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Mehr finden Sie unter: Diabetes-Test
Tests aus Apotheken liefern schnelle Diagnosen. Ăber die Interpretation der Daten geben wir unten auf dieser Seite Rat!

Das Amsler-Gitter als Augentest

1. Drucken Sie das Gitterquadrat aus 2. Halten Sie es in angenehmer Lesedistanz (evtl. mit Brille oder Kontaktlinse) 3. Decken Sie ein Auge mit der hohlen Hand ab. 4. Fixieren Sie mit anderen Auge exakt den Punkt in der Mitte des Quadrates. 5. Können Sie den schwarzen Punkt in der Mitte erkennen? 6. Sind alle Linien Parallel, alle KĂ€stchen gleich groĂ? 7. Erscheinen Ihnen alle Linien in einem gleichmĂ€Ăigen Schwarz? 8. Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge. 9. Wenn Sie alle Fragen mit “Ja” beantworten können, ist kein besorgniserregender Befund festzustellen. Ein oder mehrere “Nein” können dagegen auf VerĂ€nderungen der Netzhaut hindeuten - und einige der zugrunde liegenden Krankheiten mĂŒssen so frĂŒh wie möglich behandelt werden, um einen Sehkraftverlust zu verhindern. Lassen Sie sich deshalb augenĂ€rztlich untersuchen. 10. Sehen Sie Linien verzerrt oder erscheinen Flecken im Gitternetz, wie auf dem Bild hier unten:
unbedingt Augenarzt aufsuchen!
Verbiegungen der Linien (Wellenlinien) oder Verzerrungen der Quadrate bzw. fehlende Quadrate sind Hinweise auf krankhafte VerÀnderungen der Netzhaut.
Vom Schwinden des Lichtsinns: Die feuchte Makuladegeneration löscht das Sehen im zentralen Gesichtsfeld aus
Foto 1: Gesunde Sinneszellen Die Stelle des schĂ€rfsten Sehens enthĂ€lt dicht gepackt Millionen von Lichtrezeptoren. Sie kann feinste Details auflösen. Ihre OberflĂ€che ist glatt. Mit jeweils nur einem Auge betrachtet, erscheinen alle Linien im so genannten Amsler-Gitter-Test gerade und scharf. Foto 2: Erkrankte Netzhaut Ablagerungen, die bei der Regenerierung des Sehfarbstoffs entstehen, stören die ErnĂ€hrung der Sehzellen und lassen GefĂ€Ăe wuchern. Die Netzhaut schwillt an und legt sich in Falten. Dadurch er- scheinen Linien verzerrt. Erste Sehzellen sterben ab. Foto 3: SpĂ€tstadium Aus undichten Kapillaren tritt Blut in die Netzhaut aus. Dieses raubt den ohnehin lĂ€dierten Seh- zellen akut die Sicht. Wichtige Sehbereiche im zentralen Gesichtsfeld fallen aus. Betroffene können Objekte ihrer Umwelt nicht mehr erkennen, sind auf Hilfe angewiesen. Focus0649
Eine InformationsbroschĂŒre ĂŒber die Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten gibt es kostenlos unter Tel.: 040 - 32 32 81 41 Fax: 32 32 81 44 beim InfobĂŒro Photodynamische Therapie (PDT). Adressen von AugenĂ€rzten, die PDT anbieten, beim Berufsverband der AugenĂ€rzte, Teersteegenstr. 12, 40474 DĂŒsseldorf, Tel.: 0211 - 430 37 00, Fax: - 430 37 20. Weitere Infos zur PDT bei der Selbsthilfegruppe Pro Retina, Vaalserstr. 108, 52074 Aachen, Tel.: 0241 - 87 00 18.
Probleme mit den Augen hatte Gerhard P. (61) zuvor nie gehabt: Er konnte immer auf beiden Augen hundert Prozent sehen. Bis zu dem Tag, als der aktive Rentner merkte, dass ihm das Lesen immer schwerer fiel. Eine neue Lesebrille half nicht. Die Untersuchung beim Augenarzt ergab: Das Sehver- mögen auf dem linken Auge betrug nur noch 20 Prozent. Nur wenige Monate spĂ€ter nahmen die Sehstörungen plötzlich weiter zu. Gerhard P.: “Wenn ich morgens ins Bad trat, sahen die Kachelfugen nicht mehr gerade aus, sondern bildeten ein verbogenes Geflecht. Und beim Lesen sah ich statt der Buchstaben einen dunklen Fleck.” Nach weiteren Untersuchungen und einer GefĂ€Ădarstellung der Netz- und AderhautgefĂ€Ăe erfuhr der verzweifelte Mann die Diagnose vom Augenarzt: Altersbezogene Makula- degeneration, kurz AMD. “Die altersbezogene Makuladegeneration ist die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr eine erhebliche Minderung des zentralen Sehvermögens bei ĂŒber 50-JĂ€hrigen”, so Prof.Dr. Dr. Sebastian Wolf, UniversitĂ€tsaugenklinik Leipzig. Betroffen ist dabei die Makula (“gelber Fleck”), ein kleiner Bereich in der Mitte der Netzhaut des Auges, der fĂŒr die wichtigsten Sehleistungen wie Lesen, Autofahren, das Erkennen von feinen Einzel- heiten und das Unterscheiden von Farben verantwortlich ist. Die genaue Ursache der AMD ist bislang noch nicht eindeutig geklĂ€rt. Die wichtigsten Risikofaktoren aber sind zunehmendes Lebensalter und Rauchen. AuĂerdem tritt die Erkrankung bei Frauen hĂ€ufiger auf als bei MĂ€nnern; Experten vermuten, dass auch Erbfaktoren, Herz- Kreislauf-Erkrankungen und ErnĂ€hrung eine wichtige Rolle bei der Entstehung der AMD spielen.Die alters- bezogene Makuladegeneration (AMD) bereitet vielen Ălteren Menschen und deren Angehörigen Sorgen. Denn schon heute ist die AMD die hĂ€ufigste Augenerkrankung, die im höheren Lebensalter zum Verlust der zentralen SehschĂ€rfe fĂŒhrt. Die zerstörerischen (degenerativen) VorgĂ€nge spielen sich fatalerweise genau in jenem Bereich ab, in dem anspruchsvolle Sehleistungen wie das Fixieren von GegenstĂ€nden stattfinden. Die Folgen von AMD sind oft gravierend: die Betroffenen können bekannte Gesichter nicht mehr er- kennen, Lesen wird unmöglich, und auch im Fernsehen können die Bilder nur unscharf erkannt werden. FĂŒr die Betroffenen ist dies oft gleichbedeutend mit einer geistigen und sozialen Isolation. Denn mit dem Verlust des Sehvermögens geht zugleich ein wichtiges StĂŒck UnabhĂ€ngigkeit verloren. Die altersbezogene Makuladegeneration verursacht keinerlei Schmerzen. Erste Anzeichen sind ein Verzerrtsehen, gerade Linien sind krumm oder gebogen. Beim Lesen befindet sich mitten im Schrift- bild, dort wo der Patient gerade hinschaut, plötzlich ein verschwommener Fleck. Zuerst können noch viele Buchstaben erkannt werden, dann aber wird der Fleck immer gröĂer. Im SpĂ€tstadium können die AMD- Patienten selbst bekannte Gesichter nicht mehr zweifelsfrei erkennen. Nur schemenhafte Umrisse und Kontraste auĂerhalb des zentralen Gesichtsfeldes werden erkannt. Das bedeutet zwar, dass der Patient nicht völlig erblindet, allerdings kann die zentrale SehschĂ€rfe derart eingeschrĂ€nkt sein, dass der Betroffene Blindenhilfe geltend machen kann. Die altersbezogene Makuladegeneration kommt in zwei unterschiedlichen Verlaufsformen vor, der “trockenen” und der “feuchten” Form. Weitaus hĂ€ufiger ist die trockene altersbedingte Makula- degeneration (circa 85 Prozent), bei der es ganz allmĂ€hlich zur Sehverschlechterung kommt. Bei der augenĂ€rztlichen Untersuchung kann der Arzt gelbliche Ablagerungen (so genannte Drusen) unter der Netzhaut erkennen. Zu Beginn ist das Sehvermögen nur geringfĂŒgig eingeschrĂ€nkt, spĂ€ter jedoch, wenn viele Sinneszellen zerstört worden sind, kann sich das zentrale Sehen erheblich verschlechtern. Wirk- same Behandlungen sind derzeit noch nicht bekannt. Bei der weniger hĂ€ufigen aber deutlich agressiveren “feuchten” Makuladegeneration wuchern GefĂ€Ăe in den Spalt zwischen Aderhaut und Netzhaut. Der Austritt von FlĂŒssigkeit aus diesen krankhaften GefĂ€Ăen fĂŒhrt letztendlich zur Zerstörung der Sinneszellen. Wird die AMD allerdings frĂŒhzeitig fest- gestellt, besteht bei einigen Patienten die Chance, den Sehverlust aufzuhalten. Als hoffnungsvolle Behandlungsmöglichkeit gibt es die so genannte Photodynamische Therapie, die einen zielgerichteten Verschluss der krankhaften BlutgefĂ€Ăe bewirkt und damit den Krankheitsverlauf gĂŒnstig beeinflussen kann. Die Chancen, einen weiteren gravierenden Abfall der SehschĂ€rfe mit Hilfe der Therapie zu verhindern, sind am gröĂten, wenn die Erkrankung frĂŒh entdeckt und therapiert wird! Wenn sich wie bei Gerhard P. das Sehen innerhalb kurzer Zeit sehr stark verschlechtert, bedeutet das Alarmstufe Rot - die agressive feuchte Form der AMD könnte die Ursache sein. Prof. Wolf: “Die Patienten bemerken zunĂ€chst Verzerrtsehen und eine verĂ€nderte Farbwahrnehmung. SchlieĂlich kommt es zu einem zunehmenden Verlust der Sehkraft bis hin zur Erblindung.” Die gute Nachricht: Bei einem Teil der Patienten mit dieser Form der Makuladegeneration kann die Photodynamische Therapie (PDT) mit dem Wirkstoff Verteporfin (Visudyne) den Sehverlust aufhalten. Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth von der Klinik fĂŒr Augenheilkunde der Medizinischen UniversitĂ€t LĂŒbeck konnte nachweisen, dass die PDT bei krankhaften GefĂ€Ăneubildungen - wie sie bei der feuchten AMD vorkommen - erfolgreich eingesetzt werden kann. ZunĂ€chst wird dabei der lichtaktivierbare Farbstoff in die Armvene injiziert. Der Farbstoff reichert sich ĂŒber die Blutbahn vor allem in den krankhaften GefĂ€Ăen im Auge an. Genau 15 Minuten spĂ€ter wird das betroffene Auge dann fĂŒr 83 Sekunden mit kaltem Laserlicht beleuchtet. Dadurch werden biochemische Prozesse ausgelöst, die die krankhaften GefĂ€Ăe verschlieĂen und den betroffenen Netzhautbereich “austrocknen”. Der Vorteil: Das gesunde Netzhautgewebe bleibt dabei erhalten und wird nicht ge- schĂ€digt. In einer groĂen internationalen Studie konnte bei der so genannten klassischen feuchten AMD ein “fast achtzigprozentiger Behandlungserfolg” festgestellt werden, so die LĂŒbecker Expertin Schmidt- Erfurth. Auch Gerhard P. konnte mit der Photodynamischen Therapie behandelt werden. “Die Photo- dynamische Therapie wurde bei Hern P. insgesamt viermal durchgefĂŒhrt”, erklĂ€rt Schmidt-Erfurth. Mit Erfolg - nach Abschluss der Behandlung betrug das Sehvermögen auf dem rechten Auge wieder 60 Prozent. Selbst kleinere Schrifttypen kann Herr P. wieder ohne Probleme lesen. Die letzte Behandlung liegt drei Jahre zurĂŒck, ohne dass die Sehkraft in der Zwischenzeit wieder nachgelassen hat. Die schlechte Nachricht: Zurzeit ĂŒbernehmen nur einige Krankenkassen die Kosten fĂŒr das Medi- kament (pro Therapiesitzung etwa 1.700 Euro), das injiziert wird. Die augenĂ€rztliche Therapie wird meist nicht von den Kassen bezahlt. Vor Therapiebeginn sollten sich Patienten deshalb unbedingt mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. AnnetteWelckerHA010509
Astigmatismus - Test
Astigmatismus, im Volksmund verallgemeinernd auch als «Hornhaut-VerkrĂŒmmung» bekannt, ist eine verbreitete Form der Fehlsichtigkeit, die hĂ€ufig auch im Verbund mit einer Kurz- oder Ăbersichtigkeit besteht. Ein nur leicht ausgeprĂ€gter Astigmatismus kann im Wahrnehmungsprozess zwischen Auge und Gehirn hĂ€ufig kompensiert werden.

Drucken Sie den Sehtest aus. Betrachten Sie die Balken aus Lesedistanz erst mit dem einen, dann mit dem anderen Auge. Decken Sie das nicht gebrauchte Auge mit der Hand. Bewegen und drehen Sie das Blatt. Sehen Sie die Balken und ZwischenrĂ€ume eines oder mehrerer Felder nicht klar schwarz-weiss sondern grau, haben Sie wahrscheinlich einen Astigmatismus. Das Feld, das am schwĂ€rzesten ist, gibt Richtung der VerkrĂŒmmung an.
Im Zweifel Test wiederholen
Der Sehtest beim Augenarzt sollte bei Zweifeln besser wiederholt werden. Denn auch Tagesform und Fitness beeinflussten die Sehkraft, erklĂ€rt Georg Eckert vom Berufsverband der AugenĂ€rzte. Wer sich nicht sicher sei, sollte einen zweiten Termin machen. Der Wert sollte bei den verschiedenen Messungen einigermaĂen stabil sein. GroĂe Schwankungen der Sehkraft könnten auch ein Hinweis auf eine Diabetes-Erkrankung sein. dpaHA060717HA060729
Wiederholung: Astigmatismus-Test

Legen Sie das Sehtest-Poster vor sich auf den Tisch, und betrachten Sie das Streifenmuster aus etwa 40 Zentimeter Entfernung. SchlieĂen Sie das linke Auge. Sehen Sie die senkrechten und waage- rechten Linien gleich dick und gleich schwarz? Drehen Sie nun das Plakat mit den HĂ€nden im Halbkreis rasch hin und her. Bleiben die Linien dabei gerade und parallel, oder haben Sie den Eindruck, dass sie sich verbiegen? Stellen Sie Abweichungen fest, könnte die Hornhaut Ihres Auges eine VerkrĂŒmmung aufweisen (Astigmatismus), die Ihre SehschĂ€rfe mindert. Sie kann nach einer professionellen Unter- suchung mit zylindrischen Linsen korrigiert werden. Wiederholen Sie den Test fĂŒr das linke Auge - schlieĂen Sie dafĂŒr das rechte. SternGesundheitsTest0711
Farbsehtest Teil I

Was sehen Sie auf diesem Bild (Betrachtungsabstand etwa 40 Zentimeter)? Eine â182” bedeutet: kein auffĂ€lliger Befund. Wenn Sie dagegen nur eine â8” erkennen, deutet das auf eine Rot-GrĂŒn-Störung hin. Sehen Sie lediglich eine â12”, so könnte eine Blau-Gelb-Störung vorliegen. Ein Augenarzt oder ein Optiker sollte dies mit ausfĂŒhrlichen Tests ĂŒberprĂŒfen. SternGesundheitsTest0711
Farbsehtest II

Aus einem Abstand von 40 Zentimetern sollen Sie zunĂ€chst das obere Figurenpaar beurteilen. Was erkennen Sie? Sofern Sie keine Farbsehstörung haben, sehen Sie rote Quadrate mit grauen Punkten verschiedener Helligkeit in der Mitte. Bei der Betrachtung der unteren Reihe erkennen Sie grĂŒne Quadrate mit entsprechenden grauen Punkten. Viele Personen mit Rot-GrĂŒn-Störungen jedoch halten die grauen Punkte fĂŒr grĂŒn (obere Reihe) oder rötlich. Eine Untersuchung ist in diesem Fall angeraten. SternGesundheitsTest0711

Sehtest im Internet
Einen kostenlosen Sehtest bietet das Kuratorium Gutes Sehen im Internet zum Herunterladen an. Der unter www.seh-check.de ausdruckbare Test orientiert sich an den vom Augenarzt bekannten Buch- stabentafeln mit Lettern in unterschiedlicher GröĂe. Die ĂberprĂŒfung soll lediglich auf mögliche Seh- probleme hinweisen, ersetzt aber nicht den Besuch beim Optiker. UnterstĂŒtzt wird die Aktion ua. vom Bundesverkehrsministerium und dem Automobilclub von Deutschland. HA081015mid
Herzlich willkommen bei Seh-Check.de
Auf diesen Internet-Seiten finden Sie wertvolle Informationen rund um das Thema Gutes Sehen. Ein kostenloser Seh-Check zum Downloaden und Ausdrucken kann Ihnen dabei helfen, sich einen schnellen Eindruck ĂŒber Ihr eigenes Sehvermögen zu verschaffen. Probieren Sie es einfach aus! Da mehr als 30% der deutschen Bevölkerung nicht den optimalen Durchblick haben, initiiert das Kuratorium Gutes Sehen unter dem Motto “Aktion Seh-Check” zahlreiche Aktionen, die das Interesse am Sehen fördern. Das Aktionsspektrum erstreckt sich vom Sehtest im Bundestag ĂŒber einen Massen- sehtest in der Allianz-Arena oder dem erfolgreichen Guinness-Weltrekordversuch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die jĂ€hrliche Verkehrssicherheitskampagne, die das KGS in diesem Jahr unter das Motto âBremskraft 100% - Sehkraft 60% - Sehtest alle 2 Jahre” gestellt hat. Schirmherr der Aktion ist das Bundesverkehrsministerium. Besuchen Sie unsere “Seh-Tipps” mit zahlreichen Verbraucherhinweisen oder unser FAQ-Center, falls Sie Fragen haben. Das KGS ist eine Brancheninitiative und informiert seit mehr als 50 Jahren Endverbraucher rund um das Thema Gutes Sehen. © 2008 KGS e.V. infoservice@sehen.de Herausgeber: Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) SaarbrĂŒcker StraĂe 38, 10405 Berlin, Tel. 030 / 41 40 21-22, Fax 030 / 41 40 21-23 info@sehen.de KGS Infoservice, Tel. 030 / 41 40 21-40, Fax 030 / 41 40 21-41
MessgerĂ€t fĂŒr den Blutzuckerspiegel
Tests aus Apotheken liefern schnelle Diagnosen Ohne den Rat des Arztes geht es aber meistens dennoch nicht
Eine fundierte Diagnose kostet Zeit und sehr viel Geduld. Endlose Minuten im Wartezimmer, eine Untersuchung nach der anderen und immer neue Termine. Preiswert und prompt bekommt der Gepei- nigte hingegen Antwort von Selbsttests aus der Apotheke. Zucker im Blut, Bakterien im Magen, Blut im Stuhl - viele AuffĂ€lligkeiten und Erkrankungen können hier ohne Doktor ĂŒberprĂŒft werden. Doch wie verlĂ€sslich sind die Befunde? âGrundsĂ€tzlich gilt, dass jeder noch so banale Test fachgerecht durchgefĂŒhrt werden muss, damit es nicht zu falschen Ergebnissen kommt“, sagt Sabine Marnach, Sprecherin des Bundesverbandes der AOK. Wer auf dem Weg zur Arbeit in die Apotheke hetzt, um rasch seinen Blutdruck zu messen, wird eine böse Ăberraschung erleben. Der Wert wird vermutlich höher liegen als ĂŒblich, beispielsweise bei 110 zu 160 statt 80 zu 120. Der Grund: AuĂer Atem schnellt der Blutdruck in die Höhe. So soll es bei einem gesunden Körper auch sein: âIn gröĂeren Apotheken gibt es manchmal Sitzgelegenheiten. Nehmen Sie kurz Platz und ruhen Sie sich fĂŒnf Minuten aus und lassen Sie erst dann den Blutdruck messen”, rĂ€t Marnach. Dann ist die Messung sicherlich gut investiertes Geld. Auch bei anderen Tests kann der Laie danebenliegen und sich im schlimmsten Fall eine Krankheit zu- schreiben, die er gar nicht hat. Misst ein Patient nichts ahnend den Blutzucker nach dem FrĂŒhstĂŒck, kann der Wert Diabetes vorgaukeln. TatsĂ€chlich ist die Fehldiagnose dem Zucker in der Marmelade geschuldet, der im Blut seine natĂŒrliche Wirkung entfaltet. Wird dagegen mit nĂŒchternem Magen ein Tropfen Blut auf den Teststreifen getropft, verrĂ€t dieser zuverlĂ€ssig, ob sich eine Zuckerkrankheit anbahnt. âMeist ist den Menschen jedoch wenig damit gedient, mit einer solchen Selbstdiagnose alleine ge- lassen zu werden. Sie benötigen Ă€rztlichen Rat. Gerade bei Diabetes muss abgeklĂ€rt werden, ob Insulin gespritzt werden muss”, gibt Marnach zu bedenken. Bei einem positiven Befund im Test wird man deshalb dem Hausarzt einen Besuch abstatten mĂŒssen. Wenig aussagekrĂ€ftig ist hingegen der Darmtest auf bösartige GeschwĂŒre. Im fortgeschrittenen Stadium wird bei Darmkrebs Blut mit dem Stuhl ausgeschieden, das sich auch in kleinen Mengen mit einem Teststreifen nachweisen lĂ€sst. Schon nach sieben bis zehn Minuten hĂ€lt man ein Ergebnis in HĂ€nden. Doch ein positiver Befund muss keinen Krebs anzeigen, sondern kann mehr oder minder harm- lose Ursachen haben. Die Regelblutung oder blutende HĂ€morrhoiden tĂ€uschen beispielsweise einen Tumor vor. Ein negatives Ergebnis ist umgekehrt nicht einmal eine Garantie dafĂŒr, dass im Darm alles zum Besten steht. Nur ein Drittel der Tumoren und Polypen macht sich ĂŒberhaupt blutend bemerkbar, der Rest wird erst bei einer Darmspiegelung erkannt. Auch der so genannte PSA-Test aus der Apotheke gilt weithin als wenig zuverlĂ€ssig. Bei dem Test wird in einem Tropfen Blut das so genannte prostataspezifische Antigen gemessen. Liegt der Wert zu hoch, könnte das auf Prostatakrebs hindeuten. Doch die Messung ist anfĂ€llig fĂŒr falsche Befunde. EntzĂŒndungen der Prostata lassen den PSA-Wert beispielsweise ebenso steigen und werden auf dem Teststreifen irrtĂŒmlich als Krebs ausgewiesen. Selbst die Apothekenkammer rĂ€t daher, den PSA-Test nur im Beisein eines Arztes durchfĂŒhren zu lassen. Dieser kann andere Erkrankungen ausschlieĂen und im Zweifel durch eine Gewebeentnahme abklĂ€ren, ob wirklich ein Tumor vorhanden ist. Viele der Tests aus der Apotheke basieren auf denselben Methoden wie die PrĂŒfungen, die in der Praxis vorgenommen werden. Die Fehlerquellen liegen also weniger in der Technik selbst als in mangelndem Wissen des Interpretierenden. Anders sieht es jedoch beim Osteoporose-Test aus, der in der Apotheke mit einem UltraschallgerĂ€t gemacht wird. Diese Methode ist relativ jung, aber weniger zuverlĂ€ssig als eine Röntgenaufnahme, wie sie in der Regel beim Arzt gemacht wird. Generell gilt fĂŒr alle Tests: âAuf alle FĂ€lle sollte man sich bei einem negativen Befund zusĂ€tzlich noch beim Arzt untersuchen lassen und sich auf gar keinen Fall selbst als krank abstempeln“,betont Marnach. ddpNOZ060914
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