtbar überragt die Basilika von Loreto die Küstenebene der Marken, der Region im Nordosten Italiens. Über eine Million Pilger findet jährlich den Weg zur „Santa Casa”, einem der meistbesuchten Wallfahrtsorte Europas. Die Anziehungskraft des Ortes in der Nähe der Adria ist nicht zuletzt durch die Legende zu erklären, die sich um den Urspung des Heiligtums rankt. Abenteuerlich klingt die Legende um dieses Haus schon: Im Heiligen Haus, der „Santa Casa”, soll Maria geboren sein und Jesus seine Kindheit verbracht haben. Im Jahr 1291, nachdem Nazareth in islamische Hände gefallen war, hoben vier Engel das „Heilige Haus” in die Lüfte und trugen es in Richtung Adria nach Loreto. Das ist die überlieferte Legende.

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Steine des „Heiligen Hauses” identisch mit denen der Felsgrotte von Nazareth sind, wo sich das Haus nach dem Bericht der Legende ursprünglich befunden haben soll. Heute wird angenommen, dass die „Santa Casa” zu Zeiten der Kreuzzüge ganz profan mit dem Schiff an diese Stelle gebracht wurde. Ein kürzlich aufgefundenes Dokument vom September 1294 bestätigt, dass Niceforo Angelo, zu deutsch Engel, Beherrscher des Epirus, anlässlich der Hochzeit seiner Tochter Ithamar dem Bräutigam Philipp von Tarent, Sohn des Königs von Neapel, Karl II. von Anjou, verschiedene Geschenke übergab. Darunter werden besonders „die heiligen Steine, weg getragen aus dem Hause Unserer Lieben Frau, der Jungfrau und Mutter Gottes” erwähnt. Klar ist, dass die Fracht nur aus drei Außenwänden bestand, da das Haus in Nazareth an der vierten Seite an die Felsgrotte angebaut war. Gewölbe und vierte Wand des Hauses wurden in Loreto im sechzehnten Jahrhundert hinzugefügt. Heute birgt eine mäch- tige Basilika die „Casa Santa”. Pilger aus aller Welt kommen hierher.

Welche Bedeutung der Wallfahrtsort theologisch hat, erläutert Stefano d'Amico, der für die Führungen verantwortlich ist: „Es ist zum einen das Heiligtum der Menschwerdung, weil es uns an die Ankündigung des Heiles und an die Menschwerdung des Sohnes Gottes erinnert. Dann ist es aber auch das Heiligtum des Heiligen Geistes, der auf Maria herabgekommen ist, so wie er dann auf die Kirche herabkommen wird, um den Heilsplan Gottes zu verwirklichen. Darüber hinaus ist er aber auch das Heiligtum der Familie, weil die Familie von Nazareth das Vorbild für alle christlichen Familien ist. Und nicht zuletzt ist er ein Heiligtum der Versöhnung, denn jeden Tag empfangen hier unzählige Menschen das Sakrament der Versöhnung.” GerdFelderDT060815

Vor 500.000 Jugendlichen hat Papst Benedikt XVI. in Loreto an der italienischen Adria-Küste vor dem Klimawandel und der zunehmenden Umweltzerstörung gewarnt.
«Den neuen Generationen ist die Zukunft des Planeten anvertraut, auf dem es deutliche Zeichen für eine Entwicklung gibt, die die delikaten Gleichgewichte der Natur nicht immer zu schützen wusste», sagte Joseph Ratzinger bei einer feierlichen Messe in dem berühmten Marienwallfahrtsort. «Bevor es zu spät ist, müssen jetzt mutige Entscheidungen getroffen werden, die in der Lage sind, das starke Bündnis zwischen dem Menschen und der Erde wiederherzustellen.» Der Papst war nach Loreto gereist, wo seit 1984 alle zwei Jahre ein großes internationales Jugend- treffen stattfindet. Auch sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte an einem solchen Treffen teil- genommen. Bei der Eucharistiefeier rief Benedikt die Jugendlichen auch dazu auf, sich nicht zu sehr von den Massenmedien beeinflussen zu lassen. «Seid wachsam! Seid kritisch! Lauft nicht einfach der Welle hinterher, die von dieser mächtigen Überredungs- Maschinerie produziert wird», forderte der Papst die Jugendlichen auf.

Zudem erinnerte er die Teilnehmer an das Weltjugendtreffen im australischen Sydney. Auch dabei ist das Motto «Bewahrung der Schöpfung» und der Umweltschutz das großen Themen. [Lesen Sie aus- führlich über den Weltjugendtag: Weltjugendtag Schon am Abend hatte Benedikt mit rund 300.000 jungen Menschen eine Gebetswache gehalten und dazu aufgerufen, die Suche nach dem Sinn des Lebens nie aufzugeben. «Keiner von Euch darf sich ausgeschlossen fühlen; kein Leben ist unwichtig und sinnlos, im Gegenteil: Ihr müsst Euch alle wichtig fühlen», erklärte er.

In Loreto befindet sich die von Gläubigen hoch verehrte Casa Santa aus Nazareth, jenes Haus, in dem der Überlieferung nach die Verkündigung stattfand - die Mitteilung der Empfängnis Jesu an die Jungfrau Maria durch den Engel Gabriel - und in dem Jesus aufwuchs. Der Papst hatte dort am Samstagabend privat gebetet. dpa070902
Tagesschau: Papst besucht Jugendtreffen in Loreto. “Ihr müsst euch alle wichtig fühlen”
Papst Benedikt XVI. hat im italienischen Marienwallfahrtsort Loreto die schwindende Bedeutung familiärer Strukturen beklagt. Vor etwa 500.000 Jugendlichen sagte er, Kirche und Familie sollten der Kern der Gesellschaft sein. Die Jugendlichen rief der Papst dazu auf, die Suche nach dem Sinn des Lebens nie aufzugeben. “Keiner von euch darf sich ausgeschlossen fühlen. Kein Leben ist unwichtig und sinnlos, im Gegenteil: Ihr müsst euch alle wichtig fühlen”, sagte er bei einer feierlichen Gebetswache.

In einer von Leiden, Ungerechtigkeit, Egoismus und Gewalt geprägten Welt blickten viele Jugendliche mit Angst und Besorgnis in die Zukunft, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Liebe und starke Überzeugungen könnten solche Ängste aber besiegen. "Fürchtet euch nicht, habt keine Angst”, rief der Papst den Jugendlichen zu. Sie sollten sich nicht entmutigen lassen, wenn es Schwierigkeiten gibt. Auftakt für Weltjugendtag Benedikt XVI. war am frühen Abend zu einem zweitägigen Besuch in Loreto eingetroffen. Das Jugendtreffen gilt als italienischer Auftakt für den katholischen Weltjugendtag, der im Juli 2008 im australischen Sydney stattfindet. Lesen Sie ausführlich über den Weltjugendtag: Weltjugendtag

Deutschlandradio: Papst Benedikt XVI. betont in Loreto dieWerte der Familie
Papst Benedikt XVI. hat beim Jugendtreffen im italienischen Marienwallfahrtsort Loreto die Bedeu- tung der Familie hervorgehoben. Vor rund 500.000 Menschen sagte der Papst, Kirche und Familie sollten der Kern der Gesellschaft sein. Zudem beklagte er, die Entscheidung eine Familie zu gründen, sei heutzutage immer schwieriger zu verwirklichen. Die Gesellschaft brauche aber solche “Zentren der Solidarität”, um überleben zu können.

Papst warnt in Loreto vor Klimawandel. Benedikt XIV. zelebriert heilige Messe mit 500.000 Jugendlichen
Vor rund einer halben Million Jugendlichen hat Papst Benedikt XVI. in Loreto an der italienischen Adria- Küste eine feierliche Messe zelebriert. Dabei warnte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche vor dem Klimawandel. “Den neuen Generationen ist die Zukunft des Planeten anvertraut, auf dem es deutliche Zeichen für eine Entwicklung gibt, die die delikaten Gleichgewichte der Natur nicht immer zu schützen wusste”, sagte Joseph Ratzinger. Jetzt seien “mutige Entscheidungen” erforderlich, bevor es zu einer “irrever- siblen Situation” komme, fügte er hinzu.
Der Spiegel schreibt: Der Papst wird grün Der Mann will die Welt retten: Papst Benedikt XVI. nimmt sich verstärkt grüner Themen an, lässt Sonnenkraft-Anlagen im Vatikan bauen und predigt für den Schutz von Wald und Trinkwasser -: “Wir müssen mutige Entscheidungen treffen, bevor es zu spät ist.” Er hat es wiederholt, sein neues, grünes Leitmotiv: Vor rund 500.000 Jugendlichen im Marien- wallfahrtsort Loreto hat der Papst der katholischen Jugend die Erhaltung der Natur ans Herz gelegt. In einer Messe unter freiem Himmel betonte Benedikt, der Planet Erde müsse vor einer Entwicklung bewahrt werden, die “das delikate Gleichgewicht der Natur” missachte. Die katholische Kirche begeht den 1. September als “Tag der Schöpfung”.

“Allianz zwischen Mensch und Erde” Ziel sei eine Erneuerung der “festen Allianz zwischen Mensch und Erde”. Benedikt ging besonders auf den Trinkwassermangel in vielen Regionen der Welt ein. Um Konflikte zu vermeiden, müssten die verfüg- baren Wasservorräte besser bewahrt und gerechter geteilt werden als bisher. Benedikt hat sich in den vergangenen Wochen verstärkt “grüner Themen” angenommen. So beklagte er die Umweltschäden der Waldbrände in Italien und Spanien. Während seiner Sommerferien in den Bergen sprach er wiederholt von der Bedeutung der Natur für die Erfahrung von Spiritualität. Der Vati- kan hat sich einem Wiederaufforstungsprojekt angeschlossen, das die CO²-Emissionen des Kirchen- staats ausgleichen soll. Auf einem Gebäude des Vatikans wurde eine Anlage zur Nutzung der Son- nenenergie eingerichtet. Die katholische Morallehre stand im Mittelpunkt des ersten Tages des katholischen Jugendtreffens in Loreto. Benedikt äußerte sich besorgt über die zunehmende Zahl von Scheidungen und dadurch zerrissener Familien. “Um uns herum scheitert soviel Liebe”, beklagte der Papst. Er bete dafür, dass die traditionellen Familienwerte erhalten blieben. Er rief dazu auf, selbst dann auf Gottes Hilfe zu vertrauen, wenn man sich frage, wie man eine erfolgreiche Ehe führen solle, wenn Freunde und Familien gescheitert seien. “Habt keine Angst”, zitierte Benedikt einen oft von seinem Vorgänger Johannes Paul II. gemachten Ausspruch. Das Treffen in Loreto war der italienische Auftakt für den Weltjugendtag in Sydney im Juli 2008. Die meisten Teilnehmer verbrachten die Nacht in Zelten. NicoleWinfieldAP070902
Focus: Klimaschutz - Papst ruft zur Rettung der Umwelt auf
Papst Benedikt XVI. hat vor dem Klimawandel und der zunehmenden Umweltzerstörung gewarnt. Bei einem Jugendtreffen in Loreto rief das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche die Politiker in aller Welt zur Rettung des Planeten auf. Mutige Entscheidungen müssten getroffen werden, um ein starkes Bündnis zwischen den Menschen und der Erde zu schaffen, bevor es dafür zu spät sei, sagte der Papst vor rund einer halben Million Jugendlichen im Marienwallfahrtsort Loreto an der italienischen Adria-Küste. „Die nächsten Generationen werden mit der Zukunft des Planeten betraut sein”, sagte der Papst bei einem seiner bislang eindringlichsten Appelle zur Rettung der Umwelt. Es gebe deutliche Zeichen einer Entwicklung, bei der das Gleichgewicht der Natur nicht ausreichend geschützt sei. Insgesamt waren den Veranstaltern zufolge etwa 500.000 überwiegend junge Menschen nach Loreto gereist, um die Papstmesse mitzuerleben. Im Vergleich zu vergangenen Großkundgebungen stand die diesjährige Veranstaltung erstmals ganz im Zeichen der Umweltverträglichkeit. So wurden Gebetbücher aus recyclebarem Papier und Mahlzeiten auf biologisch abbaubaren Tellern verteilt, der Abfall streng getrennt und neue Bäume gepflanzt.
Gebet von Papst Benedikt XVI. in Loreto
Maria, Mutter des Ja, du hast Jesus gehört und kennst den Klang seiner Stimme und das Klopfen seines Herzens. Morgenstern, sprich uns von Ihm und erzähle uns deinen Weg, um Ihm auf dem Weg des Glaubens zu folgen. Maria, die du in Nazaret mit Jesus wohntest, präge unserem Leben deine Gefühle ein, deine Fügsamkeit, dein hörendes Schweigen, und lass das Wort in Entscheidungen wahrer Freiheit erblühen. Maria, sprich uns von Jesus, damit die Frische unseres Glaubens in unseren Augen erstrahle und das Herz dessen erwärme, der uns begegnet, wie du es getan hast, als du Elisabeth besuchtest, die sich im Alter mit dir über das Geschenk des Lebens freute. Maria, Jungfrau des Magnificat, hilf uns, die Freude in die Welt zu tragen, und wie in Kana sporne jeden jungen Menschen, der sich im Dienst an den Brüdern einsetzt, dazu an, nur das zu tun, was Jesus sagen wird. Maria, blicke auf die Agora der Jugend, auf dass sie fruchtbarer Boden der italienischen Kirche sei. Bitte, auf dass der gestorbene und auferstandene Jesus in uns neu geboren werde und uns in eine Nacht voller Licht, voll von Ihm verwandle. Maria, Muttergottes von Loreto, Pforte des Himmels, hilf uns, den Blick nach oben zu richten. Wir wollen Jesus sehen. Mit Ihm sprechen. Allen Seine Liebe verkünden. Benedikt pp XVI.

Der Marienwallfahrtsort Loreto
Die Stadt Loreto an der italienischen Adriaküste ist einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Welt. Jedes Jahr wird die 12.000-Einwohner-Gemeinde von Tausenden Pilgern aus der ganzen Welt besucht. Das Zentrum ist die Casa Santa aus Nazareth, jenes Haus, in dem der Überlieferung nach die Verkündigung stattfand - die Mitteilung der Empfängnis Jesu an die Jungfrau Maria durch den Engel Gabriel - und in dem Jesus aufwuchs. Der Legende nach soll das Haus von Engeln fortgetragen worden sein, als die Sarazenen das Heilige Land überfielen. Es soll zunächst in Kroatien, in der Nähe von Rijeka, abgesetzt worden sein. Im Jahr 1294 wurde das Haus wieder versetzt, dieses Mal in einen Lorbeerhain. Vom Lateinischen “Lauretum” leitet sich wahrscheinlich auch der heutige Name des Ortes ab, an dem die Casa Santa nach weiteren mehrmaligen Umzügen ihren endgültigen Platz fand. Allerdings wurde Loreto erst 1507 von der Kirche offiziell als Pilgerstätte anerkannt. Die Bauarbeiten für den Dom von Loreto hatten jedoch bereits 1468 unter Papst Julius II. begonnen. Seit 1984 findet hier alle zwei Jahre ein internationales Jugend- treffen statt, an dem jetzt Benedikt XVI. erstmals teilnahm. [Ein erstaunliches Phänomen ist die Marien- Erscheinung in Zeitun, einem Vorort von Kairo. “zeitun” heißt in der arabischen Sprache “Olive”. Lesen Sie dazu unseren ausführlichen Bericht unter Zeitun, Kairo. Benedikt erinnerte die Teilnehmer auch an das Weltjugendtreffen, das im Juli 2008 im australischen Sydney stattfinden wird und an dessen Eröffnung der Papst teilnehmen will.

Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum des 22. Weltjugendtages in Sydney: "Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben" Joh 13,34

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