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Die Nachfrage nach Hörbüchern steigt -wir  weiten  dieses Angebot unseres Hauses erheblich aus:

Deutschen Katholischen Blindenbücherei, 53117 Bonn, Graurheindorfer Str. 151a
Telefon: (0228) 55 94 90  Fax: (0228) 5 59 49 19,  eMail: dkbbbonn@t-online.de

 DKBBB-direktwww.blindenbuechereibonn.de     eMail:  info@blindenbuechereibonn.de
Größte katholische Hörbücherei im deutschen Sprachraum! Braille-Schrift-Bibliothek.
  

 Wir bieten wir Ihnen auf den naächsten Seiten eine Auswahl von 2.000 Hörbüchern - thematisch geordnet - an. Einen Katalog mit über 4.000 Titeln und ab sofort auch als digitales Verzeichnis; Geschäftsbedingungen erhalten bei der DKBBB. Wir empfehlen Ihnen Hör-CD’s (im Daisy-Format), Hör- Kassetten und bieten Ihnen Großdruckbücher Großdruck & Punktschrift und aktuelle Bücher und auch Hörbuch-Besprechungen an. Ausleihe und Versand ist für Sehbehinderte und Blinde kostenlos frei Haus! Katalog /Diskette € 15. Bestellungen nur an die obige Adresse der DKBBB!
                       Hier sind die aktuellen Bestseller unseres Hauses:                             

bestUttaDanellaDerblaueVogel bestUttaDanellaDerblaueVoge

    aktuelle bestseller-Liste Platz  1       Utta Danella: Der blaue Vogel.    buDasErste-
Liebes- und Familienroman einer holsteinischen Gutsherrentochter. Best.Nr.:  20189
  1. Der blaue Vogel  lief am Freitag, 9. Mai 2008 um 00.50 Uhr im Ersten TV-Programm
Als kleines Kind muss Christine Kamphoven (Annett Renneberg) mit ansehen, wie ihr eifersüchtiger Vater Magnus die schwangere Mutter und deren Liebhaber erschießt. Während der Vater deswegen hinter Gittern sitzt, wächst Christine auf dem ostholsteinischen Gut Breedenkamp ihres Großvaters Jon (Dietmar Schönher: Foto oben) auf. Die junge Frau hat inzwischen ihr Examen in der Tasche und ist dabei, sich als baldige Nachfolgerin ihres Großvaters in die Geschäfte des Gestüts einzuarbeiten. Als der attraktive Oliver, Sohn des Nachbar-Gutsbesitzers Horst Jensen, sich in Christine verliebt, schreckt sie vor dessen brüsker Annäherung zurück. Eine vollkommen unerwartete Wendung nimmt Christines Leben, als sie von der Existenz ihrer jüngeren Halbschwester Mara fährt, die lange Zeit in Italien lebte. Gegen den Willen des sturen Großvaters, der um nichts in der Welt an die Vergangenheit erinnert werden will, holt Christine die Halbschwester nach Breedenkamp. Die beiden sind bald unzertrennlich, was Christines bester Freundin Winnie  - die Enkelin der liebenswürdigen Haushälterin Telse -, schwer zu schaffen macht. In dem über 20 Jahre älteren Journalisten Julian Jablonka erkennt Christine schließlich ihre erste große Liebe.  Als die schüchterne Christine ihrem Herzen einen Stoß gibt, um Julian einen Überraschungsbesuch abzustatten, trifft sie ihn in einer eindeutigen Situation an - und das ausgerechnet mit Mara... 
ARDnet

      2    bestMaeveBinchyJedenFreitag          3   bestWilliamTrevorDieGeschic

 2. Maeve Binchy: Jeden Freitagabend. Roman. Jeden Freitagabend fahren 8 Menschen von Dublin in ihre Heimatstadt. Jeder hat andere Gründe für diese wöchentliche Fahrt. Und diesmal gibt es Erlebnisse, Begegnungen und Erkenntnisse, die alle verändern. Best.Nr.:  20133
 
2. Jeden Freitagabend verlässt der fliederfarbene Minibus des jungen Tom Fitzgerald Dublin und bringt sieben Passagiere in die kleine Stadt Rathdoon zurück. Jeder von ihnen - von dem fröhlichen Portier Mikey Burns, der den Clown spielt, während sein Bruder ein Vermögen macht, bis zu Dee Burke, der Tochter des reichen Arztes - hat seinen besonderen Grund, diese kleine Reise zu machen. Rathdoon ist die Art von Stadt, in der die Geschichte jeder Familie bekannt ist und in der Geheimnisse nicht lange geheim bleiben. Als an diesem Freitagabend der kleine Bus in die Stadt hineinfährt, ahnen die Insassen noch nicht, dass dies kein Wochenende wie alle anderen werden wird. Weltbild
 3. William Trevor: Die Geschichte der Lucy Gault. Roman. Nach einem Brandanschlag auf ihr Gut wollen Lucys Eltern Irland verlassen. Lucy, die vorher ausreißt,  bleibt schließlich allein zurück und führt ein abgeschiedenes Leben voller Schuldgefühle. Best.Nr.:  20267 
  
3. In allerletzter Sekunde kann Captain Gault einen Brandanschlag auf sein Gut in Lahardane vereiteln. Dennoch kommen er und seine englische Frau Heloise zu dem Schluss, dass es höchste Zeit ist, das unsichere Irland zu verlassen. Ganz anderer Meinung ist ihre achtjährige Tochter Lucy. Sie liebt ihr Zuhause und kann sich ein Leben jenseits der Wälder, Felder und langen Strände von Lahardane nicht vorstellen. Nachdem all ihre Proteste nicht fruchten, greift Lucy zum letzten Mittel: Am Vorabend der unwiderruflich beschlossenen Abfahrt reißt sie aus, um das Unabänderliche doch noch zu verhindern. Ein Ereignis, dessen Folgen die Gaults in eine Katastrophe stürzen und ihr Leben von nun an schicksalhaft bestimmen.
   In seinem Roman spiegelt der große irische Schriftsteller Trevor nicht nur das Irland der 1920er Jahre wider, in dem ein Ende der feindlichen Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken, zwischen Arm und Reich nicht abzusehen ist. Er erzählt auch eine tief melancholische Geschichte von verpassten Gelegenheiten und Missverständnissen, die das Leben der Lucy Gault zu einer Tragödie machen. Ein Roman wie ein Requiem.
FAZnet

      4        bestErichLoestNikolaikirche         5      bestGilbertSinouéRicardosEL

   4. Loest, Erich : Nikolaikirche. Zeitgeschichtlicher Roman um Hintergründe und Familienschicksale in den letzten Jahren der DDR. Best.Nr.: 20273
  
4. Auf alles war die Staatsmacht vorbereitet, nur nicht auf Widerstand mit Gebeten und Kerzen. Von den Friedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche aus wuchs der Wille zur Freiheit. Frauen und Männer der Kirchengruppen, Pfarrer und Geheimdienstleute sind die Figuren dieses Romans. Weit in die Vorgeschichte greift die Handlung, denn was an diesem 9. Oktober 1989 geschah, hat seine Wurzeln in den vergangenen Jahrzehnten . . .  dtv
   5 Gilbert Sinoué: Ricardos ewige Liebe. Der junge Argentinier Ricardo sieht in seinen Träumen eine fremde Frau. Er gibt alles auf, überwindet viele Hindernisse und findet die Schöne schließlich in Griechenland, wo das Schicksal die beiden auf ungeahnte Weise vereinigt.  Best.Nr.:  20194
  
5. Gilbert Sinoué: Ricardos ewige Liebe" Roman. Argentinien, 1930: Ricardo Vacarezza, Anfang 40, hat eigentlich alles, was er sich nur wünschen kann - er besitzt verschiedene Fabriken und eine Rinderzucht auf seiner großen Estancia, ein Stadtpalais in Buenos Aires, ein Ferienhaus am Meer und auch sonst genießt er alle Annehmlichkeiten des Lebens; außerdem ist er mit der bezaubernden jungen Flora. Seit einiger Zeit jedoch suchen ihn immer wieder seltsame Träume und Visionen heim: von einer geheimnisvollen Frau, die er leidenschaftlich liebt, von einer kreisrunden Insel, die irgend- einer Naturkatastrophe zum Opfer gefallen sein muss, von einer kleinen Statuette ohne Gesicht; noch dazu spricht er in seinen Träumen eine unbekannte Sprache mit der Stimme eines anderen, wie Flora erschrocken feststellte.
   Ricardo, der mehr und mehr zu der Überzeugung gelangt, zu einer früheren Zeit bereits gelebt und geliebt zu haben, wendet sich schließlich an die Psychoanalytikerin Adelma Maizani; nach vielen Gesprächen mit ihr und einigen seltsamen "Zufallsbegegnungen" mit einem alten Indio beschließt er, alle Brücken abzubrechen und sich in Griechenland (alle bisherigen Spuren deuten auf dieses Land hin) auf die Suche nach seiner Vergangenheit und der geheimnisvollen Liebe seines Lebens zu machen. Eine außergewöhnliche und spannende Geschichte über eine ewig währende, die Zeiten überdauernde Liebe. Ein kleiner Hinweis: "Ricardos ewige Liebe" ist, auch wenn der Titel dies vielleicht erwarten lässt, KEIN typischer Liebesroman!
BüchereckeNet

     6      bestCeesNoteboomDieDameMDE-         7       bestElizabethGoudgeDerVogel

   6 Cees Nooteboom: Die Dame mit dem Einhorn. Europäische Reisen. Überraschende Ent- deckungen an Bauten, Landschaften und Gemälden werden zu Auslösern gehaltvoller philosophischer Interpretationen. Best.Nr.:  20433
  
6. In seinem Reisebuch Die Dame mit dem Einhorn unternimmt der Schriftsteller Cees Nooteboom eine »Europareise«. Er nimmt den Leser mit in sein Amsterdam und in die europäischen Metropolen wie Paris, Berlin, Wien, Brüssel oder Mailand und Florenz. Er bereist Landschaften in vielen europäischen Ländern, darunter die Bretagne, Franken und die Lombardei. Und was er dabei hört und sieht, gerät ihm zu bekannt eleganter Prosa, zu eigenwilliger Philosophie. SuhrkampNet
   7 Elizabeth Goudge: Der Vogel im Baum. Roman. Die Großmutter einer englischen Familie hilft einem ihrer Enkel aus seinen Schwierigkeiten. - Best.Nr.: 20773
   7. Die englische Autorin hat eine ganze Reihe von international beliebten Romanen gerschrieben, in erster Linie Kinderbücher und Märchen. Vor ihrem schriftstellerischen Erfolg arbeitete sie im Kunst- gewerbe.(1900-1984). B
ibliothekaPhantastica

     8      bestLudwigThomaLausbubenG-x          9      bestChristianGvKrockowVLohn

   8 Ludwig Thoma: Lausbubengeschichten. Aus meiner Jugendzeit. Erzählung. Die erheiternden, mit kunstvoller naiver Komik berichteten Streiche des kleinen Ludwig Thoma sind zugleich Schwertstreiche des großen Ludwig Thoma gegen das Spießertum und die Scheinheiligkeit nicht nur seiner Zeit. Best.Nr.:  20029
  
8. Thoma, Ludwig : Lausbubengeschichten. Beim Verlag Langen in München erscheinen unter dem Titel »Lausbubengeschichten. Aus meiner Jugend« zwölf lose verbundene, humoristische Episoden aus dem oberbayerischen Lateinschülerdasein von Ludwig Thoma (* 1867, † 1921). Durch die Lausbuben- streiche begehrt der Erzähler gegen eine stupide Obrigkeitswelt auf. Dem Autor kommt es nicht auf Jux und Ulk an sich an, sondern auf die satirische Spiegelung der Erwachsenen durch einen Schüler. Das Buch wird ein großer Erfolg.
SpiegelWissen
  
Leseprobe aus: Ludwig Thoma, Lausbubengeschichten Kapitel: Onkel Franz:
   Da bekam meine Mutter einen Brief von Onkel Franz, welcher ein pensionierter Major war. Und sie sagte, daß sie recht froh ist, weil der Onkel schrieb, er will schon einen ordentlichen Menschen aus mir machen, und es kostet achtzig Mark im Monat. Dann musste ich in die Stadt, wo Onkel wohnte. Das war sehr traurig. Es war über vier Stiegen, und es waren lauter hohe Häuser herum und kein Garten. Ich durfte nie spielen, und es war überhaupt niemand da. Bloß der Onkel Franz und die Tante Anna, welche den ganzen Tag herumgingen und achtgaben, daß nichts passierte. Aber der Onkel war so streng zu mir und sagte immer, wenn er mich sah: "Warte nur, du Lausbub, ich krieg dich schon noch."
   Vom Fenster aus konnte man auf die Straße hinunter spucken, und es klatschte furchtbar, wenn es danebenging. Aber wenn man die Leute traf, schauten sie zornig herum und schimpften abscheulich. Da habe ich oft gelacht, aber sonst war es gar nicht lustig.
 Der Professor konnte mich nicht leiden, weil er sagte, dass ich einen sehr schlechten Ruf mitgebracht hatte. Es war aber nicht wahr, denn das schlechte Zeugnis war bloß deswegen, weil ich der Frau Rektor ein Brausepulver in den Nachthafen getan hatte.
  Das war aber schon lang, und der Professor hätte mich nicht so schinden brauchen. Der Onkel Franz hat ihn gut gekannt und ist oft hingegangen zu ihm. Dann haben sie ausgemacht, wie sie mich alle zwei erwischen können.
   Wenn ich von der Schule heimkam, musste ich mich gleich wieder hinsetzen und die Aufgaben machen. Der Onkel schaute mir immer zu und sagte: "Machst du es wieder recht dumm? Wart nur, du Lausbub, ich komm dir schon noch."
   Einmal musste ich eine Arithmetikaufgabe machen. Die brachte ich nicht zusammen, und da fragte ich den Onkel, weil er zu meiner Mutter gesagt hatte, dass er mir nachhelfen will. Und die Tante hat auch gesagt, dass der Onkel so gescheit ist und dass ich viel lernen kann bei ihm.
   Deswegen habe ich ihn gebeten, dass er mir hilft, und er hat sie dann gelesen und gesagt: "Kannst du schon wieder nichts, du nichtsnutziger Lausbub? Das. ist doch ganz leicht."
   Und dann hat er sich hingesetzt und hat es probiert. Es ging aber gar nicht schnell. Er rechnete den ganzen Nachmittag, und wie ich ihn fragte, ob er es noch nicht fertig hat, schimpfte er mich fürchterlich und war sehr grob. Erst vor dem Essen brachte er mir die Rechnung und sagte: "Jetzt kannst du es abschreiben; es war doch ganz leicht, aber ich habe noch etwas anderes tun müssen, du Dummkopf."
   Ich habe es abgeschrieben und dem Professor gegeben. Am Donnerstag kam die Aufgabe heraus, und ich meinte, dass ich einen Einser kriege. Es war aber wieder ein Vierer, und das ganze Blatt war rot, und der Professor sagte: "So eine dumme Rechnung kann bloß ein Esel machen."
   "Das war mein Onkel", sagte ich, "der hat es gemacht, und ich habe es bloß abgeschrieben."
   Die ganze Klasse hat gelacht, und der Professor wurde aber rot. "Du bist ein gemeiner Lügner", sagte er, "und du wirst noch im Zuchthaus enden." Dann sperrte er mich zwei Stunden ein. Der Onkel wartete schon auf mich, weil er mich durchhaute, wenn ich eingesperrt war. Ich schrie aber gleich, dass er schuld ist, weil er die Rechnung so falsch gemacht hat, und dass der Professor gesagt hat, so was kann bloß ein Esel machen.
   Da haute er mich erst recht durch, und dann ging er fort. Der Greither Heinrich, mein Freund, hat ihn gesehen, wie er auf der Straße mit dem Professor gegangen ist und wie sie immer stehenblieben und der Onkel recht eifrig geredet hat.
   Am nächsten Tag hat mich der Professor aufgerufen und sagte: "Ich habe deine Rechnung noch einmal durchgelesen; sie ist ganz richtig, aber nach einer alten Methode, welche es nicht mehr gibt. Es schadet dir aber nichts, dass du eingesperrt warst, weil du es eigentlich immer verdienst, und weil du beim Abschreiben Fehler gemacht hast."
   Das haben sie miteinander ausgemacht, denn der Onkel sagte gleich, wie ich heimkam: "Ich habe mit deinem Professor gesprochen. Die Rechnung war schon gut, aber du hast beim Abschreiben nicht aufgepasst, du Lausbub."
   Ich habe schon aufgepasst, es war nur ganz falsch.
   Aber meine Mutter schrieb mir, dass ihr der Onkel geschrieben hat, dass er mir nicht mehr nach- helfen kann, weil ich die einfachsten Rechnungen nicht abschreiben kann und weil er dadurch in Verlegenheit kommt.
   Das ist ein gemeiner Mensch.
   9 Christian von Krockow: Vom lohnenden Leben. Ein Wegweiser für junge und ältere Leute. Eine Alltags-Ethik, gewonnen aus sieben Jahrzehnten Lebenserfahrung. Best.Nr.: 20459
   9. In diesem Buch ist weder von Geschichte die Rede noch von großer Politik. Es geht vielmehr um das, was in unserem alltäglichen Leben wichtig ist: Neugier und Klugheit, Selbstachtung, Streit und Versöhnung, das Gute und die Skepsis, Höflichkeit und Zärtlichkeit, Gespräche unter Freunden, das Erinnern, die Vertrautheit und das Abschiednehmen. All diese Themen behandelt von Krockow in seinem Buch vom lohnenden Leben. exsilaNet

     10     bestRyszardKapuscinskiDieWe

  10 Ryszard Kapuscinski: Die Welt im Notizbuch. Beobachtungen, Gedanken und Notizen eines polnischen Reporters, den seine unersättliche Neugier in die entlegendsten Regionen der Erde trieb. Seine Einblicke in die globalen Zusammenhänge spiegeln eine Welt, die wir zu kennen meinten - die wir so aber noch nie gesehen haben. Best.Nr.: 20320
  
10. Kaum ein Mensch hat so viel von der Welt gesehen wie Ryszard Kapusciñski, einer der bedeutendsten Journalisten der Gegenwart. In "Die Welt im Notizbuch" beobachtet er globale Entwicklungen wie mikroskopische Details, stellt sie nebeneinander, verbindet oder reflektiert sie, bezieht sie in verblüffender Weise aufeinander. Aus Gedankensplittern, Reportagen, Fragmenten und Essays vieler Jahre formt sich eine Welt, die wir zu kennen meinten, die wir so aber noch nie gesehen haben.
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. . .Weitere 2.000 Hörbücher und Hör-Kassetten finden Sie auf den nächsten Seiten . . .

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. . . und schon auf der nächsten Seite haben wir eine Überraschung für Sie! Eine Liste von
2000 neueingestellten Hörbücher der DKBB neue Hörbücheraktuelle Hörbücher

Dies sind unsere aktuellen Hör-Zeitschriften:

kbwn-echo  (CD und Kassette)     Erscheint vier Mal im Jahr
Nachrichten und Mitteilungen des Katholischen Blindenwerkes Norddeutschland. 

Kirche im Norden  (CD und Kassette) ein neues Hörmagazin der Seelsorge für Menschen mit Behinderung - monatlich, kostenlos, aktuell - Herausgegeben von der Diözese Hildesheim.

Lux Vera * Zeitschrift mit Nachrichten aus der katholischen Blindenbewegung,
sowie politischen und religiösen Beiträgen. Erscheint zweimonatlich

St. Raphael * Zeitschrift mit religiösen, literarisch und allgemein interessierenden Beiträgen aus verschiedenen Sachgebieten. Erscheint zwei zweimonatlich

Feierstunden * Zeitschrift für Religion, Wissen und Unterhaltung. Erscheint zweimonatlich

L’Osservatore Romano * Erscheint zweimonatlich.
Ausgewählte Beiträge der deutschsprachigen Wochenausgaben.

 * Lux Vera, St. Raphael, L’Osservatore Romano und Feierstunden
ab sofort zweimonatlich auf einer Daisy-CD

Stundenbuch  Monatlich versenden wir eine Daisy-CD mit den Texten von Laudes, Vesper und Komplet aus dem Stundengebet der Kirche.

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Lesen Sie die Zeitung des Papstes “L’Osservatore Romano” in deutscher Sprache
als Hör-CD im Daisy-Format des Deutschen Katholischen Blindenwerkes e.V. Bonn.

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Bei Bestellungen von Hörbüchern vermerken Sie, bitte, Ihren Namen und Ihre Hörernummer. Wir empfehlen: Senden Sie eine Wunschliste ein oder geben Sie Ihr Interessengebiet an, damit wir Ihnen, wenn Ihr gewünschtes Hörbuch gerade vergriffen ist, ein anderes aus Ihrer Bestellung zu- senden können. kbwn.

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   Bei libreka!, der größten deutschen eBook-Plattform können Sie 108.092 Bücher im Volltext durch- suchen und aus 13.964 eBooks Ihren Titel direkt zum Kauf und Download auswählen.
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Lesen Sie auch unsere Seiten: e-Bücher und CD-Book-Player!

Deutsche Katholische Blindenbücherei Bonn  DKBBB

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Zu Gast in der einzigen katholischen Blindenbücherei Deutschlands

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  „Eine unserer Hörerinnen sagte einmal, wir müssten eigentlich einen Nobelpreis bekommen”, schmunzelt Margarete Dick Foto oben links, Leiterin der einzigen katholischen Blindenbücherei Deutschlands. Seit 1972 leitet die agile 67 Jahre alte Frau die in Bonn ansässige Bibliothek, und dies war bislang ihr schönstes Kompliment. Auch den Satz „Wenn es die Blindenbibliothek nicht gäbe, müsste sie erfunden werden”, hört die Bibliothekarin immer wieder.
   55.000 Blinde gibt es derzeit in Deutschland, etwa eine halbe Million Menschen leben mit einer schweren Sehbehinderung. „Für viele blinde oder schwer sehbehinderte Menschen sind Hör- büchereien wie die unsere die einzige Möglichkeit, weiterhin Literatur zu genießen, die Inhalte von Tageszeitungen oder Zeitschriften zu erfahren”, erläutert Frau Dick. Sogar Kirchenzeitungen oder Publikationen wie „Lux Vera”, „St. Raphael”, der vatikanische „Osservatore Romano”, „Legio Mariens” oder das aktuelle Stundenbuch der katholischen Kirche werden aufgelesen.
    Etwa dreihundert Hörkassetten oder CDs gehen täglich aus dem Haus, dazu kommen Bücher in ...

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... Großdruckbuchstaben oder in Blindenschrift. Die speziell in den Niederlanden angefertigten roten Versandboxen passen in jeden normalen Briefkasten. Der Lieferservice wird von der Post kostenlos angeboten und gilt sogar weltweit. „Wir haben auch deutsche Kunden in Kanada, in den USA oder in Israel, Auswanderer oder deutschsprachige Nachfahren von Auswanderern”, sagt die Bibliothekarin.   
   Angst hat sie derzeit vor einer möglichen Privatisierung der Post und der damit verbundenen Einstellung der kostenlosen Beförderung von Blindensendungen. Schon jetzt gebe es hin und wieder Beschwerden, da die explosionsartige Zunahme bei Einführung der kostenlosen Blindensendungen nach dem Ersten Weltkrieg nicht absehbar war.
    Insgesamt stehen in der Bonner Blindenbücherei, die 1918 gegründet wurde, mehr als viertausend Hörbuchtitel zur Verfügung, von Sachbüchern bis hin zur Belletristik, „eben das gesamte Angebot, wie es auch der Borromäusverein oder eine katholische Pfarrei hat”. Dazu gehört eine reiche Auswahl an religiöser Literatur wie etwa die neuesten theologischen Werke ebenso wie Kinderbücher. „Wir haben uns auf das Auflesen von theologischen und religiösen Schriften sowie von Biographien spezialisiert, weil wir nicht genügend Kapazitäten haben, um alles selber machen zu können”, sagt Frau Dick. Fest angestellte Sprecher gibt es nicht, aber ein Stamm von fünfzehn Freiberuflichen sorgt dafür, dass es immer wieder neue Titel gibt. „Gerne nehmen wir natürlich Leute mit Radio- erfahrung, aber jeder, der eine angenehme Stimme hat  und sich nicht zu oft verspricht, ist bei uns als Vorleser willkommen”, wirbt die Bibliothekarin für neue Helfer. Sogar ein kleines Stundenhonorar winkt.
   Trotz all dieser Einschränkungen hat Margarete Dick auch Autoren wie Rosamunde Pilcher und sogar „immer den neuesten Harry Potter” im Angebot. Derartige Populärromane kommen durch den regen Austausch zwischen allen Blindenbüchereien auch in die Bonner Bibliothek. Zur Freude der Hörer, die übrigens nicht katholisch sein müssen. Die Ausleihe ist darüber hinaus denkbar einfach. Eine formlose Anmeldung genügt, Kosten entstehen keine. „Wir finanzieren uns nur aus Spenden, und wir bekommen Hilfe von Stiftungen”, erklärt Margarete Dick. Neue Hörer werden lediglich gebeten, einmalig fünfzehn Euro für die Zusendung des Gesamtkatalogs zu bezahlen. Die einzige Bedingung für die Aufnahme in die Hör- oder Leserschaft ist die Bescheinigung über eine hochgradige Seh- behinderung.
    Eine kräftige Finanzspritze war in jüngster Zeit dringend nötig, da das Aufnahmestudio modernisiert werden musste. „Wir befinden uns gerade in einem totalen technischen Umbruch, denn wir rüsten auf das DAISY-System um”, sagt Margarete Dick.

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    DAISY steht nicht etwa für eine Sommerblume, sondern ist der freundliche Name für ein brandneues CD-System. Es erlaubt die Aufnahme auch eines Schinkens wie „Buddenbrooks” oder „Krieg und Frieden” auf nur einer CD und ermöglicht das einfache Wiederauffinden einer bestimmten Stelle nach einer Hörpause.  Die Lieferung von Hörbüchern im modernen MP-3-Format ist ebenfalls schon längst eine Selbstverständlichkeit. Durch die einfache Handhabung der notwendigen Abspielgeräte sind auch technisch unerfahrene Menschen in der Lage, Hörbücher selbstständig nutzen zu können.
    Mit nur 5,5 festen Mitarbeitern und einem Jahresbudget von etwa 350.000 Euro managt Marga- rete Dick ihren Hörerstamm von etwa dreitausend regelmäßigen Kunden. „Unsere älteste Hörerin ist schon 102 Jahre alt”, erzählt die Bibliothekarin stolz. Viele Bestellungen kommen per Brief, und Berge von Post müssen täglich bewältigt werden. Auch das Telefon steht nicht still. „Viele unserer Kunden haben niemanden, der etwa im Katalog für sie blättern und die vorhandenen Titel vorlesen kann”, sagt Frau Dick. So rufen sie einfach an und lassen sich beraten, was es denn Neues gibt und was sie bestellen können. „Ein Stück Telefonseelsorge ist allerdings auch immer dabei”, lacht die Bücherei- leiterin verschmitzt, als wieder mal eine alte Dame einige Kassetten bestellt, dann aber ausführlich vom jüngsten Urenkel erzählt. MonikaPrangemeier/DT041016
Deutsche Katholische Blindenbücherei,
Graurheindorfer Straße 151a,  53117 Bonn,  Tel.: 02 28 - 55 94 90 eMail: dkbbbonn@t-online.de
Deutsches Katholisches Blindenwerk (DKBW), Eschstraße 12, 52351 Düren, Tel.: 0 24 21 - 511 55
eMail: dkbw.dueren@t-online.de   Internet: www.blindenwerk.de
DKBBB-direkt: www.blindenbuechereibonn.de     eMail:  info@blindenbuechereibonn.de
Größte katholische Hörbücherei im deutschen Sprachraum! Braille-Schrift-Bibliothek.

Blindenschrift-Verlag und -Druckerei gGmbH, „Pauline von Mallinckrodt”, Andreasstraße 20,
33098 Paderborn, Tel.: 0 52 51 - 68 88 80 eMail: info@pader-braille.de     

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Zentralbücherei für Blinde hat Zukunftsängste

Die Mitarbeiter der traditionsreichen Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig (DZB) bangen um die Zukunft ihres Hauses. Grund dafür seien Pläne der Landesregierung, die Landes- und Staatsbibliothek in Dresden mit der DZB zusammenzulegen, sagte deren Direktor Thomas Kahlisch. Die Fusion würde weniger Service für Blinde und Sehbehinderte bedeuten.  ddpNOZ060415

Es gibt nichts, was nicht geknackt wird.
Das Herunterladen von Gelesenem und Gesprochenem ist schon Normalität.
Mit dem Kopierschutz werden weitere Fesseln fallen. Der Markt für Downloads ändert sich rasant.

   Es soll Menschen geben, die von plötzlichem Heißhunger auf Lesestoff regelrecht überfallen werden. Einst ging man dann in die Buchhandlung oder zur Stadtbücherei. Was aber, wenn man da nichts findet oder das Begehrte gerade aus ist? Wenn man nicht aus dem Haus will, auf dem Lande wohnt oder gerade auf Reisen ist, womöglich im Ausland? Einst half da nichts als Warten. Der Hör- buchboom, der mit technischen Umwälzungen einhergeht, hat auch dieses Problem behoben. Denn im Zeitalter des Download ist der Hungrige nicht mehr auf den physischen Besitz von Buch oder CD angewiesen. Zugang eröffnet sich ihm zu Hause am PC oder im Internetcafe, wo man bei einem Hörbuchportal das Gewünschte herunterlädt, es auf seinen Ipod oder MP3-Player überträgt und dann lediglich noch Ruhe und Aufnahmebereitschaft zum Hören braucht. So weit die Theorie. Die Praxis indes trägt Namen wie Registrierung, Sortiment, DSL, Dateiformat, Datenkompression oder - das Allerschlimmste - „Digital Rights Management” (DRM), das Synonym für Kopierschutz, von entnervten Nutzern auch „Digital Restrictions Management” genannt. Erleben lässt sich das alles schon beim ersten Versuch, Hörbücher bei Anbietern wie Audible (6.000 deutschsprachige Titel),  Claudio (5.000) oder Libri (4.000), um nur die Großen zu nennen, herunterzuladen. Bevor nicht einige Voraus- setzungen geklärt sind oder die Seite mit den „frequently asked questions” durchgegangen ist, geht da gar nichts.
   Hat man das richtige System, den richtigen Player? Die für große Datenmengen erforderliche schnelle Verbindung? Wie darf die Datei genutzt werden, darf sie kopiert werden, und wenn ja, wie oft? Was ist, wenn sie verlorengeht oder Player und/oder PC wechseln? Unbedingt notwendig ist zunächst ein Downloadmanager. Verglichen mit der Vielfalt auf dem Buchmarkt, ist das Download- Angebot noch mager. Hier herrscht das Spannende, Heitere, Praktische vor, Anspruchsvolles fehlt. Ganz zu schweigen von der unvermeidlichen Fehlermeldung oder dem Absturz des Gerätes.
    Bleiben wir aber zunächst beim Technischen. Die Wandlung vom haptischen (Buch, CD) zum nicht-physischen Gut hilft zwar sparen - Hörbuchdateien sind in der Regel dreißig Prozent billiger als CDs -, steckt aber auch voller terminologischer und technischer Tücken. Das lässt sich glänzend beobachten beim von Holtzbrinck, Random House und Lübbe geführten Downloadportal Audible. Ein eigens entwickeltes Dateiformat erlaubt hier zwar das Blättern und Lesezeichen-Setzen, schließt aber auch den Kopierschutz ein. So müssen neben dem Nutzer auch noch PC und Player registriert werden, um unerlaubtes Hantieren zu verhindern. Zudem ist das Format so komfortabel wie wählerisch. Nicht alle Player verstehen es, und von den vier Qualitätsstufen (von „Telefon” bis „MP3”) sind auch nicht alle überall abspielbar. Wer gar das Betriebssystem Linux auf seinem Rechner hat, kann gleich jede Nutzung vergessen.
   Claudio - Hauptgesellschafter hier ist der „Hörverlag” - macht es dem Kunden leichter, will ihn „weder bevormunden noch kriminalisieren”. Die meisten Titel landen also als MP3-Dateien auf dem heimischen Rechner, laufen auf jedem Player und sind beliebig reproduzierbar. Doch auch Claudio ist am Ende seiner Weisheit, wenn Verlage wie Random House, Lübbe oder Argon auf Kopierschutz bestehen. Dann muss an Stelle von MP3 das Microsoft-Format „Windows Media Audio” (WMA) her. Das aber lässt sich mit dem Ipod des Konkurrenten Apple nicht abspielen. Bei Claudio heißt es dazu lapidar: „Wir empfehlen daher mobile Geräte, die DRM-WMA und MP3-Formate abspielen können.”
   So sind es die Mühen der Ebenen, die dem Himmel der Verfügbarkeit literarischer Schätze voran- stehen. Den Anbietern sind sie nicht verborgen geblieben. Soeben kommt aus den Vereinigten Staaten die Nachricht, der Hörbuchverlag Random House Audio habe sich entschlossen, seine Online- Vertriebspartner nicht mehr zum Kopierschutz zu verpflichten. Dies bedeutet, dass dort Random- House-Hörbücher künftig im Allerweltsformat MP3 heruntergeladen und anschließend auf jedem tragbaren Gerät abgespielt werden können. Die Nachricht verbreitete der kanadische Science-Fiction- Autor und Blogger Cory Doctorow, der sich dabei auf eine interne Mitteilung des Verlagshauses an seine Geschäftspartner berief. Ungewöhnlich ist die Offenheit, die aus dem von Doctorow ins Netz gestellten Brief von Random House an seine „Dear Publishing Partners” spricht. Netz-Piraterie wird da nicht mehr allein als zu verfolgendes Delikt gesehen, sondern als „Tatsache”: Dem Freigabe-Entschluss, so die Geschäftsführung, sei eine Testphase vorausgegangen, bei der fünfhundert Hörbuchtitel ohne Kopierschutz angeboten wurden. Keiner dieser Titel sei später in den illegalen Tauschbörsen aufgetaucht, wohl aber solche von CDs, deren Kopierschutz zuvor „gecrackt” worden sei. Beruht der Reiz illegaler Verbreitung also ausschließlich auf dem Knacken der Kopierschutzcodes? Lässt sich daraus mit anderen Worten schließen, dass Kunden, denen Vertrauen entgegengebracht wird, den Verführungen zum Datenklau brav widerstehen?
   Wie dem auch sei: Wie seit längerem im Musikgeschäft sind nun auch beim Hörbuchvertrieb die Debatten für oder wider den Kopierschutz entbrannt. Angestoßen hatte sie schon 2004 das kleine schwäbische Hörbuchportal www.soforthoeren.de, als es aufwendige Schutzmaßnahmen durch ein elektronisches „Wasserzeichen” ersetzte. Es verhindert kein Kopieren, übersteht aber alle Kopier- vorgänge und macht den ursprünglichen Erwerber bis ins letzte Glied identifizierbar. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut, wo es entwickelt wurde, folgte man damit der Einsicht, dass es keinen Kopierschutz gebe, der nicht irgendwann geknackt werden könne. Die Begründung, die da zu hören war, muss allen Nutzern aus dem Herzen gesprochen haben: „Wir wollen unsere Hörbücher online über das Internet verkaufen und haben kein Interesse an Kopierschutztechniken für die der Kunde sich entweder neue Abspielgeräte kaufen oder Spezial Software auf seinem Computer installieren muss.” Auch beim deutschen Random House Audio, wo im Gegensatz zum amerikanischen Mutter- konzern noch am Kopierschutz festgehalten wird, steht man diesem „leidenschaftslos” gegenüber und hält den Verzicht „aus Kundenperspektive für wünschenswert”. Und beim Downloadportal Audible sieht man kein Problem darin, das Eigenformat AA eines Tages vom Kopierschutz zu be- freien.
   Bleiben die diffusen und, wie am Beispiel von Random House USA zu sehen, unbegründeten Ängste von Rechteinhabern vor unkontrollierter Ausbreitung, die dem Abbau des „Digital Rights Management” im Wege stehen. Für Anbieter wie Nutzer ist es zum Ärgernis geworden, seine Abschaffung nur eine Frage der Zeit. Zum „technikaffinen” Publikum der Hörbuch-Portale (überwiegend männlich, hoch- schulgebildet, zwischen dreißig und fünfundvierzig Jahre alt, eher Sachbuch-, Krimi- und Science- Fiction-Liebhaber, mit dem „klassischen” Hörbuch unvertraut) dürften dann weitere, über die populären Genres hinausgehende Nutzerkreise hinzustoßen, die bislang auf internationale Sound- archive wie Ubuweb angewiesen sind. Das wiederum sollte die Autoren freuen, denn bei Downloads erhalten sie bis zu fünfzehn Prozent der Einnahmen, während es bei CDs nur zehn sind. Profitieren dürften auch Anwaltskanzleien und „Netwatch”-Agenturen, die schon jetzt alle Hände voll zu tun haben, der Piraterie im Internet zu begegnen.
  Kein Thema ist und bleibt der Kopierschutz - genauer: sein Wegfall - bei jenen Bibliotheken, die neuerdings nicht nur Gedrucktes, sondern auch Hörbücher ins Netz stellen, wo sie im Ausleihverfahren zu haben sind. Bücher mit Verfallsdatum also: eine „Onleihe” genannte Praxis, die seit einem Jahr, von der Öffentlichkeit fast unbeachtet, die Firma „Divibib” anbietet und die inzwischen von dreizehn deutschen Stadtbibliotheken übernommen worden ist. Wie bei stationärer Ausleihe benötigt man dazu die Daten seines Leserausweises, kann dann unter landesweit 25.000 Titeln - eBooks und Zeitschriften im pdf-Format, Musik und Hörbüchern (letztere allerdings nur unter Microsoft-Systemen abspielbar) wählen und das Gewünschte herunterladen.
   Für den Rest sorgt ein digitaler „Zeitstempel”, der verhindert, dass die jeweilige Datei kopiert oder nach Ablauf der Leihfrist geöffnet oder abgespielt werden kann. Eine Entwicklung, die noch von sich reden machen wird. Hier ist das „Digital Rights Management” unverzichtbar. In allen anderen Fällen hingegen erscheint es obsolet. Die wunderbare Welt des Hörbuch-Downloads: in ihren Möglichkeiten ist sie längst nicht erschlossen.  
FAZChristianDeutschmann080311

Hörbuch im Internet
Oben  genannte Downloadportale: www.audible.de, www.claudio.de, www.libri.de,
www.soforthoeren.de, www.ubu.com
Digitale Ausleihe: www.onleihe.de, www.divibib.com
Elektronische Wasserzeichen: www.ipsi.fraunhofer.de/presse                  
FAZ080311

Weltbild-2

Weltbild mit Musik

   Auch der Weltbild-Verlag steigt jetzt ein ins Geschäft mit Musik aus dem Internet. Im Onlineshop stehen laut Anbieter rund eine Million Songs im WMA-Format bereit, mit einer recht guten Qualität(192 kbps). Aktuelle Hits kosten meist 1,09 bis 1,19 Euro. Es gibt aber auch Songs für 0,49 Euro. Ganz hübsch ist das kleine „Cover-Druck-Studio”, mit dem Sie eigene CD-Cover schnell erstellen können. www.weltbild-downloads.de   CB0407

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  Auf dem Bibliothekstag in Rendsburg zeigte sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen interessiert an diesem innovativen Angebot Foto unten, sowieso findet er die neuen Wege, die Bibliotheken beschreiten, gut. Die erste Onleihe in Schleswig-Holstein wird voraussichtlich zum Frühjahr 2008 eröffnet und ist als Verbund mehrerer kleiner Bibliotheken geplant.

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Internet-Bibliothek            Onleihe           Haus-Bibliothek im PC

   Die öffentlichen Bibliotheken gehen mit „Onleihe” neue Wege. Ab sofort bieten vier große Leih- büchereien Musik, elektronische Bücher (eBooks), Videos und Hörbücher zum Überspielen auf den PC an. Zum Start sind es Büchereien in Hamburg, Köln, München und Würzburg. Weitere sollen folgen. Wer die Onleihe nutzen will, braucht einen Leseausweis der jeweiligen Bibliothek und einen PC mit Internetzugang. Zusätzliche Gebühren sollen nicht anfallen.
   Das Angebot ist noch recht bescheiden: In Hamburg etwa gibt es rund 4.500 Musikalben, 95 Prozent davon mit klassischer Musik. Dazu kommen 100 Videos (Reiseführer, Kinder) 800 eBooks und  400 Hörbücher. Alle Dateien haben einen DRM-Kopierschutz und lassen sich nach Ende der Leihzeit (meist eine Woche) nicht mehr nutzen. jlCB0714   www.onleihe.de    

 Internetbücher bald per Leihschein

   Die Stadtbibliothek Hannover wird voraussichtlich vom Sommer an ein neues Angebot für ihre Kunden machen: Vermittelt über die Bücherei können Leser sich legal über das Internet für einige Tage Bücher aus dem Internet auf ihrem Computer herunterladen. „Wir klären noch juristische Fragen, wollen aber wie viele öffentliche Bibliotheken in dieses Feld einsteigen”, sagt Carola Schelle-Wolf, Direktorin der Stadtbibliothek Hannover. Bisher sei das Angebot der Verlage noch begrenzt, für Hör- bücher oder Sachbücher aber durchaus interessant. HAZ080502bil

Ausleihe auch per  Mausklick
   Ein neuer Ausleihservice von 20 öffentlichen Bibliotheken* in Niedersachsen macht es möglich, dass künftig Bücher rund um die Uhr verfügbar sind. Unter der Regie der Büchereizentrale Niedersachsen haben sich die Einrichtungen zu einem Verbund zusammengeschlossen und bieten gemeinsam im Internet vielfältige digitale Medien wie elektronische Bücher und Zeitungen sowie Video- und Audio- dateien zum Download an.
   Unter www.NBib24.de können sich Nutzer diese Dateien auf dem eigenen Computer speichern. Nach Ablauf der Ausleihfrist inaktiviert sich das Medium automatisch und ist wieder für andere Nutzer verfügbar. Ausgeliehen werden können außer Büchern und Zeitschriften auch Hörbücher, Musik und Filme.
   „Die Welt der Medien entwickelt sich immer mehr in Richtung Internet. Da liegt es nahe, dass auch die öffentlichen Bibliotheken Onlineinhalte anbieten", sagt Günter Bässen, Sprecher der Bücherei- zentrale Niedersachsen. Dabei würde sich das Internetangebot aufs Beste mit dem der traditionellen Medien ergänzen, so Bässen.
   Voraussetzung für die Nutzung des Onlinedienstes ist ein gültiger Ausweis einer der beteiligten Bibliotheken. Die Kosten pro Ausleihe sind in den Jahresgebühren enthalten. Welche Bücherei den neuen Service anbietet, kann unter www.NBib24.de nachgelesen werden. HAZ090718kcg

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Griff ins virtuelle Regal der Bücherei - 50 Bibliotheken in Deutschland und in der Schweiz leihen über das Internet aus - schon 100.000 Nutzer holen sich eBücher bei ihnen.

   Die Websites heißen eAusleihe, Onleihe oder eMedien - sie belegen, dass viele Bibliotheken längst den Schritt in die digitale Medienwelt vollzogen haben: 46 öffentliche Büchereien in Deutschland bieten bereits die Ausleihe im Internet an. Öffnungszeiten und Mahngebühren sind hier Vergangenheit.
   „Viele haben noch ein verstaubtes Bild von einer Bibliothek. Das stimmt aber längst nicht mehr - wir sind modern”, sagt Dagmar Dehnert von der Stadtbibliothek Oldenburg. „Unser Hauptanliegen ist es, nicht nur Hüter des gedruckten Buchs zu sein, sondern auch mit den gesellschaftlichen Entwicklung mitzugehen”, sagt die Bibliothekarin. Seit Dezember 2007 gehört dazu die eigene Internet-Filiale.
   50 öffentliche Bibliotheken in Deutschland und der Schweiz nutzen das erst seit zwei Jahren existierende „Onleihe"-Modell des Bibliotheksdienstleisters DiViBib aus Wiesbaden. Sie bieten damit den Inhabern ihres Leseausweises den zusätzlichen Service der Ausleihe digitaler Medien über den heimischen PC - und das bisher ohne Extra-Gebühr.
   In Niedersachsen haben die Stadtbibliotheken Bremen, Oldenburg, Göttingen und Salzgitter die Onleihe eingerichtet. Hannover soll noch in diesem Jahr starten. Viele Bibliotheken verknüpfen das Onleihe-Portal mit ihrem Online-Katalog, so dass auch die Recherche im Bestand in der realen Bibliothek möglich ist.
   Das Prinzip der Ausleihe funktioniert im Internet genauso wie in der stationären Bibliothek: Digitalisierte Bücher oder Zeitschriften - also eBücher und ePapier - Hörbücher, Musik und Videos können nur für eine bestimmte Zeit ausgeliehen werden - in der Regel bis zu einer Woche. Das heißt in der Praxis: Der Nutzer lädt die Dateien auf seinen PC oder seinen MP-3-Player. Nach Ablauf der Leihfrist sind die Medien automatisch nicht mehr lesbar. Die Mahngebühr entfällt. Technisch möglich macht dies das Digital-Rights-Management-System (DRM), ein Kopierschutzprogramm. Jede Bibliothek entscheidet individuell, welche Titel sie für ihren Bestand erwirbt und ob sie eine Gebühr für den Onleihe-Service erhebt. Der Bestand der virtuellen Bibliothek muss von den Einrichtungen ebenso wie der der realen käuflich erworben werden. Dabei gilt: Die eBücher sind genauso teuer wie die gedruckte Ausgabe. Deshalb sind - wie in der herkömmlichen Bücherei - auch nur eine bestimmte Anzahl von Exemplaren eines Titels vorrätig. Das Warten auf ein bereits verliehenes Buch entfällt also nicht. Die Stadtbibliothek in Osnabrück gehörte zu den Einrichtungen, die sich früh über die Onleihe im Hinblick auf ihre Musikbibliothek informiert hat. Doch damals sei in diesem Bereich das digital verfügbare Medienangebot noch nicht so aktuell und attraktiv genug gewesen, sagt Martina Dannert, Leiterin der Stadtbibliothek Osnabrück. Derzeit beobachten die Osnabrücker die Erfahrungen anderer Bibliotheken genau, um dann zu überlegen, „was für unsere Nutzer sinnvoll ist”, sagt Dannert. In naher Zukunft sei ein solches Projekt jedoch nicht finanzierbar, denn dafür müssten zusätzliche Gelder im öffentlichen Haushalt zum normalen Etat bereitgestellt werden.
   „Das Einstiegspaket für die digitale Filiale einer Bibliothek kostet etwa 20.000 Euro und beinhaltet die Einrichtung der Website sowie einen Medienbestand von 5.000 Titeln”, sagt Christian Hasiewicz, Bibliothekarischer Direktor der DiViBib. Hinzukommen monatlich etwa 480 Euro für die laufenden Betriebskosten der Website.
   In Oldenburg wurde Grundausstattung mit zusätzlichen Projektgeldern ermöglicht. Die Neuanschaffungen müssten jedoch aus dem regulären Medienetat der gesamten Bibliothek bestritten werden, sagt Dehnert. Der Bestand der digitalen Ausleihe umfasst in Oldenburg derzeit 7.000 Medien, der der realen Ausleihe 200.000 Titel. Christian Hasiewicz sieht sein Angebot ganz klar als Ergänzung und nicht als künftigen Ersatz einer realen Bibliothek: „Ich bin fest davon überzeugt, dass es das Buch in hundert Jahren noch geben wird. Wir richten uns insbesondere an die Berufstätigen, die keine Zeit haben, in die Bibliothek zu gehen und so rund um die Uhr Medien ausleihen können, und an Schüler. Sie können mit der Onleihe lernen, Hintergrundwissen nicht nur über Wikipedia, sondern über vertrauensvolle Fachbücher im eBuch-Format zu bekommen."
   Martina Dannert glaubt ebenfalls nicht daran, dass die Internet-Ausleihe die reale Bibliothek verdrängen könnte: „Wir sind mehr als eine Wissenstankstelle. Die Besucher halten sich in unseren Räumen gern auf, stöbern in Ruhe, suchen die Beratung vor Ort oder das Gespräch über das Buch."
   Vor allem Sachbücher, Ratgeber, Schülerhilfen und Musik werden von den norddeutschen Bibliotheken angeboten. Letztlich entscheiden die Buchverlage über die Vielfalt auf dem eBuch- Markt, denn sie vergeben die Lizenz zur Ausleihe eines Werks in der digitalisierten Form. Bisher steckt jedoch die Frage der Rechte für eBücher vor allem bei belletristischen Titeln noch in den Kinderschuhen. Vom Erfolg der neuen Generation der eBuch-Lesegeräte mit verbesserter Schriftqualität, die im kommenden Jahr in Deutschland auf den Markt kommen, wird es abhängen, wie dynamisch sich der digitale Buchmarkt weiter entwickelt - und ob die Onleihe in hundert Jahren noch auf dem Markt existiert.Internet:
www.Onleihe.de  NOZ081101ElkeSchröder

Bücherhallen setzen auf elektronische Medien. Auch in Hamburg ist die Nachfrage nach E-Books in den Bibliotheken größer als das Angebot der Verlage. Bücherhallen-Direktorin Hella Schwemer:
„Das Internet bietet uns die Chance, verlorene Kunden in die Bibliothek zurückzuholen."

   Läutet das Internet langsam, aber sicher das Ende der klassischen Bibliothek ein? Die Perspektiven der Bibliotheken im Informationszeitalter waren das Thema des 4. Bibliothekskongresses, der in Leipzig zu Ende ging. Unter dem Motto „Menschen wollen Wissen" diskutierten Vertreter der Branche über die Herausforderungen des vernetzten Zeitalters.
   Auch für die Bücherhallen Hamburg stellt sich die Frage, ob sie in zehn oder 20 Jahren noch eine wichtige Rolle spielen können. Ihre Antwort: Ja. Auch wenn nicht absehbar war, wie radikal sich die Aufgaben und Ziele der altehrwürdigen Bibliothek innerhalb eines einzigen Jahrzehnts verändern würden, als die Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen 1999 ihr 100-jähriges Bestehen feierte.
   Hamburgs große Bibliothek muss der Barmbeker Rentnerin auch künftig die Möglichkeit geben, sich ihre Krimis aus der dortigen Stadtteilbücherei zu entleihen, andererseits aber die Bücherhallen mit allem aufrüsten, was die moderne Medienwelt zu bieten hat.
   Im Informationszeitalter reicht es längst nicht mehr aus, Bücher auszuleihen und Leseförderung zu betreiben. Es geht immer stärker auch darum, auf elektronischem Weg Zugang zu Wissen zu eröffnen. Braucht man dafür noch Bibliotheken?
   „Allerdings, das Internet ist für uns überhaupt keine Gefahr, sondern eine enorme Herausforderung. Es bietet uns die Chance, verlorene Kunden zurück in die Bibliothek zu holen", behauptet Bücherhallendirektorin Hella Schwemer.
   Doch kann eine kommunale Bibliothek im Netz im Wettbewerb mit finanzkräftigen kommerziellen Anbietern überhaupt sinnvolle und konkurrenzfähige Angebote machen? Für Wolfgang Tiedtke, den Leiter der Abteilung Portal und E-Service, hat sich das längst erwiesen. „Grundsätzlich sind wir auf unserem Internetportal in zwei Segmenten tätig: Einerseits bieten wir die klassischen Bibliotheks- dienstleistungen elektronisch an. Anmeldung, Katalogsuche oder Verlängerung der Leihfrist lassen sich selbstverständlich online erledigen. Viel interessanter ist aber der Bereich E-Medien: Als eine der ersten Bibliotheken in Deutschland bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, E-Bücher, E-Magazine, E-Hörbücher, -Musik und -Videos auszuleihen."
   Wenn sich der Nutzer für ein E-Book entschieden hat, kann er es virtuell auslernen. Das heißt, er lädt es auf seinen Computer und kann es während der angegebenen Leihfrist auch offline nutzen. Nach Ablauf der Leihdauer lässt sich die Datei nicht mehr öffnen, das Buch ist damit „zurück- gegeben".
   Außerdem haben die Bücherhallen inzwischen über 100 Kursangebote im Bereich E-Learning im Angebot, nicht nur zu Fremdsprachen (Spanisch online für Anfänger), sondern zu den Bereichen EDV (SuseLinux9), Wirtschaft (SAP R 3 Einführung), oder Recht („Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz"). Man kann aber auch in der Dig-Bib, der digitalen Bibliothek, in über 600 Datenbanken recherchieren.
   Ob man klassische Bücher auslernen oder die Bibliothek elektronisch nutzen will, macht finanziell keinen Unterschied. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft, die für Erwachsene im Jahr 45 Euro kostet. Insgesamt 170.000 Lesekarten verkaufen die Bücherhallen pro Jahr.
   „Wir sehen die Bibliothek vor allem als Lernort. Deshalb werden wir im Herbst auch ein eigenes Lernzentrum eröffnen", sagt Hella Schwemer. „Das reine Ausleihen von Büchern kostet für Kinder bei uns nach wie vor nur fünf Euro pro Jahr. Auch sonst gibt es Regelungen, die sicherstellen, dass aus finanziellen Gründen niemand von der Nutzung ausgeschlossen ist." Die Direktorin wird manchen ihrer Kunden nie begegnen:Etwa 4.500 E-Books und 3.000 E-Learning-Kurse werden monatlich ausgeliehen. Im Moment nur ein Bruchteil der jährlich insgesamt 12,5 Mülionen Entleihungen.
   Sven Instinske, Leiter der Bücherhallen-Informationsdienste, sieht in diesem Segment große Zukunftschancen: „In den letzten zweieinhalb Jahren ist der Bestand an E-Medien auf über 15.000 Titel gewachsen. Die Um¬satzzahlen wachsen stetig", sagt der Hamburger Bibliothekar, der den Leipziger Bibliothekskon¬gress besucht hat. Auf die Frage, welche Rolle man den elektronischen Medien dort zumisst, ant¬wortet Instinske: „In Leipzig wird nicht mehr diskutiert, ob öffentliche Bibliotheken dieses Angebot zur Verfügung stellen sollen, sondern wann endlich ausreichend Inhalte die wachsende Nachfrage befriedigen können." Offenbar ist diese viel größer als das bisherige Angebot der Verlage.
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Pilotprojekt: Deep Web – Konkurrent für Google

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   Hamburger Bücherhallen und Bibliotheken bieten einzigartige Serviceleistungen im Internet. Sie eröffnen den Zugriff zu speziellen Datenbanken oder elektronischen Fachzeitschriften. Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht > Internet

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   Persönliche Lebenserinnerungen oder literarische Schwergewichte - das Hörbuchjahr 2007 hatte es in jedem Fall in sich: von oben Peter Kurzecks Dorfkindheit, Orhan Pamuks Istanbul-Impressionen Foto oben, Karl Bruckmaiers Peter-Weiss-Bearbeitung „Die Ästhetik des Widerstands" und Thomas Manns Altersroman „Doktor Faustus”  Foto unten

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 Wer fühlen will, muss hören. Es darf gerühmt werden:
Der deutsche Hörbuchmarkt wächst weiter, auch qualitativ. Nicht nur Harry Potter zieht, sondern auch Samuel Beckett, Peter Kurzeck und Peter Weiss verkaufen sich.

   Zum Jahresende gab vom stetig wachsenden und gerade zur Geschenkezeit in aller Ohren befind- lichen Hörbuchmarkt gleich zwei Nachrichten, die aufhorchen ließen. Zum „Hörbuch des Jahres” kürte die Jury der renommierten hr2-Hörbuch-Bestenliste „Die Ästhetik des Widerstands” von Peter Weiss in einer Erzählfassung von Karl Bruckmaier. Und soeben wurde Claudia Baumhöver, Gründerin und Chefin des Münchener „Hörverlags”, vom Branchenmagazin „Buchmarkt” zur „Verlegerin des Jahres 2007” ernannt.
   Nun ist die hr2-Bestenliste gewiss nicht popularisierender Tendenzen verdächtig. Hier sitzen Kritiker, die ihre Wahl nach Rang und Qualität treffen und oft genug Verdienstvolles in den Nischen mutiger Verleger entdeckt haben. Dennoch überrascht die Wahl des ebenso umfangreichen (acht CDs) wie sperrigen Peter-Weiss-Produkts. Schon in Buchform gehörte die 1.200 Seiten starke Chronik der sozialistischen Bewegungen des vergangenen Jahrhunderts zu den ebenso häufig zitier- ten wie wenig gelesenen Pflichtbänden politisch Denkender. Erst Herbert Kapfer, Chef der Abteilung „Hörspiel und Medienkunst” beim Bayerischen Rundfunk, vermochte es gegen alle Widerstände seines Hauses, dem wegen seiner Sprödigkeit eher gefürchteten als geliebten Text produzieren und senden zu lassen - und damit einem zu Unrecht als „erledigt” geltenden Sprachwerk neue Luft- zufuhr zu verschaffen.
   Claudia Baumhöver war es, die die „Ästhetik des Widerstands” nach Kräften unterstützte: indem sie mit dem ihr eigenen unerbittlichen Charme Fürsprache übte, sich an der Produktion beteiligte und sie mit einer Auflage von dreitausend Stück (verkauft wurde bisher die Hälfte) herausbrachte. Nicht zum ersten Mal hat sie damit dem Genre “Hörbuch” überraschende und bis dahin nicht für möglich gehaltene Glanzlichter aufgesetzt. Großprojekte wie „The Spoken Arts Treasury” (fünfzehn Stunden Originaltöne amerikanischer Lyriker), eine sechseinhalbstündige Beckett-Anthologie oder „Der Mann ohne Eigenschaften. Remix”, ein achtzehnstündiger Robert Musil in Ton und neuge- fasstem Buchtext (Initiator und Radiopartner ebenfalls Herbert Kapfer), scheint sie locker auf den Markt zu werfen.
   Dass dazu auch etwas so mundgerecht Dialogisiertes gehört wie die zuletzt erschienene Version von Thomas Manns „Doktor Faustus”, schmälert die Leistung gewiss nicht. Im Gegenteil: Wie sich beim Hörverlag literarisches und kulturelles Gespür mit editorischer Energie und Marketing paaren, zeigt ein Blick aufs Programm. Elf Prozent der Titel finanzieren da die anderen neunundachtzig Pro- zent mit. Allein der Harry-Potter- Erfolg - auf mehr als drei Millionen verkaufte Exemplare brachten es die sechs von Rufus Beck gelesenen erschienenen Folgen bisher - dürfte für eine kleine Bibliothek der Wagnisse ausgereicht haben. Dabei reicht das Blickfeld über das Edieren hinaus: von der Unter- stützung von Klangfestivals bis zum „Prix Hörverlag”, dotiert mit insgesamt neuntausend Euro. Ganz ohne kommerzielle Absichten ist er der freien Szene unabhängiger Hörspielmacher gewidmet, die sich sonst in Kneipen, auf Festivals wie dem Berliner „Plopp”, in Audioblogs und Podcasts tummelt, allerdings mit der verdienstvollen Anthologie „Pressplay” des kleinen Mairisch Verlags inzwischen auch erste Hörbuchreife gewonnen hat.
Ehrgeizige literarische Projekte
  So haben sich mit Gründungen wie dem Hörverlag Gewichte verschoben: Längst vorbei scheinen die Zeiten, in denen „Markt” ein Ekelwort war und man sich nicht scheute, den alten Streit Kunst kontra Kommerz aufzuwärmen, als stünden sich da Gut gegen Böse gegenüber. Doch immer noch sitzt die Angst vor dem Verkaufen einigen Radioleuten im Nacken. Von einer „Wagenburgmentalität” bei den Öffentlich-rechtlichen sprach unlängst noch der sichtlich genervte Programmleiter von Random House Audio. „Kulturlos”, ja „zerstörerisch” nannte der Hörspielmacher und Soundkünstler Andreas Ammer, der sich über mangelnden Erfolg seiner Arbeiten gewiss nicht beklagen muss, die Auswirkungen des „Marktes” aufs künstlerische Schaffen in den Studios.
   Mit der Gründung von Marketingabteilungen der Sender scheint sich das Blatt zu wenden. „Die emanzipieren sich immer mehr” ist der Eindruck beim Deutschen Audio Verlag(DAV), wo man bei Kooperationen mit den Rundfunkanstalten mehr und mehr auf selbst- und marketingbewusste Partner trifft, wenn die nicht gleich - wie der Hessische Rundfunk mit seinem Label „Hr audio” - selbst den Vertriebsweg beschreiten. Auch Claudia Baumhöver hat beim Bayerischen und Hessi- schen Rundfunk nicht nur Bereitschaft zur Kooperation, sondern auch „Verbündete” für ehrgeizige literarische Projekte gefunden. Sechzig Prozent ihrer Titel sind inzwischen allerdings Eigen- produktionen, die natürlich mit den aufwändigen Studioarbeiten der „Öffentlichen” nicht mithalten können, dafür schneller auf den Markt gelangen.
  Vielleicht ist es die irritierende Affinität zum Buch, die der Anerkennung des Hörbuchs als eigen- ständiger Gattung dennoch im Wege steht. Dass sich immer noch kein treffender Name finden ließ, ist symptomatisch: Ein Hörbuch ist eben kein „Buch”, sondern ein „Etwas” zum Hören, das sich einer eher zufälligen materiellen Hülle bedient. Einst war es die Kassette, jetzt ist es die CD, und als Datei aus dem Internet heruntergeladen - eine Praxis, die sich hierzulande nur zögernd, aber stetig durchsetzt - verschwindet sein dinglicher Charakter fast vollständig.
Einzigartige akustische Kultur
   Spätestens seitdem Buchverlage die Möglichkeit entdeckten, mit Lesungen oder „Verhörspie- lungen” die Attraktivität ihrer Bücher und Autoren zu steigern, schwindet das Verständnis dafür, dass Hörbücher mehr sein können als verlängerte Literatur. Den Gedanken einer Zweitverwertung wollen Labels wie der Hörverlag gar nicht erst aufkommen lassen. Ihnen geht es - jedenfalls bei den mit Herzblut geschaffenen Projekten - um originär für akustische Räume Gebautes. Um Stimmen, um Klangmontagen, um Welten, die sich so nur dem Ohr erschließen. Um kulturelle Felder, die, wie die Beckett-Edition des Hörverlags, auch mal gesprochenes Wort, Theatermitschnitt, Lesung und Feature umfassen können. Material dafür gibt es reichlich. „Die akustische Kultur, die wir in Deutschland haben, ist einzigartig”, sagt Claudia Baumhöver, die soeben wieder in den Vereinigten Staaten erleben musste, welch schlechtes Image dort die oft billig erstellten „audio books” bei hohem Ausstoß, allerdings sinkenden Zuwachsraten, haben. Wie da ein Radiosystem wie hierzu- lande Kräfte bündelt.
   Das deutschsprachige Hörbuch darf also gerühmt werden. Gehört wird gerne und mit Ausdauer, Hohes und Unterhaltendes, von Gebildeten wie Unterschichten: beim Autofahren, per MP3 und Ohrstöpsel in der U-Bahn, beim Joggen und natürlich vor HiFi-Lautsprechern zu Hause. Auch an den Ausleihschaltern der Bibliotheken wandern immer öfter Scheiben an Stelle von Bänden über den Tisch. Bei Berlins Amerika-Gedenkbibliothek etwa fand zwischen 2004 und 2005 der große Sprung nach vorne statt, als die Ausleihe von Hörbüchern jäh von 48.000 auf mehr als 70.000 stieg.
   Noch ist bei der wissenschaftlich orientierten Berliner Staatsbibliothek das Hörbuch „eine ganz untergeordnete Kategorie”. Doch vorstellbar wäre es schon, dass etwa O-Ton-Dokumente und andere Schätze aus den riesigen Archiven der Rundfunkanstalten Einzug ins Recherchieren und For- schen halten. Bis dahin bleibt der Zugang zu ihnen Zufallssache oder die Suche gänzlich aus- sichtslos. So ist es der Hartnäckigkeit kleiner Firmen wie Suppose oder Mne-mosyne vorbehalten, Historisches aufzuspüren und zu edieren, und auch der Hörverlag Lido (Eichborn) und andere haben mit alten Hörspielproduktionen, Dichterlesungen und auratisch verrauschten O-Tönen einiges davon im Programm.
   So schillernd und unüberschaubar wie alles Gedruckte oder Gesendete ist inzwischen auch die Hörbuch weit geworden: von Ratgebern und Reiseführern, Liebes-, Ärzte- und Heimatromanen, Kin- dern, Humor, Krimi und Fantasy, den „Starken Stimmen” bei „Brigitte”, den „Großen Stimmen” bei Aldi Nord und den kleinen, dafür grell beworbenen Stimmen der „Küchenlabels”, einem auf Erzähl- format geschrumpften Fernseh-„Tatort”, und anderen stimmlichen Anleihen bei den Großen der Medienbranche bis hin zu sprechenden Zeitungen und Magazinen. Dass sich da neben sorgfältig Produziertem viel lieblos Heruntergelesenes befindet, lässt sich verschmerzen. Das Renommee je- doch, das sie bei uns haben, können Hörbucher nur bewahren, wenn sie nicht Anhängsel sind an anderswo Reüssiertes, sondern auf Entdeckungsreisen gehen, akustisches wie kulturelles Denken pflegen und zu selbständigen (Hör-) Ereignissen werden. Hörbücher hierzulande sind jedenfalls ein Beweis dafür, dass es einmal nicht bei jeder Entwicklung des ängstlich vergewissernden Blicks zum „großen Bruder” Amerika bedarf. 
FAZChristianDeutschmann071229

Hörbuch: Erfolg mit Schattenseiten - Buchmesse sucht nach Wegen

  Der Hörbuchmarkt gehört seit Jahren zur Wachstumsbranche auf dem deutschen Buchmarkt. Doch jetzt ist neben Erfolgen auch von Sorgen zu hören.
   Das vorgelesene Buch erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit: Seit 2001 ist die Zahl der Hörbuchkäufer von 1,64 Millionen auf derzeit rund 3,67 Millionen gestiegen, das gab der Arbeitskreis der Hörbuchverlage im Börsenverein des deutschen Buchhandels auf der Frankfurter Buchmesse bekannt.
   Grund zur Freude - so könnte man denken. Doch zwei Entwicklungen sorgen für Kopfschmerzen bei den Hörbuchverlagen: Erstens sinkt der Preis für das Hörbuch seit sieben Jahren kontinuierlich. Allein im vergangenen Jahr im Durchschnitt um einen Euro, stellte der Arbeitskreis fest. Die fallenden Preise lassen den Umsatz stagnieren, der 2007 bei insgesamt rund 200 Millionen Euro lag. 7,3 Millionen Euro davon wurden über die Downloads eingenommen. Hörbucher unterliegen nicht der Buchpreisbindung. Sie sind also den Mechanismen des Wettbewerbs ausgesetzt.
 Zweitens wächst mit der Beliebtheit des Hörbuchs und den Möglichkeiten, es im Internet als Down- load zu erwerben, auch das Problem der Raubkopierer. Experten schätzen, dass in einigen Jahren der Schaden für die Branche ein ähnliches Ausmaß annehmen könnte, wie er in der Musikbranche zu beobachten ist. Betroffen sind vor allem populäre Titel, laut Branchenmagazin „Börsenblatt” bieten beispielsweise 250.000 Personen illegale Downloads des Hörbuchs „Harry Potter und der Halbblutprinz” in Internet-Tauschbörsen an. Beide Tendenzen könnten die Qualität der Hörbücher langfristig in Schwierigkeiten bringen, denn die Kosten für aufwendige Produktionen steigen ungeachtet dessen weiter.
   Noch etwas hat der Arbeitskreis festgestellt: Der durchschnittliche Hörbuchkäufer lebt tendenziell in größeren Städten, ist zwischen 30 und 59 Jahre alt, verdient gut und hat einen hohen Bildungs- stand. Der Marketingleiter des Argon-Verlages, Kilian Kissling, teilt ihn zudem ein in „Genusshörer”, der zur Belletristik greift, und „Pragmatiker”, der Sach- oder Ratgeberbuch bevorzugt. Im Bereich des Sachbuchs sieht er einen Trend, der sich auf das Format des Hörbuchs bezieht: „Wir suchen ver- stärkt nach kleinen Inhalten, die wir auf einer CD oder innerhalb von 70 Minuten vermitteln können", denn der Pragmatiker höre auf dem Weg zur Arbeit und nicht wie der Genusshörer daheim entspannt auf dem Sofa. Zu große Themen wie eine Geschichte des 21. Jahrhunderts auf mehreren CDs würde er deshalb vermeiden. Biografien mit Fan-Potenzial wie die von Coco Chanel oder ein Stück Zeitgeschehen, an das sich viele Hörer erinnern, hätten größere Marktchancen, sagt Kissling.
   Der Hörbuch-Produzent Dirk Schwibbert weist auf Möglichkeiten des Podcasts hin. Die Verleger könnten bei einem aktuellen Thema, Stichwort Finanzkrise, viel schneller reagieren und ein Sachbuch als Hörstück im Internet vorab veröffentlichen. Die Entwicklung des Themas würde dann darüber entscheiden, ob der Inhalt noch so aktuell ist, um später als Hörbuch-CD zu erscheinen.
NOZ081017ElkeSchröder

Hörkultur-2 Hörkultur-1

   Etwa für die monumentale Einspielung eines monumentalen Werks der Weltliteratur: Dostojewskijs „Verbrechen und Strafe”. Auf 21 CDs kann der Hörer ungekürzt den Weg Raskolnikows zum Mörder nachempfinden. Der Suggestionskraft des Textes verleiht dabei Sylvester Groth Ausdruck - bekannt als die Stimme Joseph Goebbels im satirischen Film „Mein Führer”. Es handelt sich bei dem Text um eine Neuübersetzung von Swetlana Geier. Bei all dem Aufwand ist es verständlich, dass sich dies im Preis niederschlagen würde: etwa 145,- Euro kostet die zugegebenermaßen auch optisch schön gestaltete Ausgabe.
Fjodor Dostojewskij, Verbrechen und Strafe, hörkultur 2007, ISBN 978-3-905808-094

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   Noch mehr als der Lesung gilt die Liebe der Deutschen aber seit jeher dem Hörspiel. Ein neues zu Thomas Mann hat jetzt der Münchner „Hörverlag” herausgebracht. Dieses verfolgt das Ziel, ein bisher eher esoterisch gebliebenes Werk deutscher Literatur einem weiteren Publikum neu zu erschließen. Denn im Vergleich zu anderen Mann-Romanen wollten sich nur wenige Leser mit der Frage be- schäftigen, „warum Beethoven zu der Klaviersonate opus 111 keinen dritten Satz geschrieben habe”. Mit der opulent inszenierten zwölfstündigen Hörspielfassung von Thomas Manns „Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde” ist es jetzt aber gelungen, die Antwort auf diese Frage qua Musik weniger abstrakt werden zu lassen. Überhaupt sorgt ein halbes Hundert Sprecher dafür, den Preis von Leverkühns Pakt mit dem Teufel zu verdeutlichen: „Dein Leben soll kalt sein - darum darfst du keinen Menschen lieben!” Thomas Mann: Doktor Faustus, erschienen im Hörverlag 2007, ISBN 3- 86717-0754, EUR 49,90
   Mit der Versuchbarkeit des Menschen befasst sich auch eine andere Neuerscheinung. Die Passagen über die Versuchungen Jesu in der Wüste gehören sicher zu den spirituell stärksten Stellen im Jesus-Buch des Papstes. Als Ausdruck seiner „persönlichen Suche nach dem Antlitz des Herrn” wollte der Autor sein Werk verstanden wissen. Die Schwierigkeit, die der Vorleser Hans-Peter Bögel zu meistern hatte, bestand vor allem darin, die Mitte zwischen der dem Text eigenen geistlichen Intimität und wissenschaftlichen Sachlichkeit zu halten. Joseph Ratzinger, Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth, Herder, ISBN 978- 3-7831-3012-6, EUR 39,95.
   Mit Textexegese beschäftigen sich aber auch ändere Neuerscheinungen auf der Buchmesse. Pünktlich zum Abschied Edmund Stoibers erschien sein Vermächtnis. Wer den Kampf des früheren Ministerpräsidenten mit der Syntax immer wieder verfolgen möchte, der sollte zu der im Münchner Kunstmann-Verlag erschienenen CD greifen. Diese versammelt Stoibers unvergessliche Ausführun- gen zum Transrapid ebenso wie zum bayeri- schen Problembären. Selbstverständlich darf sein Auftritt bei Sabine Christiansen mit seinen dort angestellten Überlegungen zu der „Absenkung des, des, des, des, des, na, des Alters, des Alters der Kinder, des Nachzugsalters” nicht fehlen. Hans Well/Jürgen Roth: „Stoibers Vermächtnis. Große Momente, große Reden, große Freude", Antje Kunstmann Verlag 2007, ISBN 978-3-88897494-6, EUR 14,90. Zugegeben: eine kleine Auswahl nur aus dem Sortiment der Buchmesse. Aber eine, die ganz sicher aufhorchen lässt.
OliverMaksanDT071016

 Lesen mit den Ohren.
Hörbücher haben einen Marktanteil von 4 Prozent. Hörbücher befinden sich im Aufwind

Hörbücher erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
Aber auch Zeitungen bieten vermehrt im Audioformat aktuellen Hörstoff im Internet an.

 Laut Branchenverband „BITKOM“ entspricht der Anteil am gesamten Download-Markt zwar nur vier Prozent, doch damit hätten die Hörbücher das Potential, zu einer treibenden Kraft im Download- Markt zu werden. Als sehr praktisch erweist sich die flexible Nutzung, die sich nicht auf den heimi- schen PC beschränkt. Ein mobiler MP3-Player spielt die Dateien auch unterwegs ab, wobei aber Auto- fahrer tunlichst keine Kopfhörer benutzen dürfen. Die Auswahl wird ebenfalls breiter gefächert, da zunehmend Zeitschriften, Magazine und Lern- und Ratgeber-Angebote auf den Markt kommen. Als Einstieg und zum Schnuppern eignet sich die Internetseite www.otz.de, die neben Geschenk- tipps auch weitere interessante Internetseiten empfiehlt. Bei www.claudio.de findet sich nicht nur eine umfangreiche Sammlung an Hörbüchern, sondern hier werden auch so genannte Audio- magazine angeboten. Eine Focus-Titelgeschichte für das Ohr etwa kostet rund 1,50 Euro. Die Highlights der Woche aus der Süddeutschen Zeitung kann der User sich für 1,49 Euro eine Stunde lang vorlesen lassen.
  Kostenlos ist das Hörvergnügen bei www.vorleser.net. Die Seite finanziert sich durch Werbung und Spenden begeisterter Hörer. Internet: www.otz.de/osr/osr
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Das Hörbuch ist ein etablierter Teil des Buchmarktes.
Die Wachstumsraten werden geringer - 160 Millionen Euro Umsatz im Jahr

   Immer mehr Menschen laden sich Hörbücher aus dem Internet auf ihren Computer herunter - ganz legal und zum Preis von durchschnittlich 10 Euro. Der Umsatz der Hörbuchverlage auf diesem Vertriebsweg ist im vergangenen Jahr um 181 Prozent von 2,1 Millionen auf 5,9 Millionen Euro gestiegen. Allerdings war auch die Basis sehr gering. Und schon in diesem Jahr ist der Zuwachs deutlich auf nur noch 32 Prozent im ersten Halbjahr zurückgegangen. Im Netz können die Nutzer unter 8.000 Titeln wählen. Nach einer Umfrage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels haben 73 Prozent aller Buchleser zu Hause oder im Büro einen Zugang ins Internet, unter den Hörbuchhörern sind es 83 Prozent. Das spricht für Christine Härle vom Eichborn-Verlag dafür, die Hörbuchgemeinde stärker über das Internet anzusprechen, denn viele davon würden wahrscheinlich nie eine Buchhandlung betreten.
   Wobei aber der Buchhandel unangefochten der wichtigste Absatzkanal für Hörbücher bleibt, denn viel größer als die Zahl der Downloads ist die Anzahl von Hörbüchern auf CD, die im Einzelhandel erworben werden. Während im ersten Halbjahr nur 300.000 Hörbücher legal im Internet runter- geladen wurden, gingen 5 Millionen Stück über die Ladentheken, zumeist in Buchläden, aber auch bei Discountern oder an Tankstellen. Vor allem mehr Männer haben zugegriffen, ergab die Umfrage des Börsenvereins. Denn der Anteil der männlichen Hörer ist binnen eines Jahres von weniger als 40 Prozent auf fast die Hälfte gestiegen. Das liegt nach Angaben von Christine Härle (Firma Eichborn- Lido) daran, dass mehr Sachbücher, darunter auch mehr Managementbücher, als Hörbücher ver- marktet werden als früher.
    Die allein in Deutschland etwa 500 Hörbuchverlage stellen 20.000 Titel zur Verfügung, darunter 2.000 Neuerscheinungen im Jahr. Trotz der Titelflut sind die Zuwächse inzwischen bescheiden geworden, wenn nicht gerade ein Bestseller wie ein neuer Harry Potter oder ein Hape Kerkeling (Ich bin dann mal weg) gelesen werden. Der Gesamtmarkt für Hörbücher legte im ersten Halbjahr 2007 noch um 8 Prozent auf 72,3 Millionen Euro zu. Das verkaufsstärkere zweite Halbjahr folgt noch, so dass auch auf das Gesamtjahr gerechnet der Umsatz von zuletzt 160 Millionen Euro im einstelligen Bereich zulegen dürfte. Der Wettbewerb ist allerdings auch hier hart. Für 8 Prozent mehr Umsatz im ersten Halbjahr mussten die Verlage 23 Prozent mehr Produkte ausliefern, weil der Durch- schnittspreis binnen eines Jahres um 12 Prozent von 15,44 Euro auf 13,60 Euro gesunken ist.
   Diese Preisentwicklung bereitet den Hörbuchverlagen zunehmend Sorge. Der sinkende Durch- schnittspreis mache es immer schwerer, anspruchsvolle Hörbücher zu produzieren, aber nur mit an- spruchsvollen Hörbüchern lasse sich der Markt ausweiten, ist der Arbeitskreis Hörbuchverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels überzeugt. Die Produktionskosten für ein Hörbuch liegen nach Angaben von Experten zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Man brauche nicht nur den Vorleser, dessen Prominenz den Absatz sehr fördert, sondern auch einen Regisseur, der den Vorleser betreut. „Der Reiz eines Hörbuchs liegt für den Hörer in der mitreißenden Präsentation der Literatur”, ist Theresia Singer von der Firma „Headroom Sound Production” überzeugt. Außerdem brauche man in den meisten Fällen auch einen Lektor, der die Buchversion an die Hörbucherfordernisse anpasst und in der Regel kürzt. Viele Krimis sind nach Angaben von Christine Härle deswegen als Hörbuch produzierbar, weil man für die Handlung unwesentliche Romanstränge weglasse, Trotz aller Bemü- hungen, das Hörbuch attraktiv zu gestalten, ist der Markt offenbar sehr begrenzt. Die Abflachung der Zuwächse bereitet den Hörbuchverlagen daher Sorge. Man wolle in einer weiteren Untersuchung erfragen, was sich die Verbraucher in den kommenden Jahren wünschen. Dabei geht es nach den Worten von Singer vor allem darum, die technischen Entwicklungen auszuloten und sich an deren Spitze zu setzen. Derzeit sei nicht absehbar, ob die Zahl der Hörer, die ihre Hörbücher über das Internet runterladen, steige und wie sich der Markt für CDs entwickeln werde. Ein Problem sei die Nutzung gebrauchter Hörbücher. Da das Hörbuch keine Eselsohren bekommt bei der Nutzung, wird es über Internetmärkte wie Ebay zu relativ hohen Preisen weiterverkauft. Während gebrauchte Bücher nur noch schwer zu verkaufen sind, kann man für gebrauchte Hörbücher noch immer den halben Preis realisieren. Aber auch diese Zweitverwertung sehen die Verlage derzeit noch positiv - als generelle Werbung für das Medium Hörbuch.
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Der Hörbuchmarkt boomt weiter - Traumziele der Verlage sind erreichbar
Das Geschäft mit dem gesprochenen Wort bleibt hart umkämpft

   Die Verkaufszahlen auf dem Hörbuchmarkt steigen weiter. Doch das Geschäft mit dem gespro- chenen Wort ist heiß umkämpft: Preisverfall, gestiegene Sprecherhonorare, illegale Downloads und das immer komplizierter werdende Lizenzgeschäft sind neue Herausforderungen für die Branche.
  „Die Umsatz-Zuwächse sind nicht mehr so exorbitant wie in vergangenen Jahren”, sagt Simone Mühlhauser vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. „Es gibt immer mehr Verlage und immer mehr Titel”. 500 Hörbuchverlage mit insgesamt rund 16.000 Titeln buhlen zurzeit um Käufer. Auf der Leipziger Buchmesse gehörten Hörspiele, Lesungen und O-Ton-Reportagen schon zum achten Mal zu den Schwerpunkten. „Leipzig hat sich als der wichtigste Standort für das deutschsprachige Hörbuch fest etabliert”, sagt Buchmesse-Direktor Oliver Zille. Unter dem Motto „Leipzig hört” stellen dieses Mal 120 Hörbuchverlage sowie alle ARD-Anstalten ihre Neuproduktionen vor.
   Dabei treten Schauspieler wie Rufus Beck, Dieter Mann, Christian Brückner, Corinna Kirchhoff oder Sandra Hüller ans Mikrofon. Beim Nachwuchswettbewerb „Leipziger Hörspielsommer” werden die New- comer der Szene gekürt.
   „Der Kampf auf dem Markt ist enorm”, sagt Barbara Widmann vom Patmos Verlag (Düsseldorf). Viele Verlage, die bisher Lizenzen verkauften, haben eigene Labels gegründet - wie der Schweizer Diogenes Verlag. Dabei sind die Zuwachsraten vorzeigbar. „Der Hörbuchmarkt wächst weiter, wir sind das einzige wachsende Segment auf dem Buchmarkt überhaupt”, sagt die Geschäftsführerin des Branchenführers Der Hörverlag (München), Claudia Baumhöver.
   Der Anteil der Hörbücher am gesamten Buchmarkt lag im Jahr 2006 bei 4,2 Prozent. Ein Markt- anteil von 10 Prozent wie etwa in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Skandinavien wäre nach den Worten von Baumhöver das Traumziel. „Realistisch sind sechs bis acht Prozent in den nächsten fünf bis sechs Jahren.” Schwierigkeiten bereite den Verlagen der Preisverfall bei den Hör- büchern, die zum Teil schon für unter fünf Euro zu bekommen sind. Daneben bringen immer mehr Verlage in Kooperation mit Zeitschriften und Zeitungen preiswerte Editionen heraus, die bei den Käufern sehr gut ankommen.
   „Hörbücher sind nicht preisgebunden, zugleich wird ihre Produktion immer teurer”, sagt Baumhöver. Für die Umsetzung aktueller Titel ebenso wie Klassiker benötigen die Verlage hochkarätige Sprecher, aber auch versierte Regisseure, Dramaturgen, Komponisten und modernste Studio-Technik.
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Hörturm.xx       Hörbücher im Internet

 www.vorleser.net sticht deutlich aus dem Massenangebot hervor

  Der Hörbuchmarkt boomt, seit Jahren steigt die Zahl der Fans gesprochener Literatur scheinbar grenzenlos. Auch im Internet ist das Angebot an Hörbüchern mittlerweile ziemlich unüberschaubar.
   Da gibt es Seiten wie hoerbuch.de oder lauschgut.de, die ein sehr großes Angebot haben, deren Hörbücher allerdings nicht viel günstiger als in der Buchhandlung sind. Seiten wie jokers.de bieten immer mal wieder ziemlich preiswerte Sonderposten an, haben jedoch ein eher kleines Angebot. Wiederum andere verstehen sich als Informationsplattform zum Thema, etwa hoerbuch-blog.de, die Archivseite hoergold.de oder das zwar visuell überfrachtete, aber inhaltlich tief gehende und gelungene hoerothek.de. Hier gibt es neben Rezensionen und Geschichten über Produktionspannen auch ein Forum. Interessant ist die Idee von hitflip.de. Auf der Seite können nach eBay-Vorbild Hörbücher getauscht werden. Je nach Qualität der Ware werden Punkte verteilt, mit denen man wiederum andere Hörbücher erstehen kann.
   Eine Downloadplattform sticht allerdings deutlich aus dem Massenangebot hervor, eine Hörbuch- sammlung, die Fans ihrer Favoritenleiste hinzufügen sollten. Auf vorleser.net stehen hunderte digitaler Hörbücher mit Literatur aller Genres und Epochen zum Download bereit. Kostenlos, ohne jegliche Verpflichtung und dabei noch legal. Das bietet in dieser Dimension sonst keine andere Hör- buchplattform. Die MP3-Dateien in CD-Qualität sind professionelle Aufnahmen mit bis zu einer Stunde Länge, der Download funktioniert im Test problemlos. Gelesen werden die Hörbücher von über zwanzig namhaften Sprechern, darunter Schauspieler wie Claus Boysen und Annabelle Krieg.
   Über 60 Autoren und ihre Werke sind mittlerweile vertreten. Zwar nicht bestseller oder Kurioses. Dafür aber Kurzgeschichten von Wilhelm Busch, Kafka oder Tucholsky, Gedichte von Goethe über Ringelnatz bis Rilke, Märchen der Gebrüder Grimm, Auszüge aus Winnetou sowie Erzählungen aus der Bibel.
   Ergänzt wird die Hörbuch-Plattform durch Download-Specials, etwa zum 150. Geburtstag von Heinrich Heine. Ein Newsletter informiert über alle neuen Downloads zum Nulltarif.
   vorleser.net präsentiert sich übersichtlich. Per Klick können alle Autoren und Sprecher auf einen Blick aufgerufen werden. Jeder Autor wird in einem Kurzporträt vorgestellt. Eine Extrarubrik erklärt sehr verständlich den Weg zum Download. Zu jedem Stück lassen sich außerdem der Text zum Mitlesen sowie Informationen zum Sprecher aufrufen.
   Produziert werden die Hörbücher in einem Tonstudio des Betreibers der Plattform, der Firma Pho- netics Group. Gründer und Eigentümer Johannes M. Ackner initiierte die Plattform vor zwei Jahren und kann jetzt auf 300.000 Besucher monatlich verweisen. Der Journalist ist selbst ausgebildeter Sprecher, seine Plattform finanziert sich durch Werbe- einnahmen  und den zusätzlichen Verkauf der MP3-Hörbücher auf CD.
S.SchuppeNOZ060603

audiobook        mp3-Zapfsäule in Frankfurt

  In Frankfurt ist eine „mp3-Zapfsäule” zu sehen. Die funktioniert so: In der Säule sind 1.000 Hörbücher gespeichert; Interessierte können sich einen Titel nach Wahl herunterladen und per Kredit- karte bezahlen. Stehen sollen solche Säulen in Buchhandlungen, und sie sind vor allem für junge Käufer gedacht. So könnten, spekulieren die Entwickler der Säule, junge Leute in die Buch- handlungen gelockt werden; davon könnte auch der Buchhandel profitieren. MartinaSulnerHAZ051022  
Über diese Säulen kann man z.B. für je 9,90 Hörbücher downloaden wie diese:

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    Die Regel des Heiligen Benedikt beginnt mit dem Wort “Höre!”. Dies ist zum Einen ein Hinweis darauf, dass der Glaube grundsätzlich vom Hören kommt, zum Anderen ist aber die Regel vor allem zu hören und nicht nur zu lesen. Mehr: www.soforthoeren.de

Buy-o-mat-xx

An der gelben Zapfsäule Hörbücher tanken

 Das Hörbuch, diese kleine, aber feine Wachstumsbranche, bleibt der große Hoffnungsträger im deutschen Buchmarkt: Im laufenden Jahr hat die Branche ihren Umsatz um 20 Prozent erhöht; „Hören ergänzt in unserer mobilen Gesellschaft das Lesen immer stärker”, sagt Marc Sieper, Mitglied des Arbeitskreises Hörbuchverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
 Jetzt sucht sich die Branche, die vier Prozent am Gesamtvolumen des Buchmarkts ausmacht, neue Vertriebswege. Das werde auch an der Fülle von Download-Portalen im Internet sichtbar, die in diesem Jahr ans Netz gegangen seien, so Sieper. „Sprit sparen und Spirit tanken” - auf diesen ein- fachen Slogan bringt Harald Rieck, Inhaber des Internet-Portals „soforthoeren.de” und Verleger, seine neue Hörbuch-Vertriebsidee: eine MP-3-Tankstelle, an der sich der Nutzer kostenpflichtig Hörbücher herunterladen kann.
  Den gelben Prototypen im Retro-Design präsentiert er in Frankfurt auf der Buchmesse. Eine Aus- wahl an 1.000 verschiedenen Titeln soll die Zapfsäule vorhalten. Innerhalb von zwei Minuten könne sich der Kunde ein komplettes Hörbuch auf seinen MP-3-Player speichern, sagt Rieck. Vorteil gegen- über der CD: größere Speicherkapazität, Platz für mehrere Produktionen und ein leichter Stick statt CD-Sammlung. Ohne Zweifel, die Entwicklung zum Download-Markt hat längst eingesetzt - nahezu am klassischen Buchhandel vorbei. Ein fataler Fehler meint Rieck und sieht mit der Aufstellung seiner Zapfsäule in Buchläden auch eine Möglichkeit für den Buchhändler, in das Geschäft einzusteigen. 25 Prozent der Hörbuchverlage in Deutschland  beteiligen sich  bereits an Download- Portalen, rechneten die Experten vor. Knapp die Hälfte plant, die Hörbücher über eine Download-Plattform anzubieten. Junge Hörer und Spontankäufer sind die Zielgruppe. Die Angebotspalette ist so umfangreich, dass bereits eine Spezialisierung einsetzt: Der Terzio-Verlag bietet demnächst mit „hoerbie.de” online ein Download-Portal, das sich nur mit Kinder- und Jugendtiteln beschäftigt. Und unter „target=newwindowdiadopo.de” sollen sich Nachwuchsautoren wiederfinden. Dass der Buchhandel diesen Trend zu verschlafen droht, die Gefahr sieht Buchhändler Johannes Schmitt. Jetzt will er deshalb gemeinsam mit dem Hersteller den ersten „Buy-o-mat“ siehe Foto oben in seinem Ladenschaufenster in Darmstadt testen. Das Konzept: Hörbücher kaufen soll so einfach werden wie Zigaretten ziehen. Diese gesündere Alternative besteht aus einem gut zwei Meter hohen Automaten, bestückt mit 800 Hörbüchern und DVDs, der einen 24-Stunden-Verkaufsservice bietet. Denkbare weitere Einsatzorte: Flughäfen, Tankstellen oder Bahnhöfe. Horst Schaffitzel-Wüstkamp von der Frankfurter Hersteller-Firma HNTV bescheinigt dem Hörbuch „eine ähnlich dynamische Entwicklung wie seinerzeit die DVD”. Schmitt gibt sich visionär: „Irgendwann wird es Automaten-Shops geben, in denen von Büchern, Spielen, DVDs bis zu Hörbüchern alles erhältlich ist - 24-Stunden am Tag.” 
ElkeSchröderNOZddp051021

Die Hörzeitschrift die „Zeit” jetzt im Daisy-Format

   Seit über 40 Jahren wird in der Westdeutschen-Hörbücherei in Münster wöchentlich die „Zeit” auf Hör-Kassette produziert. Ab sofort kann diese Wochenzeitschrift im Daisy-Format bezogen werden. Nähere Auskunft WBH Münster, Telefon: 0251 - 71 99 01

Die „Welt” als Blindenzeitung

  Blinde und stark sehbehinderte Menschen können das Sportmagazin „Kicker”, die Tageszeitung „Die Welt” und die Wochenzeitung „Welt am Sonntag” auf elektronischem Weg als Zeitung bekommen. Damit erweitert die Stiftung Blindenanstalt (SBA) in Frankfurt ihre Palette auf 13 Publikationen. Die Stiftung erhält nach Redaktionsschluss die Daten der aktuellen Ausgaben. Die Sehgeschädigten zahlen denselben Abonnementpreis wie die übrigen Kunden.
Internet: www.stiftung-blindenanstalt.de.
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Für alle, die Hörbücher kaufen wollen!  www.hoerothek.de
   Hallo! Das vielfältigste redaktionelle Hörbuchmagazin im deutschen Internet ist die „Hoerothek” – nirgendwo gibt es so viele Infos rund ums Hörbuch wie hier, zum Beispiel den bekanntesten deutschen Hörbuch-Newsletter, Hintergrundberichte, Interviews und vieles mehr. Viel Spass beim Stöbern in der Hörbuchwelt! Jetzt freigeschaltet: 100 MP3- Hörbücher von 20 Verlagen downloaden
Download-Umfrage: Mitmachen und tolle Hörbuchpakete gewinnen
BuchTV-Special: Hörbuch-Neuheiten – in Bild und Ton
Die 50 Lieblingsbücher der Deutschen: “Der Herr der Ringe” auf Platz 1, Special: “Otherland”, das aufwendigste Hörspiel aller Zeiten
   Für Studienarbeit: Umfrage unter Hörbuch-Hörern. Mehr Hörbuch-News alle 14 Tage per eMail – gratis per Newsletter. 
   www.hoerothek.de: Hörbücher sind zwar gefragt, doch meist auch recht kostspielig. Wer einen Überblick über das Angebot der vielen Datenbanken, Online-Shops und Downloadportale bekommen möchte, ist auf dieser Webseite richtig. Wirft man einen Blick auf die lange Linkliste, entdeckt man unter anderem eine Homepage,  auf der alte DDR- Hörspiele noch zum Kauf angeboten werden, oder bekommt Einblick in die Datenbanken der Rundfunkanstalten.

Hörbücher sind gefragt
   Vor allem wenn der Autor selbst aus seinem Werk vorliest. Zahlreiche Portale im Internet haben auf den Trend reagiert: Sie bieten Hörbücher als komprimierte Multimediadateien für den direkten Download auf den Computer oder tragbare Player an.
Eine Auswahl
www.audible.de: Der kommerzielle Anbieter von Hörbüchern und Hörspielen war in den USA so er- folgreich, dass das Unternehmen seit wenigen Monaten nun auch in Deutschland MP3’s zum Down- load anbietet. Nutzer des mehr als 5.000 deutsche und englische Hörbücher umfassenden Angebots schwärmen vor allem von der leichten Menüführung und der Auswahl: Die meisten Werke gibt es in ungekürzter Fassung. Für häufige Nutzer bietet Audible.de außerdem Abonnements an. Radio- beiträge oder Zeitungsartikel gibt es teilweise sogar kostenlos.
www.soforthoeren.de: Anekdoten in Altacher Mundart oder schwäbischer Humor? Oder doch lieber den neuesten Roman von Henning Mankell herunterladen? Mit der Schnellsuche des kommerziellen Anbieters, der ähnlich wie der Online-Buchhändler Amazon.de zu handhaben ist, lassen sich auch ausgefallene Hörbücher finden. Der Kauf ist schnell und unkompliziert - und vorher gibt es eine kostenlose Hörprobe.
www.vorleser.net: Das für den Grimme Online Award nominierte Portal ist aus einer privaten Initia- tive eines Leipziger MDR-Redakteurs entstanden. Im Programm der kostenlosen Seite sind vor allem klassische Literaten wie Rainer Maria Rilke, Franz Kafka und Johann Wolfgang von Goethe. Dazu gibt es Märchen und Auszüge aus der Bibel. Ein Besuch der Webseite lohnt sich in jedem Fall: Die Sprecher sind Profis, die sonst beim Hörfunk oder beim Fernsehen arbeiten.
www.hoerbarradio.de: Das Programm ist bescheiden: HörBarRadio ist noch nicht an jedem Tag auf Sendung. Wer sich allerdings auf die Sendezeiten einstellen mag, kann über einen Livestream ganz unkompliziert den unterhaltsamen Sendungen lauschen. Die nostalgisch gestaltete Webseite er- möglicht eine gute Übersicht. Zurzeit im Programm der Sendereihen „Furchtbar” und „Fühlbar” sind die Sherlock-Holmes-Geschichten „Der Fall Milverton”, „Der Vampir von Sussex” und Geschichten für einen Frauenabend. 
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   Hörbücher sind der Renner. Allein der vertonte „Harry Potter 5” verkaufte sich 1,7 Millionen Mal! Ungefähr 3.000 Hörbuch-Titel gibt es auf deutsch. Und immerhin 865 Rezensionen finden Sie auf dieser Seite. Ihre Lektüre kann manche Enttäuschung ersparen, denn Hörbücher sind teuer. Sinn für die Hörerwünsche wird beim Inhalts- verzeichnis bewiesen: Es listet die Hörbücher auch nach Sprechern, Themen und Preisen auf. Im Prinzip gut: 339 Hörproben für die auf vielen Computern vorhandenen Abspielprogramme „Windows Media Player” und „Real Audio Player”. Leider erzeugt der Klick auf solch einen Verweis oft eine „Nicht-gefunden”-Fehlermeldung.    ml/CB2104
Testergebnisse im Computerbild im Überblick:
Informationswert:
  * 865 Rezensionen von Hörbüchern (keine Klappentexte)
  * viele Hörspielproben
  * Infos zu Sprechern, Verlagen und der Geschichte von Hörbüchern
  * Hörbuch-Liste nach verschiedenen Kriterien (Sprecher, Thema, Titel, Autor, Preis) sortiert.
  * Sehr gute Suchfunktion und einfache Bedienung. 

Burda sucht preiswerte Bücher. Amerikanische Suchmaschine startet in Deutschland

   Der nach eigenen Angaben weltweit größte Preisvergleich für Bücher ist jetzt auch in Deutsch- land aktiv. Jetzt wurde die Internet-Suchmaschine www.just-books.de mit physischem Sitz in Düsseldorf eröffnet. In ihr kann man nach Angaben von Mitinhaber Giovanni Soltoggio die Preise für mehr als 100 Millionen aktueller, gebrauchter und antiquarischer Bücher mit Versandkosten vergleichen. Just-books bietet die Bücher nicht selbst an, sondern sucht nach dem gewünschten Buch unter seinen Partnern. Die Suchmaschine habe heute schon Zugriff auf alle großen Versandbuchhändler wie Amazon, Abebooks, Thalia, Jokers, www.buch.de www.bol.de, ZVAB (Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher) oder ILAG, die Internationale Liga antiquarischer Bücher.
   Justbooks gehört zur kalifornischen Firma www.bookfinder.com, die 1997 von dem damals 19 Jahre alten Anirvan Chatterjee gegründet worden ist. Chatterjee ist auch heute noch der Geschäftsführer. Seine Anteile hat er jedoch 2005 an das kanadische Antiquariat Abebooks Inc. verkauft, das wiederum zur deutschen Hubert Burda Media-Gruppe gehört. Weil Justbooks auf Werbung verzichtet, ist die einzige Einnahmequelle eine Umsatzbeteiligung, wenn die angeschlossenen Buchhändler über Justbooks ein Buch verkaufen. 
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Eismann-Katalog als Daisy-CD

   Der Tiefkühlservice Eismann hat seinen Produktkatalog jetzt auch als Daisy-CD herausgebracht. Akustische Kataloge als Audio-CD sind in dieser Branche seit längerem zu haben; das Daisy-System erlaubt nun schnellere Übersicht und gezielteren Vergleich einzelner Angebote. Auskunft gibt Alexandra Dörner, Telefon: 02104 – 21 95 40, eMail: alexandra.doerner@eismann.de.

Englisch für Einsteiger im Daisy-Format

  Lieferbar ist der in Kooperation zwischen der DZB und dem Breuer & Wardin Verlagskontor:
www.verlagskontor.com entstandene erste Fremdsprachlernkurs „Englisch für Einsteiger” von Vera F. Birkenbihl im DAISY-Format (BNV 5056).
   Es handelt sich dabei um einen rein auditiven Sprachlernkurs nach der „Birkenbihl-Methode”, die beim Erlernen von Fremdsprachen auf Schriftliches verzichtet und das Erlernen von Vokabeln und Grammatikregeln durch Hören ersetzt. 60 bis 80 Prozent Zeitersparnis gegenüber herkömmlichen Sprachlehrgängen sind so erreichbar. „Rein auditiv” bedeutet zwar, dass zum Absolvieren dieses Kurses keinerlei schriftliche Materialien oder Ausarbeitungen benötigt werden, die verwendeten Texte sind dennoch als pdf-Daten auf der CD vorhanden. Gegen Aufpreis zusätzlich zur CD können diese Daten auch gedruckt in Braille- und Großschrift in der DZB, Tel.: 0341 - 711 31 20, bestellt werden.

25 Jahre „Das Wartezimmer”

  Eine medizinische Erfolgsgeschichte „Das Wartezimmer” erscheint im Februar zum 300. Mal. Seit 25 Jahren melden sich Dr. Detlef und Dr. Frohmut Friedebold mit kräftigen Herztönen, dem Erkennungs- signal ihres Hörmagazins. In ungezählten Beiträgen hat das Arztehepaar seitdem über Krankheiten und Gesund-Bleiben informiert, hat Zeitschriftenartikel vorgelesen, Fachvorträge mitgeschnitten, Interviews geführt und Autoren gewonnen. Ihr populäres Thema fand Nachahmer, doch das Original blieb unerreicht in Inhalt und Form und immer auf dem aktuellen Stand der medizinischen Entwicklung. Eine aktuelle Ausgabe (als Daisy-CD oder Kassette) kann zum Kennenlernen ausgeliehen werden bei ATZ e.V., Hörmedien für Sehbehinderte und Blinde, Postfach 1421, 37594 Holzminden, Telefon 05531 - 71 53, eMail: atz@blindenzeitung.de

Zentralkatalog aller Hörbücher im Internet

   Unter der Adresse: www.medibus.info finden Sie in der Auswahl “Online-Katalog” den Zentral- katalog aller Hörbücher im Internet. Der Katalog ist von jedermann einzusehen.

Medibus schreibt DAISY-Erfolgsgeschichte

   DAISY geht uns leicht über die Lippen. Wie gut, dass wir nicht jedes Mal Digital Accessbible Informationssystem zu sagen brauchen, wenn wir Bücher und Zeitschriften meinen, in denen wir blättern und herumschmökern können und sogar finden, was wir suchen. Wir haben die Vision, dass eines hoffentlich nicht zu fernen Tages alle Hörbücher DAISY-Bücher sein werden und auch handel- sübliche Player, iPods und sogar Handys über den DAISY-Standard verfügen. DAISY kann noch mehr. Bücher und Zeitschriften werden bald schnell und barrierefrei in der von den Nutzern benötigten Form, als Hörbuch, in Braille, in Großdruck, mit Bildern und in Kombination dieser Ausgabeformen, zugänglich sein. Ja, DAISY zieht Kreise, und weil das alles irgendwie noch geheimnisvoll ist, zieht DAISY Nutzer, Produzenten von Hörbüchern, Geräteanbieter, Wissenschaftler, Interes- senvertreter und Politiker an. Beim DAISY-Day in der DZB zu Leipzig waren sie alle da und be- stärkten einander unter dem Dach von Medibus, die Erfolgsstory von DAISY fortzuschreiben. Der Staatssekretär aus dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, zu dessen Geschäftsbereich der Staatsbetrieb Deutsche Zentralbücherei für Blinde gehört, und der Vizepräsident des Medienrates der Sächsischen Landes- anstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), bekundeten ihr Interesse. Gefördert von der SLM gibt die DZB wöchentlich die Programmzeitschriften DAISY-TV und DAISY-Radio heraus. Die Zeitschriften bringen auf je einer DAISY-CD Woche für Woche 32 Fernsehprogramme und 30 Radio- programme ins Haus.  Allein  DAISY-TV  hat  eine Spieldauer von 60 Stunden. In Braille würde sie ca. 1.800 Seiten umfassen. 60 Stunden Text auf einer Scheibe und in wenigen Tagen produziert, wäre ohne DAISY unmöglich. Die Sprecher, Sara und Klaus, existieren nicht wirklich. Es sind synthetisch erzeugte Stimmen. Sie kommen so natürlich „rüber”, dass man schon genau hinhören muss, um zu merken, dass sie aus der virtuellen Welt stammen. 72,80 Euro kostet DAISY-TV jährlich und 52 Euro DAISY-Radio. Im Paket kosten beide nur 91 Euro jährlich oder 1,75 Euro pro Ausgabe. Wo gibt es das noch? Bestellen kann man unter verlag@dzb.de oder telefonisch unter 0341 - 71 13 - 0.
   DAISY ist kein oberflächliches Wesen. Lesen lässt sie sich nur von Victor, Plextal und PC’s. Dem- nächst wird sie sich auch sehen lassen, XML-basiert in der Version 3.0. Was das bedeutet? XML macht es möglich, Dateien fast wie von selbst in unterschiedliche Ausgabeformate zu konvertieren. In synthetische Sprache, Braille und Großdruck. Dann wird aus dem Traum „das gleiche Buch zur gleichen Zeit für jedermann verfügbar” Wirklichkeit. Die Fachleute nennen das Multi-Channel- Publishing.
   Im Internet ist DAISY der Durchbruch noch nicht geglückt und auch nicht bei kommerziell gehandelten Hörbüchern. Es bleibt zu hoffen, dass diejenigen, die über die technische Gestaltung von Abspielgeräten entscheiden, ihr nicht mehr all zu lang widerstehen werden. Immerhin stellte eine Studentin bereits ein Handy des Standards Smartphone vor, auf dem ein DAISY-Buch zu hören war. „DAISY für alle” ist wohl noch eine Vision. In den Hörbüchereien des deutschen Sprachraums, die unter dem Dach von Medibus daran arbeiten, aus Zielen und Visionen Lösungen zu machen, hat DAISY Zukunft. Noch in diesem Jahr soll nach den Vorstellungen des Medibus-Vorstandes von der Mitgliederversammlung der Ausstieg aus der Kassettenausleihe zum 1. Januar 2010 beschlossen werden. Bis dahin werden ca. 30.000 Buchtitel im DAISY-Format verfügbar sein. Welche Bücher aus dem Altbestand dann noch daisyfiziert werden sollen, muss geprüft werden.
      Die Medibus-Büchereien wissen, dass die Zeit drängt. Sie verstärken ihre Zusammenarbeit, um die erklärten Ziele - Vereinheitlichung der Produktionsverfahren, schneller Zugriff für jeden Nutzer auf den gesamten Bestand und die Bereitstellung von DAISY-Büchem in mehreren Formaten - zügig zu erfüllen. DAISY ist auf Erfolgskurs und nicht mehr aufzuhalten. Mit dieser Überzeugung, einem Kick für die Arbeit vor Ort und DAISY im Kopf und im Herzen endete der DAISY-Day in der DZB.
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Medibus steckt neue Aufgaben ab

 Die in der Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen (Medibus) zusammengeschlos- senen Blindenhörbüchereien und Punktschriftbibliotheken erarbeiten derzeit einen Leitfaden zur einheitlichen DAISY-Buchproduktion in Deutschland. DAISY (Digital Accessible Information System) ist der von den Blindenbüchereien der Welt gemeinsam entwickelte und angewendete Standard für digitale Hör- und Textbücher, in dem international bereits über 200.000 Werke übertragen worden sind. In Deutschland werden -nach Beschluss der Medibus-Mitgliederversammlung vom September diesen Jahres - bis 2010 30.000 DAISY-Bücher den Anwendern zur Verfügung stehen. Gleichzeitig endet zu diesem Termin der Verleih von Hörbüchern auf Kompaktkassetten, für die keine Kopiertechnik mehr vorhanden ist. Schon heute sind fast 20.000 der praktischen und einfach zu handhabenden CDs im DAISY-Format ausleihbar und können auf speziell für die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen gestalteten Abspielgeräten wie PTN1 oder Victor Reader Classic genutzt werden.
Zahlreiche Gründe wie
-  die zu begrüßende Vielfalt an Wiedergabetechnik,
-  der verstärkte Buchaustausch der Bibliotheken,
-  die geplante Erweiterung der Buchproduktion,
-  die im Zentralkatalog www.medibus.info erweiterten Recherchemöglichkeiten der Anwender,
-  die Vorbereitung einer in den folgenden Jahren umzusetzenden Online-Ausleihe sowie
-  der sich international in Entwicklung befindliche neue DAISY-Standard V. 3
bringen es mit sich, die DAISY-Buchgestaltung und -Produktion stärker als bisher zu koordinieren. Zukünftig werden DAISY-Büchervon den Blindenhörbüchereien in einheitlicher Struktur und Ge- staltung produziert und zur kostenfreien Ausleihe an blinde und sehbehinderte Menschen gebracht. Auf Workshops in Hamburg und Leipzig verständigten sich Techniker, Bibliothekare und Leiter der Hörbüchereien auf Einzelheiten der zukünftigen DAISY-Buchübertragung. Ein detaillierter Leitfaden wird momentan ausgearbeitet.
   Gleichzeitig legten die Medibus-Bibliotheken fest, dass in Deutschland DAISY-Bücher ausschließ- lich auf CD-ROM verliehen werden und verstärkt an der Entwicklung von Verfahren zur Online- Verbreitung von Inhalten gearbeitet wird. Der Verleih und Versand von Speicherkarten ist in den deutschen Blindenhörbüchereien nicht vorgesehen. Mit Abspielgeräten wie dem Milestone und Victor Reader Stream können DAISY-Bücher auf Speicherkarten wiedergegeben werden. Medibus stellt dazu klar, dass die private Kopie einer CD im DAISY-Format auf eine Speicherkarte zulässig ist, wenn die Karte nach Ablauf der Leihfrist gelöscht  und die CD an die Bibliothek zurückgeschickt wird. In Ergänzung zu den angebotenen Hörbüchern auf CD-ROM wird Medibus gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels an den rechtlichen und technischen Voraussetzungen arbeiten, Hör- und Textinhalte zeitnah und in größerem Maße online für blinde und sehbehinderte Personen verfügbar zu machen.                         
Elke Dittmer & Dr. Thomas Kahlisch (Vorsitzende und Stellvertreter Medibus)
Kontaktadresse: Elke Dittmer (Vorsitzende),
Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen e.V.,
Herbert-Weichmann-Str. 44-46, 22085 Hamburg,
Tel.: 040 - 227 28 60, Fax: 040 - 22 72 86 20,
Homepage: www.medibus.info eMail: dittmer@blindenbuecherei.de

Daisy-Bücher

   Seit Gründung bemüht sich das DAISY Consortium, der weltweite Verein aller Blindenbibliotheken, das Interesse von Firmen für den DAISY-Standard zu wecken, um die Verbreitung dieser Technologie zu fördern. DAISY ist das beste Format, um Informationen jeder Art strukturiert und für alle Menschen zugänglich zu publizieren. DAISY Bücher können strukturierte Textbücher und / oder Hörbücher sein und ermög- lichen das gezielte Navigieren von Überschrift zu Überschrift und vieles mehr. Menschen, die auf Grund einer Behinderung Gedrucktes nicht lesen können, haben durch die DAISY-Bücher einen deutlich verbesserten Zugang zu Informationen und Literatur.
   Die Firma Microsoft hat sich nun entschlossen, ein Programm zu entwickeln, das die Text- verarbeitung Word um die Funktion „Speichern als DAISY” erweitert. Ein in Word geschriebener Text, in dem Überschriften und andere Strukturelemente markiert worden sind, wird mit der Funktion „Speichern als DAISY in einen DAISY XML Datensatz konver- tiert. Diese Dateien sind Grundlage einer anschließenden Weiterbearbeitung durch Aufsprache des Textes mit einer menschlichen Stimme oder durch Nutzung synthetischer Sprachsysteme. Dieses Zusatzprogramm kann 2008 kostenlos herunter geladen werden. Darüber hinaus macht Microsoft im Rahmen einer Open Source Lizenzierung den Quellcode öffentlich, so dass auch andere Entwickler darauf basierend Programme dieser Art erstellen können. Das weltweit am meisten genutzte Textverarbeitungsprogramm Word wird durch die Erweite- rung um die Funktion „Speichern als DAISY” die Verbreitung des DAISY-Formats erheblich fördern.
   Zur weiteren Lektüre sei außerdem der Newsletter des DAISY-Consortiums   empfohlen:
   www.daisy.org/news/newsletters/planet-2007-11.shtml. Elke Dittmer (Geschäftsführerin)
   Stiftung Centralbibliothek für Blinde Norddeutsche Blindenhörbücherei e. V.
   Herbert-Weichmann-Str. 44-46 22085 Hamburg
   Tel.: 040 - 22 72 86 12 (Durchwahl) Fax: 040 - 22 72 86 20
Homepage: www.blindenbuecherei.de eMail: dittmer@blindenbuecherei.de

 

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