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Monitor für Blinde

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Unsere erste Meldung ist eine wissenschaftliche Sensation: Die Kaiserliche Universität Tokio hat einen holographischen Monitor entwickelt. Die gezeigten dreidimensionalen Gegenstände lassen sich virtuell anfassen und im Raum bewegen! Für Blinde öffnet sich hier eine Tür zur sichtbaren Welt.
Unten auf dieser Seite zeigen wir Ihnen neu entwickelte Monitore für blinde Menschen;
zunächst aber Computer, Monitore, Büroeinrichtungen für stark sehbehinderte Menschen.

Holographie zum Anfassen

   Japanische Wissenschaftler haben einen holographischen Monitor entwickelt, bei dem der Betrachter die dargestellten Objekte anfassen und bewegen kann. Der Bildschirm projiziert die dreidimensionalen Gegenstände so in den Raum, dass der Eindruck entsteht, sie würden 30 Zentimeter vor dem Bildschirm schweben. Versucht der Betrachter, den Gegenstand anzufassen, werden Ultraschall-Wellen an die Stelle der Berührung übertragen. So entsteht das Gefühl einer echten Berührung.
   Dazu verfügt der Bildschirm über 324 Ultraschall-Sender. Ein Kamera-System erfasst außerdem die Position der Hand des Benutzers, so dass sich der Gegenstand dadurch virtuell im Raum bewegen lässt.
KaiserlicheUniversitätTokioLeonardo090811

Für Besucher unserer Seite aus dem Bereich Ophthalmie bringen wir die Meldung der Kaiserlichen Universität Tokyo in der autorisierten englischen Fassung:
A.Hirose, K.Tanizawa and C.S.Tay: Fast 3D-Movie Generation by Computer-Generated Holograms

   Computer-generated hologram (CGH) requires a long calculation time. In particular, the generation of a CGH stream for three-dimensional movies takes a huge amount of calculation cost. Last year, we proposed a small-calculation-cost method to generate a CGH stream based on a coherent neural network (CNN) that deals with complex-amplitude information with generalization ability in the frequency domain. We demonstrated successfully that, after carrier-frequency-dependent learning, the system can generate a CGH stream by sweeping the carrier frequency with neural interpolation thanks to frequency-domain generalization. In the system, however, the error that appears in the interpolated CGH images need to be reduced even further so that the method with frame interpolation can be accepted for use generally. This year, we proposed a new hybrid CNN learning method that is able to generate the movies almost just as efficiently and yet reduces even more error that is present in the generated holographic images as compared to the method based solely on correlation learning.

Technische Hilfen für Sehbehinderte am PC

   Es gibt unterschiedliche technische Hilfen für Sehbehinderte am PC. Sie unterscheiden sich im Handling, im technischen Aufwand, in den Kosten und in der Transportierbarkeit. Bei der Ausstattung von PC- Arbeitsplätzen für Sehbehinderte sollte daher immer in der Beratung die folgende Reihenfolge beachtet werden:
   Zuerst müssen die geeigneten optischen Sehhilfen für die Bildschirmarbeit ausgewählt werden. Im zweiten Schritt sollte der Monitor und seine Einstellungen in Zusammenwirkung mit den zuvor empfohlenen Sehhilfen festgelegt werden. Erst dann folgen die speziellen Vergrößerungsprogramme und speziellen Zusatzgeräte. Zum Abschluss wird der zukünftige Arbeitsort mit seinen (Gestaltungs- und) Beleuchtungsmöglichkeiten untersucht.
Optische Sehhilfen
   Wenn nach Ausgleich einer bestehenden Fehl- und/oder Alterssichtigkeit mit Brillengläsern das retinale Auflösungsvermögen (Visus) nicht mehr ausreicht, in gewohntem Abstand normalen Buch- bzw. Zeitungsdruck zu erkennen, muss die Abbildung im Auge vergrößert werden. Dies kann je nach Sehschärfe, Anforderungen und sonstiger Beeinträchtigungen des Sehens auf unterschiedliche Weise ermöglicht werden:
1. Die Annäherung oder Formatvergrößerung

  Besonders bei Kindern oder Jugendlichen wird diese Möglichkeit ausgenutzt, da bei gutem Akkommodationsvermögen die Annäherung ohne spezielle Hilfsmittel schnell und überall eingesetzt werden kann. 
2. Einfache optische Hilfsmittel
   “Einfache” optische Hilfsmittel sind verschiedene Arten von Lupen, die direkt als Lupenbrille ge- tragen werden können oder als Handlupen mit/ohne Beleuchtung zwischen das Lesegut und die Augen gehalten werden können. Lupen gibt es auch für den kurzzeitigen Gebrauch als Aufstecklupen siehe dazu unsere Seite Lupe und Brille
3. Optische Systeme für die Ferne und Nähe

   Als optische Systeme bezeichnet man Hilfsmittel, die sich aus mehreren Linsen zusammensetzen, zum Beispiel Fernrohrlupenbrillen mit/ohne Nahaufstecker und Monokulare nach dem Galilei&grave’schen oder Kepler&grave’schen System
4. Elektronisch vergrößernde Hilfsmittel
   Elektronische Hilfsmittel sind Bildschirmlesegeräte, die eine weit höhere Vergrößerung ermöglichen als optische Hilfsmittel. An diesen Geräten können auch Beleuchtung und Kontraste individueller ein- gestellt werden (bis ca. 60fache Vergrößerung).
5. Monitore und deren Einstellmöglichkeiten
   Sehbehindertentechniker benutzen zwar keine speziellen Monitore, brauchen aber Modelle, die für ihre Sehbehinderung speziell ausgewählt werden müssen. In der Regel handelt es sich um hochwertige Profi- Geräte, die modernste Technik einsetzen. Ob es ein Röhren- oder ein TFT-Gerät sein muss, ob es besonders groß oder eher klein sein muss, ob eine Wandmontage oder ein Schwenkarm notwendig ist u. v. m. hängt von der Sehbehinderung und dem geplanten Einsatz ab.

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Vergrößerungsprogramm mit Sprachausgabe für Ihren PC

   Die Firma Reinecker Reha hat mit iZoom eine Vergrößerungssoftware mit Sprachausgabe für den mobilen Einsatz entwickelt. Mit verschiedenen Vergrößerungsstufen, Bildschirmteilung oder diversen Möglichkeiten der Farbeinstellung stellt iZoom laut Hersteller einen ähnlichen Funktionsumfang zur Verfügung wie eine "normale" Vergrößerungssoftware.
Die neue Generation der Vergrößerungs- und Bildschirmauslesesoftware
„Klein Geschriebenes lesen können“
– eine Fähigkeit, die man nicht unterschätzen sollte. Entdecken Sie mit iZoom USB eine komfortable Vergrößerungssoftware, die das angezeigte Monitorbild ganz Ihren persönlichen Bedürfnissen anpasst – ohne müde Augen und unnötigen Stress. Neben der individuell einstellbaren Vergrößerung, profitieren Sie von verschiedenen Farbeinstellungen und Sprachfunktionen.
   Aktivieren Sie iZoom USB ohne weitere Installation direkt vom USB-Stick und nutzen die Software als derzeit einziges Produkt auf dem Markt ohne Administratorrechte auf jedem Windows-PC. Befestigen Sie den leichten USB-Stick einfach an Ihrem Schlüsselbund und nehmen Sie Ihr iZoom USB überall mit hin. So können Sie Ihre eMails auf Reisen abrufen, in einer Bibliothek arbeiten, einen Vortrag auf einer Konferenz halten oder eine Webseite an einem öffentlichen Rechner betrachten.
   Die zum Patent angemeldeten Funktionen ClearPoint und SmartAlign erhöhen das Lesevergnügen zusätzlich. ClearPoint sorgt selbst bei hoher Vergrößerung für eine herausragende Schriftenglättung. SmartAlign macht Abschnitte von Webseiten und eMails, die über das angezeigte Bild hinaus gehen, ganz ohne horizontales scrollen für Sie lesbar.
Systemanforderungen iZoom:
Microsoft Windows XP SP2, Vista oder 7 Prozessor ab 1,6 GHz (Intel Core 2 Duo)
Arbeitsspeicher ab 2 GB für Windows Vista oder 7 (ab 1 GB für Windows XP)
Grafikkarte mit eigenem Speicher (min. 256 MB)
Internetnutzung: Webbrowser Internet Explorer ab Vers. 6.0

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Bildschirmlesegeräte: besseres Bild durch HD-Kameras

   In diesem Jahr waren an einigen Ständen Bildschirmlesegeräte mit hochauflösenden High-Definition- Kameras in Kombination mit breitformatigen 16:9-Monitoren zu sehen. Die HD-Kameras zeichnen mit einer höheren Datenrate auf als gewöhnliche Digitalkameras, so dass in Kombination mit einem entsprechenden Monitor sehr viel schärfere Bilder möglich sind. Ein Beispiel für diesen Trend zeigte die Firma Reinecker mit ihrem Gerät Video-matic Lux, das mit einem besonders guten Bild überzeugt. Ansonsten haben viele Firmen vor allem am Design und an der Bedienung gearbeitet. Dank der jetzt üblichen Flachbildschirme hat sich auch die Ergonomie verbessert. Die leichteren Monitore sind jeweils so angebracht, dass die Nutzer sie einfacher in der Höhe verstellen und zu sich heranziehen können.

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Videomatic LUX - Premium-Komfort für Ihre Augen

   Wünschen Sie eine bequeme Lese- und Bedienhaltung und wollen eine der besten Technologien bei Lesesystemen, die es auf dem Markt gibt? Dann ist Videomatic LUX für Sie optimal! Sein Monitor ist an einem ergonomischen Schwenkarm befestigt, der Ihnen vielfältige Einstellungsmöglichkeiten bietet. Zusammen mit dem abnehmbaren Bedienfeld können Sie das System an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen.
   Der TFT-Monitor und unsere LVHD-Technologie ermöglichen Ihnen ein flimmerfreies Lesevergnügen. Die integrierte Kamera hat eine ca. 4,25mal höhere Auflösung als herkömmliche Systeme und liefert Ihnen zusammen mit dem Komfort-Autofokus ein scharfes, kontrastreiches Bild, das Ihre Augen schont.
   Ihre Vorteile: ein Lesesystem mit einer der derzeit höchsten Kamerabildauflösungen am Markt; eine ergonomische Lese- und Bedienhaltung,  ein stets scharfes, kontrastreiches, flimmerfreies Bild
   Die Nutzung des Systems ist komfortabel durch das abnehmbare Bedienfeld und die Memoryfunktion; vielfältig durch die verschiedenen Funktionen
Neu
  Die Low Vision High Definition Kameratechnologie bietet Ihnen eine bis zu 4,25mal höhere Auflö- sung gegenüber Standard-Systemen. In Verbindung mit einer Vollbilddarstellung (progressive scan) erhalten Sie ein detailreiches Bild der Premiumklasse.
   Qualität für Ihr Wohlergehen und Ihre Zufriedenheit: Reinecker Reha-Technik GmbH. Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Kundenberatung und Kundendienst, Sandwiesenstraße 19, 64665 Alsbach- Hähnlein, Tel. 01805 - 54 56 65,  Fax 06257 - 25 61 Festnetzpreis 14 ct/min, Mobilfunkpreise abweichend.
info@reineckerreha.de  www.reineckerreha.de 
www.wieder-lesen-koennen.de

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 ttLuxReinecker Produktinformation - Technische Daten:
Komfort-Kreuztisch – Memoryfunktion – Zeilenabdeckung – Zeilenlineal -
Komfort-Autofokus – ergonomischer Monitorschwenkarm - frei platzierbares Bedienfeld
Videomatic LUX - 60 Hz-Kamera, progressive scan, 1280 x 1024 Kamerabildauflösung
ca. 3 - 98-fach abhängig vom Monitor nach Kundenwunsch
17“ TFT-Monitor - 19“ TFT-Monitor - 22“ W TFT-Monitor
Echtfarben, Fehlfarben: eine Fehlfarbe frei wählbar
optional: Blendschutz – Untergestell - Brief, Buch, Foto, Katalog, Kontoauszug, Zeitung, Kreuz- worträtsel, Überweisung.Änderungen vorbehalten. Version 1.0, Stand 01/08, Art.Nr 000 17 215

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kleinerer TFT-Monitor auf Schwenkarm

  Windows und die heutigen Anwendungsprogramme bieten in Verbindung mit modernen Monitoren und Grafikkarten eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten an, die insbesondere für Sehbehinderte sehr nützlich sein können. So können Größe, Kontrast, Farbgestaltung, Bildschirmausschnitte u.v.m. individuell angepasst werden und sogar der parallele Einsatz von zwei Monitoren mit unterschiedlichen Darstellungen des Bildschirms ist möglich.
Vergrößerungsprogramme und deren Einstellmöglichkeiten

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Fotos oben und unten: Monitor mit vergrößerter Schrift

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Zu den Fotos oben: Diese Programme kommen zum Einsatz, wenn entweder die Windows-eigenen Einstellmöglichkeiten nicht mehr ausreichen oder wenn der Monitor nicht variiert werden kann. Dies gilt beispielsweise bei Notebooks und PDAs. Diese Spezialprogramme ermöglichen höhere Vergrößerungen, extremere Farbauswahl, Lupenfunktionen, Steuerung per Tastatur u.v.m.. Heutige Vergrößerungs- programme haben oftmals auch eine synthetische Sprachausgabe integriert, die bestimmte Bildschirm- inhalte und Menüpunkte vorliest.

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Monitor mit hoher Vergrößerung und einer extremen Farbauswahl

BL-Lesegr-mKreuztisch-x    Bildschirmlesegeräte und PC-Kameras

   Natürlich müssen Sehbehinderte auch gedruckte Schriftstücke verarbeiten und können nicht alles mit dem PC lesen und verarbeiten. Wenn hierfür die optischen Sehhilfen nicht mehr ausreichen, gibt es weitere technische Hilfsmittel. Dies sind als erste Gruppe die so genannten Bildschirmlesegeräte, die aus einem großen Monitor und einer darunter angebrachten Kamera bestehen, die den Bereich unterhalb des Monitors mittels einer optischen oder elektronischen Linse aufnimmt. Der Sehbehinderte kann so das Schriftstück flach unter den Monitor schieben, dort wird es von der Kamera registriert und direkt elektronisch an den Bildschirm weitergegeben. Oftmals kommt ein so genannter Kreuztisch zum Einsatz Foto oben, der ein leichtes Bewegen des Schriftstückes unterhalb der Kamera ermöglicht. Der Seh- behinderte kann für den Lesevorgang einstellen, welchen Vergrößerungsgrad, welche Farbdarstellung, welchen Kontrast etc. er auf dem Bildschirm benötigt.

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Kamera auf Stativ und Monitor mit geteilter Bildschirmdarstellung daneben

   Als zweite Gruppe gibt es heute PC-gestützte Kamerasysteme, bei denen die Kamera direkt an den PC angeschlossen wird. Dabei wird der ohnehin vorhandene PC-Monitor als Wiedergabegerät genutzt. Bei dieser technischen Lösung ist es beispielsweise möglich,den Bildschirm in zwei Fenster aufzuteilen, wobei das eine Fenster das Schriftstück unter der Kamera und das andere das aktuelle Word-Dokument wiedergibt. So bleiben Bildschirmabstand und Blickwinkel für den Sehbehinderten immer gleich.

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Mobile USB Lesekamera in High Definition Qualität.

   Die Idea Solo HD Lesekamera liefert gestochen scharfe Bilder in allen Vergrößerungen. Egal ob Sie in der Nähe mit kleiner Vergrößerung arbeiten oder die Fernfunktion nutzen, um eine weit entfernte Schrift zu lesen (z.B. bei einem Vortrag). Durch die hochaufgelöste HD Kamera erkennen Sie alle Details. Mit einem Handgriff wird der Kamerakopf von Fern- auf Nahmodus geschwenkt. Sämtliche Bildeinstellungen werden beim Wechsel zwischen Nah- und Fernfunktion automatisch umgestellt. In der mitgelieferten Tasche lässt sich das Idea Solo HD zusammengeklappt leicht transportieren - so bleiben Sie mobil.
- zusammenklappbare HD-Kamera mit USB- und VGA-Anschluss
- kabellose Fernbedienung
- Tastaturbedienung mittels Shortcuts
- Bildspeicherfunktion
- kompatibel mit ZoomText und Lunar
- Bildteilungsfunktion über USB
- integrierter Akku
- Tragetasche
- geringes Gewicht

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Idea Solo HD - Ideal für Nähe und Ferne. Foto: Die Lesekamera wird mittels USB-Anschluss an ein Notebook oder über den VGA-Ausgang direkt an einen Monitor angeschlossen.

   Die Idea Solo HD Lesekamera ist die kompakte Lösung für Schüler, Studenten und Berufstätige, die mobil sein wollen. Durch die eingebaute, hochauflösende HD-Kamera sehen Sie gestochen scharfe Bilder. Die Lesekamera wird mittels USB-Anschluss an ein Notebook angesteckt oder über den VGA-Ausgang direkt an einen externen Bildschirm angeschlossen. Mit einem einzigen Handgriff wird der Kamerakopf von Fern- auf Nahmodus geschwenkt. Das mühsame Hin- und Herklappen von Vorsatzlinsen entfällt komplett. Besonders komfortabel ist die völlig automatische Umstellung der Einstellungen (Vergrößerung, Farben, Helligkeit, etc.) beim Wechsel zwischen Nah- und Fernfunktion.Die integrierte Bildschirmteilung gliedert den angeschlossenen Bildschirm in Kamerabild und Programmfenster. Auf Knopfdruck können Sie das gerade angezeigte Bild in die Zwischenablage kopieren und direkt weiterverwenden.
   Ob am Arbeitsplatz oder unterwegs: die Idea Solo HD begleitet sie zusammengeklappt überall hin und entfaltet im Einsatz detailgetreue und brillante Vergrößerungen.
Technische Daten:
Vergrößerungsbereich: 1 bis 40-fach
Darstellung: Vollfarbe, Positiv/Negativmodus, Falschfarben
Freie Arbeitshöhe: 300 mm
Akkukapazität: 21/2 Stunden
Anschlüsse: USB, VGA
Zubehör: Software für Windows Vista und XP, Tragetasche, Ladegerät, Fernbedienung, Handbuch
Kompatibilität: ZoomText und Lunar
Abmessungen: Ca. 39 X 13 X 10 cm (zusammengeklappt)
Gewicht: 1,3 kg,  Preis: ca 4.000 Euro 
Informieren Sie sich:
BAUM Produkte und Dienstleistungen für Blinde und Sehbehinderte
BAUM Retec AG, In der Au 22, 69257 Wiesenbach
Telefon: 06223 – 490 90 Fax: 06223 – 490 93 99    eMail:
info@baum.de  Internet: www.baum.de

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Idea Tempus HD - Volldigitales Bildschirmlesegerät mit hochauflösender Kamera

   Gestochen scharfe Darstellung bei jeder Vergrößerung ist das Leistungsmerkmal des volldigitalen Bildschirmlesegeräts. Die hochauflösende High Definition Kamera erzeugt brillante und kontrastreiche Aufnahmen, die detailgetreu auf dem Breitbild Flachbildschirm wiedergegeben werden. Das Idea Tempus HD überzeugt mit hervorragender Bildqualität ab der kleinsten Vergrößerung und schont somit Ihre Augen vor Übermüdung.
- noch nie dagewesene Brillanz und Schärfe auch bei geringen Vergrößerungen
- superschneller Bildaufbau
- Breitbild Flachbildschirm für besonders gute Übersicht
- stufenlose Vergrößerung von 1,5- bis mehr als 60-fach
- Einfache Bedienung über große Bedientasten

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Foto links: Alle Einstellungen nehmen Sie über große Tasten vor.
Foto Mitte:
Zwischen Kamera und Kreuztisch ist viel Platz zum umblättern.
Foto rechts: Blendfreie und schattenfreie Vorlagenbeleuchtung durch LED-Leuchtleiste
Idea Tempus HD - Einfache Bedienung kombiniert mit perfekter Darstellungsqualität.
   Das Idea Tempus HD Bildschirmlesegerät ist eine elektronische Sehhilfe, die kleine Schriftstücke oder Gegenstände mit seiner hochauflösenden Kamera aufnimmt und diese in Echtzeit auf dem Flachbildschirm vergrößert. Über große Tasten können Sie die Vergrößerung sowie Darstellungsart entsprechend Ihren Anforderungen einstellen. Durch das Breitbild erkennen Sie mehr Buchstaben pro Zeile als bei herkömmlichen 4:3 Monitoren - eine Führungslinie unterstützt Sie dabei in der Zeilenführung. Bei Falschfarben werden Kanten besonders scharf und mit hohem Kontrast dargestellt. Mit 30cm Abstand zwischen Kreuztisch und Kamera haben Sie ausreichend Platz um bequem zu Arbeiten oder umzublättern. Dabei sorgt die LED- Leuchtleiste für ausreichend schattenlose Beleuchtung. Ihnen Stehen zwei Modelle zur Auswahl: Entscheiden Sie sich für die Größe des Flachbildschirms (48 cm oder 56 cm). Das Bildschirmlesegerät ist vormontiert und Sie können direkt loslegen.
- Technische Daten:
- Flachbildschirm: 48 cm (19 Zoll) 56 cm (22 Zoll) neigbar und höhenverstellbar
- Auflösung:1280 x 720 (720p High Definition), -Abmessungen: 51 x51 x46cm(BxTxH)
- Gewicht: ca. 16 kg, -Vergrößerung: 1,5-bis 52-fach (19 Zoll), 1,5-bis 60-fach (22 Zoll)
- Darstellungsart:Vollfarbe, Falschfarbe, inverse Darstellung, Autofokus, -Bedienung: 4 Tasten
- Kreuztisch: Vollmetall, brems- und arretierbar in jeder Position
Informieren Sie sich unter: Preis ca 4.000 Euro - freibleibend.
BAUM Retec AG In der Au 22 D-69257 Wiesenbach
BAUM Produkte und Dienstleistungen für Blinde und Sehbehinderte
Telefon: 06223 – 490 90,  Fax:  06223 – 490 93 99 eMail:
info@baum.de   Internet: www.baum.de

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Raumgestaltung und Beleuchtung

   Ebenso wie für Normalsehende ist es auch für Sehbehinderte sehr wichtig, durch die Raumgestaltung und den Einsatz von künstlichen Lichtquellen die visuelle Arbeitssituation zu optimieren. So können durch die richtige Positionierung des Schreibtisches zum Fenster Blendwirkungen durch Sonneneinstrahlung, Reflektionen auf dem Bildschirm, Schattenbildung u.v.m. leicht vermieden werden. Aber auch Vorhänge und einstellbare Rollos können hierbei gute und flexible Helfer sein.
Schreibtisch mit einer Kaltlichtleuchte
   Hierbei ist eine individuelle Anpassung und Erprobung ratsam, da je nach Erkrankung unterschiedlich starke Blendungsempfindlichkeiten und/oder ein erhöhter Beleuchtungsbedarf vorliegen können. Die Industrie bietet inzwischen für diese Ansprüche eine große Auswahl an speziellen Lampen und Leucht- mitteln mit den unterschiedlichsten Farbtemperaturen und Helligkeitseinstellungen an.
   Sehr hilfreich ist es, bei der Raumgestaltung auf starke Kontraste zu achten: “Ein weißer Türgriff an einer weißen Tür in einer weißen Wand ist nicht sichtbar.”

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Büro mit Fenster und Lamellenvorhängen

   Daneben können spezielle, aber auch handelsübliche Leuchten und deren gezielte Positionierung dafür Sorge tragen, dass der Arbeitsplatz des Sehbehinderten blendfrei und gleichmäßig ausgeleuchtet wird.

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  Ausführliche Antworten auf Fragen zu den oben vorgestellten Fotos und Berichten erhalten Sie im
Netzwerk berufliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen:
www.ihre-einstellung.de
Weitere Hilfsgeräte für sehbehinderte Menschen finden Sie auf unserer Seite: Braille-Tech.   kbwn.

HH-Zentrum01x HH-Zentrum02x

Das in Norddeutschland einzige „Zentrum  für vergrößernde Sehhilfen” kann vielen Menschen
wieder zu mehr Seh- und Lebensqualität verhelfen. Das Fachgeschäft in Hamburg
bietet sehbehinderten Menschen  Beratung und eine enorme Auswahl an Hilfsmitteln.

  Moderne elektronische Sehhilfen vergrößern Bild- und Textvorlagen bis zu 60 Mal und sorgen somit für mehr Kontraste. Dadurch werden alltägliche Dinge wie Lesen, Fernsehen oder ohne fremde Hilfe ein- kaufen für stark Sehbehinderte wieder möglich.
  Optiker Bode hat jetzt Norddeutschlands einziges Zentrum für vergrößernde Sehhilfen in Hamburg, in den Rahlstedt Arcaden, Schweriner Str. 8-12 eröffnet. Sehbehinderte Patienten finden hier eine einzigartig große Auswahl an modernen, qualitativ hochwertigen Sehhilfsmitteln aller führenden Hersteller - beispielsweise Lupen, elektronische Sehhilfen, Bildschirmlesegeräte, Lupenbrillen und Spezialsehhilfen, die ihnen das tägliche Leben deutlich erleichtern und somit ihre Unabhängigkeit stärken sollen und können.
  Die Kunden werden von speziell ausgebildeten Low-Vision-Fachberatern qualifiziert und umfassend betreut, um auch bei kompliziertesten Sehanforderungen die optimale Lösung zu finden. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Augenarzt bei bestehenden Augenerkrankungen selbstverständlich.
   Sämtliche optische Hilfsmittel und Möglichkeiten werden dem Patienten im Zentrum ausführlich und in aller Ruhe erläutert. Anschließend können die in Frage kommenden Lösungen bequem und ganz unverbindlich in Ruhe ausprobiert werden.
   Damit die Low-Vision-Fachberater für jeden ihrer Kunden ausreichend Zeit für eine eingehende, individuelle Beratung haben, sind vorherige Terminabsprachen in jedem Fall ratsam: Unter der Telefon-Nummer 040 - 28 80 97 29 kann man ein Beratungsgespräch verabreden und sich von dem Angebot selbst überzeugen.
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Sprechende Tischuhr UFO Design von Optiker Bode siehe unter: blutdruckmessen

Unser 1.Vorsitzender Karl-Heinz Dittert  begrüßt die Gäste der Ausstellung in Oldenburg

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Foto oben: Karl-Heinz Dittert begrüßt im Gesundheitszentrum der AOK Oldenburg die Besucher der Ausstellung.  Bild unten: Manfred Raupach und Msgr. Johann J. Meyer beim Rundgang über die Ausstellung.
Bild daneben:
Das Tischlesegerät “Lupo” der Reha-Technik Reinecker,Winsen-Luhe. 
Info:
Claudius Völker, Tel.: 04171-6 29 29

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lupo  Leichtes TFT-Lesesystem mit Handkamera
   lupo ist ein beeindruckend kompaktes Lesesystem in Flachbildschirm-Technologie.
Legen Sie einfach die Handkamera auf Ihr Lesegut und wählen eine für Sie angenehme Vergrößerung. Texte oder Fotos werden vergrößert dargestellt und Sie erhalten brillante, kontrastreiche Bilder. Um Briefe zu schreiben oder Formulare auszufüllen, stellen Sie die Handkamera auf das vorgesehene Schreibstativ.
   Schließen Sie das System schnell und einfach an Ihren PC an. Und schon können Sie den Flachbildschirm als Monitor nutzen und im Internet surfen.
Ihre Vorteile
- ein kontrastreiches, flimmerfreies Bild
- einen sicheren Stand der Handkamera auf Ihrer Lesevorlage
- Die Nutzung des mobilen Systems ist komfortabel durch beleuchtetes Schreibstativ
  platzsparend durch flaches, kompaktes Design

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Foto links: Nutzung als Monitor mit einem PC verbunden rechts: mit Handkamera und Stativ schreiben

Technische Details

Kamera: 800x600 Kamerabildauflösung (skaliert), Monitor: 14“ TFT-Monitor  Anschlüsse: VGA Eingang
Vergrößerung:  Lesen: 10-, 17-, 25,5- und 32,5fach; Schreiben: 6,5fach
Nutzung für Rechts- und Linkshänder
Ausstattung: Monitor, Handkamera, Schreibstativ mit Beleuchtung, Farbdarstellung Echtfarben, 5 Fehlfarben   
Zum Lesen von: Brief, Buch, Foto, Katalog, Kontoauszug, Zeitung
Zum Schreiben von: Brief, Kreuzworträtsel, Überweisung
Maße und Gewicht:   Gewicht ca. 6,5 kg; Maße (B x H x T in cm) ca. 34 x 39 x 27
Zubehör optional: Führungsschiene für Handkamera
   Qualität für Ihr Wohlergehen und Ihre Zufriedenheit: Reinecker Reha-Technik GmbH. Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Kundenberatung und Kundendienst, Sandwiesenstraße 19, 64665 Alsbach- Hähnlein, Tel. 01805 - 54 56 65,  Fax 06257 - 25 61 Festnetzpreis 14 ct/min, Mobilfunkpreise abweichend.  info@reineckerreha.de 
www.reineckerreha.de 
www.wieder-lesen-koennen.de

Lesesprechgeräte und Vorlesungssysteme.  Hier stellen wir drei weitere interessante Systeme vor

t-docuphon-x    Dokuphon

1. Dokuphon
   Das B&M Dokuphon liest Ihnen einfach alles vor: den Brief vom Amt genauso wie Zeitungen, Taschen- bücher oder Zeitschriften, Groß- und Kleingeschriebenes, Kursives und Gesperrtes, Farbiges oder Schwarzweißes. Die Lage des Textes wird automatisch erkannt. Auch mehrspaltiges Lesegut ist für das B&M Dokuphon kein Problem!
 
Darüber hinaus ist es von jedermann sehr einfach zu handhaben. Alle Sätze werden Ihnen vom B&M Dokuphon in Deutsch oder anderen Sprachen sauber artikuliert und auf Anhieb klar verständlich vorgelesen. Sollte das B&M Dokuphon einmal etwas nicht richtig aussprechen, lassen Sie es sich einfach buchstabieren. Das B&M Dokuphon ermöglicht Ihnen das sogenannte Sofortlesen, d.h. eine Textvorlage wird Ihnen mit einem einzigen Tastendruck unverzüglich vorgetragen. Dieser Modus ist besonders zum Lesen von längeren Texten, wie z.B. aus Büchern geeignet und auch von älteren Menschen leicht zu bedienen. Daneben können schwierige Texte auch tastengesteuert Satz für Satz, Zeile für Zeile oder wortweise vorgelesen werden. Das Vorlesen kann jederzeit auf Tastendruck angehalten und fortgesetzt werden. Die Lesegeschwindigkeit ist selbstverständlich variabel. Doch darüber hinaus kann das B&M Dokuphon auch auf unterschiedliche Stimmlagen und Betonungen unterschiedlich eingestellt werden - ganz nach Ihrem Geschmack.
   Die Texte werden mit einer schön modulierten Sprachmelodie vorgetragen und wirken nicht mehr monoton und roboterhaft. Das Zuhören wird deutlich angenehmer als bei früheren Sprachausgaben.
   Das Gerät ist mit einem Fernwartungsmodul ausgestattet. Dies ermöglicht eine ständige Aktualisierung der Steuersoftware und auf Wunsch eine sofortige Hilfestellung bei Problemen.
   B&M Dokuphon wird z.Zt. angeboten für € 3.596,- Kostenlose Demokassette mit Sprachproben wird vom Hersteller zugesandt: B&M - Ingenieurbüro GmbH,
Industrieweg 10, 23730 Neustadt, Telefon: 04561 - 16 3 88, Fax 16 1 42.
Produktinformation;  freibleibend:  eMail:
bm@bm-ing.de Internet: www.bm-ing.de   

t-Leseprechgerät-             Lesesprechgerät LS 20

Lesesprechgerät für Blinde LS 20  Texterkennung:
Automatische Blattrichtungserkennung, automatische Kontrastregelung, Hilfefunktion jederzeit abrufbar.
Speicher: ca 100.000 Seiten DIN A 4; Integrierte Dokumentenverwaltung Sprachausgabe:
Vollsynthetischer Sprachsynthesizer, 6 verschiedene Stimmlagen, Variable Sprechgeschwindigkeit.
Anschlüsse: Netzanschluss, Kopfhörerausgang. Preis: € 3.988.
Produktinformation.  Freibleibend.

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 PoetCompact – Das kompakte Vorlesesystem mit exzellenter Sprachausgabe

Mit dem PoetCompact können Sie sich gedruckte Texte aller Art auf Knopfdruck vorlesen lassen - und das, ohne lange Anleitungen studieren zu müssen. Sie legen die Textseite auf die Glasplatte des Scanners, den Rest erledigt der Poet für Sie. Sie brauchen keinerlei PC-Kenntnisse, um dieses Gerät bedienen zu können.
- wenige Bedientasten
- klares und deutliches Vorlesen
- angenehme und menschliche Satzmelodie
- verschiedene Sprachen
- alles in einem Gerät
- CD Laufwerk (optional)
BAUM Produkte und Dienstleistungen für Blinde und Sehbehinderte

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Foto oben links: Das CD Laufwerk (optional) spielt auch normale Audio CDs und MP3s.
Foto oben rechts: Sie benötigen keinerlei Systemkenntnisse.
Foto unten links: Der Poet Compact erkennt die Textvorlage automatisch.
Foto unten rechts: Für Brailleleser auch mit Brailleausgabe (optional).

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Poet Compact - Vorlesen auf Knopfdruck!
   Der Poet Compact ist ein kompaktes Vorlesesystem, das einfach und ohne Kenntnisse bedient werden kann. Die eingelegte Vorlage wird automatisch erkannt und deutlich in einer Satzmelodie vorgelesen. Der Poet Compact spricht auf Wunsch 18 natürliche Sprachen. Verschiedenste Ein- stellungen, wie die Sprachgeschwindigkeit, können Sie im laufenden Betrieb einstellen. Alle Funktionen steuern Sie über die Tasten an der Vorderseite - alles in einem Gehäuse.
Technische Daten:
Maße: 49 x 32,5 x 8,5 cm (L x B x H),   Gewicht: 6.7 kg,  Spannung: 100-240V50-60Hz
Bedienung: Einschaltknopf, 5 ergonomische Tasten, komfortables Speichern mittels Spracheingabe,
2 Drehknöpfe, benutzerfreundliche Ordnerverwaltung, kontextabhängige Hilfe
Datenaustausch: über USB-Schnittstelle (z.B. Speicherkarte, MP3 Player, Pronto etc.)
Scanner: integrierter Flachbettscanner der neuesten Generation, modernste Texterkennung mit Schräglagenausgleich
CD-Laufwerk (optional): vollwertiger Daisyreader, Audio-Player, MP3, RTF, DOC und TXT
Zubehör (optional): Barcodeleser zur Erstellung eigener Datenbanken (z.B. CD Sammlung), Braillezeile
Lassen Sie sich den Poeten vorführen: Preis etw 4.000 Euro
BAUM Produkte und Dienstleistungen für Blinde und Sehbehinderte
BAUM Retec AG In der Au 22 D-69257 Wiesenbach
Telefon: 06223 - 490-90  Fax:+49 (0)6223 4909-399  eMail:
info@baum.de Internet: www.baum.de

Dagmar und Max lesen vor. Nützliche Technik für Blinde und Sehbehinderte

  Wer sich von Dagmar, Steffi oder Vera etwas vorlesen lassen will, muss dafür bezahlen. Die einschmeichelnden Stimmen des Vorlesegeräts „Poet Compact” sind ein kleiner Luxus für Menschen mit starker Sehbehinderung und Blinde. „Die meisten professionellen Blindenarbeitsplätze arbeiten mit der Standardstimme ,Max', erklärt Karin Cana von der Firma Baum Retec in Wiesenbach, die Vorlesesysteme und vergrößernde Bildschirmlesegeräte herstellt. Die Stimme von Max klinge zwar abgehackt und eindeutig nach Maschine, aber man könne sie auf ganz schnell stellen und dabei trotzdem noch verstehen.
Mitglied der GmbH oder gleich selbstständig
  In Deutschland gilt ein Mensch, der weniger als ein Fünfzigstel Sehkraft besitzt, als blind. Hochgradig sehbehindert ist, wer trotz Brille nur über fünf Prozent oder ein Zwanzigstel Sehschärfe verfügt. Von den rund 150.000 blinden und 500.000 sehbehinderten Menschen in Deutschland sind mehr als 70 Prozent älter als 60 Jahre. Viele wissen nicht, dass es bereits seit Mitte der achtziger Jahre intelligente Hilfsmittel gibt, die den privaten und beruflichen Alltag entscheidend erleichtern können. Wer will, kann sich die Steuererklärung ebenso vorlesen lassen wie Stevensons „Schatzinsel“.
   Blinde und stark sehbehinderte Menschen können dank moderner Technik alle maschinengeschriebenen und gedruckten Schriftstücke lesen und eigenständig im Internet recherchieren. Vorlesesysteme wie der Poet Compact scannen auf Knopfdruck das Dokument ein, bilden die Sprachmelodie und lesen die Informationen klar und deutlich vor. Vorlesestimme sowie Sprechgeschwindigkeit können individuell eingestellt werden. Außer Deutsch sind auch Fremdsprachen verfügbar. „Die Lieblingsstimmen sind Vera und Steffi”, erklärt Karin Cana. Zusätzlich kann eine Braillezeile angeschlossen werden.
  Wer nicht blind, aber stark sehbehindert ist, profitiert von einem Bildschirmlesegerät. Eine Kamera gibt Text- oder Bild-Vorlagen bis zu 72-fach vergrößert wieder. Für unterwegs, beispielsweise für das Studium von Fahrplänen, Preisschildern im Supermarkt oder Formularen in Behörden, gibt es Sehverstärker wie den „PocketView”, der wie eine Kamera funktioniert und in jede Jackentasche passt. Das Vorlesegerät Poet Compact ist etwas unhandlicher: Bei einem Gewicht von 6,7 Kilogramm hat es die Abmessungen 49 x 32,5 x 8,5 Zentimeter. „Während der   Arbeitsplatz auf Kosten des Arbeitgebers ausgestattet wird, werden Geräte für den Privatgebrauch von der Krankenkasse finanziert”, erklärt Karin Cana. „Der Augenarzt muss ein Gerät verordnen, und der Patient muss eine einleuchtende Begründung abgeben, dann werden die Kosten übernommen.”   
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Weitere Informationen erteilt die Firma Baum Retec AG, Schloss Langenzell in 69257 Wiesenbach unter Telefon (0 62 23) 4 90 90, oder unter www.baum.de Blinde und stark sehbehinderte Menschen können sich von Vorlesesystemen wie dem Poet Compact vorlesen lassen.

  Blindenmonitor macht Bilder fühlbar

  Für blinde und sehbehinderte Menschen sind Computer und Internet nur unter bestimmten Voraussetzungen uneingeschränkt nutzbar: Bei der Gestaltung und Präsentation elektronischer Dokumente und bei der Navigation in Internetangeboten müssen bestimmte Regeln eingehalten werden. Außerdem muss den Erfordernissen blinder und sehbehinderter Nutzer an die Ausstattung von Computerarbeitsplätzen Rechnung getragen werden. Sehbehinderte Menschen können auf Internet- seiten z.B. mit Hilfe eines Sprachausgabeprogramms (Screen-Readers) zugreifen. Dies ist ein Pro- gramm, das Menschen Bildschirminhalte (und damit auch Internetseiten) vorlesen kann. Dazu müssen die Seiten aber barrierefrei gestaltet sein. Das heißt z.B. auch, auf bestimmte HTML-Elemente zu verzichten, mit denen diese Reader nicht umgehen können.
   Die so genannte Braille-Zeile ist zwar ein gängiges Hilfsmittel, mit dessen Hilfe elektronisch gespeicherte Dokumente für Blinde prinzipiell lesbar sind. Jedoch ergibt sich hier beispielsweise folgende Problematik: Auf der Computer-Braille-Zeile wird in der Regel die 8-Punkt-Blindenschrift dargestellt. Die Braille-Zeile erlaubt nur die Darstellung einer begrenzten Anzahl von Zeichen und zeigt jeweils nur einen Ausschnitt des Bildschirmes, manchmal nur Teile einer Bildschirmzeile. Damit ist ein Lesen von reinen Textdateien für die blinden Nutzer sehr mühsam.
   Seit einiger Zeit wird ein so genannter Taktiler Interaktions-Monitor angeboten, der es blinden Menschen ermöglichen soll,  einfache Bilder wie Icons, Geschäftsgrafiken und Buchstaben wahr- zunehmen.
  Eine von Geburt an blinde Mitarbeiterin des Bundesverwaltungsamtes (BVA) hat den Bildschirm in- tensiv getestet und seine Leistungsfähigkeit im Vergleich mit der bisher genutzten Braille-Zeile be- wertet. Ergebnis: Mit dem neuen Bildschirmgerät ist eine höhere Arbeitseffizienz, eine bessere Eigen- ständigkeit und insgesamt eine größere Arbeitszufriedenheit  der blinden Beschäftigten zu erzielen.
   Die blinde Mitarbeiterin arbeitet in einer Organisationseinheit, in der täglich zahlreiche Daten- bankanfragen in Form von A4-Papierdokumenten eingehen. Die Schriftstücke enthalten personen- bezogene Daten, die mit den in der Datenbank des Bundesverwaltungsamtes gespeicherten Daten abgeglichen werden. Anschließend wird vollautomatisch ein Standardschreiben über das Rechen- zentrum des BVA an die anfragende Behörde versendet.
   Für den Abgleich der Daten in den zugesandten Schreiben mit denen in der Datenbank des BVA nutzt die Mitarbeiterin einen Scanner mit Texterkennungssoftware. Die so ausgelesenen Informationen werden auf den Computer-Bildschirm übertragen. Unterhalb der Computer-Tastatur ist eine spezielle Ausgabe- leiste für Braille-Schrift angebracht (Punktschrift, benannt nach ihrem Erfinder Louis Braille). Damit kann die Benutzerin die Zeile der Bildschirmseite, die per Cursor aufgerufen wird, inhaltlich in Blindenschrift „lesen”. Da in diesem Aufgabenbereich auf die hundertprozentige Genauigkeit bei der Identifikation der persönlichen Daten gewährleistet sein muss, ist der Einsatz eines Sprachausgabeprogramms (Screen- Readers) hier nicht möglich.
  Bei der beschriebenen Arbeitsweise ist die Druckqualität der Schriftstücke von größter Bedeutung. Infolge mangelhafter Kontraste in den Dokumenten, die der Scanner nicht ausgleichen kann, kann es zu falschen Ergebnissen beim Datenabgleich kommen.
Der neue Blindenmonitor TIM
   Auf der CeBit wurde erstmals der Blindenmonitor TIM vorgestellt. TIM steht für Taktiler Interaktions-Monitor. Das Gerät wurde von der Universität Wuppertal in Kooperation mit den Entwicklern von ABTIM entwickelt. Es ist das zurzeit einzige weltweit bekannte Hilfsmittel, mit dem Blinde sichtbare Vorlagen in Echtzeit in einer für sie ertastbaren Reliefform angezeigt bekommen.
  TIM hat die Größe eines Notebooks und besitzt ein etwa 4x4 Zentimeter großes taktiles Display. Auf dem Display werden Flächen, Grafiken, Bilder und Buchstaben als 0,8 Millimeter erhabenes Relief abgebildet. Die Software ermöglicht eine sofortige Echtzeitdarstellung. TIM kann außer uncodiertem Text auch farbige Grafiken darstellen. Anhand unterschiedlicher Vibrationen von einigen der insgesamt 256 Tastpunkten können bis zu sieben Farben dargestellt werden.
  TIM verfügt über eine Videosignalverarbeitungseinheit. Sie befindet sich zusammen mit einer Mini- Videokamera und einer Vorlagenausleuchtung in einem Gehäuse. Dieses Gerät wird an die TIM-Basiseinheit angeschlossen. Die jeweiligen Zeichen werden mit stillstehenden Punkten dargestellt. Es ist dabei sichergestellt, dass beim Stillstand der bildeinlesenden Handkamera auch das Bild auf dem Display stehen bleibt.
   Ausführliche Informationen zur Technik und Anwendung von TIM erhalten Sie unter: http://www.abtim.com. Außerdem steht auch die Universität Wuppertal für Fragen der Anwendung zur Verfügung:
Bergische Universität Wuppertal Fachbereich 12 (Maschinentechnik)
Prof. Dr. Jürgen Schlingensiepen Gaußstraße 20 42097 Wuppertal;
eMail:
schlinge@uni-wuppertal.de
TIM - eine Alternative im BVA?
   Im Bundesverwaltungsamt wurde das neue Gerät den internen Ansprechpartnern und Vertretern des Integrationsamtes sowie der Stadt Köln vorgeführt. Dabei wurde deutlich, dass der Einsatz des Blindenmonitors am beschriebenen Arbeitsplatz der blinden Mitarbeiterin zu einer besseren Arbeitseffektivität beitragen kann. So war erkennbar, dass die Fehlerquote beim Einlesen der schriftlichen Dokumente im Vergleich zum bisherigen Verfahren mit dem Scanner und der Texterkennungssoftware eindeutig reduziert werden kann. Auch in Punkto Schnelligkeit hat das Gerät Vorteile gezeigt.
   Nach intensiver Beschäftigung mit den Möglichkeiten des Taktilen Interaktions-Monitors und dem Arbeitsplatz der potenziellen Nutzerin erstellte der technische Berater des Integrationsamtes ein ausführliches Gutachten, in dem die Anschaffung (Preis: 27.000 Euro) aus Sicht des Integrations- amtes befürwortet wurde.
Ansprechpartner:Bundesverwaltungsamt Referat VIII 1 50728 Köln
Ingo Paefgen Vertrauensmann der Schwerbehinderten
Zentralstelle Barrierefreiheit; Telefon: 0221- 758 11 71 eMail:
ingo.paefgen@bva.bund.de

GWP.1.xx GWP.2.xx

Grafischer Zugang für Blinde: Graphic Window Professional (GWP)

GWP.3.xx GWP.4.xx

   Das GWP ermöglicht es Blinden, grafische Darstellung auf dem Bildschirm eines PCs unter Windows zu ertasten. Die Grafiken werden von GWP in tastbare Bilder, bestehend aus 24 x 16 Taststiften, umgewandelt. Dazu wird von der GWP-Software die grafische Darstellung mit Verfahren der Bildverarbeitung aufbereitet und auf die wichtigsten Informationen reduziert. Die tastbare Grafik passt sich je nach der Veränderung der Bildschirmdarstellung dynamisch in Echtzeit an.
Die grafische Welt erkunden
   Mit dem GWP können Blinde grafische Darstellungen auf dem Bildschirm erkunden. Der Bildschirmausschnitt des GWP kann frei über den Bildschirm bewegt werden. Mit der Zoomfunktion kann die Darstellung so vergrößert werden, dass ein Taststift auf der Tastfläche einen Bildpunkt auf dem Bildschirm darstellt. Zur besseren Orientierung bietet das GWP einen Orientierungsmodus, bei dem die Bildschirmposition der Tastmatrix angezeigt wird. Des Weiteren bietet das GWP einen Übersichtsmodus, in dem der gesamte Bildschirminhalt auf der Tastmatrix dargestellt wird. Die GWP Funktionen werden mit 8 Funktionstasten und einer Shifttaste gesteuert. Diese können frei konfiguriert werden. Für den Sehenden wird die Anzeige der Tastgrafik auf dem Bildschirm in einem Anzeigefenster dargestellt.
Das GWP in der Ausbildung

   Speziell in der Ausbildungssituation bietet das GWP einen wertvollen Beitrag, das Konzept und den Aufbau von grafischen Benutzeroberflächen zu vermitteln. Nun werden abstrakte Begriffe in der Windowsumgebung wie zB. Symbole in der Werkzeugleiste begreifbar. Das aktive Fenster kann dann auf der Tastmatrix durch Blinken hervorgehoben werden.  Selbst echte Bilder auf dem Bildschirm können mit dem GWP ertastet werden. Mit dem Infodichteregler kann die Darstellung auf der Tastmatrix auch manuell beeinflusst werden. Speziell im Unterricht kann das GWP neue Möglichkeiten eröffnen. So lassen sich Funktionsgraphen, geometrische Figuren oder Ländergrenzen ertasten.  
Das GWP im Beruf  
   Speziell in Berufen, in denen die Kontrolle von Bildschirmdarstellungen notwendig ist, bietet das GWP für Blinde einzigartige und zukunftsweisende Möglichkeiten. Nun lassen sich grafische Auswertungen wie Diagramme zB. bei Aktienkursen oder Tortengrafiken ertasten. Auch bei der Layoutkontrolle von Dokumenten oder Internetseiten kann das GWP von Blinden eingesetzt werden. Selbst die grafische Darstellung von Messwerten wie bei der Pegelmessung im Tonstudio kann mit dem GWP ertastet werden.  
Das GWP in Kombination mit einer Handy Tech Braillezeile
   Eine Handy Tech Braillezeile mit einem GWP stellt eine perfekte Kombination für den professionellen Arbeitsplatz der Zukunft dar. Durch die Kopplung kann die grafische Darstellung und deren taktile Umsetzung auf der Braillezeile parallel betrachtet werden. Ist der Mauszeiger zB. auf dem Druckersymbol platziert, wird dieses auf der Tastmatrix des GWP dargestellt und gleichzeitig wird der Begriff Drucker auf der Braillezeile in Punktschrift angezeigt. Es kann zwischen permanenter und manueller Verfolgung des Mauszeigers gewählt werden. Die Cursorposition wird auf dem GWP ähnlich wie bei der Braillezeile blinkend dargestellt.  
Die GWP Funktionen
Navigierfunktion

   Mit einem Pfeiltastenkreuz kann der Bildschirmausschnitt, der auf der Tastmatrix des GWP dargestellt wird, verschoben werden. Hierbei ist auch das diagonale Verschieben möglich. Die Bewegungsgeschwindigkeit und die Schrittweite kann in der GWP Benutzeroberfläche eingestellt werden.
Zoomfunktion
   Mit den Zoomtasten, die sich direkt an der Tastmatrix befinden, kann der Bildschirmausschnitt vergrößert oder verkleinert werden. Der Zoombereich reicht von der Darstellung des gesamten Bildschirms bis zur Umsetzung einzelner Bildpunkte auf einem Taststift der Tastmatrix. Die Zoomschritte können eingestellt werden.  
Orientierungsmodus

   Bei aktiviertem Orientierungsmodus wird die Bildschirmposition und Größe der Tastmatrix, bezogen auf den Gesamtbildschirm, blinkend dargestellt. So kann man schnell erfassen, wo man sich am Bildschirm befindet.
Übersichtsmodus
   Im Übersichtsmodus wird der gesamte Bildschirm auf der Tastmatrix des GWPs abgebildet. Das aktive Fenster von Windows kann durch blinkende Taststifte hervorgehoben werden.
Regulierung der Infodichte
   Die Informationsdichte als Maß für die Anzahl der unterschiedlich gesetzten Taststifte wird beim GWP automatisch ausgeregelt. Für besondere, zB. kontrastarme Darstellungen kann die Infodichte in 9 Stufen manuell gewählt werden.  
Positionierungsverfolgung
   Bei aktivierter Positionierungsverfolgung des Mauszeigers verfolgt der Tastmatrixausschnitt die Maus- position auf dem Bildschirm. Ist diese auch mit der Braillezeilenposition gekoppelt, wird das GWP parallel zur Braillezeile geführt.  
   Strukturmodus Im Strukturmodus werden zusätzlich zur Bildschirmgrafik auch Windows-System- informationen ausgewertet. So wird das aktive Fenster blinkend hervorgehoben.  
Technische Daten:
· 16 x 24 Punkte Grafikdisplay, äquidistantes 3-mm-Raster, · 2 Zoomtastn, · serieller Anschluss
· 8 Funktionstasten, · Shift-Taste
· Akkulaufzeit > 20 Stunden, · Schnell-Ladeschaltung (3 Stunden)
· Maße: 110 x 75 x 210 mm (Breite x Höhe x Länge), · Gewicht: 1,0 kg
Prospekte anfordern:
Schweiz:

Handy Tech Elektronik GmbH, Brunnenstr. 10, 72160 Horb  
Tel.: 07451 5546-0,  Fax 07451 5546-67 
eMail: info@handytech.de    Internet: www.handytech.de
Deutschland:
IPD Infosystem Produktion and Distribution GmbH
Manfred Jaklin – Geschäftsführer, Eintrachtweg 19/19a 
30173 Hannover 
Tel: 0511 936309-0,  Fax 0511 936309-19 
eMail:
info@IPD-hannover.de   Internet: www.ipd-hannover.de

Lauschend durch den Cyberspace. Das Gleichstellungsgesetz soll dafür sorgen,
dass sich Sehbehinderte im virtuellen Raum besser zurechtfinden.

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   Taucht Franz-Josef Hanke in die virtuelle Welt ein, steigt der Geräuschpegel. Quäkend liest ihm eine Computerstimme vor, was die Datenautobahn ausspuckt. Zeile für Zeile, von oben links nach unten rechts, hört der blinde Journalist, was sein Bildschirm ablichtet. Jeder Link, jedes Fenster, jedes Werbebanner wird lautgemalt. Baut sich eine neue Netzseite auf, knistert es - symbolisch.
  Still wird es, wenn Bilder, Grafiken, Logos oder Animationen nicht mit Text unterlegt sind. Auch Schriftstücke, die als Grafik oder PDF-Datei abgespeichert sind, kann ein digitaler Sprecher nicht erfassen. “Ich stoße auf Überschriften, und dahinter ist Leere”, beschwert sich der 49-Jährige. Ohne Texthinterlegung sind die rund 155.000 Sehbehinderten, die derzeit in Deutschland leben, vom Informationsfluss abgeschnitten.
   Das Gleichstellungsgesetz für Behinderte bringt nun Licht ins globale Dickicht. Da jeder Bürger an Informationen herankommen soll, muss dies auch für die virtuelle Welt gelten. Deshalb müssen die Webseiten ab sofort “barrierefrei” ins Internet gestellt werden - zumindest, wenn sie von öffentlichen Einrichtungen stammen oder von Mitteln des Bundes bezuschusst werden; für private und unternehmerische Seiten ist die Umsetzung freiwillig. Bestehende Angebote müssen innerhalb von drei Jahren aufgebessert werden, richten sich die Seiten direkt an Behinderte, greift das Gesetz schon jetzt.
    Für Hanke ist das Internet eine Dimension der Freiheit. “Endlich kann ich ohne fremde Hilfe meine Post erledigen und jederzeit an Informationen herankommen”. Hanke kann im Radioprogramm blättern, unbekannte Themen und Begriffe erfragen, selbst per Katalog einkaufen im Internet.
   Trotzdem ist die Welt der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten für Blinde voller Stolpersteine, nicht nur wegen der Textlöcher. Deswegen erläutern immer mehr Sehbehinderte  auf ihren Homepages die Probleme.
   Doch auch der Blinde kann schnell den Überblick im Netz verlieren. Er kann nicht querlesen, jedem Link muss er lauschen. Dabei muss sein Gehör sowieso schon selektieren. Denn ein Sprachprogramm konzentriert sich nicht nur auf das Inhaltliche, sondern der “Page” - oder “Screenreader” liest dem Blinden auch jedes Satzzeichen und alle Programmierbefehle mit vor. “Es wäre technisch machbar, eine Lesesoftware so zu gestalten, dass nur der Text, nicht aber seine Formatierung vorgelesen werden”, sagt Jürgen Mutter, bei IBM Deutschland Ansprechpartner für Behindertenprogrammne. “Doch sind die Seiten im Netz so unterschiedlich, dass sich kein allgemeines Produkt entwickeln lässt.”
   Gestresst ist Hanke, wenn mehr als sieben Links auf einer Seite auftauchen oder wenn der Bildschirm in zu viele Abschnitte (Frames) unterteilt ist.  Vor allem wenn dafür eine spezielle Software notwendig ist. Viele Browser - so auch oft Java-Skript-Varianten - passen nicht zum Betriebssystem, das ihm zur Verfügung steht. Speziell für Hamburgs Internet-Auftritt wird das neue Gesetz zur Grat- wanderung: “Es ist ein Abwägen der Interessen”, weiß Burkhard von der Meden, redaktioneller Leiter des Senatsauftritts von
www.hamburg.de. “Als privatwirtschaftliches Unternehmen ist hamburg.de auf Werbemittel angewiesen, doch bewegliche Banner und zusätzliche Fenster sind für Sehbehinderte ein Gräuel.” Möglich wäre, Werbekästen immer an gleiche Plätze zu setzen. Dafür wiederum muss am Grundgerüst des Internetportals gearbeitet werden. Bis das neue “Ausführungsgesetz” verabschiedet ist, werden die unproblematischen Stellen bearbeitet: “Wir unterlegen schon mal alle Bilder mit Text”, sagt von der Meden.
   Das Umdenken hilft vielen. Gerade für Menschen, die wenig mobil sind, kann das Internet zumindest ein wenig kompensieren, was ihnen die reale Welt versagt. doch speziell für motorische Störungen sind Buttons für den gezielten Klick häufig zu winzig. Fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind rot-grün-blind, viele Designer aber legen ihren roten Knopf auf grünen Hintergrund. “Eine optimale Hintergrundfarbe”, so Hanke, der erst mit 23 Jahren erblindete, ist ein Farbton nahe weiß.”
   Hanke wünscht sich neben einer vernünftigen Textunterlegung vor allem mehr Klarheit: “Nicht zu viel auf die Seiten stellen.” Diesen Wunsch teilt wohl so mancher Surfer. Trotz der Komplikationen - einen Vorteil hat Hanke gegenüber seinen sehenden Kollegen: “Da ich ein Betriebssystem benutze, das nicht üblich ist, habe ich auch keine Probleme mit Viren!”
Barbara Dufner/Foto Sawatzki/HA030225

 Computer-Zubehör für Blinde

  Noch gibt es nicht den flexiblen Monitor, der die Braille-Zeichen der Blindenschrift formen kann. Entweder hilft ein mechanischer Übersetzer an der Tastatur: Kleine Elektro-Magnete heben und senken winzige Stifte, so dass sich nacheinander fühlbare Worte bilden. Dieser Zeilenleser ist allerdings kaum unter 8.000 Euro zu bekommen. Üblicherweise benutzen Blinde Sprachprogramme, im Fachjargon: Page- oder Screen-Reader.
   Eine solche Software hat IBM seit 1985 auf dem Markt. Mittlerweile spricht sie sieben Sprachen, demnächst sollen noch Russisch, Serbisch und Kroatisch hinzukommen. Zudem benötigt der Blinde ein spezielles Betriebssystem. Einer der ersten Internetbrowser - und immer noch der weitverbreitetste - ist Lynx. Dieser wurde einst unter Linux programmiert, läuft aber mittlerweile auch auf MS-DOS. Ebenso existiert eine Windows-Version (“Blindows”). Auch viele gängige eMail-Programme haben mittlerweile Anschluss an einen digitalen Sprecher. Doch alles, was vom reinen Tippen abweicht, ist für Sprach- programme eine Hürde. Wer einem Blinden eine eMail schreibt, sollte kein Attachment anhängen, sondern den Inhalt der Datei in den Text kopieren. duf/HA030225
Weitere Informationen im Internet unter:

www.fjh-jounalistenbuero.de/fj-infos.shtml   www.hamburg.de     www.matthias-haenel.de

 Tast-Bildschirm  für Blinde

  Wer nicht sehen kann, muss fühlen: Dieses Motto von Blinden und Sehbehinderten soll künftig auch für Bilder auf dem Computerbildschirm gelten. US-Forscher haben einen “Bildschirm” zum Tasten entwickelt, der digitale Bilder in einfache dreidimensionale Landschaften umsetzen kann. Vorbild sind die so genannten Braille-Zeilen,die die Buchstaben auf dem Bildschirm in die Punkte der Brailleschrift umsetzen. So surfen viele Nicht-Sehende schon heute im Internet - bislang allerdings ohne Bilder.
   Der Prototyp kann Bilder auf Internet-Seiten oder in elektronischen Büchern übersetzen, er verwandelt eingescannte Illustrationen, Landkarten-Umrisse  oder anderes grafisches Material für die Fingerspitzen, berichten die Entwickler am National Institute of Standards and Technoloty (NIST).
   Computer-Wissenschaftler und Ingenieure hatten sich zusammengetan und einen Plotter mit einem so genannten Nagelbrett kombiniert, jene kleinen Scherzartikel, die dank verschiebbarer Stifte die Form von Hand oder Nase nachbilden.
   Das Nagelbrett der NIST-Forscher nutzt allerdings 3.600 verschiebbare Stifte, die einrasten können, um den lesenden Fingern einen Widerstand zu bieten. Unter dem Brett sitzt ein handelsüblicher Nadelplotter, der normalerweise eine Stiftspitze Punkt für Punkt auf Papier drückt, um ein Bild zu erstellen. Über Kopf montiert, schiebt er die Stifte in die Einrast-Position. Nach dem Lesen lösen sich die Stifte und stehen fürs nächste Bild bereit. Eine Software bestimmt,  wie eine Grafik sich am besten in ein fühlbares Bild umwandeln lässt, bevor es die Information zum Plotter sendet.
   Jetzt geht der Prototyp in den Praxistest: Mitglieder der nationalen Blindenorganisation der USA (NFB) werden das Gerät in marktfähiges Produkt zu liefern. 
LeonardoNewsletter021112

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Monitor für Blinde

  Der Computer wird mehr und mehr auch für nichtsehende Menschen zur Hilfe im Alltag: Wissenschaftler der Wuppertaler Universität haben auf der CeBIT den ersten Monitor für Blinde vorgestellt, den so genannten “Tim” (Taktiler Interaktionsmonitor). Mit ihm erschließen sich für Blinde und Sehbehinderte ganz  neue Möglichkeiten der Bildschirmarbeit - indem sie Informationen fühlen können. Bilder und Texte werden auf dem Tim-Display ertastbar. Das in Echtzeit arbeitende Display hat Taststifte, die durch ein Lochraster gehoben oder gesenkt werden.
  Um Inhalte auf dem Display ertastbar zu machen, müssen sie vorher durch elektronische Bildverarbeitung vereinfacht werden. Farbige Darstellungen werden dabei auf schwarz-weiß reduziert. Auch Computerspiele sind durch “Tim” möglich. Als Informationsquelle für den Blindenmonitor werden PC und Video genutzt.   
HA020318

Bildschirm für Blinde: Bildschirm zum Fühlen!

  Die japanische Weltraumbehörde NASDA hat einen Computer-Bildschirm für Blinde entwickelt. Durch das Heben und Senken von 3.072 Stiften werden Abbildungen wie auf herkömmlichen Bildschirmen simuliert. Diese können ertastet werden. Der Prototyp soll jetzt serienreif sein.  CB01/09

Fühlen statt sehen: Computertechnik schafft ein Fenster zur Welt
Software und Computer-Peripherie helfen blinden Menschen im Alltag

   Knapp eine Million Menschen in Deutschland sind blind oder stark sehbehindert. Für sie werden seit knapp 15 Jahren Programme, Schnittstellen und Zusatzgeräte entwickelt, mit denen sie alle PC-Anwendungen nutzen und auch im Internet surfen können. Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die digitale Agenda, will solche Entwicklungen noch stärker fördern als bisher.
   Surfen im Internet, einen Audio-Podcast schneiden oder schnell mal von unterwegs die eingetroffenen eMails checken gehört für Blinde wie Christoph Bungard zum Alltag. Wenn der Münchner seinen Beruf offenbart, erntet er oft Unverständnis oder ungläubiges Staunen. Denn Christoph Bungard arbeitet als Online-Redakteur. Mit dem Screenreader Cobra, dem Audioschnittprogramm Soundforge, einer synthetischen Sprachausgabe sowie einer Braille-Zeile und einem Braille-Drucker erledigt Bungard seine Arbeiten in der Online-Redaktion genauso schnell wie seine Kollegen. Bei Fotoarbeiten fühlt er sich noch außen vor. Aber das soll sich mit dem „Fühl-Display", das der Dresdner Chemiker Andreas Richter und seine Kollegen entwickeln, bald ändern.
   Das an der Technischen Universität Dresden laufende Projekt erlaubt blinden Menschen nämlich, Bilder und Grafiken zu ertasten. 2013 könnte das Fühldisplay marktreif sein. „Es funktioniert wie ein normales Display, das man vom Computer oder Fernseher her kennt", erläutert Andreas Richter von der TU Dresden, der das Projekt wesentlich vorangetrieben hat, und fährt fort: „Nur dass jedes Farbpixel des Displays zusätzlich noch mit einer aktorischen Funktionalität versehen ist."
   Das heißt, dass jeder Bildpunkt oder Pixel seine Höhe und Festigkeit ändern kann. Das verdanken sie einem Kunststoff, einem sogenannten Hydrogel, das von den Chemikern auch aktives Polymer genannt wird. Polymere reagieren auf Licht, Wärme und Lösungsmittel. Schon bei einer Temperaturdifferenz von nur wenigen Grad Celsius quillt das Hydrogel auf oder schrumpft zusammen. Dabei kann es auch seine Konsistenz verändern. Es kann hart sein wie eine Schreibtischoberfläche oder weich wie menschliche Haut. Ähnlich quellen die Display-Pixel auf, wenn sie mit Licht bestrahlt werden.
Mit den Fingerspitzen auf dem Fühl-Display Bilder erkennen
   Um das zu erreichen, haben die Forscher um Andreas Richter zu einem kleinen Trick gegriffen. Sie haben jeden Bildpunkt bei dieser Anwendung auf einen schwarzen Untergrund gesetzt. Dieser Untergrund wird entsprechend der Lichtstärke erwärmt, weil das schwarze Material das Licht absorbiert und in Wärme umsetzt. Gibt das Fühl-Display ein Bild wieder, so quellen hellere Bildpunkte stärker auf als dunklere. Auf diese Weise können Grafiken, Landkarten oder Fotos auf dem Tast-Display von blinden Menschen erfühlt werden. Das funktioniert ganz ähnlich, wie Buchstaben auf einer Braille-Zeile in Blindenschrift darzustellen. Sogar einige der schon am Markt eingeführten Schnittstellen für die Ausgabe von Bildschirm-Informationen können beim neuen Fühl-Display verwendet werden. Für Andreas Richter und seine Kollegen ist das Fühl- Display zunächst einmal ein Zusatzgerät, das Bildschirminhalte auf nichtoptischem Weg vermitteln kann. Der Klassiker ist hier der Screenreader. Um sich einen Überblick über den Bildschirm zu verschaffen, tastet sich der Blinde mit einem horizontalen und einem senkrechten Schieber am Rande seiner Braille-Tastatur durch den Computerbildschirm. Dabei ist dieser in Zeilen und Spalten aufgeteilt, so dass der blinde Computeranwender immer weiß, wo er sich gerade befindet. „Mit Screenreader und Braille-Zeile oder Sprachausgabe kann ich mich ähnlich schnell in einem Computerprogramm bewegen, wie Anwender mit voller Sehkraft das mit der Maus machen", meint Christoph Bungard.
   Einige Systeme stellen sehr flexible Kombinationsmöglichkeiten von Sprachausgabe und Braille-Zeile zur Verfügung. So kann etwa die aktuelle Position auf dem Bildschirm per Sprachausgabe angesagt werden, der angezeigte Text einer Word-Datei aber wird auf die Braille-Zeile ausgegeben. Einige Zeilenschieber ermöglichen den raschen Bildschirm-Überblick durch die Ausgabe unterschiedlicher Orientierungstöne, die der Anwender zuvor nach seinen Arbeitsgewohnheiten an die Cursorposition angeglichen hat. Zeilen- und Spaltenschieber arbeiten dabei nach dem Taso-Prinzip (Taktil-Akustische Seitenorientierung), das sich mit dem zunehmenden Einsatz von Fenstertechnik bei der Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen durchgesetzt hat.
   Durch die Möglichkeiten der Sprachausgabe wurde die Ausgabe von Texten in Blindenschrift jedoch keineswegs entbehrlich. Braille-Lesezeilen und Braille-Drucker gehören mittlerweile zur Standardausstattung eines blindengerechten PC-Arbeitsplatzes. „In der täglichen Arbeit ergänzen sich die Ausgabeformen", meint Christoph Bungard, der bei der Arbeit am PC die Kombination von Sprachausgabe und Braille-Zeile bevorzugt.
   Mit der Sprachausgabe kann er schnell in einen Text hineinhören oder sich einen Überblick über eine Site im World Wide Web verschaffen. Bei der direkten Textarbeit hingegen bevorzugt er die Braille-Zeile. Die meisten Braille-Zeilen werden über eine bei den Sprachausgabeeinheiten verfügbare Erweiterungskarte angeschlossen. Wahlweise 20, 40 oder 80 Zeichen einer Bildschirmzeile gibt die Braille-Box dann über kleine Metall- oder Plastikstifte aus, die mechanisch angehoben und vom blinden PC-Anwender abgetastet werden.

Das elektrotaktile Prinzip hat sich nicht durchgesetzt
   Für die Darstellung von Groß- und Kleinschrift werden dabei acht Metall- oder Kunststoffstifte be- nötigt. Entsprechend heißt diese Blindenschrift Acht-Punkt-Braille. Die Sechs-Punkt-Braille wird für die Darstellung von ausschließlicher Kleinschreibung verwendet. Nicht durchgesetzt hat sich dagegen das Ende der 1980er Jahre mit großen Erwartungen eingeführte sogenannte Elektrotaktile Blindenschrift- Terminal.Entwickelt hatte es damals Professor Hans Brümmer von der Fachhochschule Hannover. Er war der Meinung, dass die Ausgabe von Buchstaben durch das Anheben von Metallstiften viel zu teuer und außerdem technisch unzuverlässig sei.
 Deshalb hat er die mechanischen Stifte durch Elektroden ersetzt. Wo Blindenschriftpunkte einen Buchstaben darstellen, fließen bei Berührung schwache Reizströme. Die dadurch erzeugten Tastempfindungen ähneln denen bei der mechanischen Abtastung mit Stiften. Allerdings kann die Lesezeile so individuell an den Tastsinn des blinden Benutzers angepasst werden. In einigen Spezialanwendungen wird das elektrotaktile Prinzip der Darstellung auch heute noch verwendet. Doch auf breiter Front konnte es die Metall- oder Kunststoffstifte nicht ablösen.
   An ähnlichen Verbesserungen wie bei der Braille-Zeile haben die Entwickler auch bei der Ausgabe von Blindenschrift auf Papier gearbeitet. Bei den Braille-Druckern haben wohl auch deshalb die sogenannten Index-Modelle aus Schweden so weite Verbreitung gefunden, weil bei ihnen die Druckstärke je nach verwendetem Papier und auch der Abstand der einzelnen Punkte, Zeichen und Zeilen individuell eingestellt werden können.
   Als sogenannte Adaptersoftware haben sich bei den Windows-PCs Blindows und Jaws durchgesetzt, bei Linux-Systemen das federführend von Klaus Knopper entwickelte Adriane-Desktop-System. Cobra ist das Nachfolgesystem von Blindows, hat aber die Verkaufszahlen des Vorgängersystems noch keineswegs erreicht. Die „Middleware für blinde Anwender", Blindows,  wurde Ende der 1990er-Jahre im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts entwickelt und stellt mit der Integration von Screenreader, Sprachausgabe und Braille-Zeile ein recht kompaktes System dar.
   Seit 2008 wurde es in einigen Bereichen von Jaws für Windows abgelöst (Job Access with Speech), weil hier eine eigene Skript-Sprache verfügbar war. Mit der konnte recht einfach branchenspezifische Software angepasst werden, auch wenn sie von den Windows-Programmierstandards abwich. Der Blindows- Nachfolger Cobra wurde dann auch mit einer solchen Skript-Sprache zur Anpassung individueller Software ausgestattet und konnte seither Jaws wieder Marktanteile abnehmen. Vor allem blinde Musiker und Radiojournalisten arbeiten gern mit Cobra, weil hier sehr benutzerfreundliche Skripts für Audio- Schnittprogramme wie zum Beispiel Soundforge zu haben sind.
   Zunehmend beliebter wird das Adriane-System, das Klaus Knopper ursprünglich in der Hauptsache für seine Ehefrau entwickelt hatte, inzwischen aber fester Bestandteil der Knoppix Live-DVD geworden ist. Adriane bietet ein ausgesprochen flexibles und hochgradig portables System, das inzwischen auch das Nutzen von Mobilfunkdiensten, wie zum Beispiel den Short Message Service, über ein eigenes Handy erlaubt.
   Adriane verwendet den von Marco Skambarks und Halim Sahin entwickelten Screenreader for blind Linux User (abgekürzt: SBL), der eine erfreulich hohe Kompatibilität zu anderen etablierten Screenreadern hat, so dass sich der blinde Knoppix-Benutzer nicht erst an eine neue Benutzeroberfläche gewöhnen muss. Beim Betriebssystem Knoppix handelt es sich um ein von Klaus Knopper entwickeltes System auf Grundlage des Open-Source-Betriebssystems Linux, das von einer Vielzahl Programmierer ständig weiter entwickelt wird. Auch das Desktop-System Adriane ist unter der Open-Source-Lizenz nutzbar, kann also weiterentwickelt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Nur müssen alle Weiterentwicklungen der Linux-Gemeinde wieder zur Verfügung gestellt werden.
   Der Fortschritt von Adriane lässt sich auf dem Internetforum Blindzeln.de gut verfolgen, auf dem eine eigene Mailingliste in deutscher Sprache  zum Informationsaustausch rund um Adriane eingerichtet worden ist. Einige unabhängige Computeranbieter liefern Personal Computer aus, bei denen Adriane entsprechend vorkonfiguriert ist, und bieten darüber hinaus die Installation und Konfiguration beim Anwender zu Hause oder an dessen Arbeitsplatz an.
FAZ100803PeterWeichering

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