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Lupe & Brille

Lesen Sie unten auf dieser Seite:
- Hohe Preise machen Brillen zum Investitionsgut, statt zum Konsumgut
- Kantenfilterbrillen
- Gleitsichtbrillen
- elektronische PixelOptic-Brillengläser
Spezielle Linsen bei gleichzeitiger Kurz- und Weitsichtigkeit
- SightMate LV920 mit Sehhilfen für Sehbehinderte

aum-BrillengläserFertigung-     Mehr Durchblick

Foto: Entspiegelt: Fertigung bei Essilor in Rathenau, dem größten Hersteller von Brillengläsern

Jeder zweite Deutsche benötigt eine Sehhilfe. Es gibt 40 Millionen Brillenträger. Doch der Riesenmarkt stag- niert seit Jahren. Hohe Preise machen die Brille zum Investitions- statt zum Konsumgut. Neue Konzepte und Ideen sind gefragt.
   Noch ist es eine Vision. Aber spätestens in fünf Jahren, erwartet Josef May, dürften die ersten Brillen mit virtuellen Abbildungen und Projektionen auf der Innenseite des Glases, nur zwölf Millimeter vom Auge entfernt, da sein. In zehn Jahren, sagt der Geschäftsführer der Silhouette Deutschland GmbH und Vorsitzender des Industrie- verbandes Spectaris, dürften sie marktgängig sein. Warum soll dann nicht auf dem Glas das abgebildet sein, was auf dem Display eines Smartphones steht. Selbsttönende Brillen müssen die Durchsicht noch schneller auf die Lichtverhältnisse als bisher umstellen, was durch den verstärkten Einsatz von Nanotechnologie möglich wird.
   Das sind die Langfristperspektiven der Augenoptikindustrie, die in Deutschland jährlich immerhin 6 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Kurzfristig sind es mehr die Designthemen, die Deutschlands 40,1 Millionen Brillen- und 3,4 Millionen Kontaktlinsenträger zum Konsum anregen sollen. Brillenfassungen aus Stein, Titan, Gold, Acetat, aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus und Holz, voll wiederverwertbare Modelle oder Sonnenbrillen aus Schieferstein - an Originalität soll es nicht mangeln, wenn es darum geht, einen seit vielen Jahren stagnierenden Markt in Bewegung zu bringen. Solche Novitätenwerden auf der Opti in München, der internationalen Messe für Optik und Design, präsentiert.
   Trotz stagnierender Absatzzahlen verzeichnen die Hersteller von Fassungen und Gläsern sowie die Augen- optiker auf der Handelsseite moderate Wachstumsraten im Umsatz. Das liegt an den Preiserhöhungen, die immer noch durchgesetzt werden können. So rechnet Spectaris-Chef und Unternehmer May für 2013 etwa mit einem Umsatzzuwachs auf der Industrieseite von etwa 3 bis 4 Prozent.
   Was auf den ersten Blick eher statisch aussieht, entwickelt sich zu einem äußerst lebendigen Kosmos mit um- fangreichen Veränderungen innerhalb der Branche. Die Industrie ist mittelständisch geprägt. Silhouette aus Ludwigsburg gehört als Hersteller von Fassungen mit 140 Millionen Euro Umsatz und 1.300 Beschäftigten nach Angaben von May zu den fünf größten Anbietern auf der Welt. Rodenstock aus München mit rund 360 Millionen Euro Umsatz macht vor allem mit Gläsern (280 Millionen Euro) Geschäfte, erst in zweiter Linie mit Fassungen. Geradezu atomisiert ist die Struktur im Einzelhandel mit 12.000 Optikergeschäften, wobei der Filialisierungsgrad mit Ketten wie Fielmann im europäischen Vergleich mit 16 Prozent noch gering ist. Verkauft eine Fielmann-Filiale im Durchschnitt noch 35 Brillen am Tag, bringt es der traditionelle Augenoptiker nicht einmal auf zwei Brillen. Damit kann er offenbar leben.  www.optiker-bode.de

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   Die Existenzängste jedenfalls halten sich in Grenzen. „Nach der Gesundheitsreform mit ihren Einschnitten bei Krankenkassenleistungen für Brillen ist das erwartete Sterben der Optikergeschäfte ausgeblieben", sagt Thomas Truckenbrod, Inhaber eines Fachgeschäftes in Leipzig und Präsident des Zentralverbandes der Augenoptiker(ZVA). Er gibt selbst zu, dass die Versorgung in Deutschland ausgesprochen gut sei. „Der Wettbewerb ist äußerst hart", sagt Truckenbrod.
   Das ist unschwer zu erkennen. 2006 wurden in 10.000 Augenoptikgeschäften nur etwas weniger Brillen verkauft als vergangenes Jahr in mittlerweile 12.000 Geschäften. Der ZVA-Präsident gesteht angesichts des stagnierenden Absatzes zu: „Es muss zu einer Konsolidierung kommen." Derweil beobachtet er interne Umstrukturierungen vom traditionellen Augenoptiker hin zu Filialketten, regional wie landesweit, sowie zu Systemoptikern als Franchise- Modell. Besonders die Filialisten würden in der Fläche wachsen. Das Gewusel unter den Augenoptikern findet ihr Pendant auf der Industrieseite. Laut Spectaris offerieren 450 bis 500 Anbieter mindestens ebenso viele Marken- namen und 19.000 Brillenkollektionen. Es sei eine Branche, in der Geld verdient werde, sagt Spectaris-Mann May. Ein Augenoptiker bezieht seine Ware im Schnitt von etwa 25 Lieferanten.
   Das darf in seinen Augen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Gewerbe auf andere Zeiten einstellen muss. Ein „Einfach-weiterso" könne es mit Blick auf die strukturellen Marktveränderungen nicht mehr geben, ein Umdenken und neue Konzepte seien gefragt, sagt May. Aus Herstellersicht sei ebenso eine Konsolidierung im Handel geboten. May würde es begrüßen, wenn dieser sich noch mehr auf den Verkauf und die Beratung, weniger auf das Handwerkliche ausrichte. Denn: „Die Marktteilnehmer haben es nicht geschafft, bei allen erzielten Innova- tionen in den letzten zwanzig Jahren mehr zu verkaufen."
   Mit Umdenken meint er etwa: Statt sich auf den Verkauf einer hochwertigen Gleitsichtbrille im Spitzenpreis- segment von 1.000 oder 1.200 Euro zu versteifen sollte sich der Optiker mehr auf den bedarfsgerechten Verkauf von Brillen für unterschiedliche Anforderungen von der Computerarbeit bis hin zum Sport fokussieren; und das zu einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Statt eine teure Gleitsichtbrille zu kaufen könnten die Kunden sich so zur normalen Brille für 500 Euro auch die Sportbrille für 200 oder 300 Euro leisten.
   May macht nämlich Defizite in der öffentlichen Wahrnehmung aus: „Die Brille wird wegen des hohen Preises nicht mehr als Konsumgut, sondern als Investitionsgut betrachtet." Selbst wenn sich die Höhe der Anschaffung mit einer durchschnittlichen Haltedauer von 2,8 Jahren relativiert, werden Konsumenten von Zusatzkäufen verschreckt.
   Dabei ist noch enormes Potential vorhanden. Knapp 50 Prozent der Brillenträger benutzen nur eine Sehhilfe. Es gibt jedoch strenggenommen Bedarf für spezielle Anwendungen am Computer, für den Sporteinsatz oder auch für Kontaktlinsen. Zwar werden im Jahr 20 Millionen Sonnenbrillen abgesetzt, die meisten aber ohne Korrekturgläser. Was gibt es angesichts von 40 Millionen Brillenträgern alleine da für Möglichkeiten, fragt sich May. Er spielt damit ZVA-Verbandschef Truckenbrod zu: „Wenn wir dem Kunden individuelle Lösungen anbieten, ist der auch bereit, dafür mehr zu bezahlen." Denn es gibt mehr als nur den Bedarf an billigen Fertig-Lesebrillen aus dem Drogerie- oder dem Supermarkt für ein paar Euro. Verbraucher geben inzwischen durchschnittlich 342 Euro für eine neue Brille aus - 50 Euro oder 17 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. FAZ130121Rüdiger Köhn

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Durchblick im Internet - Dirk Graber Foto will mit dem Internetbrillenhändler Mister Spex wachsen

  Für Dirk Graber war die Finanzkrise gleichzeitig Segen und Fluch. Sein Online-Brillenversand Mister Spex war nicht einmal ein Jahr alt, als im September 2008 die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz beantragte. Die Phase danach, in der kurzzeitig die gesamte Weltwirtschaft wankte, war nicht gerade der opti- male Zeitpunkt, um mit dem Internethandel von Brillen zu beginnen. „Wir suchten Ende 2008 weitere Investoren. So betrachtet, war die Finanzkrise eher schwierig für uns", sagt Graber heute, gut vier Jahre später. „Das Glück war aber, dass wir damals günstiger an Werbezeiten im Fernsehen kamen."
   Dabei wirkten die ersten Gehversuche auf dem TV-Bildschirm nicht besonders umwerfend. Von „recht einfachen Spots mit einer animierten Website" schreibt das unternehmenseigene Onlinetagebuch im Rückblick. Doch die Werbefilme reichten, um die Marke langsam bekanntzumachen. Inzwischen wissen laut einer Befragung des Forschungsinstituts TNS Infratest 45 Prozent der 14 bis 49 Jahre alten Internetnutzer mit Grabers Unternehmen etwas anzufangen, wenn man sie gezielt nach einem Online-Optiker fragt. Noch größer ist dagegen das Ge- schäftswachstum des im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sitzenden Brillenversenders. 2009 setzte die Mister Spex GmbH 4,5 Millionen Euro um. 2010 wuchsen die Erlöse um mehr als das Doppelte auf 11 Millionen Euro. Seitdem hat sich das Tempo etwas verlangsamt, ist aber immer noch deutlich zweistellig - von 17 Millionen Euro im Jahr 2011 bis zu 26 Millionen Euro 2012.
   Dabei hat Grabers Unternehmen bisher noch in jedem Jahr ein Minus geschrieben. Zuletzt betrug der Fehlbetrag laut Bundesanzeiger im Jahr 2011 rund 4,5 Millionen Euro; die Zahlen für 2012 hat die für ein junges Internet- unternehmen sehr transparent« agierende GmbH noch nicht veröffentlicht. „Wir sind noch nicht profitabel, das war nicht unser Fokus", sagt Graber denn auch ohne zu zögern. „Aber wir haben viel Geld investiert, um zu wachsen. Und wir könnten auch jederzeit die Gewinnschwelle erreichen, wenn wir das Wachstum drosseln."
   Wenn man den Worten des 35 Jahre alten gebürtigen Hallensers folgt, ist die Profitabilität das Ziel. Die Frage ist nur, wann er sie erreicht. Als er sich nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Marburg, Hongkong, Mos- kau und Leipzig 2007 entschloss, seine Beraterstelle bei der Boston Consulting Group aufzugeben, um sich im Online-Handel selbständig zu machen, suchte er sich nach eigenen Angaben seine Versandobjekte nach drei Kriterien aus: Marktgröße, Margen und künftiges Gewinnpotential.
   Mit dem gewählten Weg über schnelles Umsatzwachstum und Internationalisierung schlägt Graber in dieselbe Kerbe wie etwa auch die Geschäftsführer des Online-Modehändlers Zalando, die ebenfalls nicht müde werden zu betonen, dass die Profitabilität nur ein paar leichte Drehungen an der Expansionsschraube entfernt liegt. Doch anders als der Modeversender gehen Graber und sein Mitgeschäftsführer Mirko Caspar bisher nach dem Motto vor: jährlich einen neuen ausländischen Markt betreten. 2010 eröffneten sie einen Online-Shop für Frankreich, 2011 folgte Spanien und i2012 schließlich Schweden. Die kostenfreien Lieferungen von bis zu vier Brillen nach Österreich wickelt das Unternehmen über seine Internetseite mister-spex.de ab. „Diese Märkte reichen uns erst einmal", sagt Graber, auch wenn er erst im Herbst vergangenen Jahres seine Lagerfläche in Berlin um 500 Quadratmeter auf nunmehr 1500 Quadratmeter vergrößert hat.
   Dort warten inzwischen rund 5000 verschiedene Brillen darauf, dass sie die Versandmitarbeiter unter den 150 Angestellten auf den Weg bringen. Nach Grabers Angaben verlassen sein Unternehmen im Schnitt mehr als 3.000 Pakete am Tag. In den Sendungen stecken dann Sonnen- oder Sportbrillen, Korrekturbrillen vieler namhafter Hersteller oder auch Kontaktlinsen und Reinigungsmaterial, mit denen Mister Spex seit August 2008 handelt.
   Mit den Tausenden Brillen kann Graber ein viel größeres Sortiment als viele kleine stationäre Optiker bieten. Doch sieht der Unternehmer sein Ziel nicht darin, den stationären Brillenhandel abzulösen, auch wenn sich potentielle Kunden auf seiner Seite per Webcam inzwischen dreidimensional vorher die Brillen aussuchen können, die sie sich dann zur Anprobe zuschicken lassen.
   Deshalb hat Mister Spex vor gut anderthalb Jahren ein Partnerprogramm gestartet, an dem inzwischen mehr als 300 lokale Optikergeschäfte beteiligt sind. Die Zahl will Graber in der Zukunft auf 500 erhöhen. Der Plan: Die Kunden wählen online die Brillen aus, machen aber ihren Sehtest oder die Beratung über die Gläser beim Optiker um die Ecke. „Ich glaube, es gibt nur wenige Branchen, in denen der Online-Handel den klassischen Einzelhandel komplett ablöst", sagt Graber. „Wir sind eine klare Ergänzung zum stationären Optiker, weil die Kunden Bedürf- nisse haben, die er nicht abdeckt, wir aber schon. Den lokalen Optikern bieten wir die Möglichkeit, am Ver- triebskanal Internet zu partizipieren." FAZ130408MartinGropp    

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   Viele E-Lupen wurden auf der diesjährigen Messe ausgestellt, zum Teil aber in überarbeiteter Form. Nach wie vor bestehen größere Unterschiede zwischen den E-Lupen hinsichtlich ihrer Anschließbarkeit an andere Aus- gabegeräte, der Art und Laufzeit der Akkus und im Format.
   Interessante Neuerung: Während die meisten Vergrößerungskameras im Handtaschenformat nur funktionieren, wenn man sie relativ nah an das Lesegut heranhält, sind die Geräte SenseView Duo von BAUM und das Quicklook Focus von Ash Technologies (in Deutschland zB. bei Marland oder Handy Tech) auch für größere Distanzen zu nutzen, z.B. um Straßenschilder zu lesen.

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Sense View Duo: Der mobile Begleiter für Nah– und Fernsicht

   SenseView Duo ist ein universelles Hilfsmittel für alle Lebenslagen. Egal, ob Sie es am Arbeitsplatz, zu Hause, in der Schule oder unterwegs einsetzen, SenseView Duo wird Ihnen überall eine wertvolle Unterstützung sein. Lesen Sie im Supermarkt mit SenseView Duo endlich nicht mehr nur die Preisschilder, die nahe und erreichbar sind, sondern auch Warenbeschriftungen weit oben im Regal.
   Nützen Sie die Fernkamera des SenseView Duo, um die richtige Bus– oder Straßenbahnlinie, die richtige Gasse, Hausnummer oder den richtigen Klingelknopf zu finden.
- klappbare Nahkamera fürs Schreiben; - integrierte Fernkamera; - großes, helles Display;
- brillante Bilddarstellung in Echtfarbe; - kontraststarkes Schwarz-Weiß-Bild; - viele Falschfarben;
- Vergrößerung bis zu 13fach; - besonders leicht und handlich
   Zum Ausfüllen von Formularen oder zum Lösen von Kreuzworträtseln klappen Sie einfach die Nahkamera des SenseView Duo hoch und schon haben Sie genug Platz für das Schreibwerkzeug.
   Zielen, scharfstellen, Bild einfrieren, lesen. Noch nie war es so einfach, mit einem elektronischen Hilfsmittel ferne Informationen zu erfassen. SenseView Duo macht´s möglich. Durch die schlanke Form des SenseView Duo passt es garantiert in jede Jackentasche.

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Technische Daten:
- elektronische Handlupe für Nah– und Fernsicht; - integrierter Monitor mit 10,9 cm Bilddiagonale;
- Vergrößerung bis 13fach; - brillante Echtfarbdarstellung; - kontrastreiche Schwarz/Weiß-Dar-stellung;
- Positiv- und Negativbild; - viele Falschfarben; - Bildeinfrierfunktion; - Bildspeicher für 20 Aufnahmen; - Abmessungen 17,8 x 7,8 x 2,8 cm; - Lithium Polymer-Akku für ca. 4,5h Laufzeit;
- Gewicht ca. 240 Gramm; - 1 Jahr Bring-In-Garantie

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Hersteller: BAUM Audiodata GmbH - A-1150 Wien, Austria, Storchengasse 1
Telefon: +43 (0)1 606 75 60 Telefax: +43 (0)1 606 75 62  Internet: www.baum.at/de/produkte/senseviewduo

Neuer Trend: Vorlesesysteme mit Kamera
  Vorlesegeräte lesen blinden oder hochgradig sehbehinderten Personen gedruckten Text mit Hilfe einer Sprach- ausgabe vor. Vorab muss der Anwender das Schriftstück mit einem Scanner einscannen. Für den mobilen Einsatz sind Vorlesesysteme also nicht unbedingt geeignet. Das ändert sich aber gerade: Die amerikanische Handy-Soft- ware KNFB-Reader ist jetzt auch in Deutschland erhältlich. Mithilfe dieser Software können sehgeschädigte An- wender Texte mit dem Handy abfotografieren, um sie dann von der Sprachausgabe des Handys vorgelesen zu be- kommen. Wir konnten zwei kurze Tests durchführen und waren schon recht beeindruckt, wie gut es funktioniert. 
   Allerdings dürfte der Preis viele Anwender abschrecken: die Software, das erforderliche Nokia N 82-Handy sowie der zusätzliche Handy-Screenreader  (Mobile Speak oder Talks)  kosten  insgesamt ca. 2.000 Euro. Vertrieben wird der KNFB-Reader von Handy Tech. Am Stand der BAUM Retec AG war die Firma Beyo aus Potsdam zu Gast.  Sie präsentierte das Gerät PR 100, ein mobiles Vorlesegerät, das auch im Akkubetrieb läuft. Der PR 100 ist etwas größer als eine Videokassette und ebenfalls mit einer Kamera ausgestattet, die durch Teleskoparme positioniert wird. Es stand jedoch noch nicht fest, ob BAUM dieses Gerät anbieten wird. Falls ja, ist mit einem Preis von ca. 3000 € zu rechnen. Der Trend scheint auch im stationären Bereich zu Fotokameras für die Texterkennung zu gehen. Allerdings, so die übereinstimmende Auskunft der Anbieter, ist die Texterkennung beim Einsatz von Kameras noch nicht so fehlerfrei wie mit Scannern.
knfb Reader: INCOBS testet Vorlesehandy
  Die Handy-Software knfb Reader funktioniert ein handelsübliches Mobiltelefon in ein mobiles Vorlesegerät um. Diese Innovation aus den USA soll vor allem Blinden und Sehbehinderten den Zugang zu Textinformationen auf Speisekarten, Produktverpackungen, Fahrplänen und ähnlichem erleichtern. INCOBS (Informationspool Computer- hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte) hat getestet, wie sich die Software im praktischen Einsatz bewährt.
  Probleme gab es im Test bei der korrekten Ausrichtung der Kamera über dem Lesegut und der Erfassung längerer Texte. Schwierige Textvorlagen wie Tabellen und Infoboxen wurden gut erkannt. Lesen Sie im INCOBS- Testbericht, ob die Handhabung des knfb Readers für Menschen mit Seheinschränkungen gut geeignet ist:
www.incobs.de/produktinfos/handys/einzeltest_knfb.php
  Der Reader arbeitet nach dem Prinzip eines Vorlesesystems: Text wird  über die integrierte Handykamera erfasst, digitalisiert und über ein Sprachausgabeprogramm hörbar gemacht. Der erfasste Text kann abgespeichert und am Computer weiterbearbeitet werden. knfb Reader ist eine gemeinsame Entwicklung von Kurzweil Technologies und der US-amerikanischen Blindenvereinigung Natinal Federation of the Blind.
   Der ausführliche Artikel zum Test und Bildmaterial kann auf den INCOBS-Presseseiten heruntergeladen werden:
www.incobs.de /ueber_incobs/pressebereich.php

 Die Lupe in der Brille  Lupe-xx

 Mit interessanten Lösungen Sehprobleme schnell in den Griff bekommen.
Selbst kleinste Schriften lassen sich problemlos lesen dank der in die Brille eingearbeiteten Lupe.

   Dieses Problem teilen viele Menschen: Sie haben schon die stärkste Brille und trotzdem sind kleine Schriften, zum Beispiel im Telefonbuch oder in Verträgen, nur sehr schwer zu lesen. In den meisten Fällen wird dann eine Lupe angeschafft, um das Lesen zu erleichtern. Nun sind Lupen in der Handhabung aber nicht so komfortabel wie Brillen. Entweder muss man sie umständlich in der Hand halten oder als Standlupe am Tisch benutzen.
   Jetzt gibt es allerdings endlich eine Alternative zur herkömmlichen Lupe: In Optiker Bodes Zentrum für ver- größernde Sehhilfen in Hamburg am Jungfernstieg hat man die Möglichkeit, die Lupe in die Brille einarbeiten zu lassen. Und das funktioniert ganz unkompliziert: „Wir testen den Vergrößerungsbedarf und fertigen Brillengläser in der nötigen Stärke plus Vergrößerung an”, erklärt Ernst Neumann, Spezialist für vergrößernde Sehhilfen. Moderne Glasmaterialien und Schleiftechniken ermöglichen es, kosmetisch ansprechende Lupenbrillen herzustellen. Selbst wenn die Sehprobleme noch nicht stark ausgeprägt sind und nur manchmal die Schrift zu klein erscheint, kann eine Lupenbrille bereits sehr hilfreich sein.
   In vielen Fällen reicht jedoch schon eine Tageslichtleuchte, um besser lesen zu können.
Alternative: die Tageslichtleuchte
   Diese Spezialleuchten gibt es in fünf unterschiedlichen Lichtfarben. Die Lichtfarbe wird von jedem Einzelnen individuell wahrgenommen. Sie ist dem natürlichen Licht nachempfunden, verstärkt den Kontrast und erleichtert so das Lesen.  Alle Leuchten verfügen über ein elektronisches Vorschaltgerät für flimmerfreies Licht. Die Leuchten gibt es in einer Tischversion - auch mit Akku - und einer Standversion.
   Wer sich für ein unanstrengendes, komfortables Lesen interessiert, kann sich jetzt unverbindlich in Optiker Bodes Zentrum für vergrößernde Sehhilfen die verschiedenen Lupenbrillen und Tageslichtleuchten vorführen lassen. Übrigens: Damit jeder ausführlich und individuell beraten werden kann, empfiehlt es sich, einen Termin zu vereinbaren: Zentrum für vergrößernde Sehhilfen, Jungfernstieg 34, Telefon 040 - 28 80 97 29. 

Sehhilfen:  Nicht jede Lupe dient dem scharfen Blick

t-Lupenbrille1_jpg   Lupenbrille 

  Optische und opto-elektronische Geräte für den klareren Alltag. Je höher die Vergrößerung, desto kleiner das Sehfeld. Bild oben: Lesen ist Leben - Mit der Lupenbrille werden Texte wieder zugänglich. Bild unten: Bei langen Sätzen wird es schwieriger - Bildschirmlesegerät Lupo mit TFT-Flachbildschirm und PC-Schnittstelle. Siehe dazu auch unseren Bild-Bericht > Monitor für Blinde

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  In Deutschland lebt eine halbe Million Menschen mit einer starken Sehbehinderung. Ihre Augen sind trotz optimal angepasster Brille oder Kontaktlinsen so schwach, dass sie im Alltag erhebliche Schwierigkeiten haben oder gar nicht mehr zurecht kommen. Als internationaler Begriff dafür hat sich “Low Vision” (“geringes Sehen”) durch- gesetzt. Die Ursachen für die Sehbehinderungen sind sehr unterschiedlich. Besonders häufig treten sie jedoch in fortgeschrittenem Alter auf, da die Augen einem gewissen Verschleiß ausgesetzt sind. Einfach hinnehmen sollte man ein solches Schicksal aber nicht, denn es gibt eine ganze Reihe nützlicher Sehhilfen. Damit kann man Objekte vergrößert betrachten und somit besser erkennen. Je nachdem, welche Tätigkeiten man gern (wieder) ausführen will, helfen zum Beispiel Lupen, Lesebrillen, spezielle Fernrohre oder Bildschimlesegeräte. Ein Universalgerät gibt es leider nicht. Grundsätzlich gilt für alle Sehhilfen: Je höher die Vergrößerung, desto kleiner ist das Sehfeld. Beim Lesen beispielsweise sieht man mit steigender Vergrößerung die einzelnen Buchstaben zwar größer, verliert aber immer mehr die Orientierung auf der Seite. Weiterhin nimmt mit der Zunahme der Vergrößerung die Schärfen- tiefe ab. Das bedeutet, dass der Entfernungsbereich, in dem Objekte scharf abgebildet werden, begrenzt ist. Ver- größernde Sehhilfen sollten deshalb nur im Sitzen oder Stehen verwendet werden, nie bei eigener Fortbewegung.
   Für die Nähe sind Lupen die einfachsten Hilfen. Meist bestehen sie aus einer einzigen Linse, deren Qualität allerdings entscheidend ist. Billige Geräte haben einen optisch relativ simplen Linsenschliff, dessen Form einer Kugelfläche entspricht. Er wird als sphärisch bezeichnet und verzerrt das Bild zum Rand hin stark, was einem das Durchsehen über längere Zeit schnell verleidet. Gute Lupen haben einen aufwendigen, “sphärischen” Schliff, des- sen Form von einer Kugelfläche abweicht, sie werden zum Rand hin kontinuierlich flacher. Hier sind die Ver- zerrungen viel geringer. Hochwertige Lupen werden ausnahmslos entspiegelt, um störende Reflexe zu vermeiden. Neben diesen optischen Qualitätsmerkmalen sollte man bei der Auswahl einer Lupe auch auf das Gewicht achten, denn je leichter sie ist, desto weniger ermüdet man. Kunststoffgläser und Fassungen aus Leichtmetall oder Kunst- stoff sind ebenfalls von Vorteil.
   Bei der technischen Ausführung gibt es zahlreiche Variationen. Zunächst sind die Handlupen zu nennen, wie sie wohl jeder schon einmal benutzt hat. Man bekommt sie mit festem Griff, wie das gute alte Stück von Sherlock Holmes, aber auch einklappbar und je nach Bedarf mit und ohne Beleuchtung. Sie sind bis zu einer etwa sechsfachen Vergrößerung sinnvoll, danach führen bereits geringe Zitterbewegungen der Hand zu wackeligen, unscharfen Bildern. Bei den Stativ- oder Standlupen (bis zehnfache Vergrößerung) ist der Abstand zum Objekt durch einen Ständer oder Rahmen definiert. Das heißt, man kann sie beispielsweise einfach über ein Schriftstück oder Foto schieben, das Zittern der Hand ist dann kein Thema mehr. Ganz frei hat man die Hände mit einer Kopf- oder Brillenvorsatzlupe, wobei letztere einfach an eine schon vorhandene Brille geklipst wird. Beide eignen sich beispielsweise für den Modellbau oder für feine Handarbeiten. Da sie aber maximal nur um den Faktor zwei ver- größern, können Sehbehinderte diese Systeme nur bedingt einsetzen.
   Stärkere Vergrößerungen als mit einer Kopflupe erzielt man mit einer Lupenbrille.  Die Lupe wird hier sozusagen  in ein Brillengestell eingearbeitet, und zwar abhängig vom Sehvermögen entweder nur für ein Auge (monokular) oder für beide (binokular). Der Abstand zum Objekt wird mit zunehmender Vergrößerung kleiner, so dass man beispielsweise beim Lesen förmlich auf seinem Buch klebt. Bei  einer monokularen Lupenbrille ist deshalb bei etwa zehn- bis zwölffacher Vergrößerung die Grenze erreicht. Bei einer binokularen ist sogar noch viel früher Schluss, weil man nicht mit beiden Augen in so kurzer Entfernung auf denselben Punkt fokussieren kann. Mit Hilfe von zwei zusätzlichen Prismen, die den Strahlengang zur Nase hin “abknicken”, ist immerhin zu einer dreifachen Vergrößerung eine sogenannte Konvergenzunterstützung möglich. Die Prismen werden dabei so in die Gläser der binokularen Lupenbrille integriert, dass diese am inneren Rand lediglich etwas dicker erscheinen. Dadurch bleibt der wesentliche Vorteil einer Lupenbrille, nämlich ein kosmetisch unauffälliges Aussehen, weitgehend erhalten.
   Alle Arten von Lupen sind nur für das Sehen aus nächster Nähe geeignet. Will man etwas weiter Entferntes vergrößert sehen, greift man im allgemeinen zu einem Fernrohr. Sein Grundaufbau ist immer zweistufig: Das Objekt entwirft ein Zwischenbild des anvisierten Objekts, das wiederum vom Okular vergrößert abgebildet wird. Für die Alltagssituationen Sehbehinderter - etwa wenn es darum geht, ein Straßenschild oder die Nummer eines heranfahrenden Busses zu entziffern - ist ein herkömmliches Fernrohr allerdings nicht geeignet, da die kürzeste einstellbare Entfernung mit etwa zehn Meter meist zu groß ist. Spezielle Handfernrohre mit Nahpunkten von 20 Zentimeter an, im Fachjargon Monokulare genannt, sind dagegen eine gute Hilfe. Es gibt sie mit Vergrößerungen von zwei bis achtfach, und sie passen in jede Jackentasche. Bei manchen Modellen kann man eine kleine Vor- satzlupe aufschrauben und so auch in der Nähe sehen (dann bis zu zwölffach).

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Bild oben: Handarbeit ist Seharbeit: Fernrohrlupenbrille
 Bild unten: Feine Hilfe an Deck - Brillenvorsatzlinse

Brillenvorsatzlinse      t-Brillenvorsatzlinse-

   Da man Monukulare in der Hand halten muss, sind sie nur für kurze Sehaufgaben geeignet. Für einen längeren Einsatz sind Fernrohrbrillen konzipiert. Wie bei den Lupenbrillen gibt es monokulare oder binokulare Ausführun- gen, bei denen ein oder zwei “Minifernrohre” in eine  Brille integriert werden. Es handelt sich also nicht mehr um eine “starke Brille”, sondern um ein in der  Öffentlichkeit aufsehenerregendes Gerät. Eine Fernrohrbrille mit festem Fokus wird nach individuellen Bedürfnissen ausgelegt, beispielsweise zum Fernsehen für eine Entfernung von vier Metern oder zum Notenlesen beim Musizieren, für einen Meter. Manche Hersteller bieten Fernrohrbrillen auch mit variablem Fokus an, die Entfernung ist dann von einem Meter bis unendlich einstellbar. Ihre Handhabung erfordert allerdings eine gewisse feinmotorische Geschicklichkeit bei sehr ruhiger Kopfhaltung. Mit einer Vorsatzlinse be- stückt, wird die Fernrohrbrille zu einer Fernrohrlupenbrille, die man für die Nähe verwenden kann.
   Vom optischen Aufbau unterscheidet man bei den Fernrohrbrillen und Fernrohrlupenbrillen Galilei- und Kepler- systeme. Ein Galilei-System liefert ein aufrechtes Bild bei kurzer, kompakter Bauweise und hat eine maximale Vergrößerung von etwa 1,8- bis 2,5fach in der Ferne mit Nahvorsatz etwa bis zu siebenfach. Ein Keplersystem ist komplizierter aufgebaut: Es liefert ein umgekehrtes Bild und benötigt deshalb ein zusätzliches Prisma, welches das Bild nochmals umkehrt und somit wieder richtig zeigt. Es wird deshalb oft als Prismen-Fernrohrbrille oder Prismen- Fernrohrlupenbrille bezeichnet. Der wesentliche Vorteil ist, dass sich damit bis zu vierfache Vergrößerungen in der Ferne erzielen lassen, mit Nahvorsatz bis zu zehnfache.
   Wenn die Vergrößerungsleistung rein optischer Sehhilfen nicht mehr ausreicht, kommen opto-elektronische Ge- räte zum Einsatz. Sie können bis zu 60-fach vergrößern und den Kontrast verstärken. Mit ihrer Hilfe sind auch hochgradig sehbehinderte Menschen in der Lage, wieder selbständig zu lesen - und genau das ist für viele das Grundbedürfnis schlechthin. Egal wie der Aufbau der optolektronischen Sehhilfe im einzelnen aussieht, bei allen Geräten wird das Lesegut mit einer Videokamera aufgenommen und stark vergrößert auf einem Bildschirm wiedergegeben. In der Regel kann man von Positiv- zu Negativdarstellung wechseln (schwarze Schrift auf weißem Grund oder umgekehrt)  und bei Farbgeräten eine Falschfarbendarstellung wählen.
   Das ist vor allem für Menschen mit Blend-Empfindlichkeit oder Farbfehlsichtigkeit ein wichtiger Aspekt. Am weitesten verbreitet und schon seit langem auf dem Markt sind stationäre Bildschirmlesegeräte mit Bildröhre. Sie funktionieren wie die aussterbende Spezies der Mikrofiche-Lesegeräte in Bibliotheken: Man legt das Schriftstück auf einen Kreuztisch, den man in horizontaler und vertikaler Richtung verschieben kann, um auf diese Weise Zeile für Zeile zu lesen. Kontrast, Helligkeit und Vergrößerungsfaktor können meist stufenlos eingestellt werden. Wichtig sind ein möglichst großer Bildschirm mit mindestens 45 cm Diagonale und eine hohe Bildwechselfrequenz, denn erst ab ungefähr 60 Hertz nimmt man kein Hinter- grund- oder Zeilenflimmern mehr wahr.

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Bild oben: Mit vier Buchstaben - Rätsel lösen mit dem Fernsehlesegerät Videolight von Audiodata

  Neuere opto-elektronische Lesehilfen haben einen Flachbildschirm und eine Computer-Schnittstelle. Dadurch kann man den Bildschirm nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Arbeiten am Computer nutzen. Bei diesen Geräten ist die Videokamera nicht mehr fest eingebaut: Man kann sie entweder auf einem Stativ befestigen und das Lesegut darunter bewegen, oder man nutzt sie wie eine Computermaus indem man das Schriftstück zeilenförmig “abfährt”. Die sogenannten Fernsehlesegeräte sind mobiler als die stationären Bildschirmgeräte. Sie werden jeweils an den vorhandenen Fernseher oder Monitor angeschlossen, sofern er eine Scart-Buchse hat. Damit das Lesen ermüdungsfrei klappt, sollten natürlich auch hier die Bildqualität und die Bildschirmgröße mög- lichst gut und groß sein. Bei den dazugehörigen Videokameras gibt es wiederum  die  Variante mit Stativbefesti- gung und die “PC-Maus-Variante”, die über den Text geschoben wird. Diese ist zudem oft mit einer optischen Lupe kombiniert und sieht auf den ersten Blick auch so aus.
   Noch mobiler als Fernsehlesegeräte sind opto-elektronische Lupen. Videokamera und Bildschirm sind hier zusammen in einem Kästchen in der Größe eines Kinderschuh-Kartons integriert. Man kann sie in der Regel mit Akkus betreiben und ist dadurch für mehrere Stunden netzunabhängig. Als maximale Vergrößerung erreichen diese Geräte jedoch “nur” den Faktor 20.
   Die Vielzahl der verschiedenen Sehhilfen wirft natürlich die Frage auf, für wen welche am besten geeignet ist. Da jede Sehbehinderung individuell ist, findet man die Antwort nur durch eine gezielte Beratung. Dabei sollten das vorhandene Sehvermögen getestet und die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten abgeklärt werden. Denn die beste Lupe nützt nichts, wenn der Vergrößerungsbedarf höher ist, als dieses optische Hilfsmittel leisten kann. Und ein (teures) Hightech-Fernsehlesesystem wird womöglich in der Ecke stehen, wenn man den Umgang damit nicht richtig gelernt hat.
  Eine umfassende “Low-Vision-Rehabilitation” wird zum Beispiel von spezialisierten Augenoptikern, den Sehbehin- derten-Ambulanzen einiger Universitätskliniken und von den Landesvereinen des Deutschen Blinden- und Seh- behindertenverbands angegeboten. Hilfreich kann auch ein Low-Vision-Trainer sein. Dieses Berufsbild ist in Deutschland relativ neu und als Zusatzqualifikation für Pädagogen ausgelegt. Ein Low-Vision-Trainer arbeitet eng mit Augenärzten und Optikern zusammen.Er konzentriert sich nicht nur auf die Sehbehinderung, sondern versucht, den sehbehinderten Menschen in seiner Gesamtheit zu unterstützen. Er kommt beispielsweise zu ihm nach Hause oder an den Arbeitsplatz, um dort den Umgang mit den Geräten zu üben oder Tips für die richtige Beleuchtung und sonstige Hilfsmittel zu geben.
   In den vergangenen Jahren hat sich die Situation für Sehbehinderte sehr gebessert. Zum einen aufgrund zahlreicher Neuentwicklungen bei den Hilfsmitteln, zum andern aufgrund eines immer dichter werdenden Netzes an qualifizierten Beratungsstellen. Dafür ist es allerdings auch höchste Zeit, denn in Zukunft wird die Zahl der Menschen, die eine vergrößernde Sehhilfe benötigen allein schon aufgrund der Altersentwicklung der Bevölkerung stark ansteigen.

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Für besseres Sehen. Interessante Neuheiten in Optiker Bodes Zentrum für vergrößernde Sehhilfen

   Optiker Bode hat eine vorhandene Marktlücke geschlossen und Norddeutschlands einziges Zentrum für vergrößernde Sehhilfen in Hamburg,  in den Rahlstedt Arcaden, Schweriner Str. 8-12 eröffnet. Sehbehinderte Patienten finden hier eine einzigartig große Auswahl an modernen Sehhilfsmitteln aller führenden Hersteller wie Lupen, elektronische Sehhilfen, Bildschirmlesegeräte, Lupen-Brillen und Spezialsehhilfen. Die Kunden werden von speziell ausgebildeten Low-Vision-Fachberatern qualifiziert und umfassend betreut, um auch bei komplizierten Sehanforderungen die optimale Lösung zu finden. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Augen- arzt bei bestehenden Augenerkrankungen selbstverständlich.
  Sämtliche optischen Hilfsmittel werden dem Patienten im Zentrum ausführlich erläutert und können bequem und unverbindlich ausprobiert werden. Um für jeden Kunden ausreichend Zeit für eine individuelle Beratung zu haben, sind Terminabsprachen ratsam. Mehr: www.optiker-bode.de

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   Menschen mit Sehbehinderungen kennen das Problem: Man ist unterwegs, kauft ein und muss schnell mal das Kleingedruckte auf einer Packung oder einem Etikett lesen. Dummerweise hat man die Lesebrille zu Hause liegen gelassen und die möglicherweise wichtigen Informationen bleiben im Verborgenen. Abhilfe schaffen kann hier eine Weltneuheit, die jetzt in Optiker Bodes Zentrum für vergrößernde Sehhilfen erhältlich ist: die ultraleichte Taschen- leuchtlupe EasyPOCKET von der Firma Eschenbach Optik. Fotos oben
Klein, aber lichtstark
  Bei der neuen Sehhilfe handelt es sich um eine scheckkartengroße Leuchtlupe mit 3-facher Vergrößerung, die ideal geeignet ist, wenn unterwegs schnell Kleingedrucktes gelesen werden muss. Das Besondere an dem neuen Modell ist, dass es den Entwicklern hier erstmals gelungen ist, eine lichtstarke Leuchte mit einer sehr flachen Lupe zu kombinieren.
   Eine weitere Neuheit und ebenfalls aus dem Hause Eschenbach ist die MaxDetail-Brille, eine leichte Lupenbrille, die ideal für alle Tätigkeiten ist, bei der man beide Hände benötigt - etwa bei Handarbeiten oder beim Modell- bauen. Die neue Brille wurde speziell zum besseren Lesen und Arbeiten bei einem Abstand von bis zu 40 Zenti- metern entwickelt. Zum Vergleich: Ähnliche Brillen erlauben nur einen Abstand von 12,5 Zentimetern.
  Als dritte Neuheit präsentiert das Zentrum für vergrößernde Sehhilfen schließlich das handliche Lesegerät Sense- View-Pocket von der Firma Braun.  Das besonders flache Modell vergrößert um das 4- bis 22,5-fache.
  Alle optischen Hilfsmittel - seien es die Neuheiten oder die bewährten Lupen, elektronischen Sehhilfen, Bildschirmlesegeräte, Lupen- und Spezialsehhilfen - werden den Besuchern ausführlich und fachkundig erklärt. Zudem können sie jederzeit unverbindlich ausprobiert werden, bei bestehenden Augen-Erkrankungen stets in Absprache mit dem behandelnden Augenärzten. Tipp: Damit jeder Kunde ausführlich und individuell beraten werden kann, empfiehlt es sich, einen Termin zu vereinbaren: Zentrum für vergrößernde Sehhilfen, 22143 Hamburg, Rahlstedt Arcaden, Schweriner Str. 8-12, Tel: 040 - 28 80 97 29.
  Ãœbrigens: Während es für Brillen keine Kassenzuzahlung mehr gibt, übernimmt die Krankenkasse bei vergrößernden Sehhilfen meist noch einen Zuschuss oder sogar den ganzen Betrag - je nach Ausmaß der Beschwerden.

Neue innovative Produkte rund um's bessere Sehen

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EschenbachOptik02             Produktinformation

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scribolux - für extragroßen Rätselspass

Anwendung:
   Die Leuchtlupe scribolux wurde speziell für alle Fans von Kreuzworträtseln entwickelt. Die eingebaute, energiesparende LED sorgt für eine sehr gute Ausleuchtung und die Leuchtlupe vergrößert das Kleingedruckte in den Kästchen um das 2,8-fache. Dadurch entlasten Sie Ihre Augen gleich zweifach.
   Durch den großen Abstand der Linse zur Auflagefläche und die nach drei Seiten offen gestaltete scribolux lässt sich sehr gut unter der Linse schreiben - und das nicht nur bei Kreuzworträtseln.
Eigenschaften:
   sehr gute Ausleuchtung durch moderne SMD-LED hohe Bildbrillanz
Schreiben unter der Linse gut möglich durch offene Gestaltung und großen Linsenabstand zur Auflagefläche
Die Lieferung erfolgt mit Mikrofaser-Beutel zum Schutz der Linse,der gleichzeitig zum Putzen der Lupe geeignet ist.
Technische Daten: Vergrößerung 2,8x, Linsengröße: 100 x 75 mm
Abstand Linse - Auflagefläche: 7,5 cm (Linsenscheitelpunkt); moderne SMD-LED,
Batterien: 3 Stück Mignon,1,5 V, Typ AA, im Lieferumfang enthalten

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MaxDetail - die Brille für anspruchsvolle Detailarbeit

   Kennen Sie das Problem? Sie bearbeiten mit beiden Händen filigrane Bauteile und bräuchten noch eine dritte Hand, die Ihnen die Lupe hält, damit Sie die kleinen Details besser erkennen können.
   Mit MaxDetail haben Sie beide Hände frei zum Arbeiten, denn MaxDetail ist eine Lupenbrille, die Sie wie eine normale Brille tragen.
Anwendungsbeispiele: Modellbau, Handarbeiten,  Lötarbeiten, restaurieren, Lesen, Malen, Prüfen / Kontrollieren, Uhrmacher, Kosmetikerin
Eigenschaften:
sehr einfach in der Anwendung durch großen PD-Toleranz-Bereich
kein Verrutschen durch mitgelieferte, aufsteckbare Bügelenden
gute optische Abbildungsqualität durch großen Fokussierungsbereich
Auch für Brillenträger geeignet durch rechts und links unabhängig einstellbaren Dioptrienausgleich.
Technische Daten: Vergrößerung 2,0x, Gewicht: 49 Gramm
PD-Toleranz-Bereich 60 - 68 mm (PD = Pupillendistanz, Augenabstand)
Anwendungsentfernung: ca. 40 cm, Sehfeld 10°, entspricht 15 cm / 40 cm
Dioptrienausgleich: ±3,0 dpt, rechts/links unabhängig voneinander einstellbar,
eine Zylinderkorrektion ist nicht möglich.

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MaxEvent - Näher am Geschehen. Foto rechts: Box

  Sie sind im Konzert, im Theater oder Musical und sitzen zu weit weg, um das Geschehen auf der Bühne verfolgen zu könnnen.
   Mit MaxEvent rücken sie jetzt näher an das Geschehen. Ob beim Konzert, im Theater oder auch im Stadion MaxEvent vergrößert Ihr individuelles Seh-Erlebnis.
Anwendung: Konzerte, Theater, Oper, Musical, bei öffentlichen Veranstaltungen
Eigenschaften: sehr hoher PD-Toleranz-Bereich (PD = Augenabstand, Pupillendistanz) kein Verrutschen durch mit- gelieferte, aufsteckbare Bügelenden
   Auch für Brillenträger geeignet durch rechts und links unabhängig einstellbaren Dioptrienausgleich
Technische Daten:
Vergrößerung 2,1x, Gewicht: 49 Gramm, PD-Toleranz-Bereich 60 - 68 mm
Sehfeld 320 m / 1000 m, Dioptrienausgleich: -2,75 bis +3,75dpt,
rechts/links unabhängig voneinander einstellbar, eine Zylinderkorrektion ist nicht möglich

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Anwendung: Die Lesebrille für den Notfall, als Ersatz- oder Zusatzbrille für die Nähe einsetzbar.
Nur für den kurzfristigen Gebrauch gedacht. NICHT geeignet für den Einsatz im Straßenverkehr!
Eigenschaften: randlose Lesebrille dezentes, zeitlos schlichtes Design
Technische Daten: leichtes PXM®-Mittelteil mit Oberflächenbeschichtung. Metallbügel, verchromt, Länge: 130 mm

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noves bino Die binokulare Lesebrille mit Konvergenzunterstützung für 4, 5, 6, 8 und 10 Dioptrien.

  Ein neues, verbessertes Produktionsverfahren der Gläser, das Ultraschall verschweißen, sorgt für noch besseren Schutz der auf den Glasinnenseiten liegenden hochpräzisen, empfindlichen diffraktiven Nanostrukturen vor mechanischen Einflüssen und Staub.
Anwendung:
  Vergrößernde Lesebrillen mit Konvergenzunterstützung von 4 dpt bis 10 dpt für bis zu 2,50-fachen Vergrößerungsbedarf. Besonders auch für den Einsatz unterwegs geeignet, wenn keine Lupe gewünscht wird oder zur Hand ist
Eigenschaften:
   Die Gläser sind kosmetisch unauffällig gestaltet. Die Gläser haben eine einheitliche Dicke von 4 mm, unabhängig von der optischen Wirkung. noves verschafft dem Anwender sofort ein Seherlebnis
Technische Daten:
    sphärische Gläser aus PXM®-Material mit diffraktiven Strukturen; Glas beidseitig ceratec® hartbeschichtet; Gegenglas mattiert; Glasdicke nur 4 mm, Gewicht nur 18 g; Die Fassung ist mit Federscharnieren, kürzbaren Bügeln und Softpads ausgestattet. Größe 41-22 , Farbe: gold matt. Lieferung erfolgt geschützt im stabilen Hartschalenetui. Durch die Halbbrillenform wird die Orientierung im Raum über die Gläser hinweg gewährleistet.

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noves mono

Die monokulare Lesebrille mit Lupenwirkung und Gläsern, denen man die Stärke nicht ansieht.
  Ein neues, verbessertes Produktionsverfahren der Gläser, das Ultraschall-verschweißen, sorgt für noch besseren Schutz der auf den Glasinnenseiten liegenden hochpräzisen, empfindlichen diffraktiven Nanostrukturen vor mecha- nischen Einflüssen und Staub.
Anwendung:
  Die kosmetisch unauffälligen Gläser und das zeitlos dezente Design der Fassung geben eine hohe Akzeptanz zum Tragen der Brille in der Öffentlichkeit, z.B. beim Lesen der Speisekarte im Restaurant
   Das ideale System für die monokulare Nahkorrektion bei Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, diabetischer Retinopathie oder Glaukom
   Binokular einsetzbar z. B. bei angeborener oder erworbener Aphakie
Eigenschaften:
   noves verschafft dem Anwender sofort ein Seherlebnis. Die Gläser sind mit nur 4,5 mm Glasdicke kosmetisch unauffällig gestaltet Aufgrund des Designs ist die Brille sehr leicht. Durch die Halb- brillenform ist die Orientierung im Raum über die Gläser hinweg möglich
Technische Daten:
Glasdicke nur 4,5 mm; Gewicht nur 20 g; Asphärisches Glas mit diffraktiven Strukturen aus PXM®- Material; Glas beidseitig cera-tec® hartbeschichtet - bei monokularer Anwendung ist das Gegen- glas mattiert; Fassung mit Federscharnieren, kürzbaren Bügeln, Softpads ausgestattet;  Fassungsmaße: 41- 22; Fassungsfarbe: gold-matt oder gun-glänzend. Ein stabiles Hartschalenetui ist im Lieferumfang enthalten.

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labo-med 

Anwendung:
   Die ESCHENBACH-Vorsetzlupe labo-med für Nicht-Brillenträger (Variante für Brillenträger: labo-clip, siehe unten!)
   mit ESCHENBACH labo-med bleiben beide Hände sind frei zum Arbeiten
für Freizeit- und Bastelbereich ebenso wie an der Arbeit
Je nach Linse für monokulare und binokulare Anwendung geeignet.
Eigenschaften:
   geringes Gewicht; keine Einschränkung des Sehfeldes; komfortabler Arbeitsabstand auch bei hoher Ver- größerung; Linsenteile sind durch Schnellschnappverschluss einfach austauschbar; dezente, schwarze Träger- fassung
Technische Daten:
   PXM®-Leichtlinse mit Oberflächenbeschichtung; Linsen-Klemmelement aus glasfaserverstärktem Kunststoff; Metallfassung, matt-schwarze Lackierung
Lieferung erfolgt in einer Aufbewahrungsbox, jeweils komplett mit einem Linsenteil.

Esch-labo-clip1xx

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labo-clip

Anwendung:
  die Vorsetzlupe labo-clip von ESCHENBACH lässt sich einfach auf die Brillenfassung aufstecken (Variante für Nicht-
  Brillenträger: labo-med, siehe oben!) für den Freizeit- und Bastelbereich ebenso wie bei der Arbeit
  mit ESCHENBACH labo-clip bleiben beide Hände frei zum Arbeiten
  Je nach Linse für monokulare und binokulare Anwendung geeignet
  Die Anwendung erfolgt mit der Fernbrille um eine optimale Abbildungsqualität zu erreichen
Eigenschaften:
  geringes Gewicht; keine Einschränkung des Sehfeldes; komfortabler Arbeits-Abstand auch bei hoher Vergröße-        rung; Linsenteile sind durch Schnell- Schnappverschluss einfach austauschbar
Technische Daten:
  PXM®-Leichtlinse mit Oberflächenbeschichtung; Klemmelement aus glasfaserverstärktem Kunst- stoff; Lieferung      erfolgt in einer Aufbewahrungsbox
  Linsengrößen: monokular Ø 40 mm, binokular 74,5 x 22,5 mm

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Esch-prismatic-bino-comf1xx   prismatic bino comfort

Anwendung:
   Für einen Vergrößerungsbereich, bei dem die normale Lesebrille nicht mehr ausreicht, eine Lupe aber noch nicht gewünscht wird. Die Fernwerte sollten sich innerhalb von ±1 dpt (Sphäre,Zylinder) bewegen. (Bei stärkeren Abweichungen der Fernwerte wird eine individuelle Anspassung der prismatischen Halbbrille über das ESCHEN- BACH System Individual empfohlen.)
Eigenschaften:
   ESCHENBACH prismatic bino comfort wird in vier optischen Stärken mit auf die jeweilige Stärke abgestimmten, konvergenzunterstützenden Prismen Basis innen angeboten. Die Brillen sind für die ideale optische Gebrauchs- situation berechnet, wobei besonderer Wert auf die gute Verträglichkeit gelegt wurde.
Technische Daten:
   Gläser aus CR 39; Die Fassung ist mit Federscharnieren, kürzbaren Bügeln, Softpads und leicht anpassbaren Stegarmen ausgestattet. Größe 41-22     Lieferung erfolgt geschützt im stabilen Hartschalenetui.

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Die Lesebrilleclip&read von Eschenbach Optik ist wahrscheinlich die kleinste der Welt.

   Sie ist so winzig, dass sie überall hineinpasst und immer dann zur Hand ist, wenn man die „richtige” Lesebrille gerade nicht dabei hat. Ob SMS auf dem Handy, Mini-Schrift auf einer Verpackung: Man clipt die Lesehilfe einfach an die Schläfe, man setzt sie mangels normaler Bügel nicht auf.  Weil die Clip-Bügel flexibel sind, passen sie auf jede Kopfform. Die federleichte clip&read wiegt nur 3,3 Gramm, ist in den Farben dunkelrot und eisgrau und in den Dioptrien 1,5 und 2,5 erhältlich. Das auch nur fünf Gramm schwere Etui kann man mit dem Handykettchen direkt daran oder mit Klettpunkten an der Digitalkamera oder per Clip an Hemd- und Hosentaschen befestigen. Dort trägt es mit seinen Mini Maßen von 9 x 1,8 x 0,7 Zentimeter kaum auf. Die schnelle Lesehilfe kostet im Optik- Fachhandel 19,80 Euro. FAZsmm071002

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Eine Kamera schickt die Leselupe aufs Altenteil. Unsere Kameralupe macht das Kleingedruckte besser lesbar.
Foto: Quicklook Focus: Der Senior von heute liest und schreibt mit elektronischer Hilfe

   Wie viel Mononatriumglutamat enthält Knorrs Gemüse-Bouillon, welche Systemanforderungen fordert Windows Office auf seiner Verkaufsverpackung? Ohne Lupe blinzelt man denn doch. Wobei nicht ihre Höhe die Buchstaben zum Zeichensalat schnibbelt, sondern eine geradezu absichtsvoll auf Unlesbarkeit angelegte Kombination von Schmalheit bei gleichzeitig entweder zu zartem oder zu dickem Farbauftrag. Damit plagt sich nicht erst der weitsichtige Senior, denn auch die Dame im just konsularischen Alter hält nur falsche Eitelkeit vom angezeigten Griff zur Lesebrille ab, die rätselhafte Zeichenfülle eines Stadtplans zu entziffern. Und selbst wenn Annie Leibovitz in ihrem Vuitton-Werbewimmelfoto Keith Richards' Buchlupe noch so gut in Szene gesetzt hat: die Mehrheit verortet das Vergrößerungsglas eher in Altersheimen als in einer New Yorker Hotelsuite, „drei Uhr morgens”.
   Auf eine zeitgemäße Lösung hingegen stellt eine Kamera-Licht-Display-Kombination scharf, der in Irland ent- wickelte Quicklook Focus. Seine herausdrehbare Kamera, deren vier helle Leuchtdioden das Objekt ins rechte Licht rücken, schaltet den Gucki ein. Durch Tastendruck vergrößert sich die aufgenommene Schrift im gut ablesbaren hellen Farbdisplay von 4,3 Zoll Diagonale zwischen 3- und 18fach, wobei höhere Vergrößerungen pixelig er- scheinen und den Wunsch nach einer besseren Auflösung des Displays sichtbar werden lassen. Ein Autofokus stellt nach Knopfdruck scharf. Er ist bei jeder Abstandsänderung zum Objekt sowie nach dem Zoomen neu zu aktivieren. Man hat das Gefühl, als ob er sich selbst angesichts kontrastscharfer Kanten manchmal etwas schwertut, den Scharfpunkt zu finden. Eine kleinere Abstandsänderung hilft oft mehr als die in nur vier Stufen schaltbare manuelle Fokussierüng.
   Faszinierend sind die Möglichkeiten, die Farben zu verändern. Durch Wechsel in den Falschfarbenmodus wandelt sich sogar dem Rotgrünblinden die schwarze Schrift auf einem roten Etikett zur ungeahnten Lektüre. Bei sehr alten Menschen wiederum bekommt die Pupille einen Stich ins Gelbe, den der im Gehirn beheimatete automatische Weißabgleich lange genug herausrechnet, bis er sich dann doch als geringerer Kontrast bemerkbar macht. Unter den Falschfarbendarstellungen ist immer eine Kombination zu finden, die eine eher künstlerische Auffassung von Informationspflichten tatsächlich lesbar macht. Schaut die Kamera zur Seite, lassen sich mit etwas Übung die üblich kleinteiligen Formulare der Be- hördenrepublik Deutschland ausfüllen oder Kreuzworträtsel gehirnjoggend lösen. Genügend Tiefen- schärfe verkraftet den dann schrägen Blick aufs Papier.
   Wesentlich ist die Fotofunktion. Ein Knopfdruck, und das Bild ist im Kasten. Bei hohen Vergrößerungen wirkt sich sonst unweigerlich ein Alterszittern genanntes Tremolo aus, das selbst jüngeren und gar unverkaterten Menschen Schwierigkeiten bereitet. Zum Ablesen selbstleuchtender Anzeigen - etwa auf den Bildschirmen der Fahrkarten- oder Geldautomaten und bei Mobiltelefonen - lässt sich die Kamerabeleuchtung abschalten.
   Netzgerät und Akku gehören zum Lieferumfang, eine Dreistundenladung bietet zwischen vier und knapp sieben Stunden Betrieb des 240 Gramm leichten Geräts, das dank Gummierung rutschsicher in der Hand liegt. Der Quicklook Focus ist nicht nur Vorbote eigenen Alterns, sondern zugleich der einer kommenden Gerätevielfalt und nicht zuletzt der Kaufkraft einer wachsenden Alterskohorte, die gerade dabei ist, sich im digitalen Zeitalter neu zu erfinden. Preis: 898 Euro, Informationen im Internet unter www.eschenbach-optik.com   FAZNilsSchiffhauer08070

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Quicklook Focus - eine tragbare, elektronische Lupe mit Echtfarben und einem integrierten 4 Zoll (10.2 cm diagonale) TFT-Display. Mit diesem Gerät können Sie Texte, Fotos, Landkarten und vieles mehr vergrößert darstellen. Quicklook Focus verbindet alle Eigenschaften des Quicklook Zoom zusätzlich mit einer Distanzkamera. Mit dem Quicklook Focus können Sie zu jeder Zeit wo immer Sie auch sind Ihr beliebiges Schriftstück lesen. Die Distanzkamera bietet Ihnen weiters einen Auto-Focus oder einen Manuelle-Focus, je nachdem, wie Sie es wünschen!
Technische Daten des Quicklook Focus: Maße: 171x95 x 28mm, Gewicht: 240g, Display: 4.3” Zoll (10,2 cm), Vergrößerung: Druckknopfzoom 3x - 18x (in 9 Schritten) Kontraststarker Echtfarben (56 verschiedene), Positiv- /Negativmodus (schwarz/weiß und weiß/schwarz) zum besseren Lesen von Texten. Stromversorgung: Litium- Ionen-Akku, Ladezeit: 3h, Akku, Betriebsdauer: 4 bis 7 Stunden, je nach Einstellung, Lieferumfang: Quicklook Focus, Netz-/Ladegerät, Nylontasche mit Gürtelclip und Umhängegurt. Bei Marland: Preis: 999.00 Euro

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Besser sehen mit Kantenfilterbrillen

   Das menschliche Auge ist oft über lange Zeit dem Tageslicht ausgesetzt. Dieses besteht aus unsichtbarem UV- Licht und den sichtbaren Farben. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Wellenlänge haben diese Farben jeweils unterschiedliche Wirkung auf die Sehorgane. Insbesondere helles Licht hat einen großen Anteil von Blau. Dessen Kurzwelligkeit führt zu Überstrahlungen im Auge und damit häufig zur Blendung. „Abhilfe schaffen medizinische Farbfilter, sogenannte Kantenfilter, die den störenden Blaulichtanteil aus dem Licht herausfiltern", sagt Bernd Grahl von Optiker Bodes Zentrum für vergrößernde Sehhilfen. Die Folge: Man sieht kontrastreicher und schärfer als mit einer normalen Sonnenschutzbrille. Medizinische Studien belegen die hohe Wirksamkeit der Kantenfilter, insbesondere bei einer Makula-Degeneration oder nach einer Operation am Grauen Star.Kantenfilter-Brillen gibt es in verschiedenen Modellen, Farbvarianten und Absorptions-Stufen. „Die richtige Tönung lässt sich am besten bei Tageslicht erproben", rät Fachberater Ernst Neumann. Auch individuelle Anfertigungen sind machbar.
Terminvereinbarung: Telefon 040/28 80 97 29.  HA090520

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Kantenfilterbrillen - polarisierender Graufilter
Anwendung:
- Zur Kontrastverstärkung
- Zur Reduzierung der Blendung bei erhöhter Blendempfindlichkeit
- für den Einsatz im Freien wie in geschlossenen Räumen
- bei Augenkrankheiten wie Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, Albinismus, Glaukom,
  Katarakt, Optikusatrophie
Eigenschaften:
- Durch den abgedunkelten oberen Rand liegt die Brille dicht am Kopf an und verhindert so wirksam, dass störendes Streulicht von oben zum Auge vordringen kann. Unterstützt wird dies zusätzlich durch die breit angesetzten Bügel mit integrierten Filtern.
Es werden besonders die störenden kurzwelligen Anteile des Spektrums herausgefiltert
Die Kantenfilterbrille ist zum Tragen über der Korrektionsfassung geeignet.
Technische Daten:
- 100 % UVA/UVB-Schutz
- optische Wirkung: ± 0 dpt
- Material: Polycarbonat
- weiche, gut anpassbare Bügelenden
- zwei verschiedene Fassungsgrößen
  Artikel        Größe    Absoptionsbereich                  Anwendungsgebiet     
16603801    60-16   380 nm, Absorption: 85 %   Einsatz im Freien, Reflexreduzierung,
16603802    67-13                                         polarisierender Graufilter, kein Kantenfilter
16604501    60-16            450 nm                  Kontrastverstärkung, Makuladegeneration,
16604502    67-13                                       Albinismus, Pseudophakie, Optikusatrophie
16605111    60-16            511 nm                  Makuladegeneration, Katarakt, Glaukom,
16605112    67-13                                       Pseudophakie, Retinitis Pigmentosa, empfohlen
                                                                für PUVA-Behandlung, Aphakie, Optikusatrophie
16605271    60-16            527 nm                  diabetische Retinopathie, Photophobie, 
16605272   67-13                                         Katarakt, Glaukom
Die oben aufgezeigte Zuordnung der Anwendungsgebiete ist eine Empfehlung und besitzt keine Allgemein- gültigkeit. Grundsätzlich ist es immer notwendig, die Kantenfilter individuell auszutesten, am besten unter gewohnten Einsatzbedingungen wie z. B. in der eigenen Wohnung oder im Freien.
Für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist eine augenärztliche Verordnung erforderlich.

mehr von    EschenbachOptik02  finden Sie unter: www.eschenbach-optik.de

Wissenswertes zum Kauf von Brillengläsern: Glas ist nicht gleich Glas

   Beim Brillenkauf zählt mehr als eine schicke Fassung. Auch die Gläser spielen eine wichtige Rolle - je nachdem, ob die Brille bei der Arbeit, zu Hause oder beim Sport benötigt wird. Dabei gehe es um mehr als nur unter- schiedliche Glasstärken, sagt Wolfgang Wesemann, Direktor der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln.
   „Grundsätzlich werden Nutzen und Qualität von Brillengläsern,durch drei Faktoren bestimmt", ergänzt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS) in Berlin. Material, Design und Veredelungsvarianten machen jedes Glas zum Unikat, das nicht nur die Sehfähigkeit, sondern auch die ästhetische Wirkung der Brille verbessert.
Material:
   Es beeinflusst laut Kruschinski die Grundeigenschaften der Brille. Während man früher zu schweren minera- lischen Gläsern gegriffen habe, hätten sich heute Kunststoffgläser durchgesetzt. „Der große Vorteil ist, dass sie im Vergleich zu mineralischen Gläsern wesentlich leichter und bruchsicherer sind." Nach Informationen des Zentral- verbands der Augenoptiker (ZVA) in Düsseldorf lag der Anteil der organischen, also der Kunststoffgläser, im Jahr 2008 bei mehr als 82 Prozent aller verkauften Brillengläser.
   Mineralisches Glas ist dagegen extrem kratzunempfindlich. Dieter Friedburg vom Berufsverband der Augenärzte Deutschland in Düsseldorf empfiehlt es denjenigen, die oft in staubiger Umgebung arbeiten oder anderen extremen Einflüssen ausgesetzt sind. Das können zum Beispiel Hitze oder mechanische Bewegungen sein, die auf die Gläser einwirken.
Glasdesign:
   Design hat in diesem Zusammenhang nichts mit rund oder eckig geformten Gläsern, sondern mit ihrer Struktur zu tun. Einstärkengläser wirken schlicht und werden überwiegend verwendet - jedenfalls in der Altersgruppe der unter 40-Jährigen, bemerkt Kruschinski. Kommt durch die natürlich einsetzende Alterssichtigkeit eine weitere Fehlsichtigkeit im Nahbereich hinzu, muss der Brillenträger zu Mehrstärkengläsern greifen.
   Früher standen dazu nur sogenannte Bifokal- oder Trifokalgläser zur Verfügung. „Im unteren Bereich des Glases haben sie einen sichtbar abgetrennten Lesebereich",  erklärt Kruschinski. Doch auch der ZVA bestätigt, dass diese optisch unattraktive Lösung mittlerweile in die Jahre gekommen sei. Gleitsichtgläser, die rein äußerlich wie Ein- stärkengläser wirken, aber viele Korrekturbereiche in einem Glas vereinen, haben sie größtenteils abgelöst.
Veredelung:
   Augenoptiker bieten neben Entspiegelungen und Hartschichtlackierungen auch schmutz- und feuchtigkeits- abweisende Beschichtungen an. Für den Spezialgebrauch im Wassersport oder für Vielfahrer im Straßenverkehr gibt es die Möglichkeit, eine „Polarisation" in die Gläser einzuarbeiten: Lichtreflexe von nassen Oberflächen werden von den Gläsern nicht durchgelassen. So erhöht sich die Fahrsicherheit, und die Augen ermüden nicht so schnell.
   Ebenso gehören farbliche Tönungen zu den Veredelungen: „Getönte Gläser sind oft für Sportler interessant", sagt Kruschinski. Beim Rad- oder Skifahren empfinden sie die Lichtverhältnisse damit häufig angenehmer. Phototrope Gläser bestehen aus selbsttönendem Material. Durch einfallende UV-Strahlung färben sie sich dunkel. Viele Menschen nutzen solche Gläser, um Sonnen- und Alltagsbrille in einer Fassung zu vereinen. „Für Autofahrer eignen sie sich aber nicht", schränkt Friedburg ein. Denn Windschutzscheiben fangen die UV-Strahlen schon vor dem Brillenglas ab, sodass sich dieses im Auto nicht mehr verfärben kann.
  Hartschichtlackierungen zählen mittlerweile zum Standard: „Bei Kunststoff sind sie sogar ein Muss", sagt Kru- schinski. Gerade, weil diese organischen Brillengläser recht kratzanfällig seien, trage eine Hartschicht maßgeblich zu einer längeren Lebensdauer bei. HA100222StefanieHiekmannDPA
Weniger Extras für Kinderbrillen
   Für Kinderbrillen gelten Hartschichtlackierungen als überflüssig: Im Sandkasten schaffen Kinder es oft, eine Brille mit Hartschicht innerhalb einer Woche zu zerkratzen.
   Eine Entspiegelung, die einen großen Teil der von außen einwirkenden Lichtreflexe abfängt, können sich Eltern bei Kinderbrillen ebenso sparen. Durch die Entspiegelung werden die Gläser brüchiger. Und da Kinder nicht darauf angewiesen sind, Lichtreflexe beim Autofahren abzuhalten, lohnt die Entspiegelung bei ihren Brillen auch aus diesem Grund nicht. HA100222

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Auge, sei wachsam: Seit den frühen 1960em enden alle Seheinschränkungen bei der Gleitsichtbrille
Foto oben: Herr der Brille - Bernard Maitenaz erfand das Gleitsichtglas

   Die Gleitsichtbrille wird 50. Anfangs glaubte man gar nicht daran, dass man die dafür nötigen Linsen überhaupt herstellen kann. Heute sind sie Standard.
   Von irgendeinem Moment an reicht eine einzige Brille nicht mehr. Dann braucht das Auge Unterschiedliches für die Ferne und die Nähe. Diese Erfahrung machte schon der Erfinder - nicht nur des Blitzableiters - und Staatsmann Benjamin Franklin, als weitsichtiger Brillenträger seit etwa seinem 30. Lebensjahr. 30 Jahre später zeigt ihn ein Gemälde mit einer seltsamen Sehhilfe, die manche als Zweistärkenbrille interpretieren. Vorher habe er sich mit zwei Brillen herumzuschlagen gehabt, eine zum Lesen, eine für die Ferne, schreibt er 1784 und: „Das jedoch fand ich umständlich. So ließ ich die Linsen durchschneiden und jeweils eine jeder Hälften in dieselbe runde Fassung einpassen." Damit hatte er nur noch die Augen zu bewegen und konnte die zweite Brille nicht verlegen. Doch nicht einmal im Leseteil dieser Bifokalbrille ist sicher zu erkennen, in welchem Jahr er diese Erfindung machte. Und wer genauer hinschaut, erblickt noch andere, denen diese erste entscheidende Innovation zuzutrauen wäre, 500 Jahre nach Aufkommen der Brille an sich in der Glasstadt Venedig.
   Deutlich schärfer hingegen sehen wir John Isaac Hawkins vor uns, der 1826 die Dreistärkenbrille erfand und zwei Jahre zuvor den Ausdruck „bifokal” für, nun ja, Franklins Erfindung prägte. Mit drei Brennweiten in einer Fassung war die Entwicklung von Mehrstärkenbrillen so lange an ihr Ende angekommen, wie die Gläser sich nur als Ausschnitt aus einer Kugeloberfläche („sphärisch”) schleifen ließen. Die nächste Innovation jedoch ließ nicht nochmals ein halbes Jahrtausend auf sich warten. Im Frühjahr 1951 reichte der gerade 25 Jahre alte französische Ingenieur Bernard Maitenaz einen Soleau ein, die in Frankreich gebräuchliche und preisgünstigste Vorform für ein Patent, einen versiegelten Brief. Darin beschreibt er ein Augenglas mit variablem Fokus, in heutigem Sprach- gebrauch eine Gleitsichtbrille. Produziert wurde sie erstmals 1959, sie ist heute so alt wie jene, die ihre An- schaffung zu fokussieren haben.
   Erst war der Widerstand gegen diese Varilux genannten Gläser beträchtlich. Traditionell ausgebildete Optiker sahen deren Abbildungsfehler schärfer als ihre Vorteile. Und dann: Wein aus Frankreich mag ja noch angehen, aber technische Innovationen? Denn Maitenaz' Konzept erforderte Umdenken. Durch das klassische Schleifen hielt er damals Gläser in der Hand, die zwar im Zentralbereich gute Abbildungsleistungen erzielten, doch in den Randbereichen  verzerrten. „Dann  dachte  ich mir”, erinnert sich der Ritter der Ehrenlegion heute,  „man  müsse  die  Oberfläche  frei  gestalten  können.” Das erste Metallmodell umfasste 4.000 Messpunkte. Doch niemand wusste, wie man ein solches Freiflächenglas herstellen sollte. Sein Arbeitgeber, die Societe des Lunnetiers, die später in Essilor aufging, dem heute größten Brillenhersteller der Welt, stellt ihm zuerst ein wenig Arbeitszeit, dann die mechanischen Rechenapparate der hauseigenen Finanzabteilung zur Verfügung. Der Rechenschieber reichte nicht mehr aus, Computer gab es noch nicht.
   Niemand glaubte damals, dass man  eine   solche  Linse  fertigen könnte. Deshalb konnten die ersten Gleitsicht- gläser in einem Raum mit großem Fenster zum Bürgersteig entwickelt werden, ohne dass ein direkt gegenüber- liegendes Konkurrenzunternehmen irgendetwas davon ahnte. Zwar gab es schon vorher Ideen zu progressiven Gläsern, die aber blieben. Theorie.  „Hätte ich sie gekannt, hätte mich das womöglich entmutigt”, erinnert sich Maitenaz heute.  199 der ersten 200 Testträger kamen mit der neuen Brille klar.  Aber  im ersten Jahr wurden nur 3.000 Paar dieser Gläser verkauft. Im nächsten aber schon 27.000. Gerade in Deutschland war die Ablehnung erheblich. Nie werde sich das Auge an eine Abbildung gewöhnen können, die im Nahbereich nicht punktförmig sei, hieß es apodiktisch von Professor Josef Rainer, dem Leiter der einflussreichen Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln.
   Doch der Erfolg ließ sich nicht aufhalten. Zeiss‘ erstes Gradal-Gleitsichtglas war ein französisches Varilux. „Das Auge ist wie ein Schwein. Schwein frisst alles", soll Professor Rainer bei dieser Gelegenheit drastisch auf die Adaptionsfähigkeit des Auges und des optische Eindrücke verarbeitenden Gehirns verwiesen haben. Maitenaz' Patente waren stark, aber liefen irgendwann aus. Der Ingenieur widmete sich der Weiterentwicklung seiner Gleitsichtgläser, die einerseits eine noch bessere Abbildung aller Entfernungen bieten, andererseits stärker auf die Individualität des Brillenträgers eingehen.
   Hier greifen theoretische Konzepte, Befunderhebung und Produktion Hand in Hand. Mit „Eyecode” stellte Essilor passend zum Goldjubiläum des Gleitsichtglases ein automatisiertes Messverfahren vor, das beispielsweise beim Augenoptiker innerhalb von 30 Sekunden den individuellen Augendrehpunkt bestimmt, der wiederum in die Pro- duktionsdaten des Glases einfließt. „Wir können damit erstmals das seit 1909 bestehende Standardmodell des Auges, formuliert von Nobelpreisträger Allvar Gullstrand, in diesem Dreh- und Angelpunkt des Sehens für jeden Menschen individuell anpassen",  sagt Reinald Koderhand, stellvertretender Produktionsleiter bei Essilor in Frei- burg, um uns danach durch die dortige Fertigung zu führen, in der täglich etwa 3.500 Gläser entstehen.
   Basis ist eine von etwa 6.000 unterschiedlichen und vorgefertigten Kunststoffscheiben von 80 Millimeter Durchmesser, deren äußere Krümmung schon dem späteren Produkt entspricht. Im Fertigungsprozess fräsen mit Diamanten bestückte Stichel die bestellte Form spiralförmig aus der dem Auge zugewandten Seite heraus - an etwa 40.000 Punkten je Glas. So entsteht eine wirklich frei geformte Fläche, mit der sich die erforderlichen Abbil- dungseigenschaften hochpräzise und schnell umsetzen lassen. In weiteren Abteilungen werden etwa Tönung, Oberflächenhärtung und Entspiegelung aufgebracht. Für die Beurteilung des richtigen Farbtons ist noch viel menschliches Augenmaß erfahrener Mitarbeiterinnen nötig, während ansonsten die Produktion stark automatisiert ist. Für die Entspiegelung dampft man im Vakuum mikrometerdünne Schichten auf, in denen sich das Licht fängt und verschluckt wird. Drei Tage nach der Bestellung werden die individuellen Gläser an den Optiker ausgeliefert.
   Um welche Produkte wird der in Zukunft seine Palette bereichern können? Vor dieser Frage verschließen die Essilor-Experten zunächst die Augen, um dann auf Gleitsichtbrillen für Kinder und Jugend zu sprechen zu kommen, Letztere sind in China schon eingeführt. Nachdem die sichtbare Grenze der Franklinschen Bifokalbrille zugleich Jung und Alt voneinander trennte, verliert damit die Gleitsichtbrille ihren Status als Signatur gereifter Persön- lichkeiten. Noch nicht ganz fertigungstauglich sind Gläser aus elektrochromem Kunststoff, der beim Anlegen einer Spannung seine Färbung ändert: Ein Drehrädchen sorgt für passende Verdunkelung. In weiterer Zukunft sieht man bei Essilor Brillen, in die bestimmte Informationen - wie das Display eines Navigators - eingeblendet werden. Ähnliches gibt es schon für Piloten und Rennfahrer. Die 50 Jahre alte Gleitsichtbrille, so viel ist zu sehen, ist noch nicht die letzte Innovation. Faz090804NilsSchiffhauer

neu! elektronische Brille   au-PixelOptics--x PixelOptic-Brille

Die elektronische Brille  -  Flüssigkristalle ersetzen Gleitsichtgläser
   Wer über 40 ist, kennt vermutlich das Problem: Man bekommt beim Zeitungslesen das Gefühl, dass der Arm nicht mehr lang genug ist. Schuld daran ist die so genannte Altersweitsichtigkeit, an der in Deutschland schätzungs- weise 18 Millionen Menschen leiden. Weil die Linsenkörper hinter den Pupillen in die Jahre gekommen sind, tun sie sich zunehmend schwer, nahe Objekte wie eine Zeitungs- oder Buchseite scharf zu sehen.
   Die Buchstaben verschwimmen, das Lesen wird anstrengend. Zeit für eine Lesebrille, rät der Augenarzt. Aber was machen Menschen, die sowieso schon eine Brille tragen, weil sie kurzsichtig sind? Ständig zwei Brillen dabei haben zu müssen, für Kurz- und Weitsichtigkeit, ist lästig. Eine Firma in den USA entwickelt deshalb "elektronische Brillengläser", die sich bei Bedarf in den Lesemodus schalten lassen. Schärfe auf Knopfdruck sozusagen.
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Panasonic entwickelt intelligente Brille mit "Autofocus" Sie soll dieses Jahr auf den Markt kommen 
Foto unten:
Sichtvergleich: durch herkömmliche Brillengläser links und durch PixelOptic-Gläser rechts

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   Das Unternehmen PixelOptics Inc. aus dem US-Bundesstaat Virginia hat bekanntgegeben, dass der japanische Konzern Panasonic an der Entwicklung einer neuartigen elektronischen Brille beteiligt ist. PixelOptics will die Brille, deren Gläser sich mittels einer nicht näher erläuterten Kombination aus elektronischen und chemischen Verfahren automatisch an die Erfordernisse des Trägers anpassen, in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres auf den Markt bringen.
Die elektronische Brille
   Die elektronische Brille befinde sich seit 1999 in der Entwicklung, so das Unternehmen. Sie soll vor allem zur Korrektur von Altersweitsicht gut geeignet sein und die bisher gebräuchlichen Gleitsichtbrillen ersetzen. Bei der PixelOptics-Brille soll es im Gegensatz zur Gleitsichtbrille egal sein, welchen Teil des Glases der Nutzer gerade im Blickfeld hat - es soll sich automatisch anpassen, und zwar so schnell, dass der Träger nichts von der Anpassung merkt. Das könnte über eine Methode erreicht werden, die 2005 von einer Reihe von US-Wissenschaftlern vorgestellt wurde und bei der die Korrektur über die Beeinflussung einer fünf Mikrometer dünnen, in einer Matrix organisierten Flüssigkristallschicht auf dem Brillenglas mittels blitzschnell übertragener elektrischer Impulse erfolgt.
   Panasonic erwarb bereits im September 2008 einen Anteil an PixelOptics. In der Mitteilung von PixelOptics ist auch die Rede davon, dass das mit Panasonic gemeinsam angegangene Projekt auch das erste Augenoptiksystem sei, das auch im Sektor der Unterhaltungselektronik zur Anwendung kommen könne. Genauere Details dazu blieb das Unternehmen aber schuldig. Im Januar 2006 erhielt PixelOptics laut US-Medienberichten 3,5 Millionen US-Dollar vom Verteidigungsministerium zur Weiterentwicklung der elektronischen Brillentechnologie zum Einsatz im US- Militär. PixelOptics, im Bereich der Brillenverbundglaser weltweit führend, entwickelt statische Fixfokus- und dynamische elektronische Brillenglaser mit veränderlicher Brennweite und plant deren Vermarktung und Verkauf. PixelOptics brachte im November 2008 das erste verbesserte statische multifokale Brillenverbundglas heraus. Panasonic Shikoku Electronics gehort zur Unternehmensgruppe Panasonic Corporation. Panasonic Corporation ist ein weltweit tätiges und bekanntes Elektronikunternehmen.
   Bill Kokonaski, CTO von PixelOptics sagte: "PixelOptics und Panasonic Shikoku Electronics haben gemeinsam die erste Brillenglaslösung entwickelt, die die Grenze zur Unterhaltungselektronik überquert. Wir sind sehr erfreut, dass Panasonic Shikoku Electronics uns bei dieser Entwicklung unterstützt."
   Im Jahre 1999 begann e-Vision, LLC mit der Entwicklung elektronischer Brillenglaser. Im Jahre 2005 vergab e- Vision die weltweite Exklusivlizenz an den geistigen Eigentumsrechten, Betriebsgeheimnissen und am Know-how des Unternehmens an PixelOptics und hat in der Folge mithilfe neun weiterer Entwicklungspartner aus aller Welt die Entwicklung offensiv und rasch vorangetrieben. Panasonic Shikoku Electronics ist einer der Entwicklungs- partner und spielt bei der Entwicklung dieses Produktes eine entscheidende Rolle. PixelOptics hat mit weltweit über 300 Patenten und Patentanmeldungen bereits ein betrachtliches Portfolio geistiger Eigentumsrechte aufbauen können.
   Ronald D. Blum, promovierter Augenarzt sowie Präsident und CEO von PixelOptics, sagte dazu: "PixelOptics’s elektronische Brillenglaser stellen sich auf chemische, elektrische und optische Art und Weise, ganz ohne bewegliche Teile in Sekundenschnelle und automatisch scharf. Die Brillenglaser bieten im Nah-, Fern- und jedem Zwischenbereich ein scharfes Bild. Sie haben kein sichtbares Fenster und bieten ein bedeutend breiteres und weniger eingeengtes, scharfes Gesichtsfeld als Gleitsichtglaser vergleichbarer Stärke." Gleitsichtgläser stellen die derzeit  am meisten verbreitete und bevorzugte Art und Weise der Korrektur der Alterssichtigkeit, einem ab dem 45. Lebensjahr auftretenden Leiden, das mit einer Verschlechterung der Scharfstellung auf kurze und mittlere Entfernungen einhergeht, dar.
   Dr. Blum sagte weiterhin: "PixelOptics ist hocherfreut, dass sich ein derart angesehenes Unternehmen wie Panasonic Shikoku Electronics an dieser Entwicklung beteiligt. Die Marktkenntnis und wissenschaftlich Fach- kompetenz von Panasonic Shikoku Electronics haben sich bereits als äußerst wertvoll und positiv erwiesen."
   Yukinori Okazaki, CTO und Vorstandsmitglied von Panasonic Shikoku Electronics Co., Ltd. sagte: "Panasonic Shikoku Electronics ist ausserst erfreut, an einem derart interessanten Projekt, das darüber hinaus so vielen Menschen weltweit zugute kommt, mitarbeiten zu können. Wir gehen davon aus, dass es viele Möglichkeiten gibt, die alternde Bevölkerung weltweit medizinisch zu unterstutzen und dass Panasonic Shikoku Electronics dazu entscheidende Beitrage leisten kann. Die Brillenglaser von Pixel sind eine dieser Möglichkeiten."
   Patrick Suel, ein Kooperationspartner des US-amerikanischen Risikokapitalarms von Panasonic, fügte hinzu: "Dass die Beziehungen zwischen PixelOptics und Panasonic Shikoku Electronics so gut vorankommen, zeugt vom starken Engagement  für die gemeinsamen Aussichten und von der großen Beharrlichkeit aller Beteiligten. Die Risikokapital-Gruppe, die in PixelOptics investierte, ist sehr erfreut, zum Zustandekommen dieser Beziehung beigetragen zu haben."
   William Spies, COO von Pixel, sagte: "PixelOptics hat seine elektronische Brille derart konzipiert, dass alle her- kömmlichen Vertriebskanäle wie Glashersteller, Brillengestellfabrikanten, Grosshandelsoptiklabors und Augen- optiker davon profitieren werden. So müssen keine speziellen Anlagen erworben werden und die derzeit üblichen Augenuntersuchungen bleiben ebenfalls unberührt. Vorausgesetzt alles lauft nach Plan, wird PixelOptics die elektronischen Brillenglaser in der zweiten Jahreshalfte 2010 auf den Markt bringen können. Das Unternehmen erlebt somit derzeit ausserst spannende Zeiten."
   PixelOptics fährt mit der Auslieferung seines verbesserten statischen multifokalen Brillenverbundglas namens atLast! weiter fort. atLast! wurde für den weltweiten Multifokalmarkt konzipiert und entwickelt. atLast! ist jetzt als Verbundglas mit einem Index von 1,67 und seit Kurzem auch als Verbund-Poly- karbonatglas mit einem Index von 1,59 verfugbar. Weltweit werden jährlich ca. 50 Millionen Paare Multifokalglaser mit sichtbarem Fenster verkauft. PixelOptics elektronisches Brillenglas (der Name wurde noch nicht bekannt gegeben) wurde seinerseits für den weltweiten Gleitsichtglasmarkt konzipiert und entwickelt. Weltweit werden jährlich ca. 50 Millionen Paare Gleit- sichtglaser verkauft. Insgesamt kommen jährlich ca. 100 Millionen Paare Multifokalgläser auf dem Markt. I
   Das in Roanoke, Virginia, ansässige Unternehmen PixelOptics widmet sich "transformativer Innovation" im Bereich der Brillenglaser. Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit ist die Verbesserung derzeitiger Standard- verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten und die Einführung einer breiten Palette neuer und innovativer, auf "Verbundglas" und neuartigen Entwicklungstechnologien beruhender Produkte. Diese auf spezielle, firmeneigene Art und Weise kombinierten Materialien bieten dem Brillenträger ein wesentlich besseres Seherlebnis. PixelOptics vermarktet und verkauft derzeit seine verbesserten statischen Fixfokus-Multifokal-Verbundglaser www.atlastlens.com und entwickelt elektronische, dynamische Brillenglaser mit veränderlicher Brennweite. Für weitergehende  Informationen  besuchen  Sie  bitte  die  Website  unter www.pixeloptics.com. Original-Videomaterial (keine Simu- lation) des elektronischen Brillenglases von PixelOptics im Vergleich zu Gleitsichtglas steht im Internet: http://www. pixeloptics.com/pages/electronic_demo.html zur Verfügung
Informationen zu Panasonic Shikoku Electronics
   Das in Matsuyama, Japan, ansässige Unternehmen Panasonic Shikoku Electronics Co., Ltd., gehört zum Pana- sonic-Konzern und ist auf die Entwicklung und Fertigung von Gesundheitsprodukten, u. a. von Blutzucker- Überwachungsgeraten, Ultraschall-Diagnosegeraten, Hörhilfen und Robotersystemen für die Befüllung von Injektionsampullen spezialisiert. Das im Jahre 1948 gegründete Unternehmen hat führende Verfahren für In-Vitro- Diagnostiksysteme, medizinische Bildgebung, Hörlösungen und Krankenhausanlagen entwickelt, die für den Gesundheitsfachmann und den Patienten gleichermaßen bereichernd sind. Für weitergehende Informationen besuchen Sie bitte die Website des Unternehmens unter http://panasonic. net/corporate/segments/psec/.

au-Linse-z Neue Brillen machen alles scharf

Spezielle Linsen sollen bei gleichzeitiger Kurz- und Weitsichtigkeit helfen

   Spezielle Linsen helfen bei gleichzeitiger Kurz- und Weitsichtigkeit - doch der Kontrast bleibt auf der Strecke. Kurzsichtigkeit allein ist schon ärgerlich. Doch wenn im Alter auch noch Weitsichtigkeit hinzukommt, wird es teuer. Und mitunter auch kompliziert. So sind etwa Bifokal- oder Gleitsichtbrillen für Fernsicht im oberen und Nahsicht im unteren Glasbereich ausgerüstet - mit der Folge, dass der Benutzer für den richtigen Brennpunkt seinen Kopf auf- oder abwärts bewegen muss.
   Eine ebenso effektive wie preiswerte Lösung für das kombinierte Kurz- und Weitsichtigkeitsdilemma kommt nun aus Israel. Der Mediziner und Nanotechnologe Zeev Zalevsky von der Bar-Ilan University in Ramat Gan hat nämlich eine Technik entwickelt, mit der aus einer einfachen Standardlinse ein hochleistungsfähiges Lichtbrechinstrument wird, durch das man jeden Gegenstand im Bereich von 33 Zentimetern bis zum Horizont scharf sehen kann. Das Prinzip: Die Linsen werden auf spezielle Weise „zerkratzt". Und zwar mit einem Netz aus 25 kreisförmigen Strukturen, deren Linien lediglich ein paar Mikrometer breit und einen Mikrometer tief sind.
   Durch die eingravierten Ringe werden die einfallenden Lichtwellen derart überlagert, dass sie nach der Brechung durch die Linse nicht mehr an einem bestimmten Punkt fokussiert werden, sondern in einem Kanal. Das Fokussieren bzw. Bündeln in einem Brennpunkt birgt ja immer das Risiko, dass dieser Punkt vor oder hinter der Netzhaut liegt, was dann schließlich zu Kurz- und Weitsichtigkeit führt. „Wird das Licht jedoch in einem Kanal fokussiert, ist es gleichgültig, wo es auf die Netzhaut trifft", erklärt Zalevsky. „Das Bild ist immer scharf." Egal, ob der abgebildete Gegenstand i n der Ferne oder in der Nähe liegt. Zalevsky hat seine neuen Linsen bereits an einer Kamera ausprobiert - und an 12 Testpersonen. Die Erfahrungen waren positiv.
   Es gibt aber auch kritische Stimmen. So warnt Pablo Artal von der University of Murcia, dass Lichtüberlagerung immer auch bedeutet, dass ein Teil des Lichts verloren geht. Dieser Verlust gehe dann, so der spanische Physiker, zulasten des Helldunkelkontrasts, den dann das Gehirn mühsam ausgleichen muss. Auch Zalevsky sieht das Kontrastproblem. Doch er glaubt nicht, dass das Gehirn sonderlich dadurch belastet wird. Das Gehirn sei imstande, den fehlenden Kontrast „binnen weniger Sekunden" nachzujustieren.
   Problematischer ist da schon, dass man die neuen Sehhilfen, schon allein wegen ihrer rauen Oberfläche, nicht als bewegliche Kontaktlinse aufbringen kann, sondern fest in Brillengläsern fixieren muss. Sie wandern also nicht mit, wenn sich die Augäpfel bewegen, und so trifft dann auch immer wieder Licht auf die Netzhaut, das nur die unbearbeitete Linsenfläche zwischen den gravierten Kreisen passiert hat. Folgen also die Augen einem bewegten Gegenstand, kommt es beim Sehen immer wieder zu kurzen Unschärfephasen. Doch Zalevsky ist zuversichtlich, dass es dem Gehirn auch gelingt, diese Lücken zu füllen und ein konstant scharfes Bild zu erzeugen.
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SightMate LV920 mit Hilfen für Sehbehinderte

   Sie sieht aus wie eine der seit Jahren recht erfolglos vermarkteten Computer-Display-Brillen - doch die Technik kann mehr als nur Spielfilme abzuspielen. Mit dem SightMate LV920 bringt Eyetonomy eine Display Brille heraus, die das Bild der Umgebung erfasst und für den Nutzer passend verbessert. So können zum Beispiel Farb- fehlsichtige die Kontraste erkennen, die ihnen sonst verborgen bleiben. Auch Vergrößerungen des Echtzeitbildes sind möglich.
   Mittig über den Nasenbügel sitzt eine 2-Megapixel-Kamera, die beiden Displays vor den Augen bieten jeweils eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln mit 24 Bit Farbtiefe. Farbfehlsichtige können mit einem Knopfdruck auf den SightMate-Controller, der als externe Box mitgeliefert wird Foto unten, die erfassten Farben so abändern, bis sie genügend Kontraste sehen können. Auch Randabstufungen lassen sich verbessern, indem das digitale Echtzeitbild mit Bildbearbeitungsfunktionen verändert wird.

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   Doch nicht nur hier hilft die SightMate-Brille. Das Objektiv ist als Zoom ausgelegt und kann eine bis zu dreifache Vergrößerung der Umgebung liefern. Soll es noch mehr sein,  setzt darüber hinaus noch ein 4faches Digitalzoom ein, das aber wie auch bei normalen Digitalkameras die Bilder aufpixeln lässt. Der Zoom lässt sich sowohl im Nahbereich als Lupe als auch im Fernbereich einsetzen.
  Eyetonomys SightMate LV920 soll ungefähr 260 Gramm wiegen - die Akkulaufzeit wird mit ungefähr 4,5 Stunden angegeben. Der Controller wiegt rund ein Pfund und wird in die Hemd- oder Gürteltasche gesteckt. Er bietet neben Zoom- und Helligkeits-Einstellungen für die Mikrodisplays der Brille z.B. auch eine Autofokus-Taste sowie einen Eingang für den Fernseher.
   SightMate sieht genauso aus wie so eine Videobrille und ist eine Hilfe für Leute mit gravierenden Sehschwächen oder auch Farbenblinde. In die Brille integriert ist eine zwei Megapixel Kamera mit dreifach optischem und vierfach digitalem Zoom, der Träger der Brille sieht das von der Kamera aufgenommene Bild auf einem 640 mal 480 Display in der Brille.
   Die Brille, die eher wie eine ausgefallene Spielerei aussieht und extrem sehschwache Menschen von Flaschen- böden-Brillen befreien soll, hat für die bequeme Bedienung eine Fernbedienung. Die Batterie liefert voll aufgeladen für etwa viereinhalb Stunden Energie. Zum Autofahren wird sie vom Hersteller jedoch nicht empfohlen. net100131

au-SightMate-3-xx

                                                                         kbwn

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