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Bad Rothenfelde  Bad Rothenfelde

Dokumente:

B-349xxx

Benedikt XVI: Neujahrsansprache an das diplomati- sche Corps: Religiionsfreiheit ist Menschenrecht

Benedikt XVI.: nachsynodales Apostolisches Schreiben über das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche > Verbum Domini

Papst Benedikt XVI. schreibt einen Brief an die
100.000 Priesterseminaristen der Welt >
Priester

Papst Benedikt XVI. an das britische Volk und seine Vertreter in der Westminster Hall > Menschenrechte

Predigt Benedikts XVI. vor 10.000 Priestern
zum Abschluss des Priesterjahres in Rom >
Priester

Papst Benedikt XVI.: Hirtenbrief an die Katholiken
in Irland >
Europa

Benedikt XVI.: Sacramentum Caritatis
Nachsynodales Apostolisches Schreiben
über die Eucharistie >
Kirche

Benedikt XVI.: Schreiben zum Beginn des Priesterjahres anlässlich des 150.  Geburtstages von Johannes Maria Vianney > Priester

Über die Einzigartigkeit und die Heilsuniversalität
Jesu Christi und der Kirche >
Dominus Jesus

Paul VI.: Das Credo des Gottesvolkes > Credo

Johannes Paul II.: Über die Zusammenarbeit von
>
Mann und Frau in der Kirche und in der Welt.

Schreiben der deutschen Bischöfe über die Schoa
>
Holocaust

Benedikt XVI.: Brief an die chinesischen Katholiken
>
China

Alemannische Bischöfe: Die Herausforderung des Sterbens annehmen > sterben in Würde

UNO-Konvention: Übereinkommen der Rechte von Menschen mit Behinderungen > Recht

Benedikt XVI.: Die große Menschenrechtsrede vor der UNO-Vollversammlung > Menschenrechte

Enzykliken:

Benedikt XVI.: Gott ist die Liebe > Deus Caritas

Benedikt XVI.: Auf Hoffnung sind wir  gerettet
>
Spe Salvi

Benedikt XVI.: Sozialenzyklika
Die Liebe in der Wahrheit >
Caritas in veritate

Paul VI.: Über die Quellen des menschlichen Lebens
Humanae Vitae > Mann und Frau

II. Vatikanisches Konzil:

Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei Verbum > Wort Gottes

Aus der Liturgiekonstitution: Christus ist in seiner Kirche gegenwärtig > Liturgie

Dekret über den Ökumenismus > Ökumene

Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen: > Nostra Aetate

 HiTech für Sehbehinderte

au-Glaukom-xx 

Glaukom: Neue OP-Methoden bei stark erhöhtem Innendruck. Bisher halfen regelmäßige Augentropfen, um den Druck zu senken. Doch auf dem Weltaugen- kongress im Juni in Berlin wurden nun neue operative Behandlungsmethoden diskutiert.  Lesen Sie weiter 
>
Glaukom

tn_Grauer Star_psd

Nie wieder Brille: Gleitsichtlinsen im Auge
Multifocallinsen >
Grauer Star

 au-Lasik-z

Neue Linsen, Laser und Medikamente, die vielen Men- schen wieder besseres Sehen ermöglichen, standen im Mittelpunkt des Internationalen Kongresses der Augenchirurgen im CHH Hamburg. Vier Tage lang diskutierten 5.000 Experten über neue wissenschaft- liche Erkenntnisse und Therapie- möglichkeiten. > ”Lasik”  > Grauer Star

au-Lasik-Zoomlinse-z Die neue Zoom-Linse

Das Neue an der sogenannten Zoom-Linse: Sie besteht aus zwei Linsenteilen, die hintereinander platziert und mit den Muskeln verbunden sind,
die die Linse umgeben.   >
Grauer Star

 Makula,xx Kongress in HH

Eine neue Therapie mit einem Strahlenstift bei der feuchten Makuladegeneration > Makula

ttt-1-SightCity-1xx

Aktuelles von der Hilfsmittelmesse SightCity

ttt-1-clearReaderLS20CR+

Vorlesesysteme mit Kamera statt Scanner.
Deutlich wurde auf der SightCity der Trend zu Vorlese- systemen, die anstelle eines Scanners eine Kamera einsetzen. Die Kamera ist an einem Arm installiert. Das Schriftstück wird darunter gelegt, fotografiert und dann mit einer Texterkennungssoftware für die Sprach- ausgabe verarbeitet. Vorteil ist, dass solche Kamera- systeme kleiner und leichter sind als Scanner. Zu nennen sind z.B. die Geräte ClearReader+ von Optelec oder iRead Now von Handy Tech. >
HiTech

         ttt-1-PocketShopper-1xxx

 Pocket-Shopper und andere Helfer für den Einkauf
>
HiTech

  Kontaktlinsen     tn_Kontaktlinse_psd

Lesen Sie mehr dazu > Hornhaut

t-PTN1pro-x

Neu bei dem PTN1 Pro: die Nummerntastenfunktion
>
CD-Book-Player

thu-Gotha-SchlossFriedensst 

Unsere Große Sommer-Kultur-Fahrt 2012 geht nach Thüringen: 14.- 19. Juni 2012 > Reisen Fahrten

po-AygülÖzkanMinFSoz-zLinga-2
Aygül Özkan, nds. Sozialministerin  

 Landesblindengeld für Zivilblinde (BlindGeldG) -
Erlass zum Landesblindenfonds zum 01. 01. 2011

Der Niedersächsische Landesrechungshof (LRH) hatte vorgeschlagen, den Kommunen eine Arbeitshilfe zur Verfügung zu stellen. Damit könne eine einheitliche Handhabung des ab 2007 geltenden Gesetzes durch die herangezogenen kommunalen Gebietskörper- schaften gewährleistet werden.
Neue Richtlinie über die Gewährung von Leistungen aus dem Landesfonds für blinde Menschen in besonderen Lebenssituationen: Landesblindenfonds. neu! Anpassung des Landesblindengesetzes an das europäische Recht >
Landesblindengeld

fo-YongZhao-x fo-UniChicago-x

US-Forschung: Diabetes Typ 1 jetzt heilbar?  > Diabetes

tn_P_Bundestag_psd 

Rundfunkgebühren werden 2013 zum -beitrag: 17,98 monatlich - auch Blinde sollen zahlen > neue Gesetze

RF-TR-römischesTrier-z

 Einladung zu unserer Wallfahrt zum Heiligen Rock nach Trier vom 23.-27 April 2012 > Reisen Fahrten

S-209z

Regionaltreffen in Mecklenburg > Region Schwerin

Behindertentestament: Behindertes Kind besonders gut absichern. Sozialhilfeträger bei Erbe außen vor
>
neue Gesetze

Regelung für öffentliche und private Gebäude
Um Diskriminierung zu vermeiden will die EU Hausumbau für Behinderte erzwingen  >
Gleichstellung

  aktuell

Ch-Scheschan03x

8.000 Pilger haben am 01. Mai 2012 den Marien- monat in She Shuan [Shanghai] eröffnet > China

isl.Koran-z

Warum macht uns der Koran so nervös?  > Koran

Relecture Humanae Vitae Paul-VI.x- Paul VI.

Prof. Manfred Spieker: > Mann und Frau
Menschenwürdige Sexualität

epRowanWilliams1xGB-Flagge-xx

Der anglikanische Primas Rowan Williams tritt Ende diese Jahres vom Amt zurück. > Anklikaner II

wa-RevDrJeffreySteenson-z

Papst Benedikt ernennt Dr. Jeffrey Neil Steenson zum Ordinarius für die ehemaligen Anglikaner, die in die katholische Kirche der USA aufgenommen werden.
Ordinariat in Australien errichtet. 8 Pfarreien im Aufbau

be-262z

aktueller Brief von Benedikt XVI. an die deutschen Bischöfe: im neuen Messbuch heißt es wieder: 
für euch hingegeben, statt für viele  >
Liturgie

H-1Is-Reise-z

Reise nach Israel vom 25. Nov. - 02. Dez. 2012 mit Diakon Koch und Margrit Appelhans > Reise Fahrten

at-ParvisNoreDame-z

Paris: Dialog mit Atheisten > Vorhof der Völker

am-AngeloComastri-Maria-xAutobiografie der Gottesmutter

Neuerscheinung! Ein Marienbuch > Himmel & Erde

arteEngelsburg-xx

 Die ältesten Bilder der > Engel  in Rom

kk-Christliche-Patientenver[1]

Mit der neuen Handreichung „Christliche Patienten- vorsorge durch Vorsorgevollmacht, Betreuungs- verfügung, Behandlungswünsche und Patienten- verfügung“ und dem darin enthaltenen Formular möchte die Deutsche Bischofskonferenz sich mit dem Sterben und den eigenen Wünschen im Umgang mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung auseinandersetzen. aktuell: Offene Fragen zur Organspende> Patientenverfügung
Dürfen Betreuer Erbe sein? > Pflege

Kardinal Antonios Naguib cd-pAntoniosNaguib-z

Koptischer Patriarch von Alexandrien berichtet über die Nah-Ost-Synode > Kirche im Islam

B-341xx

Nachsynodales Apostolisches Schreiben von Papst Benedikt XVI. über das Wort Gottes im Leben
und in der Sendung der Kirche
>
Verbum Domini
Papstreise nach Mexico und Kuba > Papst

Ursula von der Leyen  po-UrsulaVdLeyen-xxx

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen startet Projekt Bürgerarbeit: neue Jobs für 34.000 Langzeit-Arbeitslose ab sofort > Hartz IV
Neue Regelungen bei Hartz IV

ind-sy-GeorgeAlencherry-3z

Blick auf die syro-malabarische - die blühendste orientalisch-katholische -  Kirche in Indien
Interview mit George Kardinal Alencherry

y-Rio01-logo1x

> Weltjugendtag 2013 in Rio de Jananeiro

GL-Tod-xx

Reinkarnation / Seelenwanderung?
>
Kultur des Todes

GotteslobNeu-xx

 Das neue Gesang- und Gebetbuch für den deutschsprachigen Raum: Gotteslob II
erscheint erst 2013
>
Deutschland

GL-JustinBiber-z 

Interview mit Justin Bieber: > Glaube & Leben

kip-Priester---xkip-Priester-x

405.000 Priester helfen dem Papst und den Bischöfen das Evangelium Gottes zu verkünden

RF-B-Flamenco-z

Flamenco in Andalusien, Wandern in den Alpen, Freizeitkurse in der Schweiz > Begegnungen

soz-gBehParkPl- (2)   soz-gLadezone-x

Parkerleichterung für mehr Menschen. Neue bundeseinheitliche Regelung > neue Gesetze

cura-gPflege-xx

700 Millionen Euro für Demenzkaranke > Pflege
Beratungsverfahren für die
>
Pflegestufe
Neues Erbrecht belohnt Pflegende > Pflege
Legale (Pflege-)kräfte aus Osteuropa > Pflege

sen-gAltersrente-xx

Eine Zusatzrente winkt Immobilienbesitzern ab 60 Jahren bei den Banken mit der Immobilienrente. Verbrauchsschützer zufrieden > Rente

sen15xx

Erhöhung der Renten zum 01. Juli > Rente
Experten zeigen, wie man die Steuerlast der Renten senken kann:
>
Rente & Steuer
Änerungen der Hinterbliebenen-Rente

 Das Antlitz Christi PasTurGra-4

Turiner Grabtuch -  neue Forschungen > Reliquien

DKBB-1xx St-Paulus-x

Hörbücher zum Paulusjahr siehe: Bibel  

t-durophone-3-  t-dorophone-2-  t-dorophone-1-

Stiftung Warentest findet unter 18 getesteten Seniorenhandys nur dieses gut > Aussstellung

diab-GlucoTel-11xxx

Wie von Zauberhand funktioniert ein System für Diabetiker bei der Firma BodyTel: Es misst den Blutzuckerspiegel von Patienten, überträgt die Daten per Bluetooth ans Handy und von dort in eine Patientenakte. BodyTel verwandelt Handy in zentrales Werkzeug für Leben mit Diabetes. Telemedizinlösung > blutdruckmessen

Tec-RollstuhlfahrerSymb-1xTec-EurWC-Schlüssel-xTec-RollstuhlfahrerSymb-x

neu offizieller Euro-WC-Schlüssel öffnet 200.000 Behindertentoiletten > Behinderungen

HHaepLudwigAverkamp-x  Rosenkranz: 

Klassiker für geduldige Menschen > Rosenkranz

Rel-StPaulus-Ki-Tarsus-zPaulus

Paulus-Kirche in Tarsus (Türkei) Foto oben soll wieder geöffnet werden > Kirche im Islam

u-epBernardFellay-x-1u-B-epAlfonsoDeGalaretta-xx

neuer Brief der Piusbrüder an den Papst > Una Sancta

OH-Tinn-HolgerDierks-z

Der Tinnitus macht mir keine Angst mehr
und: das unsichtbare Hörgerät
> besser hören

mis-Viet-LaVang-xx

Erzdiözese Hue/Vietnam: Wallfahrt nach La Van
Die vietnamesische Regierung gibt Grundstück zurück: Marienbasilika für 5.000 Pilger wird zur Zeit wieder aufgebaut >
Weltkirche

ale-kiko-NeoK-zz

Papst anerkennt als neue geistliche Bewegung den neo-katechumenalen Weg von Kiko Argüello mit 1 Million Mitglieder  im > Jahr des Glaubens

B-369xxstatistik

Die katholische Kirche wächst täglich weltweit um 41.900 Mitglieder. 1 Milliarde 250 Millionen Mit- glieder werden es Ende 2012 sein. In Rom ist das neue statistische Jahrbuch vorgestellt > weltweit

be-190-xMcAllister-x Mc.Allister

Ergänzung des Konkordats in Niedersachsen:Ober- schulen in katholischer Trägerschaft > nordd. Kirche

Wir ermöglichen unseren blinden und sehbehinderten Mitgliedern
einen barrierefreien Zugang zum weltweiten Netz und freuen uns sehr über Ihren Besuch!
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300 Hörbücher neu eingestellt: - 6000 Hörbücher im Daisy-Format stehen zum Abruf bereit!
kostenlose Bestellungen frei Haus: Hörbücher  Katalog: neue Hörbücher, aktuelle Bücher

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 Das Katholische Blindenwerk Norddeutschland e.V. - kbwn -
   bietet auf den folgenden Seiten für unsere blinden und sehbehinderten Mitglieder barrierefreien Zugang zu wichtigen Informationen.
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Liebe Mitglieder des kbwn, verehrte Besucher unserer Homepage, 
   auf dieser “Site”, die wir für Sie gestalten, geben wir Ihnen barrierefreien Zutritt zu Informationen, die sonst für viele nicht erreichbar wären. Aus Fachzeitschriften und überregionalen Tageszeitungen, aus Büchern und der internationalen Presse zitieren wir und lassen Sie so Teil haben am Geschehen dieser Welt. Wir berichten über neue Heilmethoden, Hich-Tech und Hilfsgeräte für Blinde und Sehbehinderte, über Ihr gutes Recht gegenüber Verbänden, Leistungsträgern und Behörden, über die Kirche weltweit und in Norddeutsch- land, über unsere Reisen, Fahrten, Einkehrtage und unsere regelmäßigen Treffen  an fünfzehn zentralen Orten in den fünf norddeutschen Bundesländern. Wir sind erfreut darüber, wie sehr unsere oft weit verstreut wohnenden Mitglieder auf diese Weise Kontakt untereinander finden und auch am Leben unserer Welt partizipieren können, das Blinden und Sehbehinderten oft verschlossen ist. Wir haben unsere Site von einer Fachstelle des BSBV überprüfen lassen und sind dankbar und erfreut über eine gute Kritik. Weiter unten finden Sie unter Gleichstellung eine Erklärung der rechtlichen Situation in der Bundesrepublik Deutschland. “Die Zeit” berichtet darüber sehr anschaulich, dass der Internet- Auftritt deutscher Behörden für Behinderte nutzbar sein muss. Das erzwingt Vereinfachung und Klarheit - zum Wohle aller. Lesen Sie selbst diesen Artikel:

Einblick für Blinde

 Eine quäkende Stimme begleitet Bernhard Claus durch den Büroalltag. Mit ungewohntem Tempo jagt die monotone Roboterstimme durch die Sätze.Und deswegen klingt sie wie Kermit, der Frosch, auf Ecstasy-Trip. »Wenn sie langsamer wäre, wurde ich beim Arbeiten verhungern«, entschuldigt sich Claus.
   Den winzigen, uralten Bildschirm seines Computers hat er an den Rand des Schreibtischs geschoben. Bernhard Claus ist blind, und die Stimme gehört dem Bildschirmleser oder Screenreader. In rasendem Staccato liest er ihm vor,  was  auf dem Schirm erscheint.  Daneben  gibt  es als Hilfsmittel noch eine 12.000 Euro teure Braille-Zeile, in der sich bewegliche kleine Plastikstifte immer wieder neu zu den sechs Punkten der Blindenschrift gruppieren.
   Auch diese teuren Helfer stoßen bei der Darstellung von Internet-Seiten immer wieder auf Hindernisse. »Link: Marktplatz - leer - leer - leer«, quäkt Kermit, als Claus die Homepage der ZEIT anklickt. »Da ist eine Tabelle mit neun Spalten und sechs Reihen, die nur als Platzhalter dienen«, stellt Claus fest. Wie die Seite aussieht, ist ihm dennoch nicht klar. »Wo soll jetzt ein Menü sein?« Bis zum Leitartikel dringt er nicht vor, schon vorher hat er aufgegeben.
   Andere Seiten sind noch frustrierender. Ältere Screenreader stolpern über Formularfelder und bewegte Reklamebilder oder verheddern sich in unübersichtlichen Menüleisten. So bleiben ihm die Stadtportale von München, Hamburg, Köln und Berlin weitgehend verschlossen, sagt Claus, der beim Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenband für Intenet-Belange zuständig ist. Dabei würden Blinde im Netz vieles finden, was ihnen das Leben erleichtern könnte. Von Behördenwegweisern über Online-Formulare bis hin zu Veranstal- tungskalendern. Bei der Bahn nutzt Claus die speziellen Seiten für Sehbehinderte - die ihm aber nicht verraten, auf welchem Gleis sein Zug fährt.
   Deshalb setzt sich sein Verband - gemeinsam mit anderen Behindertenvertretungen - seit langem dafür ein, dass Internet-Auftritte barrierefrei gestaltet werden. Auf den ersten Blick ist das nur das Problem einer Randgruppe:  In Deutschland leben  155.000 Blinde.  Dazu sind allerdings noch einmal 600.000 stark Sehbe- hinderte zu rechnen. Und auch vielen Menschen, die im Alltag »normal« sehen, würde das Surfen wesentlich leichter fallen: Acht Prozent der Männer leiden an Rot-Grün-Schwäche und haben daher mit bestimmten Farbkombinationen auf dem Bildschirm Probleme. Ganz zu schweigen von der stetig wachsenden Zahl der »Silver Surfer«, der Senioren im Internet. Naturgemäß haben sie oft Probleme mit kleinen Lettern auf dem Monitor. Außerdem sind sie im Umgang mit der Maus nicht so trainiert wie die Jugend und freuen sich über größere Schaltflächen. Dasselbe gilt für alle, die unter motorischen Störungen leiden.
   Sogar der scharfsichtigste Surfer profitiert von barrierearmen Seiten: Die Ladezeiten werden kürzer, und man kann sie auch auf dem PDA, dem Westentaschen-Computer, oder auf dem Internet-Handy ohne Probleme lesen. Die Grundregeln für Seiten ohne Barrieren sind einfach: Die Schriftgröße muss beliebig einstellbar sein. Jedem Grafikelement sollte ein kleiner Text hinterlegt werden, den der Screenreader vorlesen kann: Wohin führt der Link, was ist auf dem Foto zu sehen? Und vor allem müssen Layout und Text klar getrennt sein. Grundsätzlich gilt: Eine sauber gebaute Seite stellt wenige Hürden in den Weg. Wesentlich genauere Regeln legt eine Verordnung fest, die jetzt zumindest alle Stolpersteine auf Behörden-Homepages wegräumen soll: die BITV oder Verordnung zur Schaffung bar- rierefreier Informationstechnik.  Detailliert legt sie technische Standards für die Programmierung fest. »Die Seiten des Bundes kann ich mittlerweile gut nutzen,« bestätigt Claus.
   Doch an den Problemen mit anderen Seiten wird die gut gemeinte BITV kaum etwas ändern. Die Länder haben sie nur teilweise übernommen. Manche haben sich eine vereinfachte Variante gestrickt, andere verzögern den Prozess, weil sie fürchten, von den finanziell klammen Kommunen in Regress genommen zu werden, wenn diese ihre Seiten umbauen müssen. So ist kaum damit zu rechnen, dass die Wirtschaft auf den Zug aufspringt und ihre Seiten nach BITV-Regeln gestaltet.
   Sogar bei manchen Betroffenen ist die Verordnung unbeliebt. Tomas Caspers, der unter anderem  die Web- seiten der “Aktion Mensch” und der Initiative “Einfach für alle” erstellt hat, kritisiert das Werk als übertrieben regelungswütig, veraltet und bürokratisch. »Die BITV schreibt den technischen Stand von 1997 fest. Au- ßerdem liegt der Schwerpunkt zu sehr bei den Blinden und Sehbehinderten. Die sind am besten organisiert.« Dabei kämpfen auch vier Millionen funktionaler Analphabeten in Deutschland. Legastheniker, geistig Behinderte oder Taubstumme mit Barrieren im Internet. Ihnen allen wäre schon geholfen, wenn Homepages einfach formuliert, klar strukturiert und übersichtlich gestaltet würden.
   Auch in Carsten Albrechts Büro in Hamburg-St. Pauli quäkt sich die Stimme des Screenreaders durch das Internet. Er berät Unternehmen dabei, Hindernisse von ihren Homepages zu räumen. Für manche Probleme seiner blinden Leidensgenossen hat er nur wenig Verständnis. »Es gibt immer wieder Beschwerden, weil nicht alle Seiten der Bahn barrierefrei sind. Aber ich habe schon mindestens ein Dutzend Online-Tickets gekauft«, sagt Albrecht.  »Es geht also, vielen fehlt nur die Geduld oder der Wille, durch komplexe Seiten zu surfen.«
   Moderne Screenreader können auch Flash-Animationen  oder PDF-Dateien lesen. »Man muss seine Software nur genau kennen, um zum Beispiel zu wissen, wie man ein Navigationsmenü überspringt. Blinde, die auf dem neuesten technischen Stand sind und ihre Screenreader beherrschen, haben keine Probleme im Internet.« Die Regelungen der BITV hält Albrecht daher für übertrieben. »Manchmal ist unsere Gruppe sehr fordernd. Aber als Blinder muss ich auch einsehen, dass nicht alle Inhalte auf mich optimiert sein können. Man muss auch mal an die Sehenden denken.«
DieZeitIvoMarusck050303

Gleichstellung: Behinderte sollen mehr Rechte haben

Ross-Luttmann-xx

Behinderte Menschen sollen künftig im Umgang mit Landesbehörden mehr Ansprüche stellen können.
   Dies sieht ein „Gleichstellungsgesetz” vor, dessen Entwurf Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann Foto oben dem Landeskabinett vorlegt. Der Entwurf fordert für Behinderte einen „barrierefreien Zugang” zu allen Landesgebäuden - die Eingänge sollen so ausgerüstet sein, dass gehbehinderte, aber auch blinde, stumme und schwerhörige Menschen sich problemlos zurechtfinden. Kontrastbetonte Bemalung könnte die Orien- tierung erleichtern. Außerdem sollen Schwerhörige und Sprachbehinderte einen Anspruch darauf haben, in Behörden jemanden anzutreffen, der die Gebärdensprache kann. Für die Umrüstung der Landesgebäude rechnet das Land mit jährlichen Mehrausgaben von bis zu 3,5 Millionen Euro. Schwieriger ist der „barrierefreie Zugang” zu den Computerangeboten des Landes - die rund 200 Internetauftritte der Landesbehörden sind hier noch mangelhaft, eine Umrüstung könnte schwierig werden. Auch auf Landesstraßen soll es Orientierungshilfen für sehbinderte Menschen geben.
   Die heftigste Kritik dürfte der Regierungsentwurf deshalb ernten, weil er sich auf die Landesverwaltung beschränkt. Dem Land unterstellte Körperschaften, die Gerichte und auch die Kommunen bleiben ausge- klammert - die Gerichte deshalb, weil es für sie schon Vorschriften gibt, die Kommunen deshalb, weil sie laut Landesverfassung nicht ohne finanziellen Ausgleich zu teuren neuen Aufgaben gezwungen werden dürfen. Der Behindertenbeauftragte Karl Finke befürwortet zwar das Anliegen, hat den Entwurf aber nicht mitgezeichnet - weil die Vorschriften den Erwartungen der Behinderten nicht entsprächen, heißt es.    kwHAZ070113   Lesen Sie weiter unter:
Gleichstellung

Niedersachsen bechließt neues Gleichstellungsgesetz - Behinderte erhalten mehr Rechte

   Behinderte Menschen in Niedersachsen haben künftig im Umgang mit Behörden weitaus mehr Rechte als bisher. Das ist im neuen „Gleichstellungsgesetz” geregelt, das der Landtag einstimmig beschlossen hat.
   Das Gesetz sieht mehrere Regeln vor, an die sich künftig nicht nur Landesbehörden, sondern auch die Kommunen halten müssen: Wenn ein Behinderter in der Behörde etwas erledigen muss, hat er Anspruch auf die Unterstützung durch einen Gebärdendolmetscher. Rollstuhlfahrer sollen ungehindert in die Amtsräume kommen können, notfalls müssen also Rampen oder Fahrstühle gebaut werden. Behördeneingänge sollen mit kontrastreichen Farben gekennzeichnet sein, damit sich sehbehinderte Menschen zurechtfinden. Bei Wahlen müssen Schablonen ausliegen, damit Sehbehinderte ohne fremde Hilfe ihre Stimme abgeben können.
   Mit dem Gesetz wird auch ein Verbandsklagerecht geschaffen. Es erlaubt Sozialverbänden, im Interesse von Behinderten eine Kommune oder Behörde zu verklagen, falls sie gegen das Gesetz verstößt. Weil diese Rege- lungen mit Kosten verbunden sind, stellt das Land den Kommunen zunächst einen pauschalen Beitrag von 1,5 Millionen Euro bereit.
   Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) und die Sozialexperten Heidemarie Mundlos (CDU) und Gesine Meißner (FDP) lobten das neue Gesetz als „großen Fortschritt für die Behinderten”.
 
HAZKlausWallbaum071115  

Das kbwn gratuliert dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH)
mit seinen 1.500 Mitgliedern zu seinrm 100. Jubiläum in diesem Jahr

   1909 gegründet, vertritt der Verein als Selbsthilfeorganisation die Interessen der blinden und sehbehin- derten Menschen in Hamburg. Seine Hauptaufgaben: Beratung in allen Fragen des Blinden- und Sehbe- hindertenwesens, Förderung der sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Rehabilitation und Integration von blinden und sehbehinderten Menschen, Vermittlung von blinden- und sehbehindertenspezifischen Fer- tigkeiten, Förderung der kulturellen und gesellschaftlichen Weiterbildung Blinder und Sehbehinderter jeden Alters. In Deutschland leben ca. 150.000 blinde und ca. 500.000 sehbehinderte Menschen. Kontakt: Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg, Louis-Braille-Center, Holsteinischer Kamp 26, 22081 Hamburg, Telefonnummer 040 - 209 40 40, Fax: 20 94 04 30. Veranstaltungstelefon: 040 -20 94 04 66.

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