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Zum 150jährigen Jubiläum der Marienerscheinungen in Lourdes feiert die Waldbühne Ahmsen im Emsland dieses Ereignis: L o u r d e s .
In Zusammenarbeit mit dem Blindenkreis Osnabrück hat der St.Hedwigs-Kreis diese Vorstellung in Ahmsen besucht. Die aktuellen Fotos der Lourdes-Vorstellung finden Sie hier. Die Fotos von unserem Besuch der “Jedermann”-Aufführung stehen unter: Region Osnabrück, weitere berichte über die Waldbühne Ahmsen bringen wir unter: Ahmsen II.

Bischof Franz Josef Bode eröffnet die Festspiele
30.000 Besucher dieser Saison 















 
 
 
 
 

Ein Bericht aus Lourdes: die Grotte von Massabiel - Lebendiger Kraftquell Die geistliche Ausstrahlung des französischen Wallfahrtsortes beeindruckt zahllose Pilger.
Kerzen. Tausende brennende Kerzen. Symbole für das Licht des Glaubens, den Auferstandenen. Glockenschlag Neun setzt sich allabendlich die Lichterprozession in Bewegung, abschließender Höhepunkt eines jeden Tages in Lourdes. Alte, Junge, Gesunde, Kranke, Rollstuhlfahrer, Gruppen mit den Flaggen ihrer Länder. Gemeinsam bilden sie eine flammende Kette, die sich von der Erschei- nungsgrotte über die Straßen des weitläufigen Heiligtumbezirks spannt. Andächtig, betend, singend. An der Spitze ziehen Träger voran, einer mit einem Kreuz, vier andere mit dem blumenge- schmückten Aufbau eines Marienbildnisses auf den Schultern. Die Kerzen der Glaubigen stecken in papiernen Haltern, die mit dem „Ave Maria” bedruckt sind, dem „Credo”. Über Lautsprecher erklingen Gesänge und geistliche Impulse zu den lichtreichen Geheimnissen. „Jesus lebt”, heißt es auch auf Deutsch, eine von vielen Sprachen, die in Lourdes allgegenwärtig sind. Fleißige Helfer lotsen den Pilgerstrom in weiten Schleifen vor die Rosenkranzbasilika. Letzte bewegende Anblicke bis zum Ende der Prozession. Dann löst sich das Lichtermeer auf. Erscheinungen und jubiläumsjahr Lourdes, ins Grün der Vorpyrenäen gebettet, wäre ohne Bernadette Soubirous ein blasser Fleck auf der Landkarte geblieben. Im Laufe des Jahres 1858 indes erlebte die einfache Müllerstochter an der Grotte von Massabielle achtzehn Marienvisionen. „Ich sah eine weiß gekleidete Dame”, sagte Bernadette über die erste Erscheinung am 11. Februar, „sie trug ein weißes Kleid und einen weißen Schleier” Bei der neunten Erscheinung, bei der bereits mehrere hundert Personen zugegen waren, wies die für alle anderen unsichtbare Dame sie an, zur Quelle zu gehen und daraus zu trinken. Mit bloßen Händen sah man Bernadette im Boden wühlen: „Ich fand nur ein wenig schlammiges Wasser. Erst beim vierten Versuch konnte ich davon trinken.” Hier liegt der Urgrund der berühmten Quelle von Lourdes, die in der Grotte entspringt und bis heute viele Erkrankte in der Hoffnung auf Heilung anlockt. Erst bei der drittletzten Erscheinung gab sich die Unbekannte der damals vierzehnjährigen Bernadette zu erkennen: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.” Nach Zweifeln am Geisteszustand des Mädchens und den unergründlichen Vorgängen erkannte die Kirche die Visionen der jungen Seherin 1862 offiziell an und ebnete den Weg zu einer der weltweit bedeutendsten Pilgerstätten. Heute übertrifft die Zahl der Gästebetten jene der Bewohner von Lourdes um mehr als das Doppelte. Es gibt 35.000 Übernachtungsplätze, verteilt auf weit über 200 Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte und kirchliche Institutionen samt Jugenddorf. „Im Schnitt kommen jährlich sechs Millionen Besucher”, weiß Christelle Letard vom örtlichen Fremdenverkehrsamt und setzt die Prognose für das laufende Jubiläumsjahr „150 Jahre Erscheinungen” hinzu: „Es dürften gewiss acht Millionen werden.” Der bekannteste Gast wird vom 13. bis 15. September 2008 nach Lourdes kommen: Papst Benedikt XVI. Über das Wallfahrtsziel hat er einmal gesagt: „Die Anwesenheit in Lourdes vieler kranker Pilger und freiwilliger Helfer, die sie begleiten, hilft, über die mütterliche und zärtliche Fürsorge nachzudenken, die die allerseligste Jungfrau dem Schmerz und dem Leiden des Menschen entgegenbringt.” Unvergesslich sind auch die Worte von Papst Johannes Paul II., der Lourdes kurz vor seinem Tod besuchte und bereits von schwerem Gebrechen gezeichnet war: „Ich will Gott Dank sagen, der in seiner Güte mir erlaubt hat, mich zur Wallfahrt nach Lourdes zu begeben. Ich danke Maria für die Atmosphäre tiefer Andacht und des Gebetes bei dieser Zusammenkunft, wobei ich mich mit vielen Emotionen erinnere an die vielen Pilger, insbesondere die Kranken, die gekommen sind, um bei Maria Trost und Hoffnung zu suchen”" Tiefe Spuren, Dank und Wünsche Lourdes hinterlässt tiefe Spuren und gerät zur intensiven Begegnung, „selbst wenn manches Gebet nicht erhört worden ist oder eine Erhörung auf sich warten lässt”, so Pfarrer Frank Werner, der ge- rade von einer Wallfahrt mit einer Pilgergruppe ins nach Deutschland zurückgekehrt ist. Im Sank- tuariumsbezirk von Lourdes können Gläubige bis Ende Oktober täglich um elf Uhr an einer heiligen Messe auf Deutsch teilnehmen. Im Gebäudeblock Jean-Paul II. gibt die Kapelle Sankt Kosmas und Damian einen vergleichsweise nüchternen Rahmen ab, doch darauf kommt es nicht an. Hier singt man voller Inbrunst das „Komm und trink am Lebensquell” und das „Ave Maria von Lourdes”. „Maria, wir pilgern zum heiligen Ort”, erklingt es im Chor, „hier strahlte dein Antlitz, ertönte dein Wort.” In seiner Predigt greift Oblatenpater Uwe Bar-zen, der in Lourdes für die deutschsprachige Pilgerseel- sorge zuständig ist, gerne das Motiv vom Wasser auf. "Wasser ist ein besonderes Zeichen für Gott", sagt er, “denn Gott ist die Quelle, aus der wir schöpfen können. Daran erinnert die Quelle in Lourdes.” Und weiter: “Diese Quelle will uns sagen, wie lebensnotwendig es ist, Gott zu haben. Nicht das Wasser von Lourdes heilt die Menschen, sondern es ist Gott, Jesus, der heilt.” Gleich gegenüber dem Eingang zur Kapelle hegt ein Gästebuch aus, in das viele Menschen ihre Wünsche und Hoffnungen eintragen, ihre Bitten, ihren Dank. Ob in voller Namenslänge oder anonym. “Liebe Mutter Gottes, danke für 47 Ehejahre”, steht in zittriger Schrift auf Deutsch, “schütze unsere Kinder und Enkel und bewahre sie im Glauben und in deiner Gnade.” Ein paar Seiten weiter schreibt Alina: “Danke, Herr, für alles. Ich bitte dich derweitig um Hilfe, Schutz und Segen für meine ganze Familie, für unsere Priester und alle Freunde und Bekannte, für alle, die ich irgendwie verletzt habe. Mögen sie mir vergeben.” Edith hat ihren Eintrag auf eine Zeile reduziert: “Danke, dass ich das sehen durfte.” Die Grotte von Massabielle, hinter dem Lauf des Flusses Le Gave gelegen, formt das Herzstück des Heiligtums. Geduldig wartet man in der Schlange, zieht langsam an der Quelle vorbei, berührt die Felswand. Pfarrer Frank Werner animiert zum tiefinnersten Impuls: „Trotz des gewaltigen Pilger- stromes möge sich jeder Pilger eingeladen fühlen, an der Grotte ein persönliches Gebet zu sprechen. Im Durchschreiten der dunklen Grotte darf der Pilger das, was ihn belastet und bewegt, hinein ins Gebet und ins Gespräch mit der ,schönen Dame’, der Gottesmutter, nehmen, um gestärkt am Kerzenbaum vorbei ins Leben, den Alltag zu gehen." Die langen Bänke vor der Grotte laden zur weiteren Einkehr ein. In aller Ruhe blickt man über den Kerzenbaum hinweg zur Nische mit dem Bild- nis Mariens. Die eucharistische Prozession mit der Krankensegnung am Nachmittag, die Wannen- bäder im Wasser von Lourdes, der Weg mit den Wasserstationen auf der anderen Seite des Flusses, der bei der oberen Basilika Immaculee Conception startende Kreuzweg mit seinen monumentalen Skulpturengruppen - dies alles intensiviert die Glaubenserfahrung. Grotte, innere Einkehr und Spurensuche der Bernadette Auf Spurensuche von Bernadette verlässt man den Heiligtumsbezirk und geht über die Flussbrücke Saint-Michel. Rechts dahinter, etwas versteckt, hegt die als Museum hergerichtete Mühle Boly, das Geburtshaus der Bernadette. Hier verbrachte sie ihre ersten zehn Lebensjahre, doch die Familie geriet in wirtschaftliche Not. Arbeitslos, obdachlos. Der Abstieg in bitterste Armut endete mit der Zuflucht im Cachot, dem einstigen Stadtgefängnis in der Rue des Petits Fosses. Hinter dem Zugang öffnet sich ein kleiner Raum, ein Pferch für Eltern und Kinder Soubirous. Kärglich, schäbig, be- drückend. Ein paar Schemel stehen dort, über dem Kamin hängt ein Rosenkranz. Ab dem Cachot brach Bernadette eines Spätwintertages zur Grotte von Massabielle auf, um Holz zu sammeln. Man schrieb den 11. Februar 1858. Der Rest ist Geschichte, doch damit sind die Stationen der Ber- nadette nicht erschöpft. Die Pfarrkirche Sacre Coeur zeigt ihr Taufbecken, darüber hängen poly- chromierte Relieftafeln mit Szenen aus ihrem Leben. Bernadette mit der Familie im Cachot, bei den Erscheinungen, beim Schafehüten in Bartres. Jenes Örtchen, Bartres, liegt vier Kilometer nördlich von Lourdes und bewahrt das Angedenken Bernadettes mit dem Hof ihrer Amme Marie, zu der sie als Dreizehnjährige kurz zurückkehrte und Landarbeiten verrichtete. In und um die Bergerie, den ein- samen Schafstall, passte sie auf die Tiere auf. Zurück in Lourdes, führt der Weg ins alte Hospital mit Oratorium und kleinem Museum. Dort, bei den Ordensschwestern der Nächstenliebe von Nevers, empfing Bernadette die Kommunion und fand als junge Erwachsene Aufnahme in die Gemeinschaft. Vitrinen zeigen ihren Rosenkranz, einen Strumpf, einen Schal mit ihren Haaren, ihren Löffel, den Bettvorhang. 1866 kehrte Bernadette der Heimat den Rücken und ging ins klösterliche Mutterhaus von Nevers, wo sie nach ihrem Tod 1879 die letzte Ruhe fand. Das Elterngrab Soubirous liegt auf dem Zentralfriedhof von Lourdes, dem Cimetiere de l'Egalité. Ausflüge und Abschied Lourdes besteht nicht aus dem Heiligtum und den Stationen der Bernadette allein. Aus dem 16.000- Einwohner-Städtchen ragt die mächtige Felsenburg, hinter deren Mauern sich das volkskundliche Pyrenäen-Museum verbirgt. Lohnende Blicke schweifen über den Wallfahrtsbezirk und das Grün der Gebirgsausläufer. Ein prächtigeres Panorama verheißt der Hausberg Pic du Jer, zu dem eine Seilbahn hinaufführt. Ein kurzer Zusatzabstecher endet am Lac de Lourdes, einem Gletschersee, auf dessen glatter Fläche die Spiegelbilder von Häusern und Anglern stehen. Ausgedehntere Ausflüge haben die Schlossstadt Pau und die Pyrenäenpässe um den Pic du Midi de Bigorre zum Ziel, wo die Radprofis bei der Tour de France häufig hinaufstrampeln. Wie lange man auch immer bleiben mag - der letzte Abend gehört noch einmal der Lichter- prozession. Dann heißt es Abschied nehmen von Bernadette, den Wundern, den Geheimnissen. Was bleibt, ist der lebendige Kraftquell von Lourdes. DTAndreasDrouve080621

Waldbühne Ahmsen - Deuschlands besucherstärkstes Amateur-Freilichttheater

Die Waldbühne Heesen, seit Jahren die Top-Adresse unter den deutschen Freilichtbühnen, muss neue Briefbögen drucken lassen. „Deutschlands besucherstärkstes Amateur-Freilichttheater” hat seit diesem Sommer seinen Sitz nämlich nicht mehr in Westfalen, sondern im kleinsten Freilichtbühnendorf Ahmsen. Das hat jetzt der Verband Deutscher Freilichtbühnen in Hallenberg (Sauerland) mitgeteilt. Während die Freilichtbühnen in Nordrhein-Westfalen 2005 abermals einen Rückgang hinnehmen mussten, zogen die 18 Theater Niedersachsens mit ihren 32 Inszenierungen rund 22.000 Zuschauer mehr als im Vorjahr an. Mit 229.000 Zuschauern konnte allerdings das Top-Ergebnis des Jahres 2003 (245.000 Besucher) nicht erreicht werden. Besonders das Kindertheater erwies sich mit 150.000 Zuschauern als Renner. Die Nummer 1 in allen Belangen ist jedoch die Waldbühne Ahmsen mit 57.103 Zuschauern. Damit kam jeder fünfte der nieder- sächsischen Besucher ins Emsland. Mit deutlichem Abstand folgen die Freilichtbühne Meppen (22.223 Zuschauer), die älteste Freilichtbühne in Bad Bentheim (20.943) so wie die Freilichtbühnen Westerstede (20.605) und Lohne (19.787). Mit der Inszenierung „Michel aus Lönneberga” stellte Ahmsen auch das bestbesuchte Stück (36.910 Zuschauer). Gute Resonanz beim Kindertheater hatten auch „Max und Moritz” in Meppen (16.113) sowie das „Dschungelbuch” in Westerstede (15.785). Enttäuschend war zumeist die Resonanz beim Erwachsenen-Theater, dessen 194 Vorstellungen nur 78.800 Zuschauer anzogen. Mehr als ein Viertel davon kam allein in Ahmsen zum Schauspiel „Joseph”. Mit jeweils rund 6.000 Besuchern liegen Meppens „Show Boat” und Bentheims „Anatevka” zwar dicht beieinander, doch vor allem in Meppen gingen die Zuschauerzahlen zurück. Die beste Auslastung hatte wiederum Ahmsen (100 Prozent) Viele Kartenwünsche konnten dort nicht erfüllt werden. Lohne, Westerstede, Lilienthal, Osterwald und Wagenfeld konnten im Schnitt noch mehr als die Hälfte der Sitzplätze besetzen. So kam Ahmsen auf eine Durchschnittsbesucherzahl von 1.784 vor Meppen (794), Westerstede (644) und Lohne (599). MünsterländischeTageszeitung/hg060100
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